HSG kassiert gegen Bremen eine deutliche Schlappe

Das war eine ebenso deutliche wie schmerzhafte Heimniederlage für die HSG Gedern/Nidda. Dem SV Werder Bremen musste sich der Aufsteiger vor 350 Zuschauern mit 17:32 (10:15) geschlagen geben. Damit wartet die Mannschaft von Trainer Christian Breiler weiterhin auf ihre ersten Punkte in der 2. Bundesliga.

Insbesondere die Art und Weise, wie diese Pleite im zweiten Spielabschnitt zustande kam, sorgte für enttäuschte Mienen. „In der ersten Halbzeit war ich mit meiner Mannschaft einverstanden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gehen lassen. Wie wir da aufgetreten sind, hat mir nicht gefallen“, sagte HSG-Trainer Breiler.

Schwache zweite Halbzeit

Anfangs gelang es der Spielgemeinschaft noch, die Begegnung ausgeglichen zu gestalten. Linksaußen Isabell Schüler verkürzte in der 10. Minute etwa auf 3:4. Doch gegen Werders starke Deckung hatte das Breiler-Team zunehmend Probleme, in gute Wurfpositionen zu kommen, schaffte es nicht mehr, sich klare Chancen zu erspielen. So übernahm die Gästen aus dem Norden mehr und mehr die Kontrolle. Über die Stationen 5:9 (18.) und 8:13 (24.) lag die HSG Gedern/Nidda zur Pause mit 10:15 in Rückstand.

Aus einer Aufholjagd nach Wiederbeginn wurde nichts. Der Start missriet den Gastgeberinnen völlig, die Fehler im Angriffsspiel häuften sich. Bremen zog deshalb zunächst auf 18:11 (34.) davon. In doppelter Unterzahl sorgte Werder dann für die frühe Vorentscheidung: Linksaußen Alina Otto brachte die Gäste mit 22:14 (43.) in Front, dieser Vorsprung wuchs bis auf 25:14 (49.) an. Bei der HSG gelang rein gar nichts mehr, die Köpfe gingen nach unten. „Wir haben dann ganz einfache Tore zugelassen, uns nicht mehr gewehrt, sondern in unser Schicksal ergeben“, sagte Breiler. Für Bremen traf Linksaußen Otto mit 11/6 Toren am häufigsten, beste HSG-Schützin war Rückraumspielerin Kristin Amos mit 5/1 Treffern.

„Bremen hat das Spiel auch in dieser Höhe hochverdient gewonnen“, lautete das Fazit des HSG-Trainers. Werder-Coach Maximilian Busch war nach dem ersten Saisonsieg natürlich erleichtert: „Ich freue mich für meine Mannschaft, dass der Knoten geplatzt ist. Der Schlüssel dazu war unsere Mannschaftsleistung.“

Das nächste Spiel bestreitet die HSG Gedern/Nidda am 13. Oktober in der Gymnasiumhalle Nidda gegen den TSV Nord Harrislee. Der Aufsteiger hat bislang 2:6 Punkte auf dem Konto.