Plackerei endet, Praxistest beginnt

3. LIGA Zum ersten Saisonspiel Gedern/Niddas kommt gleich potenzielles Spitzenteam

GEDERN – / (flo). Die Statistik bleibt negativ, aber immerhin der Trend ist positiv. In der Vorsaison gewannen die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda erstmals ihre Auftaktpartie. Wenn die Wetterauerinnen am Samstag (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) zuhause in die neue Saison der 3. Liga Ost starten, würde man das Zahlenwerk freilich gerne weiter aufpolieren. Der Gegner ist jedoch ein Schwergewicht: Der hochgehandelte SV Germania Fritzlar gibt seine Visitenkarte ab.

Samstag, 18 Uhr HSG Gedern/Nidda – Germ. Fritzlar

14 Wochen Vorbereitung liegen hinter der Spielgemeinschaft. Darin enthalten: Neun Testspiele, eine Turnierteilnahme, zwei Kurztrainingslager. Nun ist die Plackerei, die als Grundlage für die Runde dienen soll, vorüber. „Wir freuen uns alle auf den Saisonauftakt. Es ist jetzt einfach an der Zeit, dass es mal losgeht“, findet Trainer Christian Breiler. Zugleich weiß der 40-Jährige, dass es für seine Mannschaft wieder mal ein Sprung ins Ungewisse ist. Eine gewisse Nervosität sei beim ersten Spiel immer dabei, „man weiß nicht, wo man steht“. Da sind die Fritzlarerinnen, die unter die ersten Drei der Tabelle wollen, schon ein klitzekleines Stückchen weiter. Die Nordhessinnen gewannen ihr erstes Saisonspiel gegen Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg mit 24:15. Hundertprozentig zufrieden war Trainerin Viktoria Marquardt nicht, die Partie in Nidda dürfte eher zum Härtetest werden. Angriffslustig sagte Fritzlars Übungsleiterin der HNA: „Wir wollen 4:0 Punkte zum Auftakt.“

Die HSG Gedern/Nidda will in dieser Saison wieder zur alten Heimstärke zurückfinden. „Letztes Jahr ist es uns nicht gelungen, zuhause gegen eine Mannschaft aus dem oberen Drittel zu gewinnen. Das wollen wir dieses Jahr auf alle Fälle schaffen“, sagt Breiler. Schon gegen Fritzlar? Dagegen hätte der HSG-Trainer freilich nichts. Er weiß aber: „Um Fritzlar in Bedrängnis zu bringen, brauchen wir in allen Bereichen eine sehr gute Leistung. Aber ich bin mir sicher, dass wir einen engen Fight liefern werden.“

Schmeißer fällt aus

Aus dem Vollen schöpfen kann die Spielgemeinschaft dabei allerdings nicht. Jessica Schmeißer, die sich Anfang dieser Woche einer MRT-Untersuchung unterzog, fällt aufgrund der hartnäckigen Leistenprobleme weiter aus. Möglicherweise droht der Kreisläuferin eine längerfristige Pause. „Dieser Ausfall tut weh“, sagt Breiler, wohlwissend um Schmeißers Bedeutung für die Abwehr. Rechtsaußen Christin Kraft ist privat verhindert, Torhüterin Bärbel Thun fehlt verletzungsbedingt ebenfalls weiterhin. Dafür wird die neue Torfrau Katrin Neef, die zuvor in der zweiten Mannschaft spielen soll, auf der Bank Platz nehmen.

