Erfolgreiches Wochenende: Zwei Heimsiege
/in 1. Damen, 1. Herren/von floHinter der HSG Gedern/Nidda liegt ein erfolgreiches Wochenende. Die ersten Damen sorgen in der 3. Liga Ost weiterhin für mächtig Furore. Und die ersten Männer bleiben in der Bezirksliga A ebenfalls weiterhin oben dabei.
Sechster Sieg in Folge
Die Damen fuhren in einer erneut pickepackevollen Gymnasiumhalle Nidda den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel ein. Eine hochspannende Partie gegen den HC Leipzig entschied die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit 27:26 und bleibt damit Tabellenführer der 3. Liga Ost.
Wie viel Werbung für den heimischen Frauenhandball die Mannschaft mittlerweile gemacht hat, zeigt sich nicht nur an den Zuschauerzahlen selbst, sondern auch darin, dass Gederns Bürgermeister Guido Kempel, Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum sowie Lucia Puttrich (Hessische Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten) Augenzeugen des Heimerfolgs waren.
Bereits am morgigen Dienstag ist die Breiler-Mannschaft erneut gefordert: Dann im Auswärtsspiel bei der SG Mainz-Bretzenheim um 17 Uhr.
Männer nun Tabellenzweiter
Derweil fuhr die erste Männermannschaft einen alles in allem ungefährdeten Heimsieg ein. Der Tabellenvorletzte HSG Grünberg/Mücke wurde mit 24:19 besiegt. Dementsprechend ist die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel mit 12:2 Punkten aktuell Tabellendritter der Bezirksliga A Gießen.
Ausblick auf das HSG-Wochenende
/in 1. Damen, 1. Herren/von floMänner bereits um 15.45 Uhr / Damen treffen auf HC Leipzig
Letzte Woche waren alle im Einsatz befindlichen Mannschaften auswärts zugange. An diesem Wochenende geht es in der Gymnasiumhalle Nidda wieder rund. Ein weiterer Heimspieltag steht an.
Zur ungewohnten Zeit um 15.45 Uhr sind die ersten Männer gefordert. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel empfängt die HSG Grünberg/Mücke. Und das als klarer Favorit. Während unser Team mit dem problemlosen 35:21-Auswärtssieg wieder in die Erfolgsspur eingebogen und mit nun 10:2 Punkten Tabellendritter der Bezirksliga A ist, steht Grünberg/Mücke mit 0:8 Zählern auf dem vorletzten Platz.
Um 18 Uhr treffen die ersten Damen auf den HC Leipzig, seines Zeichens mit 21 Meistertiteln deutscher Rekordmeister und nach der Insolvenz nun mit seiner ersten Mannschaft in der 3. Liga Ost vertreten. Die Mannschaft von Christian Breiler will zuhause natürlich den sechsten Sieg holen. Der Trainer setzt auch auf die Anhänger: „Wir hoffen, dass die Halle trotz des Kalten Markts voll wird. Die Mädels hätten sich das verdient. Und danach ist ja noch genügend Zeit, irgendwo hinzugehen.“
Die zweiten Damen und die zweiten Männer sind an diesem Wochenende nicht im Einsatz.
50 Minuten auf Augenhöhe: „Bittere Niederlage“ für Markranstädt
/in 1. Damen/von flo50 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe (20:20) – die Führung wechselte hin und her. Doch dann machten die Handballfrauen des SC Markranstädt mehr technische Regelfehler als die Gäste HSG Gedern/Nidda und verloren mit 22:26 (12:11).
