HSG Gedern/Nidda in 3. Liga gegen SC Markranstädt gefordert

GEDERN/NIDDA (flo). Die 3. Liga Ost biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Sieben Spiele stehen noch aus. Die große Frage: Können die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Tabellenführung behaupten? Das Heimspiel gegen den Tabellenfünften SC Markranstädt am Samstagabend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) wird in dieser Hinsicht Erkenntnisse liefern.

Die Euphoriewelle, die die Wetterauerinnen durch Teile der ersten Halbserie getragen hat, ist zumindest vorerst verebbt. Fünf Punkte aus den bisherigen vier Rückrundenspielen sind das, was man in normalen Zeiten von der Spielgemeinschaft erwarten darf – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Der Vorsprung auf die Verfolger ist deswegen fast komplett zusammengeschmolzen, der Atem der nur noch einen Zähler entfernten SG Kleenheim ist spürbar. Ob ein Stück weit die Leichtigkeit verloren gegangen sei? Das verneint Gedern/Niddas Trainer Christian Breiler. Weil eben auch in der Hinrunde längst nicht alles, was glänzte, Gold war, weil man manchmal schlichtweg das nötige Quäntchen Glück hatte. „So wie es in der Vorrunde war“, betont der HSG-Coach, „kann es nicht immer laufen.“ Die Vermutung, dass seine Mannschaft in dieser Phase der Saison aus Partien wie jenen in Fritzlar (21:24) oder Eddersheim (23:23) mehr mitgenommen hätte, liegt auf der Hand. „Das hat einfach mit dem Trainingsprozess zu tun“, begründet Breiler, weshalb eben das in der Rückrunde nicht gelang. „Wir haben den ganzen Dezember nicht richtig trainiert, dadurch fehlt uns die Power. Das müssen wir uns erst wieder erarbeiten.“ Der zerstückelte Spielplan war nicht hilfreich, wieder in den Rhythmus zu finden. Immerhin: Im März stehen keine Pausen an. „Ich denke, wenn wir jetzt durchgängig spielen, kommen wir auch wieder deutlich besser zurecht“, meint Breiler.

Gegen Markranstädt wird die erkrankte Johanna Becker nicht mitspielen. „Das tut uns natürlich weh“, sagt Breiler, „aber man kann es ja nicht ändern.“ Mit dem SC Markranstädt wird eine harte Nuss zu knacken sein. Trotz des Umbruchs sowie einiger Turbulenzen – sowohl Präsident Daniel Riegert als auch Sportdirektor Michael Zita traten im Laufe der Saison zurück, zudem gab es Unruhen im Jugendbereich – haben sich die Sächsinnen im Mittelfeld stabilisiert, sind aufgrund von sieben Siegen aus den letzten acht Spielen (darunter die beiden zugesprochenen Punkte aus dem Derby gegen Leipzig) mittlerweile sogar auf Tuchfühlung mit dem Aufstiegskampf.

Quelle: Kreis-Anzeiger (03.03.2018)