Es bleiben dennoch einige Fragen in Sachen Taktik und Personal offen. Wird die HSG tatsächlich nachhaltig mit der offensiven 3:2:1-Abwehr oder doch mit einer defensiveren Variante operieren? Wie splitten sich auf der mittleren Rückraumposition die Spielanteile zwischen Routinier Stefanie Thiele und Jungspund Hannah Niebergall? Wer könnte angesichts des Schmeißer-Ausfalls Kreisläuferin Leonie Nowak entlasten? Man darf also gespannt sein. Klarer ist, was auf die Spielgemeinschaft zukommen wird. „Fritzlar“, analysiert Breiler, „spielt eine gute 6:0-Abwehr, verfügt gerade im Rückraum über geballte Qualität und hat da viele Spielerinnen, die ein Spiel alleine entscheiden können.“ Die Rückraumlinke Janina Dreyer etwa hatte mit sechs Toren großen Anteil am Auftakterfolg. Auch mit der Halbrechten Melina Horn, im Vorjahr Fritzlars beste Torschützin, ist stets zu rechnen. Ein echtes Luxusproblem haben die Nordhessinnen auf der Mitte: Mit Esther Meyfarth, zuletzt erkältet, und Neuzugang Franziska Chmurski stehen zwei starke Spielgestalterinnen parat. Eine echte Herausforderung also für die HSG Gedern/Nidda.

Quelle: Kreis-Anzeiger (23.09.2017)

Feines Drei-Zwei-Eins

HANDBALL Abwehrvarianten der HSG Gedern/Nidda funktionieren bei Turnier ordentlich

NIDDA – / (flo). Viel probiert und weitere Erkenntnisse gesammelt: Der 4. Mittelhessen-Cup in Oberkleen hat für die Drittligahandballerinnen der HSG Gedern/Nidda seinen Zweck erfüllt. Trainer Christian Breiler hat nun ein noch detailliertes Bild, was bereits gut klappt und woran in der verbleibenden Zeit bis zum Saisonstart noch zu arbeiten sein wird. Im Siebener-Feld belegten die Wetterauerinnen mit ausgeglichener Punktebilanz letztlich den vierten Rang. Drei Niederlagen, zwei sportlich errungene Erfolge und ein kampfloser Sieg standen zu Buche.

Die erfreuliche Erkenntnis des Vorbereitungsturniers: In der Deckungsarbeit der Spielgemeinschaft passt schon sehr Vieles. Akribisch hat man in den vergangenen Wochen daran gearbeitet, in verschiedenen Systemen auf gutem Niveau verteidigen zu können. Das Zwischenfazit in dieser Hinsicht fällt positiv aus: „Die Abwehr ist in den verschiedenen Systemen so weit in Ordnung, damit bin ich voll und ganz zufrieden“, sagt HSG-Trainer Breiler, der in den fünf Partien munter variierte: Mal 6:0, mal 5:1, mal 3:2:1. Stellenweise wurde die Defensive auch während der Spiele verändert.

Feilen müssen die Wetterauerinnen indes noch am Angriffsspiel. Das, so des Trainers Urteil, sei noch ausbaufähig. „In Phasen, in denen es nicht so leicht läuft, müssen wir noch ruhiger werden, das Tempo auch mal verschleppen.“ Gegen die TSG Eddersheim sowie die SG Kleenheim vertändelte seine Truppe jeweils in der Schlussphase die Führung. Klar ist aber auch: Für die junge HSG-Mannschaft ist dies ein Lernprozess. Weitere Erkenntnisse für Breiler: „Die Wurfsicherheit aus der Distanz fehlt noch etwas. Außerdem passen noch nicht alle Laufwege, auch bei der Passqualität und Passsicherheit haben wir noch Verbesserungsmöglichkeiten.“

Bei der vierten Auflage triumphierte übrigens erstmals nicht die gastgebende SG Kleenheim. Das Ensemble von Tobias Lambmann wurde Dritter. Der Trainer war dennoch zufrieden: „Unter dem Strich haben wir ein gutes Ergebnis erreicht, wir haben natürlich noch Potenzial nach oben, in der Abwehr waren wir präsent und haben eine starke Leistung gezeigt.“ Turniersieger wurde der stark aufspielende West-Drittligist Borussia Dortmund II – mit 12:0 Punkten.

