„Die habe ich also schon da oben gesehen“

GIESSEN – Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda haben in dieser Saison ziemlich viel zu feiern. Mit 18:0 Punkten führen die Wetterauerinnen die Tabelle der 3. Liga Ost an. Eine ist beim Jubeln immer ganz vorne dabei: Kreisläuferin Leonie Nowak. Am Sonntag (17 Uhr) kehrt die Wetzlarerin mit der HSG zum Spitzenspiel bei der SG Kleenheim an ihre vormalige Wirkungsstätte zurück.

Stimmungskanone, emotionale Leaderin, Abwehrchefin – man könnte für die Rolle, die Nowak bei der Spielgemeinschaft aus Gedern und Nidda einnimmt, so einige Beschreibungen finden. Dass die Mannschaft von Trainer Christian Breiler derart erfolgreich ist, hängt zwar vor allem mit dem starken Kollektiv, aber eben auch mit der 27-Jährigen zusammen. Im Sommer wechselte sie zum zweiten Mal in die Wetterau, zuvor verbrachte Nowak, groß geworden bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, ein Zweitligajahr in Oberkleen. Und machte in diesem nochmals einen Sprung nach vorne. „Leonie“, lobt Breiler, „ist im Abschluss variabler geworden, ist im Fangverhalten noch eine Stufe stärker geworden und hat physisch zugelegt.“ 28 Mal hat die Kreisläuferin bislang getroffen.

Nowaks große Stärke: Die Abwehr. Gemeinsam mit der bei der HSG Hungen/ Lich ausgebildeten Hanna Rösner bildet sie einen bärenstarken Mittelblock. „Von ihrer Persönlichkeit her tut sie jeder Mannschaft gut. Sie kann eine Mannschaft mitreißen und eine Abwehr führen. Sie hat diese Eigenschaft, dieses Gen“, sagt der HSG-Trainer. Weil Nowak mit unheimlich viel Hingabe und Leidenschaft verteidigt, weil sie keinen Zweikampf scheut, weil sie jedem Ball hinterherhechtet, weil sie sich mit viel Fleiß und Ehrgeiz immer weiter verbessern will. Ihren Spielstil charakterisierte Nowak einst so: „Ich gebe im Spiel und bei jeder Übung im Training hundert Prozent und kämpfe bis zum Umfallen.“ Davor wird auch die SG Kleenheim nicht gefeit sein. Verbindungen zu den Ex-Kolleginnen bestehen freilich noch. „Ich war in dieser Saison schon mehrmals in der Halle und stehe schon im Kontakt mit den Mädels. Da haben sich Freundschaften ergeben“, erzählt Nowak. Die Punkte jedoch will Gedern/Niddas Leistungsträgerin aber aus Oberkleen entführen.

Frau Nowak, in der vergangenen Saison spielten Sie noch bei der SG Kleenheim. Mit welchen Gefühlen kehren Sie am Sonntag an die alte Wirkungsstätte zurück?

Ich freue mich auf das Wiedersehen, ich hatte mit der Mannschaft zusammen echt ein schönes Jahr. Und es spielen ja doch auch noch einige dort.

Das Zweitligajahr bei der SGK war gewiss eine spannende Erfahrung. Vermissen Sie die zweite Liga denn?

Klar. Ich glaube, als Sportler will man immer nach dem Höchsten greifen. Da ist die zweite Liga einfach noch mal eine ganz andere Hausnummer, da misst man sich mit noch besseren Spielerinnen. Ich denke da natürlich nicht täglich dran, aber ein Stück weit vermisst man es schon.

Im Sommer hätten Sie auch wie einige andere Ex-Kleenheimerinnen zur TSG Leihgestern wechseln können. Weshalb fiel der Entschluss pro HSG Gedern/Nidda?

Ich habe mich zurückbesonnen, wie das Jahr in Nidda war. Das war schon damals ein schönes Jahr, nach dem ich mit einem weinenden Auge weggegangen bin. Und natürlich war es auch die 3. Liga, ich wollte noch weiter auf diesem Niveau Handball spielen. Das Umfeld bei der HSG hat mir ohnehin von Anfang an gefallen, die Mannschaft, der Trainer – da habe ich gesagt, dass ich die weitere Strecke und den größeren Zeitaufwand nochmals auf mich nehmen möchte.

Wie groß ist der Anteil des Auftaktsieges gegen Fritzlar am Erfolgslauf?

