HSG schöpft in Zwickau Mut für die Saison

Die HSG Gedern/Nidda hat das erste Spiel in der 2. Bundesliga verloren, aber aufgrund einer über weite Strecken sehr ansprechenden Leistung Mut für die weiteren Aufgaben geschöpft. Beim BSV Sachsen Zwickau, letztes Jahr Tabellensiebter und eine etablierte Größe in Liga zwei, musste sich der Aufsteiger mit 28:33 (14:18) geschlagen geben.

„Man hat von Anfang an gemerkt, dass es eine andere Liga ist“, erzählt Trainer Christian Breiler. „Eine halbe Stunde vor Spielbeginn war die Halle schon gut besucht. Da saßen beim Warmmachen schon mehr Zuschauer als bei dem einen oder anderen Drittligisten während des Spiels.“

Chancenverwertung als Manko

Christian Breiler beim Trainergespräch nach dem Spiel in Zwickau.

Vor 520 Zuschauern zeigte die HSG dann eine sehr ordentliche Leistung. Das hauptsächliche Manko war, dass zu viele klare Chancen nicht genutzt wurden. Deshalb hatte Zwickau vom Start weg eine Führung inne. Nichtsdestotrotz blieb Gedern/Nidda dran und verkürzte in der 10. Minute auf 4:6. Auch eine kurze Schwächephase Mitte der ersten Spielhälfte überstand der Aufsteiger recht schnell und war zur Pause beim 14:18 in Schlagdistanz. „Dieser Rückstand war eigentlich ein bisschen ärgerlich“, fand Breiler in Anbetracht der vergebenen Möglichkeiten.

Nach der Pause zog der BSV Sachsen Zwickau, bei dem insbesondere die beiden Rückraumspielerinnen Katarina Pavlovic (8/1 Tore) und Julia Redder (7 Tore) herausstachen, zunächst auf 21:15 in der 34. Minute davon. Die Gäste zeigten sich aber kampfstark, spielten beherzt auf. Mit einem Doppelschlag der Rückraumspielerinnen Kristin Amos und Sabine Eisenacher verkürzte die HSG in der 39. Minute sogar auf 20:22. Danach erwischte die HSG allerdings eine schwache Phase und erlaubte sich zu viele Fehler. Zwickau machte kurzen Prozess, nutzte diese Fehler und baute seine Führung bis auf 33:22 (52.) aus. Damit war die Begegnung entschieden. Allerdings zeigte die Breiler-Mannschaft eine gute Moral und ließ sich nicht hängen. Nach einer fulminanten Schlussphase mit einem 5:0-Lauf leuchtete deshalb letztlich nur eine Fünf-Tore-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Lob des Trainers

„Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg für Zwickau“, sagte Breiler. „Ich kann der Mannschaft nur ein Lob machen. Das war ein guter Auftritt, die Mädels haben gekämpft und das Spiel 40 Minuten offen gehalten.“ Am nächsten Samstag (18 Uhr) trifft die HSG Gedern/Nidda in der Gymnasiumhalle Nidda auf den TV Beyeröhde-Wuppertal.