Diese Niederlage sitzt tief, da die Piranhas über weite Strecken mehr als ebenbürtig agierten. „Wir haben super mitgehalten gegen den Spitzenreiter. Die Abwehrleistung war zu Beginn sehr stark. Auch im Angriff haben wir mit viel Druck gespielt und viele gute Spielzüge bis zum Schluss ausgeführt. Nur hinten raus hat es nicht mehr gereicht“, fasst Lena Smolik die Partie zusammen. SCM-Trainer Löther ärgert es, dass „wir vorher alles besprochen, es in der ersten Halbzeit auch alles richtig gemacht haben, doch am Ende haben wir nicht so konsequent gearbeitet und nicht die Tiefenwirkung im Angriff erreicht. Das wurde eben hart bestraft.“
Lange sahen die Zuschauer in der Stadthalle ein packendes Duell. Keine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Tore absetzen (4:6, 11:9, 16:14, 18:20). Alles schien auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Doch zwischen der 50. und 55. Minute fiel die Entscheidung. Erst verwarfen die Piranhas einen Siebenmeter, der die Führung bedeutet hätte, dann passierten Fehler auf beiden Seiten, sodass fünf Minuten lang kein einziges Tor fiel. In der Markranstädter Abwehr wurden Bälle erobert, aber im Angriff nicht sicher verwertet. Am Ende siegte die Cleverness der Gäste, die auf fünf Tore wegzogen, bevor der SCM noch auf vier Tore zum 22:26 verkürzte. Wie es HSG-Trainer Christian Breiler im Trainergespräch sagte, „haben wir im Moment das Quäntchen mehr Glück und sind momentan auf einer kleinen Wolke und die hat uns zum Auswärtssieg in Markranstädt getragen.“
Dieses Quäntchen müssen sich die Piranhas erarbeiten. Löther weiß: „wir müssen bei der Aggressivität noch einen Zacken drauflegen. Dort haben wir nachgelassen und vor allem müssen wir im Angriffspiel konsequenter und disziplinierter sein. Aber die Mannschaft hat unheimlich gekämpft und diese Leidenschaft ist Voraussetzung für unseren Sport. Es ist eine bittere Niederlage, auf der anderen Seite aber sehr lehrreich und das nehmen wir für die weitere Saison mit.“ Am nächsten Wochenende reisen die Markranstädterinnen in den Taunus zur FSG Ober Eschbach/Vortaunus, wo sie zwei Punkte mitbringen wollen.
Quelle: handball-world.news/PM SC Markranstädt (23.10.2017)
Damen weiterhin ungeschlagener Tabellenführer
/in 1. Damen, 1. Herren, 2. Damen/von floDie erste Damenmannschaft bleibt in der Erfolgsspur und bewahrt die weiße Weste. Nach fünf Spielen ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit 10:0 Punkten Tabellenführer der 3. Liga Ost. Grund dafür: Der hart erkämpfte 26:22-Auswärtssieg beim SC Markranstädt am Samstag. In einem sehr ausgeglichenen Spiel behielt die HSG letztlich die Oberhand. Das nächste Highlight steht bereits bevor: Am nächsten Samstag ist der deutsche Rekordmeister HC Leipzig um 18 Uhr zu Gast in der Gymnasiumhalle Nidda.
In die Erfolgsspur zurückgekehrt sind derweil die ersten Männer. Beim Tabellenletzten HSG Lumdatal II gelang ein nie gefährdeter 35:21-Auswärtserfolg. Dabei wurde der Vorsprung insbesondere in der zweiten Halbzeit in die Höhe geschraubt. Die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel belegt mit nun 10:2 Punkten den dritten Rang der Bezirksliga A Gießen. Am nächsten Samstag (15.45 Uhr) empfangen die Männer in der Niddaer Gymnasiumhalle die HSG Grünberg/Mücke.
Weiterhin auf die ersten Punkte warten hingegen die zweiten Damen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft unterlag beim verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Wettertal trotz kämpferischer Leistung mit 29:35. Dies bedeutet 0:8 Punkte und zunächst einmal den letzten Platz der Bezirksliga A. Am nächsten Wochenende sind die zweiten Damen spielfrei.
Mit viel Rückenwind zum Tabellenvierten
/in 1. Damen/von flo3. LIGA 350 Kilometer lange Anfahrt der HSG Gedern/Nidda nach Markranstädt
GEDERN/NIDDA – (flo). Auf einer Welle der Euphorie surfen die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda derzeit durch die 3. Liga Ost. Nach vier Spielen sind die Wetterauerinnen verlustpunktfreier Tabellenführer. Manch einer dürfte sich da verwundert die Augen reiben. Mit dementsprechend viel Rückenwind gastiert die Mannschaft von Trainer Christian Breiler am heutigen Samstagabend (19.30 Uhr, Stadthalle Markranstädt) beim Rangvierten SC Markranstädt.
Die Lage der HSG? Könnte nicht besser sein. 8:0-Punkte sind das Optimum. Ein Grund ist natürlich eine gewisse Selbstsicherheit, mit der sich auch solche enge Partien wie gegen Eddersheim (21:20) gewinnen lassen. Ganz maßgeblich verantwortlich für den Höhenflug ist zudem die Abwehrarbeit. Im Schnitt hat die Spielgemeinschaft bislang 21 Tore pro Spiel kassiert – ein guter Wert, der drittbeste der Liga. Vor der Saison sagte Breiler: „Wenn wir die Gegentore etwas reduzieren können, haben wir schon viel erreicht.“ Er behielt Recht. Was die Deckung derzeit ausmacht: „Die Bereitschaft von allen, miteinander und füreinander zu arbeiten, Fehler von Nebenleuten auszubügeln. Es wird um jeden Meter gefightet“, meint der HSG-Coach. „In dem gesamten Gebilde ist eine gewisse Konstanz drin.“ Das liegt auch an der Lernwilligkeit der Mannschaft. Was man in den Videoanalysen theoretisch durchexerziert, wird zumeist praktisch größtenteils umgesetzt.