Turnierleiter Jürgen Klein bilanzierte: „Das Niveau des Turniers war sehr gut, das haben mir auch die Trainer bestätigt.“ Etwas ärgerlich aus Sicht der HSG Gedern/Nidda: Weil der luxemburgische Erstligist Käerjeng aufgrund zu vieler verletzter Spielerinnen zu seinem letzten Spiel nicht mehr antrat, bestritt die Breiler-Truppe nur fünf statt der geplanten sechs Partien. Die Spiele im Einzelnen.

TSG Eddersheim – HSG Gedern/Nidda 20:17: Gegen den Ligakonkurrenten zeigte die HSG eine über weite Strecken ansprechende Darbietung, die 5:1-Deckung funktionierte gut. Vor den Schlussminuten lag man mit 17:15 vorne. Ausgelassene Chancen und technische Fehler führten allerdings dazu, dass man in der Folge keinen weiteren Treffer mehr erzielte und Eddersheim das Blatt wendete. „Das war ein bisschen ärgerlich und unnötig“, sagte Breiler.

HSG St. Leon/Reilingen – HSG Gedern/Nidda 11:17: Im Duell mit dem baden-württembergischen Oberligisten hatte man keine Schwierigkeiten. Nur anfangs lag die Spielgemeinschaft kurz im Hintertreffen, eroberte dann aber schnell die Führung und gewann souverän.

HSG Gedern/Nidda – Borussia Dortmund II 18:21: Die von der erstligaerfahrenen Mittelfrau Nadja Zimmermann (27) angeführten Dortmunder Jungspunde überzeugten mit Tempospiel und sehenswertem Handball. Als Gedern/Nidda die Deckungsformation von 3:2:1 auf 6:0 wechselte, stellte sich zwar Besserung ein. Geschlagen geben musste man sich dem West-Drittligisten dennoch.

HSG Gedern/Nidda – HSG Sulzbach/Leidersbach 24:8: Ein auch in der Höhe erstaunlicher Kantersieg gegen den Hessen-Oberligisten. Sulzbach/Leidersbach fand keine Antworten auf die starke 3:2:1-Abwehr der HSG Gedern/Nidda. Die Breiler-Sieben hingegen generierte viele Ballgewinne und erzielte dadurch immer wieder Gegenstoßtore.

HSG Gedern/Nidda – SG Kleenheim 15:16: Wie schon gegen Eddersheim handelte sich die HSG auch gegen Kleenheim eine unnötige Pleite ein. Vom Start weg lagen die Wetterauerinnen durchgehend vorne, verspielten die Führung zum Ende hin allerdings. In der Schlussphase summierte sich einiges: freie Chancen und ein Siebenmeter blieben ungenutzt, die Abwehr stand nicht mehr so kompakt wie zuvor, dazu kamen technische Fehler und Pech bei Schiedsrichter-Entscheidungen.

Abschlusstabelle

1. Borussia Dortmund II 12:0

2. TSG Eddersheim 10:2

3. SG Kleenheim 8:4

4. HSG Gedern/Nidda 6:6

5. HSG St. Leon/Reilingen 4:8

6. HSG Sulzbach/Leidersbach 2:10

7. Handball Käerjeng 0:12

 

Quelle: Kreis-Anzeiger (29.08.2017)

Torhüterinnen und Kreisläuferinnen fehlen

HANDBALL Testspielniederlage bei Zweitligist / Röhr und Camdzic im Studium beschäftigt

KIRCHHOF – / (flo). Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda mussten in ihrer ersten Vorbereitungspartie eine deutliche Niederlage einstecken. Der heimische Drittligist unterlag bei der in die 2. Bundesliga aufgestiegenen SG 09 Kirchhof mit 26:42 (12:23).

