Unter keinem guten Stern: HSG Gedern/Nidda gibt Tabellenführung wieder ab

GEDERN/NIDDA – Die Handballer der HSG Gedern/Nidda haben die in der Vorwoche eroberte Tabellenführung in der Bezirksliga A Gießen wieder hergeben müssen. Im Spitzenspiel bei der TuS Vollnkirchen zog die Mannschaft von Coach Andreas Nau mit 26:33 (13:14) den Kürzeren. Die Wetterauer rutschten in der Tabelle auf den vierten Rang ab, der Rückstand auf den neuen Spitzenreiter TV Hüttenberg III beträgt aber nur einen Zähler.

Bezirksliga A Gießen: TuS Vollnkirchen – HSG Gedern/Nidda 33:26 (14:13)

Das Spiel in Vollnkirchen stand für die HSG Gedern/Nidda von Beginn an unter keinem guten Stern: Mit Johannes Eckhardt, Matthias Weber, Benedikt Becker und Torwart Christos Skouteris mussten vier Stammkräfte für das Match gegen den direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf absagen. Das Dilemma hat sich bereits unter der Woche angekündigt. „Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen und anderer diverser Absagen konnte nur eine Trainingseinheit stattfinden“, berichtete Trainer Andreas Nau. Somit war schon eine gezielte Vorbereitung auf das Spitzenspiel nicht möglich. Den Verlust der Pole-Position nahm Nau gelassen hin. „Es ist ja alles eng beisammen und es gibt ja noch das Rückspiel.“ Aufgrund der Ausfälle der Leistungsträger reaktivierten die Gäste sogar den 47-jährigen Thomas Pfaff, der auf der Außenposition in seinen Einsatzzeiten für Entlastung sorgte. „Wir haben versucht, das Beste aus der Situation zu machen und haben über weite Strecken konstant mitgehalten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, sie hat gut gekämpft und alles gegeben“, so Nau. Am Ende hat es eben nicht gereicht, auch weil in der zweiten Hälfte der Partie die letzten Körner fehlten. Anfangs hatte sich die HSG Gedern/Nidda von einem 1:3-Rückstand gut erholt und führte in der 17. Minute dank zweier Treffer von Ndriqim Nxhoni sogar mit 8:6. Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt bis zum 10:12, danach legten die Gastgeber eine Schippe drauf und drehten bis zur Halbzeitsirene den Spieß um (14:13).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war die von Michael Bepler betreute Mannschaft des TuS Vollkirchen sofort da und baute den Vorsprung aus. Zunächst zog die Heimmannschaft auf 17:13, dann zur 40. Minute auf 23:15 davon. Fehlende Moral konnte man der ersatzgeschwächten Truppe der HSG Gedern/Nidda nicht vorwerfen. Es gelang sogar den Rückstand etwas abzuknabbern, doch näher als auf 29:24 (54.) kamen die Nau-Schützlinge nicht mehr heran. In der Schlussphase gelang Vollnkirchen mit Tempogegenstößen noch das eine oder andere Tor, so dass am Ende ein doch recht deutlicher 33:26-Sieg auf der Anzeigetafel stand. „Wir hätten uns in der ersten Halbzeit weiter absetzen können, wenn wir über Außen oder am Kreis unsere Torchancen besser genutzt hätten“, blickte Andreas Nau zurück.

HSG Gedern/Nidda: Lobo Massaro, Diestl; Schmidt (9/5), Fladerer (3), Florian Orth, Pfaff, Maris (3), J. Weber (1), Nxhoni (7), D. Weber, Müller (2), Reinmann (1). Schiedsrichter: Schaub (Dilltal)Zuschauer: 40. Zeitstrafen: 10:4 Minuten.