Das Personal? Isabell Schüler hat in dieser Woche wieder mittrainiert, kehrt dementsprechend ins Aufgebot zurück. Zuletzt hatte die Linksaußen aufgrund eines stark angeschwollenen Jochbeins pausieren müssen, wurde jedoch von Nikolett Nagy bestens vertreten. Bei Kreisläuferin Jessica Schmeißer (Schambeinentzündung) und Torhüterin Bärbel Thun (Entzündung im Sprunggelenk) gibt es weiterhin kein Zeitfenster für eine Rückkehr.
Die Reise? Auch wenn die Staffel diesen Namen trägt, allzu oft geht es wahrlich nicht in den Osten der Republik. Exakt drei Mal reist die HSG in die neuen Bundesländer: In Chemnitz waren die Wetterauerinnen bereits, dieses Mal geht es nach Markranstädt, in der Rückrunde dann zum HC Leipzig. Um 12 Uhr begibt sich Gedern/Nidda auf die etwa 350 Kilometer weite Bustour, deutlich nach Mitternacht wird man wieder in der Heimat sein. In Markranstädt, einer Kleinstadt in unmittelbarer Nähe zu Leipzig, steuert die Spielgemeinschaft jedoch nicht die übliche Heimstätte des SCM an. Im Sportcenter Markranstädt wird derzeit ein neuer Boden verlegt, deshalb muss in die Stadthalle ausgewichen werden.
Der Gegner? Im Sommer gab es einen gehörigen Umbruch, auch Trainer Torsten Löther ist neu. Dennoch startete Markranstädt mit 6:2-Punkten gut in die Saison. Einen Ausreißer stellt die 23:36-Klatsche in Mainz-Bretzenheim dar. Danach folgten Siege gegen die Abstiegskandidaten Birkenau (28:25) und Plesse-Hardenberg (28:20). Zwischendurch unterlag man im DHB-Pokal dem Erstligisten Buxtehude mit 20:44. Kennzeichen der Sächsinnen: Eine aggressive, offensive 3:2:1-Abwehr mit flottem Umschaltspiel, dazu kommt ein brandgefährlicher Rückraum. Linkshänderin Lisa Thieme, die sich im Auftaktspiel eine Knieverletzung zuzog, fehlt jedoch längerfristig. Top-Torschützin ist die wurfstarke Rückraumakteurin Jasmin Helen Müller (23/10).
Der Matchplan? „Wir können völlig befreit da hinfahren“, weiß Breiler. Die Frage ist, ob und welche Lösungen sein Ensemble gegen Markranstädts 3:2:1 findet. Der Trainer sagt: „Eine offensive Deckung bietet Räume. Diese Räume muss man mit Ruhe und Geduld im Zusammenspiel nutzen, darf sich nicht in Einzelaktionen verstricken.“
Quelle: Kreis-Anzeiger (21.10.2017)
Piranhas empfangen ungeschlagenen Spitzenreiter in der Stadthalle
/in 1. Damen/von floAm Samstag, den 21. Oktober um 19 Uhr steigt eines der Spitzenspiele des Wochenendes in Liga 3: Die Piranhas des SC Markranstädt empfangen die Gäste HSG Gedern/Nidda. Diese sind nach vier Partien das einzige noch verlustpunktfreie Team und wollen die weiße Weste auch beim SCM verteidigen.
„Bis jetzt haben sie u.a. zwei Topteams geschlagen mit Fritzlar und Eddersheim, also stehen sie nicht zu Unrecht an der Spitze“, erklärt SCM-Trainer Torsten Löther. „Sie haben einen sehr guten Rückraum, eine sehr eingespielte Truppe und üben Torgefahr von allen Positionen aus.“ Das Prunkstück des Gegners ist die Abwehr, „eine 6:0-Abwehrriegel, der sehr beweglich, kompakt und aggressiv ist.“
Christin Conrad glaubt, dass „es ein schnelles und cleveres Spiel seitens Nidda werden wird. Wir werden mit Sicherheit alles geben und an unsere gute Leistung vom letzten Spiel anknüpfen. Vor allem wollen wir auch in der Abwehr wieder so kompakt stehen und den Spitzenreiter ärgern.“ Der Blondschopf will mit ihrem Team die zwei Punkte in der Halle belassen, dafür „werden und müssen wir mehr als 100 Prozent geben. Was Anderes zählt nicht für uns.“
Löther sieht die Chance zum Sieg ebenfalls durch eine starke Abwehrleistung: „Das Fundament des Spiels der HSG ist die starke Abwehr. Wir müssen uns wieder so ins Spiel reinkämpfen wie vergangene Woche und jede Chance nutzen.“ Er ist sich sicher, dass es nicht viele Chancen für die Piranhas geben wird, deswegen „müssen wir gnadenlos effektiv sein.“ Gespielt wird aufgrund neuer Bodenverlegung in der Stadthalle Markranstädt.
