HSG Gedern/Nidda II gibt Platz eins ab

Gedern/Nidda (fs). Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda II haben das Spitzenspiel in der Bezirksliga A Gießen bei der KSG Bieber verloren und den ersten Tabellenplatz eingebüßt. Nach den ersten Punktverlusten der Saison ist der Gegner nun vorbeigezogen.

KSG Bieber –
HSG Gedern/Nidda II 29:18

Die Höhe des Ergebnisses überraschte am Ende doch. Mit elf Treffern Differenz (29:18, Halbzeit: 12:8) hatte Bieber die Nase vorne. „So wie wir uns in den ersten Spielen und den knappen Siegen präsentiert haben, war mir schon klar, dass wir dieses Spiel verlieren könnten. In dieser Deutlichkeit hatte ich aber nicht damit gerechnet“, erklärte HSG-Trainer Thomas Schuster die aus seiner Sicht verdiente Niederlage.

Dass Spiel stand in der ersten Halbzeit für die Gäste aus der Wetterau unter keinem guten Stern. Schon in der siebten Minute verlor die als Spitzenreiter angereiste Zweitliga-Reserve mit Clarissa Feth die Spielgestalterin mit einer umstrittenen Roten Karte. Feth soll außerhalb des Spielfeldes einer Akteurin der KSG in die Arme gegriffen haben. „Clarissa bestreitet das“, erklärte Thomas Schuster.

Doch dies war nicht die größte Hiobsbotschaft aus Sicht der Gäste. Kiara Fuchs zog sich eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zu und musste nach der Partie ins Krankenhaus gebracht werden. Vermutlich wird die junge Spielerin ihrem Team jetzt mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate fehlen.

„Nach den Ausfällen hatten wir ein Problem im zentralen Rückraum“, berichtete Schuster. Die eingeschränkten Möglichkeiten im Angriffsspiel machten sich zudem in der zweiten Hälfte zusätzlich am Kreis bemerkbar. War die Partie in der ersten Hälfte noch recht offen und nach dem 12:8-Pausenstand auch noch nicht entschieden, so verschoben sich in Abschnitt zwei die Kräfteverhältnisse weiter zugunsten der KSG Bieber. Gerade im Spiel fünf gegen fünf waren die Gastgeberinnen klar besser. „Wir haben uns in der zweiten Hälfte etwa 30 Fehlversuche und technische Fehler geleistet. Das ist einfach zu viel gewesen“, fasste Thomas Schuster das Dilemma zusammen. Am Ende war es ein ungefährdeter Sieg der Mittelhessen, der aus Sicht der HSG Gedern/Nidda II schlussendlich aber nicht als Beinbruch angesehen wurde. „Es gibt auch noch ein Rückspiel, bis dahin sind wir eingespielter“, so Thomas Schuster trotzig.

Gedern/Nidda II: Henning, Neef; Thun (1), C. Pfaff (10/5), Feth, Fuchs, Holzapfel (1), Mader, Prenger (2), A. Pfaff (4), Eckhardt, Mautz, Ragone. – Schiedsrichter: Große (Herborn). – Zuschauer: 30. – Zeitstrafen: 6:10 Min.

Quelle: Kreis-Anzeiger (30.10.2018)