SG Kirchhof – Gedern/Nidda 42:26

Die Wetterauerinnen hatten in den vorherigen Tagen bereits einige „Körner“ gelassen. Lediglich am Donnerstag war frei. „Es war eine anstrengende Woche für die Mädels“, sagte Trainer Christian Breiler. „Die Spritzigkeit und die Frische haben natürlich gefehlt.“ Das machte sich im Rückzugsverhalten bemerkbar. Im Angriff setzte die Spielgemeinschaft zwar vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte, um. Doch Ballverluste bestrafte Kirchhof, das bereits zwei Wochen früher als Gedern/Nidda in den Spielbetrieb einsteigt, prompt. „Es ist kein Thema, dass Kirchhof nicht unsere Kragenweite ist. Von daher war das okay“, ordnete der HSG-Trainer ein. Immerhin: Im zweiten Abschnitt gestalteten die Gäste die Partie deutlich ausgeglichener als vor der Pause. Kirchhofs Übungsleiter Christian Denk befand gegenüber der HNA: „Wir waren dem Gegner körperlich überlegen und haben uns gegen die 5:1-Deckung von Gedern gut in Szene gesetzt.“

Noch dazu war die personelle Besetzung der Breiler-Truppe im Nordhessischen nicht gerade üppig: Mit Bärbel Thun und Sandra Stroh fehlten zwei Torhüterinnen, mit Leonie Nowak und Jessica Schmeißer beide Kreisläuferinnen. Im Rückraum musste man zum einen auf die nun im Auslandssemester befindliche Jasmina Camdzic verzichten. Zum anderen stand die mittlerweile verheiratete Johanna Becker (geb. Schmidt), die ein weiteres Jahr bei der Spielgemeinschaft dranhängen wird, nicht zur Verfügung. An noch einen neuen Namen werden sich die HSG-Interessierten gewöhnen müssen: Auch Rechtsaußen Christin Kraft (geb. Schnarr) ist seit wenigen Wochen vermählt.

Neef ist neu

Ein gänzlich neues Gesicht ist derweil Torhüterin Katrin Neef. Die landesligaerfahrene 27-Jährige zieht in die Region und schließt sich deshalb der HSG Gedern/Nidda an. „In welcher Mannschaft sie spielt, entscheidet sich dann kurzfristig“, erklärte Breiler. Erstmal nicht mehr dabei ist die letztjährige Nummer eins Charline Röhr. Sie absolviert bis Ende Oktober im Rahmen des Medizinstudiums ein Praktikum in einer Klinik in ihrer Heimat Travemünde. Eine Zukunft bei der HSG ist offen.

Am nächsten Wochenende wird die Spielgemeinschaft dann gleich zwei Testpartien bestreiten. Am Samstag empfängt sie um 17 Uhr Bezirksoberligist TSG Leihgestern. Sonntags (15 Uhr) steht Gedern/Nidda bei Zweitligist FSG Mainz 05/Budenheim auf dem Prüfstand.

 

Quelle: Kreis-Anzeiger (01.08.2017)

HSG Gedern/Nidda spielt künftig in der 3. Liga Ost

Nidda (wl/mh). Die 1. Frauenmannschaft der HSG Gedern/Nidda spielt in der Saison 2017/18 nicht mehr in der 3. Liga West, sondern in der Ost-Staffel der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Dies ergab die Tagung des Spielausschusses der 3. Liga unter Leitung von Horst Keppler und Michael Kulus in der Geschäftsstelle des Deutschen Handballbundes in Dortmund

Bei der diesjährigen Einteilung der Staffeln wurde entschieden, dass in der Spielzeit 17/18 alle hessischen Vereine in den Ost-Gruppen antreten. Bei den hessischen Männer-Clubs (u.a. TV Gelnhausen, HSG Hanau) war dies bisher schon der Fall, die Frauen-Drittligisten des Bundeslandes absolvierten die abgelaufene Spielzeit jedoch in der Staffel West.