Quelle: handball-world.news/PM SC Markranstädt (20.10.2017)
Ausblick auf das HSG-Wochenende
/in 1. Damen, 1. Herren, 2. Damen/von floDamen I in Markranstädt / Damen II und Männer I am Sonntag ebenfalls auswärts gefordert
Es ist einiges los bei der HSG. Unter der Woche stand das beliebte Ferienkarussell auf dem Programm, am Wochenende geht es dann auf der Platte wieder heiß her. Alle drei im Einsatz befindlichen Teams haben dabei Auswärtsspiele vor sich.
Damen reisen nach Markranstädt
Die ersten Damen haben in der 3. Liga Ost die nächste weite Reise vor sich: Am Samstag um 19.30 Uhr ist die Mannschaft von Christian Breiler beim Tabellenvierten SC Markranstädt in der dortigen Stadthalle zu Gast. Die Sächsinnen sind mit 6:2 Punkten in die Saison gestartet. Am frühen Samstagmittag um 12 Uhr wird der Bus aus Nidda in Richtung Markranstädt abfahren.
Damen II gastieren beim Spitzenreiter
Die zweiten Damen erwartet am Sonntag um 13 Uhr eine sehr schwere Aufgabe. Die Truppe von Trainer Steffen Kraft ist bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft HSG Wettertal in der Wettertalhalle Rockenberg zu Gast. Diese ist ein Zusammenschluss des WSV Oppershofen und der HSG Münzenberg/Gambach. Nach vier Siegen aus vier Partien führt Wettertal die Tabelle der A-Klasse mit 8:0 Punkten an. Unsere Damen hingegen warten nach drei Niederlagen weiterhin auf die ersten Zähler.
Männer wollen wieder in die Erfolgsspur
Eine vermeintliche Pflichtaufgabe haben derweil die ersten Männer vor der Brust. Am Sonntag um 15 Uhr ist das Team von Coach Thorsten Dietzel bei der HSG Lumdatal II gefordert. Diese belegt mit 0:8 Punkten derzeit den letzten Platz der Bezirksliga A. Nachdem die Dietzel-Truppe in der Vorwoche zuhause gegen die HSG Großen-Buseck/Beuern (18:23) die erste Niederlage in dieser Saison kassierte, soll dann die richtige Antwort folgen und wieder ein Erfolgserlebnis her.
Zweifelsfrei im siebten Himmel
/in 1. Damen/von flo3. LIGA Vier Spiele, vier Siege: Frauen der HSG Gedern/Nidda grüßen von Tabellenspitze
GEDERN/NIDDA – (flo). Tobias Fischer konnte trotz der Niederlage lächeln. Und einen lockeren Spruch hatte der Trainer der TSG Eddersheim auch noch auf den Lippen. „Der Christian“, sagte Fischer also, „muss jetzt aufpassen, dass es ihm nicht so ergeht wie uns im letzten Jahr.“ Adressat dieser Botschaft: Christian Breiler, seines Zeichens Trainer der Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Jenes Clubs also, der nach vier Spielen die Tabellenspitze der 3. Liga Ost ziert.
Was Eddersheims Coach damit meinte? Letztes Jahr rauschte seine Mannschaft schnurstracks ans obere Ende des Klassements. Mit derlei Zukunftsszenarien beschäftigen sie sich in der Wetterau freilich noch nicht. Im siebten Himmel schwebt die HSG nach vier Siegen aus vier Spielen aber zweifelsfrei.