Ganz groß. Wir wussten, dass Fritzlar ein Titelkandidat ist, sie sind in der 3. Liga schon jahrelang ganz oben dabei. Dieser Sieg hat bei uns eine Euphorie freigesetzt.

Blicken wir auf Sonntag. Spitzenspiel, Gedern/Nidda Erster, Kleenheim Zweiter. Das war so nicht zu erwarten, oder?

Nein, nicht unbedingt. Ich dachte bei Kleenheim schon, dass sie oben mitspielen, weil die erste Sechs alles erfahrene Spielerinnen sind. Im Rückraum haben alle mindestens schon in der 2. Liga gespielt, Katharina Wagner am Kreis ebenfalls. Die habe ich also schon da oben gesehen. Dass wir da oben stehen, ist cool (lacht). Hätte mir das vor der Saison jemand gesagt, hätte ich ihn gefragt, ob er verrückt ist.

Wie sehr fiebert die Mannschaft diesem Spiel entgegen?

Als Sportler gibt es natürlich nichts Schöneres, als ein Spitzenspiel zu haben. In der 3. Liga hatte es von unserer Mannschaft noch keiner, somit ist das etwas ganz Besonderes. Wir wollen das Spiel natürlich über unseren Kampf gewinnen. Auch wenn wir auf Platz eins stehen, ist Kleenheim aufgrund seiner Erfahrung für mich der Favorit. Aber das schreckt uns nicht ab.

Worauf wird es denn ankommen, um auch in Kleenheim zu bestehen?

Unsere Abwehr muss so stehen wie in den anderen Spielen. Wir müssen den Rückraum und dessen Zusammenspiel mit dem Kreis im Griff haben und die gute erste Welle von Kleenheim unterbinden.

Quelle: Gießener Anzeiger (25.11.2017)

Spitzenreiter Gast in Oberkleen

3. LIGA FRAUEN Top-Duell der SGK gegen HSG Gedern/Nidda

OBERKLEEN – (vk). Mehr Spitzenspiel geht nicht: Am zehnten Spieltag, dem vorletzten Vorrundenspieltag und auch vorletzten Spieltag in diesem Jahr, kommt es in der 3. Liga Ost der Handballerinnen zum Treffen des Zweiten SG Kleenheim (15:3 Punkte) am Sonntag um 17 Uhr in der Oberkleener Weidig-Sporthalle mit dem verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda (18:0).

SG Kleenheim – HSG Gedern/Nidda
Sonntag, 17 Uhr

Für das Spitzenspiel ist alles gerichtet: Sogar das Stadtwerke-Maskottchen „Fabius“ will die Gastgeberinnen unterstützen. Beim Gastgeber werden weiter Tanja Schorradt und Kim Winkes verletzungsbedingt fehlen. Fraglich sind die Einsätze von Lisa Kiethe und Carolina Fischer. Dafür aber steht die defensivstarke Kreisläuferin Katharina Wagner wieder zur Verfügung. Und Kleenheims Trainer Julian Reusch erwägt, Michaela Eisenhardt erneut zu reaktivieren.

„Gedern/Nidda ist eine sehr abwehrstarke, zudem kämpferisch starke Mannschaft“, sagt Reusch. Gedern/Nidda bliebe selbst bei einer Niederlage weiter Tabellenführer. „Die Mannschaft ist hoch motiviert, wir müssen sehr viel investieren, um gegen diese eingespielte Mannschaft zu bestehen“, beleuchtet der Coach aus Kleenheimer Sicht.

Wiedersehensfeiern

Die Gäste sind mit Spielerinnen wie Sabine Eisenacher, Linkshänderin Kirsten Schindler oder auch Nikolett Nagy von verschiedenen Positionen gefährlich. Ein Wiedersehen feiert die SG mit Leonie Nowak, die eine Saison in der 2. Bundesliga das Kleenheimer Trikot trug, sowie mit Johanna Becker (ehemals Schmidt), die früher einige Jahre für die Kleebachtalerinnen spielte. Die von Christian Breiler trainierten Wetterauerinnen haben bislang eine überragende Saison gespielt. Daran ändern auch knappe Heimsiege wie gegen Eddersheim (21:20) und den HC Leipzig (27:26) nichts.

Das Spiel dürfte von großer Spannung geprägt sein. Kleenheims Nachteil könnte dabei eine nur „dünn“ besetzte Bank sein.