Aus Sicht der HSG Gedern/Nidda ist man mit der Hälfte der künftigen Konkurrentinnen durchaus bekannt. Die Clubs aus Kriftel, Ober-Eschbach, Eddersheim und Mainz-Bretzenheim gehören zu den bisherigen Weggefährten. Hinzu kommt mit der SG Kleenheim der mittelhessische Nachbar, der trotz sportlich ansprechend gelaufener Saison aus der 2. Bundesliga zurückzog. Auch der Weg zum befreundeten nordhessischen SV Germania Fritzlar ist den HSG-Verantwortlichen vertraut. Neben der Fahrt ins südhessische Birkenau wird die Reise auch dreimal ins Bundesland Sachsen gehen: Nach Leipzig und direkt westlich davon nach Markranstädt sowie ins rund 370 Kilometer entfernte Chemnitz.

3. Liga Frauen Staffel Ost

TuS Kriftel, HSG Gedern/Nidda, TSG Ober-Eschbach, SV Germania Fritzlar, HSG Kleenheim, TSG Eddersheim, SC Markranstädt, HSG Plesse-Hardenberg, HV Chemnitz, HC Leipzig, SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim, TSV Birkenau.

Quelle: Kreis-Anzeiger (15.06.2017)

Pressekonferenz nach dem Dortmund-Spiel

Für drei Spielerinnen – Claudia Pfaff, Nadin Patz und Gloria Hess – war das 40:32 im letzten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund II die letzte Partie in der ersten Damenmannschaft. Die Verabschiedungen dieses Trios sowie jene von Betreuerin Silke Kohler gibt’s hier im Video!

Angriffslust mit emotionaler Komponente

3. LIGA Gedern beherrscht Dortmund / HSG-Trio Patz, Hess und Pfaff verabschiedet

NIDDA – (flo). Richtig emotional wurde es erst nach der Schlusssirene. Schon in der Schlussminute des 40:32 (21:17)-Heimsiegs der HSG Gedern/Nidda gegen Borussia Dortmund II hatten sich die 400 Zuschauer in der pickepackevollen Niddaer Gymnasiumhalle zu stehenden Ovationen erhoben.

HSG Gedern/Nidda – Borussia Dortmund II 40:32

Als dann mit Claudia Pfaff, Nadin Patz und Gloria Hess drei Spielerinnen, die über ein Jahrzehnt in Diensten des heimischen Frauenhandballdrittligisten standen, verabschiedet wurden, war die Gefühlswelt breit gefächert. Hie und da kullerte die eine oder andere Träne, bei anderen herrschte schlichtweg Freude über den gelungenen Abschied.

„Ein riesiges Dankeschön an alle drei, es war eine schöne Zeit“, sagte Gedern/Niddas Trainer Christian Breiler, ehe der Vorsitzende Martin Schindler Präsente – alle drei Spielerinnen erhielten einen Kräutergarten, ein Mannschaftsbild sowie eine goldene Dauerkarte bis ins Jahr 2047 – verteilte.

Da geriet es fast zur Nebensache, dass die Spielgemeinschaft am Saisonfinale noch auf Tabellenplatz sieben der 3. Liga West sprang und erstmals in dieser Runde 40 Treffer erzielte. Zugegebenermaßen: Borussia Dortmund II, das ohne Verstärkungen aus der Bundesligamannschaft angereist war, entpuppte sich als ein geeigneter Kontrahent zum Schaulaufen. Und das scheidende Trio hatte seinen Spaß: Nadin Patz wurde ein ums andere Mal am Kreis bedient, erzielte sieben Tore. Rechtsaußen Claudia Pfaff netzte drei Mal ein, Rückraumakteurin Gloria Hess vier Mal. „Es war ein schöner Abschluss, sowohl für die drei als auch für die Mannschaft insgesamt“, formulierte Breiler.

