Pfaffs Verletzung überschattet Sieg der HSG Gedern/Nidda II

Gedern/Nidda (fs). Mit einem Sieg mit zehn Toren Vorsprung haben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda II ihre Heimaufgabe in der Bezirksliga A Gießen souverän gelöst. Gegen den Tabellenzehnten HSG Pohlheim stand am Ende ein 26:16 auf der Anzeigetafel.

HSG Gedern/Nidda II –
HSG Pohlheim 26:16

Die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster führt damit die Tabelle weiter vor der HSG K/P/G/Butzbach an. Wermuttropfen war der Ausfall von Claudia Pfaff. Die routinierte Rückraumspielerin zog sich bei einem unglücklichen Zusammenprall eine Blessur im Schulterbereich zu und droht nun längere Zeit auszufallen. „Das trifft uns hart, da in den kommenden Wochen die entscheidenden Spiele um den Aufstieg gegen Friedberg, Bieber und Butzbach anstehen“, sagt Schuster. Was die Sachlage erschwert, ist die Tatsache, dass in diesen Partien zudem urlaubsbedingte Ausfälle zu erwarten sind.

Zum Spiel gegen Pohlheim: Die Gäste erwischten den etwas besseren Start und gingen mit 1:0 und 2:1 in Führung. Danach machte die HSG Gedern/Nidda II aber ernst und zog mit acht Treffern in Folge auf 9:2 davon. Der klare Vorsprung ließ jedoch den Schlendrian einkehren. „Wir waren plötzlich nicht mehr aggressiv genug und haben einfache Gegentore aus dem Rückraum und über Außen zugelassen“, erinnert sich Schuster an die schwächste Phase seines Teams in dieser Partie. Zwischenzeitlich zog Gedern/Nidda das Tempo wieder an, doch die letzten beiden Treffer vor der Halbzei gingen wieder auf das Konto der HSG Pohlheim, die trotz klarer spielerischer Unterlegenheit beim 14:9-Pausenstand noch halbwegs im Spiel war. Den Trainer der HSG Gedern/Nidda II ärgerte das ein wenig: „Wir hätten höher führen müssen, doch wir haben wieder zu viele freie Würfe vergeben, das dürfen wir uns in den Spitzenspielen so in dieser Form nicht erlauben.“

Unter dem Strich war der Erfolg gegen den Abstiegskandidaten aber ungefährdet. Den Pausen-Vorsprung verdoppelte der Bezirksoberliga-Anwärter bis zum Spielende. Und das, ohne sich dabei quälen zu müssen. Die Überlegenheit von Egerer, Meyer, Claudia Pfaff und Co war frappierend. In den kommenden Wochen wird die Schuster-Truppe dann vermutlich härter gefordert sein.

Gedern/Nidda II: Stroh, Neef; C. Pfaff (4/1), Egerer (4/2), Meyer, Prenger (4), Mautz, Kaunath (2/1), Holzapfel, Thun (4/1), A. Pfaff (5), Eckhardt (2), Appel (1), Ragone.

SR: Reinhard (Butzbach). – Z: 50. Zeit: 2:4 Min.

Quelle: Kreis-Anzeiger (19.02.2019)