Quelle: Gießener Anzeiger (24.11.2017)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Männer I und Damen I mit absoluten Spitzenspielen / Drei Heimspiele an diesem Wochenende

Das Wochenende der HSG Gedern/Nidda ist pickepackevoll. Alle vier Mannschaften kämpfen um Punkte. Dazu stehen gleich zwei Spitzenspiele  und ein Heimspieltag der Männerteams auf dem Programm. Der Überblick zum anstehenden Wochenende.

Damen und Männer treffen beide auf den Zweiten

Die ersten Damen reisen am Sonntag zur SG Kleenheim. Um 17 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler in der Weidig-Halle Oberkleen gefordert. Eine hohe Hürde: Kleenheim ist mit 15:3 Punkten Tabellenzweiter, verfügt über viel Erfahrung. Es ist also das absolute Spitzenspiel der 3. Liga Ost. Der Zweite gegen den Ersten. HSG-Trainer Breiler sagt: „Wir wollen uns bestmöglich präsentieren und Kleenheim alles abverlangen. Und dann schauen wir, was für ein Ergebnis am Ende rauskommt.“

Die ersten Männer empfangen am Samstagabend (20.15 Uhr) die MSG Linden II zum Top-Spiel der Bezirksliga A in der Niddaer Gymnasiumhalle. Der Tabellenerste trifft auf den Tabellenzweiten. Nach zuletzt vier Siegen in Folge und dem mehr als überzeugenden 30:20-Spitzenspielsieg gegen Hüttenberg III kann die Mannschaft von Thorsten Dietzel mit viel Selbstvertrauen in diese Partie gehen. Auch Linden spielt eine starke Saison, nimmt derzeit mit 14:4 Punkten den zweiten Rang ein. Überraschend war die 24:32-Pleite beim TSV Lang-Göns II vor zwei Wochen, mit dem Pflichtsieg gegen Heuchelheim II bog die Landesliga-Zweitvertretung zuletzt jedoch wieder in die Erfolgsspur ein.

Nicht nur Lindens Zweite, sondern auch die Dritte der MSG ist am Samstag in der Gymnasiumhalle zu Gast. Um 18.30 Uhr treffen nämlich die zweiten Männer auf Linden III. Das jedoch ist kein Spitzenspiel, sondern das Kellerduell der Bezirksliga C Süd. Die HSG-Männer sind mit 1:5 Punkten Vorletzter, Linden mit 0:10 Punkten Letzter.

Die nächste Überraschung?

Die zweiten Damen schließen den Spieltag am Sonntagabend ab. Um 18 Uhr empfängt das Team von Trainer Steffen Kraft in der Sporthalle Gedern die FSG Klein-/Lützellinden. Mit dem Auswärtssieg bei der HSG Lumdatal II in der Vorwoche gelang den zweiten Damen eine faustdicke Überraschung. Auch gegen Klein-/Lützellinden, das mit 9:7 Punkten den fünften Platz der Bezirksliga A einnimmt, ist man Außenseiter. Das Ziel: Für die nächste Überraschung sorgen und damit den ersten Heimsieg landen.

HSG Plesse-Hardenberg schlägt sich gegen Tabellenführer achtbar

Gegen den Tabellenführer haben die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg wie erwartet nicht die Trendwende geschafft. Sie spielten zwar gut, verloren aber mit 21:27 (10:11). Damit bleibt der Aufsteiger punktloses Schlusslicht in der 3. Liga.

Nach zehn Minuten lag die HSG 1:5 zurück. „Da waren wir in der Abwehr zu langsam, kamen einen Schritt zu spät“, kommentierte Tim Becker. Drei Gelbe Karten, eine Zeitstrafe und drei Siebenmeter hatte seine Mannschaft schon kassiert. Also ein leichtes Spiel für den Tabellenführer? Sieben Minuten später traf Lara Al Najem zum 6:7, die HSG war zurück im Spiel. Als eine starke Sarah Strahlke beim 9:8 (22.) ihre Farben in Führung brachte, stand die Halle Kopf. Die Mannschaft glaubte an sich, Einstellung und Stimmung passten, die Lockerheit aus dem Training war da. „Das hat Spaß gemacht“, war Becker angetan von seinem Team.

Das arbeitete weiter gut in der Deckung, hatte in Nele Röhrs, die überraschend den Vorzug vor Carolin Menn erhalten hatte, einen guten Rückhalt und strahlte im Angriff von allen Positionen Torgefahr aus. „Nele war mal dran“, hielt sich Becker mit Details zurück. Bereuen musste er seine Entscheidung nicht, Röhrs kam am Ende auf 29 gehaltene Bälle. Zur Pause lag die Heimsieben mit einem Tor zurück, alles war noch drin.

