HSG Gedern/Nidda reist nach Waiblingen

Für die HSG Gedern/Nidda steht in der 2. Bundesliga das dritte Saisonspiel an. Am Samstag um 18.15 Uhr ist der Aufsteiger in der Staufer Sporthalle beim Vorjahresachten VfL Waiblingen zu Gast. Auch dieses Mal geht der Gegner als klarer Favorit in die Begegnung.

HSG muss Fehlerrate reduzieren

Die HSG befindet sich kaum überraschend noch in einem Prozess der Anpassung an Liga zwei. Die Niederlagen beim BSV Sachsen Zwickau (28:33) und gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal (24:35) waren selbstverständlich alles andere als überraschend. Beide Spiele haben aufgezeigt, in welchen Bereichen sich die Mannschaft von Trainer Christian Breilersteigern wird müssen, um in dieser Spielklasse punkten zu können. Die Bandbreite der Aspekte ist naturgemäß groß, schließlich gibt es im Kader kaum Zweitligaerfahrung. Die HSG muss sich an die höhere Spielgeschwindigkeit gewöhnen, an bessere und robustere Abwehrreihen, an die höhere Intensität gegen körperlich klar überlegene Gegner.

Ein weiterer wesentlicher Punkt: Die hohe Fehlerrate. Sowohl Zwickau als auch Beyeröhde bestraften die technischen Fehler und Ballverluste gnadenlos – anders als viele Gegner in der 3. Liga. „Wir müssen lernen, weniger Fehler zu machen. Das muss in die Köpfe und ins Spiel rein“, sagt Trainer Breiler. „Kämpferisch und von der Einstellung her gibt es nichts zu meckern, aber handballerisch müssen wir uns steigern“, fordert der HSG-Coach. Dass derzeit beruflich, krankheits- und verletzungsbedingt immer wieder Spielerinnen fehlen, erschwert diese Entwicklung allerdings.

Starker Rückraum beim VfL Waiblingen

Im baden-württembergischen Waiblingen erwartet den Neuling die nächste sehr schwere Aufgabe. Der VfL-Rückraum ist mit den Halben Monika Odrewska und Lea Gruber sowie den Mitte-Akteurinnen Vanessa Nagler und Sinah Hagen sehr stark und sehr torgefährlich besetzt. Auch Waiblingens Abwehr besitzt eine ordentliche Qualität. „Die 6:0 ist sehr aktiv, da müssen wir uns im Vergleich zur 3. Liga insgesamt umstellen“, so Breiler. Die Spielidee von Waiblingens neuem Trainer Nicolaj Bredekjear Anderssonsieht vor, aus einer kompakten Deckung schnell umzuschalten und viele einfache Tore zu erzielen. Das klappte beim Saisonauftakt gegen den HC Rödertal weniger gut, zuhause verlor man mit 26:36. Zuletzt gewann der VfL aber bei Aufsteiger TSV Nord Harrislee souverän mit 29:23.

Breiler sagt: „Für Waiblingen ist ein solches Spiel gegen einen Aufsteiger ein Muss-Spiel, dementsprechend werden sie auch auftreten. Wir müssen den Fokus auf uns legen, gucken, dass wir an unser Leistungsoptimum kommen und das Spiel vielleicht über einen längeren Zeitraum offen gestalten.“