HSG feiert erlösenden ersten Saisonsieg

Dieser Tag wird in Erinnerung bleiben: Am Samstagabend um kurz vor halb acht war es geschafft. Die HSG Gedern/Nidda hatte nach zuvor vier Niederlagen ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Deutlich mit 22:14 (12:6) besiegte die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den TSV Nord Harrislee.

Für all jene, die es mit der HSG halten, war es zweifelsohne ein besonderer Tag. „Wir haben mit dem ersten Sieg in der 2. Liga Geschichte geschrieben“, ordnete Trainer Breiler die Geschehnisse völlig korrekt ein. Die stehenden Ovationen auf den Rängen sowie die Jubelarie auf dem Spielfeld zeugtenbvon der Besonderheit dieses Moments.

Die Defensive als Erfolgsbasis

Den Heimsieg verdiente sich die HSG Gedern/Nidda in der Defensive. Die 6:0-Abwehr zeigte eine gute Leistung, agierte sehr zweikampfstark. Und dahinter war Torfrau Sandra Elisath bestens in Form. Nach einem völlig ausgeglichenen Beginn war eben diese defensive Stabilität ausschlaggebend, dass die HSG nach dem 5:6-Rückstand (17.) das Kommando übernahm. Dazu kam der Umstand, dass Nord Harrislee im Angriff rein gar nichts mehr gelingen wollte. Die HSG nutzte die Fehler der Gäste, spielte sich in einen kleinen Rausch und legte einen 7:0-Lauf hin, der eine komfortable 12:6-Pausenführung bedeutete.

In der insgesamt recht fehlerbehafteten zweiten Hälfte stellte Gedern/Nidda schnell auf 14:6 (35.), doch danach begann auch bei den Gastgeberinnen der Angriffsmotor zu stottern. Zwischendurch blieb die Breiler-Mannschaft elf Minuten lang torlos, während Nord Harrislee halbzeitübergreifend sogar 18 Minuten ohne Treffer geblieben war. Die Gäste aus dem hohen Norden waren im Angriff jedoch zu harmlos, um die HSG-Schwächephase zu nutzen, kamen lediglich auf 12:16 (44.) heran. Erst in der Schlussphase fand sich die Breiler-Mannschaft im Angriff wieder besser zurecht und zog deshalb von 18:13 (56.) auf das 22:14-Endergebnis davon.

„Einfach wichtig, dass die Null weg ist“

Harrislees Trainer Herluf Linde sagte nach der Partie: „Bei mir sind etliche Leistungsträgerinnen unter Form gewesen, wir müssen noch an einigen Stellschrauben drehen. Heute war mit Abstand das schwächste Spiel von uns, es war ein in der Höhe verdienter Sieg.“

„Wir haben in der Abwehr die richtige Reaktion gezeigt“, fand HSG-Trainer Breiler. „In der zweiten Halbzeit haben wir es versäumt, den Deckel früher draufzumachen, haben uns vorne schwergetan und hatten dann hinten das nötige Glück. Für uns ist jetzt einfach mal wichtig, dass die Null weg ist.“