Und die zweite Hälfte sollte auch noch einiges zu bieten haben. Sie begann mit einer Verwarnung gegen den Trainer. Seine Spielerinnen störte das nicht, Isabel Marienfeld und Devi Hille trafen zum 12:12. 14:16 stand es nach 40 Minuten, da unterbrachen Schreie die Stimmung. Al Najem war nach einem Wurfversuch unglücklich aufgekommen. Die Zuschauer hielten den Atem an, das Spiel wurde unterbrochen, der Notarzt verständigt. „Es ist der Ellenbogen“, erklärte Becker, „wohl ausgekugelt.“

Nach knapp einer halben Stunde ging es weiter, mit drei Treffern der Gäste zum 14:19 (45.). Beim 16:19 (49.) dann der nächste Rückschlag für die HSG: Hille kassierte Rot für ein Foul, das eigentlich Yasmin Henke begangen hatte. Wieder wuchs der Rückstand auf fünf Tore an (16:21), und wieder kämpfte sich die HSG zurück. „Wir erkämpfen uns dann Bälle, die wir in der zweiten Welle wieder herschenken. Wenn wir da auf ein Tor rankommen, wer weiß, was dann passiert“, spekulierte Becker.

Der Rückstand wurde aber nicht kleiner. Dafür zeigte Marilena Henne, dass sie auf der Rechtsaußenposition nichts verlernt hat und steuerte noch vier Treffer zum respektablen Endergebnis bei. Mehr war dann irgendwie doch nicht drin, auch weil die Kraft am Ende fehlte. „Aber wir haben uns hier richtig gut verkauft. Das war eine gute Leistung von allen und unser bislang bestes Saisonspiel“, lobte Becker. Für den Tabellenführer hat es nicht gereicht, aber die Zukunft sieht jetzt etwas positiver aus.

Quelle: Göttinger Tageblatt (19.11.2017)

Drei Auswärtsspiele, zwei Siege

Die ersten Damen bleiben in der Erfolgsspur, die zweiten Damen feiern einen Überraschungserfolg und die zweiten Männer müssen sich geschlagen geben. Das Wochenende der HSG im Überblick.

Die ersten Damen fuhren bei der HSG Plesse-Hardenberg einen alles in allem ungefährdeten 27:21-Sieg ein. Für die Mannschaft von Trainer Christian Breiler war dies der meinte Sieg im neunten Spiel. Am nächsten Sonntag steht dann das Top-Spiel der 3. Liga Ost auf dem Plan: Unsere Damen sind beim Tabellenzweiten SG Kleenheim zu Gast.

Ein ebenso wichtiger wie überraschender Sieg gelang den zweiten Damen. Das Team von Steffen Kraft siegte beim Rangzweiten HSG Lumdatal II mit 29:25. Für die zweiten Damen war dies der zweite Saisonsieg.

Nichts zu holen gab es für die zweiten Männer. Bei der HSG Fernwald fing man sich eine 23:30-Niederlage ein. Die Bilanz nach drei Partien: 1:5 Punkte.

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Drei der vier Mannschaften sind an diesem Wochenende im Einsatz, einzig und allein die ersten Männer haben eine Pause.

Die ersten Damen reisen am Samstag nach Niedersachsen. Als verlustpunktfreier Tabellenführer der 3. Liga Ost trifft man um 19.15 Uhr in der Sporthalle Bovenden auf den Tabellenletzten HSG Plesse-Hardenberg. Der Aufsteiger hat bislang eine Bilanz von 0:16 Punkten. Dementsprechend geht die Mannschaft von Trainer Christian Breiler natürlich als Favorit in die Partie und will die Erfolgsserie fortführen. Der Bus fährt um 14.30 Uhr ab.

Die zweiten Damen kassierten in der Vorwoche eine bittere Niederlage. Der HSG Hungen/Lich II unterlag die Truppe von Steffen Kraft knapp mit 25:26. Am Sonntag um 16 Uhr steht nun eine sehr schwere Aufgabe an: Man ist zu Gast bei der HSG Lumdatal II, die mit 12:2 Punkten den zweiten Tabellenplatz einnimmt. Das Kraft-Team hingegen ziert den letzten Platz in der Bezirksliga A. Die Rollen sind also klar verteilt.

Am frühen Samstagabend um 18 Uhr müssen die zweiten Männer ran. Die Jungs sind zu Gast bei der HSG Fernwald. Im erst zweiten Saisonspiel gab es in der Vorwoche ein 26:26-Unentschieden gegen den TV Dornholzhausen. Nach zuletzt drei Siegen in Folge und mit insgesamt 6:2 Punkten ist Fernwald jedoch in der Favoritenrolle.