Eine bärenstarke Leistung zeigte Isabell Schüler. Die Linksaußen traf förmlich nach Belieben, ob im Gegenstoß oder im Positionsangriff, wurde dabei auch zuhauf gut in Szene gesetzt. 13 Tore bei fast hundertprozentiger Trefferquote gingen auf Schülers Konto. Und noch eine Personalie: Kirsten Schindler, die sich im Oktober an der Schulter verletzt hatte und seitdem pausieren musste, feierte ihr Comeback. Die 19-Jährige durfte – womöglich auch aufgrund des krankheitsbedingten Fehlens von Johanna Schmidt – im rechten Rückraum ran, spielte allerdings ausschließlich im Angriff.

Von Beginn an entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. In der 8. Minute leuchtete bereits ein 6:6 auf der Anzeigetafel. Danach erarbeitete sich die HSG Gedern/Nidda aber zusehends mehr Vorteile. Im Umschaltspiel gingen die Wetterauerinnen konsequent zu Werke, waren aber auch im gebundenen Spiel flott und zielstrebig unterwegs. Per Tempogegenstoß stellte Rechtsaußen Christin Schnarr in der 14. Minute auf 13:8. Zur Pause lag man mit 21:17 vorne.

„Man hat bei beiden ein bisschen gesehen, dass es um nichts mehr ging“, befand HSG-Coach Breiler. Wenn man denn einen Makel suchen hätte wollen, dann hätte man ihn in der Abwehrleistung finden können. Zumal die gut aufgelegte Sandra Stroh nach ihrer Einwechslung noch einige Chance entschärfte. Allein: Diese Defizite interessierten an diesem Abend niemanden. Angriffslust statt Abwehrschufterei.

Im zweiten Abschnitt zog die HSG schnell davon, führte in der 36. Minute mit 28:19. Passend: Das 30. Tor erzielte Nadin Patz. Linksaußen Schüler besorgte mit dem 34:24 (46.) den ersten zweistelligen Vorsprung. Ein Bilderbuchabschluss war dann, dass ausgerechnet Claudia Pfaff den 40. und somit letzten Treffer ihrer Farben beisteuerte. „Danke für die schöne Zeit“, meinte die 36-Jährige und sagte in Richtung der Fans: „Südkurve, ich komme!“ Für die HSG Gedern/Nidda indes kommt jetzt zunächst einmal die Sommerpause.

HSG Gedern/Nidda – Borussia Dortmund II 40:32 (21:17). HSG Gedern/Nidda: Stroh (ab 23.), Röhr; Pfaff (3), Patz (7), Schüler (13), Niebergall, Schnarr (1), Hess (4/1), Schmeißer, Jordanic, Eisenacher (6), Nagy (1), Camdzic (5/5).

Dortmund II: Wilkus (ab 31.), Röttger; Kuhlmann (2), Kriwat (4/1), Rühling (1), Funke (6), Yusif (3), Spaan, Rynas (8), Bleckmann (7/2), Kocevska (1).

Schiedsrichter: C. Kamper/K. Kamper (Mönchengladbach) – Zuschauer: 400 – Zeitstrafen: 10:10 (Patz, Jordanic, Schindler, Nagy (2)/Rühling, Yusif (3), Rynas) – Rot: Yusif (33., dritte Zeitstrafe) – Siebenmeter: 7/6:5/3 – Spielfilm: 9:7 (10.), 16:13 (20.), 21:17 (30.), 26:18 (35.), 30:23 (40.), 37:27 (50.), 40:32 (60.).

Quelle: Kreis-Anzeiger (02.05.2017)

Ausblick aufs HSG-Wochenende

Die Handball-Saison 2016/17 geht in ihre letzten Züge. Sowohl für die erste Damen- als auch die erste Männermannschaft endet die Runde an diesem Wochenende. Bei den Damen steht der letzte Spieltag im Zeichen des Abschieds, bei den Männern geht es noch um den Aufstieg.