Es ist durchaus wundersam, wie erfolgreich Sabine Eisenacher & Co. derzeit unterwegs sind. Trotz des Umbruchs vor der Saison. Trotz einer stark verjüngten Mannschaft. Und so schreibt diese HSG derzeit schöne Geschichten. Etwa jene von Anne Heß, der gerade einmal 19 Jahre alten Torhüterin, die in der vergangenen Spielzeit noch für die Bezirksliga-A-Jugend der HSG Oberhessen sowie für die in die Bezirksliga B abgestiegene zweite Mannschaft der Oberhessinnen spielte. Und nun ist Heß plötzlich die erste Keeperin eines Drittligisten, strahlt trotz mutmaßlicher Nervosität nach außen hin Gelassenheit aus und legt Spiel für Spiel eine zweistellige Anzahl an Paraden auf, hält dabei das, was man halten muss, und dazu den einen oder anderen Bonuswurf. Oder die Geschichte von Hanna Rösner, letztes Jahr bei einem Landesligaabsteiger zugange, dieses Jahr unumstrittene Leistungsträgerin im Innenblock der HSG Gedern/Nidda. Und das mit gerade einmal 20 Jahren. Vor dem Auftaktspiel gegen Fritzlar, so erzählte es unlängst Trainer Breiler, sei Rösner derart nervös gewesen, dass sie ab 6 Uhr in der Früh keinen Schlaf mehr gefunden hätte. Dass die Abwehr der Wetterauerinnen beim 21:20-Sieg gegen Eddersheim auch nach der Disqualifikation von Leonie Nowak stand und ein starkes Blockspiel zeigte, war selbstverständlich nicht nur, aber eben auch Rösners Verdienst. Genauso wie der Eisenachers. Dass die Rückraumspielerin, die eigentlich auf der Halb- oder Außenposition deckt, plötzlich im Innenblock aushelfen musste, war eher aus der Not heraus geboren. Jessica Schmeißer, die jedoch verletzt ausfällt, oder Jasmina Camdzic, die nach ihrem USA-Aufenthalt zeitnah zurückkehren wird, wären die eigentlichen Alternativen. Zwischenzeitlich hatte es die HSG auch mal mit einer offensiven Abwehr probiert, wollte mit der 6:0-Deckung jedoch keine Räume für die schnellen Eddersheimer Rückraumspielerinnen bieten.
Und auch die Personalie Nikolett Nagy bietet Erzählstoff. Weil die nominelle Linksaußen Isabell Schüler aufgrund eines geprellten Jochbeins zuschauen musste, bespielte die Ungarin die linke Außenbahn. Und avancierte mit sechs Toren (davon ein Siebenmeter) zur besten Torschützin. Ein Sonderlob des Trainers gab’s obendrauf: „Niko hat das in der Abwehr, obwohl das nicht zu ihren Stärken gehört, und im Angriff gut gemacht.“ Auch über die Leistung der Rückraumrechten Johanna Becker freute sich Breiler: „Johanna hat den Platz auf halbrechts genutzt und wichtige Tore gemacht. Bei ihr ist es immer es zwischen Genie und Wahnsinn, dieses Mal war es mehr Genie.“ Beckers Statistik in der Schlussviertelstunde: Zwei Tore, zwei herausgeholte Siebenmeter, eine Vorlage.
350-Kilometer-Trip
Zum vierten Mal in Folge hat Gedern/Nidda nun eine Partie in der Schlussphase zu seinen Gunsten entschieden. Das spricht erstens für eine hervorragende körperliche Konstitution und zeugt zweitens von ausgeprägtem Selbstvertrauen. Man darf gespannt sein, wie lange dieser Höhenflug anhält. Am nächsten Samstag steht jedenfalls die nächste weite Reise an. Die HSG Gedern/Nidda wird dann beim mit 6:2 Punkten gestarteten SC Markranstädt zu Gast sein. Einfache Strecke: Etwa 350 Kilometer.
Quelle: Kreis-Anzeiger (17.10.2017)
Damen bleiben in der Erfolgsspur
/in 1. Damen, 1. Herren/von floVierter Sieg in Folge vor 400 Zuschauern / Männer verlieren erstmals
Die ersten Damen sind in der 3. Liga Ost weiterhin sehr erfolgreich unterwegs. Im Heimspiel gegen die TSG Eddersheim feierte die Mannschaft von Trainer Christian Breiler einen hart erkämpften 21:20-Sieg. Die Kulisse für dieses Spitzenspiel war herausragend: 400 Zuschauer in der Niddaer Gymnasiumhalle sorgten gerade in der dramatischen Schlussphase für einen ordentlichen Lautstärkepegel. Die ersten Damen bleiben damit Tabellenführer und haben nun 8:0 Punkte.
Die ersten Männer mussten hingegen die erste Saisonniederlage einstecken. In eigener Halle unterlag die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel dem Aufstiegskandidaten HSG Großen-Buseck/Beuern mit 18:23.