Video: Pressekonferenz nach dem Birkenau-Spiel

Tabellenführung im Doppelpack

Der Samstag war erfolgreich, der Sonntag konnte daran nicht anknüpfen. Während die beiden ersten Mannschaften gewannen, reichte es bei den zweiten Männern nur für einen Punkt und mussten sich die zweiten Damen geschlagen geben.

Die ersten Damen bleiben an der Tabellenspitze der 3. Liga Ost. Gegen den TSV Birkenau gelang ein sehr souveräner 29:22-Heimsieg. Gut 400 Zuschauer in der Gymnasiumhalle durften sich dementsprechend über den achten Sieg im achten Spiel und nun 16:0 Punkte freuen. Am nächsten Samstag ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler bei der HSG Plesse-Hardenberg zu Gast.

Neu am Platz der Sonne sind die ersten Männer. Das Team von Trainer Thorsten Dietzel landete im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer TV Hüttenberg III einen überraschend deutlichen 30:20-Heimerfolg und katapultierte sich damit auf den ersten Rang der Bezirksliga A Gießen.

Bei den zweiten Herren, die nach langer Pause erstmals seit Mitte September wieder im Einsatz waren, reichte es nur für einen Zähler. Mit dem TV Dornholzhausen trennte man sich 26:26.

Nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche mussten die zweiten Damen dieses Mal wieder eine Niederlage einstecken. Der HSG Hungen/Lich II unterlag die Truppe von Steffen Kraft haarscharf mit 25:26. Damit steht derzeit der letzte Tabellenplatz zu Buche.

„Sport ist Alltagsgeschäft“

HANDBALL HSG kann und will sich nicht auf Lorbeeren ausruhen

GEDERN – / (flo). Viel klarer könnte die Favoritenrolle für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda kaum sein. Als Tabellenführer der 3. Liga Ost haben die Wetterauerinnen heute Abend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) den Drittletzten TSV Birkenau zu Gast. Eigentlich eine Pflichtaufgabe. Trainer Christian Breiler warnt aber davor, von einem Selbstläufer auszugehen.

Samstag, 18 Uhr HSG Gedern/Nidda – TSV Birkenau

Den eigenen Rekord hat die Spielgemeinschaft bereits gebrochen. Sechs Siege in Serie gelangen einst zum Ende des ersten Drittligajahres, nun sind es schon sieben hintereinander. Und natürlich soll dieser Erfolgslauf ausgebaut werden, „wir wollen diese Serie so lange wie möglich halten“, sagt Breiler. Spitzenreiter hin, Favoritenrolle her – der 40-Jährige ist überzeugt, dass die Partie alles andere als ein Selbstläufer wird. Etwaige Gedanken, es stelle sich allein die Frage nach der Höhe des Sieges, erstickt Gedern/Niddas Trainer im Keim: „Das“, betont er, „ist totaler Quatsch.“ Vielmehr weiß Breiler, dass seine Mannschaft auch gegen Birkenau, das erst drei Zähler auf dem Konto hat, Vollgas geben muss. Er sagt: „Wir sind individuell nicht so bestückt, dass wir jeden Gegner im Stegreif aus der Halle schießen. In dem Moment, wo wir ein paar Prozentpunkte weniger investieren, bekommen wir Probleme – egal gegen welchen Gegner.“ Sorgen macht sich der HSG-Coach allerdings keine. „Meiner Mannschaft ist bewusst, dass wir unsere Leistung genauso wie in den letzten Spielen abrufen müssen“, versichert Breiler.

Wohin dieser Höhenflug führen könnte, da ist man allseits entspannt. Das momentane Denkmuster: Genießen und weiter arbeiten, statt zu weit in die Zukunft zu schauen. Klar ist, dass die HSG eine exzellente Basis geschaffen hat, um lange oben mitzuspielen. Kleenheim (13:3 Punkte) und Fritzlar (12:2) sind Gedern/Nidda zwar dicht auf den Fersen. Der Abstand auf Rang vier aber beträgt immerhin schon sechs Punkte.

