HSG Gedern/Nidda unterliegt Kleenheim

NIDDA – (mh). Es hat (noch) nicht sollen sein: Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda wären am vorletzten Spieltag der Saison gerne vor eigenem Publikum Meister der 3. Liga Ost geworden. Alles war bereitet: Die Niddaer Gymnasiumhalle war wie erwartet ausverkauft und bot den stimmungsvollen Rahmen für ein packendes Spitzenspiel. Am Ende jedoch jubelten die Gäste: Sie gewannen das Derby mit 23:19 (9:7) und bildeten nach Schlusspfiff einen Jubel-Kreis und skandierten: „Auswärtssieg!“

Die HSG Gedern/Nidda bleibt mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer der Staffel Ost und hat nun nächste Woche am letzten Spieltag bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus noch die Chance, aus eigener Kraft Meister zu werden und damit die Chance zu wahren, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Die SG Kleenheim hatte vor dem Spitzenspiel ihren Aufstiegsverzicht im Falle des Titelgewinns erklärt.

Bei der HSG Gedern/Nidda war im Gipfeltreffen von Anfang an viel Sand im Getriebe. Es dauerte über zehn Minuten, bis die Gastgeberinnen ihr erstes Feldtor erzielten. Beide Abwehrreihen agierten teilweise bärenstark, den Offensivreihen unterliefen jedoch hüben wie drüben auch viele technische Fehler.

Als der Tabellenführer kurz vor der Pause von 5:9 auf 7:9 verkürzte, leitete er damit die zwischenzeitliche Wende ein, denn nach dem Seitenwechsel spielte zunächst nur die HSG Gedern/Nidda, ging erstmals in Führung und verwandelte die brechend volle Halle beim 14:12 und 17:14 in ein Tollhaus. Doch die SG Kleenheim brachte im Endspurt das Momentum wieder auf ihre Seite und wendete das Blatt.