FSG Ober-Eschbach/Vortaunus stürzt Tabellenführer

BAD HOMBURG (zyk). Souverän: Die Drittliga-Handballerinnen der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus gewannen am letzten Spieltag gegen den seitherigen Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda mit 30:20 (14:9) und machten dessen Titelhoffnungen zunichte. Aber die HSG kann dennoch aufsteigen (siehe weiter unten). Vor der Saisonrekordkulisse von 325 Zuschauern war auch diesmal Juliane Grauer mit elf Toren erfolgreichste Werferin. Die FSG, die als solche ihr letztes Spiel bestritt, belegt in der Abschlusstabelle den fünften Rang.

„Das war eine souveräne Vorstellung“, fasste sich Trainer Marc Langenbach nachher auch kurz. Denn sein Team bestimmte von Beginn an Rhythmus und Tempo der einseitigen Partie. Bei den Gästen hingegen war trotz einer Menge mitgereister Fans von Beginn an Nervosität spürbar. Gederns Coach Christian Breiler war schon nach dem 7:2 der „Pirates“ die Enttäuschung über das Auftreten seines Teams anzusehen. Beim 14:9 zur Pause hielten die Gäste zumindest noch einen Strohhalm in Sachen Aufstieg in der Hand.

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus –HSG Gedern/Nidda 30:20

Der zerbrach dann aber in der zweiten Hälfte, als die Gastgeberinnen sich mit nur neun Spielerinnen im Kader und dabei ohne Verstärkung aus der FSG-A-Jugend zu ihrer stärksten Leistung der Saison aufrafften.

Aleksandra Baranowska im Tor war für Gedern schier unüberwindbar, bot mit 22 Paraden eine klasse Leistung. Und im Angriff drückten Grauer und Linksaußen Lisa Lichtlein dem Spiel ihren Stempel aus. „Pirates“-Coach Langenbach und Manager Gerhard Döll waren sich nachher einig in ihrer Spielbewertung. „Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Spielerinnen. Wir wollten uns mit einer guten, auch kämpferischen Leistung aus der Saison verabschieden und das ist beeindruckend gelungen.“ Gedern/Nidda-Coach Breiler ordnete die Saisonleistung seiner Mannschaft denn auch zufrieden ein: „Wir haben mehr erreicht, als irgendjemand vor der Saison geglaubt hätte.“

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus: Baranowska; Riedel (2), Schwering (2), Lichtlein (6), Zsigmond (3), Gehrke (1/1), Grauer (11), Mertens (2), Orban (3).

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Neef, Heß; Rösner (1), Schüler (6), Niebergall, Kraft, Thiele, Schmeißer, Eisenacher (3), Becker (2), Camdzic (3/2), Nowak (2), Schindler (3/2).

Schiedsrichter: Bargmann/Stein – Siebenmeter: 1/1:7/4 – Zeitstrafen: 10:2-Minuten – Zuschauer: 325.

Quelle: Usinger Anzeiger (23.03.2018)