Ist die Herbstmeisterschaft angesichts nur noch vier ausstehender Hinrundenspiele ein Thema? Mit derlei Dingen will sich Breiler noch nicht befassen. Er sagt: „Wir sind mit anderen Zielen in die Saison gegangen.“ Nämlich dem Klassenerhalt, 20 Punkte waren angepeilt. 14 sind es schon einmal. Und weiter: „Wir sehen uns nicht als Team, das am Ende auf alle Fälle Meister wird. Dennoch freuen wir uns über die Situation. Aber Sport ist Alltagsgeschäft, es geht immer weiter.“ Nach Birkenau wartet übrigens das punktlose Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg, ehe die beiden Hessen-Derbys in Kleenheim und gegen Ober-Eschbach anstehen.

Für heute jedoch liegt der Fokus einzig und allein auf dem TSV Birkenau. Den Südhessinnen, die dem Badischen Handballverband angehören, gelang am letzten Spieltag mit dem 26:20 gegen Plesse-Hardenberg der erste Saisonsieg. Zuvor war die Truppe aus dem Odenwald mehrfach nah an Punkten dran. Trainer Timo Baumann sagt: „Wir spielen seit Anfang der Runde immer wieder phasenweise sehr gut, müssen aber die Schwächephasen weiterhin reduzieren.“ Nach dem Verlust zweier Leistungsträgerinnen kann ohnehin nur der erneute Klassenerhalt das Ziel sein. Das Rezept zum Erfolg: Mit einer aggressiven 3:2:1-Abwehr versucht Birkenau, Bälle zu erobern und zu einfachen Toren zu kommen.

Junge Birkenauerinnen

Wie jung die Baumann-Truppe ist, zeigt sich bereits im Rückraum: Die 20-Jährige Ronja Schwab (30 Tore) ist als Mittelfrau Dreh- und Angelpunkt im Angriff, die 18-jährige Halbakteurin Danijela Rajic hat mit 33/9 Toren am häufigsten getroffen. Birkenaus Trainer sagt: „Wir sind auf einem guten Weg, die jungen Spielerinnen heranzuführen und wollen jedes Spiel als Chance sehen, mal eine Überraschung zu landen.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (11.11.2017)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Heimspieltag in Nidda am Samstag / Männer II und Damen II sonntags in Gedern

Es steht mal wieder ein Heimspieltag auf dem Plan! Am Samstag treten sowohl die ersten Damen als auch die ersten Männer in der Niddaer Gymnasiumhalle an. Am Sonntag sind dann in der Sporthalle Gedern die zweiten Männer sowie die zweiten Damen dran.

„Mannschaft tatkräftig unterstützen“

Die ersten Damen empfangen am Samstag um 18 Uhr den TSV Birkenau. Die Südhessinnen belegen mit 3:11 Punkten den zehnten Tabellenplatz der 3. Liga Ost. Im Heimspiel soll die Erfolgsserie natürlich fortgesetzt werden. Trainer Christian Breiler sagt: „Wir hoffen, dass jeder, der gegen Leipzig in der Halle war, auch dieses Mal wieder kommt und die Mannschaft tatkräftig unterstützt.“

Mehr Topspiel geht nicht

Für die ersten Männer steht anschließend um 20 Uhr ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm. Mehr Topspiel geht gar nicht: Der Tabellenzweite hat den Rangersten zu Gast. Die Mannschaft von Thorsten Dietzel trifft nämlich auf den TV Hüttenberg III. Die Mittelhessen haben eine blütenweiße Weste, gewannen bislang alle sieben Saisonspiele und weisen dementsprechend 14:0 Punkte auf. Die Dietzel-Truppe hat 14:2 Punkte, fuhr zuletzt drei Siege in Folge ein. Es ist also ein spannendes Spitzenspiel zu erwarten.

Spielfreie Zeit vorbei

Auch die zweiten Männer sind an diesem Wochenende im Einsatz. Für diese beginnt die Saison eigentlich jetzt erst richtig: Das letzte und bislang einzige Spiel fand Mitte September statt! Am Sonntag um 16 Uhr hat man nun den TV Dornholzhausen, der mit 4:2 Punkten den zweiten Platz der C-Klasse einnimmt, in der Gederner Sporthalle zu Gast.

Damen II wollen nachlegen

In der Erfolgsspur bleiben wollen die zweiten Damen. Am Vorwochenende holte die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft den ersten Sieg. Am Sonntag um 18 Uhr hat man nun die HSG Hungen/Lich II in Gedern zu Gast. Die Gäste belegen mit 4:8 Zählern den neunten Tabellenplatz, tankten am letzten Spieltag mit einem 25:20-Sieg gegen den Fünften HSG Dilltal aber ebenfalls Selbstvertrauen.