Männer der HSG Gedern/Nidda kassieren erste Saisonniederlage

GEDERN – / (fs). Nach drei siegreichen Spielen hat es die Handballer der HSG Gedern/Nidda im Auswärtsspiel der Bezirksliga A Gießen beim TSV Langgöns II das erste Mal erwischt. Das Team von Trainer Andreas Nau unterlag mit 26:32 (13:15)-Toren und büßte die Tabellenführung ein.

TSV Langgöns II – HSG Gedern/Nidda 32:26

„Wir müssen jetzt erstmal wieder kleine Brötchen backen und uns darauf konzentrieren, unsere Chancen besser zu verwerten“, kommentierte Nau das Abrutschen auf den dritten Tabellenplatz. Die Niederlage in Langgöns sei auch deshalb unnötig gewesen, weil sein Team geschätzte 20 hundertprozentige Tormöglichkeiten ausließ. Dass die eigenen Torleute nicht ihren besten Tag erwischten und kaum einen Ball zu fassen bekamen, rundete aus Sicht des Trainers neben einer schwachen Schiedsrichterleistung das negative Gesamtbild ab.

Andreas Nau hatte sein Team auf die langsame Spielweise der routinierten Langgönser Landesliga-Reserve hingewiesen – und dennoch fanden die Handballer aus Gedern und Nidda kein probates Mittel dagegen. Speziell Hermann Pothmann narrte die Gäste mit seiner Tempoverschleppung ein ums andere Mal. Insgesamt sieben Treffer gingen auf das Konto des Langgönsers, der mit seiner Mannschaft nach dem ersten Abschnitt eine 15:13-Führung herausarbeitete.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Mittelhessen auf 20:16 ab. Gedern/Nidda kämpfte sich auf 23:22 heran, doch die Truppe des TSV Langgöns II erzielte in den entscheidenden Phasen immer ihre Treffer. In der 51. Minute verkürzte Alexander Schmidt für die Gäste auf 26:24. In den kommenden Minuten versetzten die Gastgeber mit einem 3:0-Lauf ihrem Gegner jedoch den Knockout. Zum Schluss versuchten die Gäste alles, um doch noch zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Für eine numerische Überzahl bei den Feldspielern „opferte“ Trainer Nau in der Schlussphase seine Torleute. Das Risiko wurde nicht belohnt.

„Letztlich haben wir das Spiel verdient verloren, weil wir nicht clever genug gespielt haben. Wir haben aus unserer Überlegenheit einfach zu wenig gemacht“, analysierte Andreas Nau nach seiner ersten Punktspielniederlage als HSG-Trainer.

HSG Gedern/Nidda: Skouteris, Massaro, Diestl; Fladerer (3), Eckhardt (10/4), Schmidt (3/1), Orth (2), Fragoso (1), Müller, Maris, J. Weber (2), Nxhoni (1), M. Weber (4), D. Weber.
Schiedsrichter: Becker, Boele (Heuchelheim/Großen-Linden).
Zuschauer: 60.
Zeitstrafen: 10:6 Minuten.

Quelle: Kreis-Anzeiger (09.10.2018)