Duell der Tabellennachbarn

Eine durchaus als schwierig einzustufende Auswärtsaufgabe steht am Samstag um 19 Uhr den HSG-Männern bevor. Als Rangdritter ist die Truppe von Coach Thorsten Dietzel beim Tabellennachbarn HSG Marburg/Cappel, der den vierten Platz einnimmt, zu Gast. Und der Gastgeber kann auf eine beeindruckende Serie zurückblicken: 12 der letzten 13 Spiele gestaltete man siegreich. Lediglich beim Meister Dutenhofen/Münchholzhausen III musste man sich zwischenzeitlich knapp mit 26:29 geschlagen geben. Auch im Hinspiel behielt Marburg/Cappel die Oberhand, siegte damals haarscharf mit 33:32.

Die Dietzel-Truppe könnte zum Saisonfinale theoretisch noch den zweiten Tabellenplatz erklimmen. Nur dieser zweite Platz berechtigt zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Beendet man die Runde als Dritter, dann beginnt ab Sonntag in Sachen Spielbetrieb die Sommerpause. Selbst bei einem eigenen Sieg ist man jedoch auf Schützenhilfe angewiesen. Dass die im direkten Vergleich im Vorteil befindliche KSG Bieber gegen den Drittletzten MSG Florstadt/Gettenau II einen Ausrutscher hinlegt, ist zumindest auf dem Papier allerdings eher unwahrscheinlich.

Damen empfangen Dortmund II

Am Sonntag um 17 Uhr bestreiten dann die ersten Damen in der 3. Liga West ihr letztes Saisonspiel. Zu Gast in der Gymnasiumhalle Nidda ist Borussia Dortmund II, das mit 20:22 Zählern den sechsten Tabellenplatz einnimmt. Zum Abschluss soll für die Truppe von Christian Breiler natürlich noch einmal ein Sieg her. Damit danach freudig in den Mai gefeiert werden kann.

Die Partie steht klar im Zeichen des Abschieds von Gloria Hess, Nadin Patz und Claudia Pfaff. Das ist zweifelhaft Grund genug, um Sonntag in die Halle zu kommen! Mit einer gewohnt gut gefüllten Halle soll dem letztem Spiel dieses Trios ein angemessener Rahmen verliehen werden.

Ausblick aufs HSG-Wochenende

Für zwei der vier Aktivenmannschaften ist die Spielzeit bereits beendet. Die anderen beiden, nämlich die ersten Männer- sowie die erste Damenmannschaft, bestreiten an diesem Wochenende ihr jeweils vorletztes Rundenspiel.

Männer mit Spitzenpartie in eigener Halle

Foto: Kreis-Anzeiger

Die Männer, die den dritten Tabellenplatz der Bezirksliga A Gießen belegen, haben dabei ein echtes Top-Spiel vor der Brust: Am Samstag  um 19 Uhr gastiert nämlich der Tabellenzweite KSG Bieber in der Niddaer Gymnasiumhalle.

Im Hinspiel siegten die Biebertaler deutlich mit 31:22 und haben neben dem direkten Vergleich auch zwei Punkte Vorsprung auf die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel. Nur mit einem Heimsieg ist der Sprung auf Rang zwei weiterhin möglich. Das soll mit der Unterstützung des eigenen Publikums realisiert werden! Angesichts der Bedeutung dieses Spiels hofft die Mannschaft im letzten Heimspiel dieser Saison auf eine gut gefüllte Halle.

Damen reisen ins Rheinland

Klar in der Außenseiterrolle sind derweil am Sonntagmittag die ersten Damen. Um 13.15 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler bei Bayer Leverkusen II gefordert. Die Rheinländerinnen sind mit 30:10 Punkten Tabellenzweiter der 3. Liga West.

HSG Gedern/Nidda vor wichtigem Heimspiel gegen Solingen-Gräfrath

GEDERN NIDDA – Gedern/Nidda (flo). Können sich die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda weitere Luft im Abstiegskampf der 3. Liga West verschaffen? Wenn sie am Samstag (18 Uhr) den Tabellenvorletzten HSV Solingen-Gräfrath in der Niddaer Gymnasiumhalle empfangen, geht es um Punkte für den Klassenerhalt.