Erfolgreicher Rückrundenstart für Damenteams

Während beide Damenteams erfolgreich in die Rückrunde gestartet sind, mussten sich die ersten Männer zum Hinrundenabschluss knapp geschlagen geben.

Erfolgreicher Rückrundenstart für die ersten Damen: Gegen die TuS Kriftel gab es einen ungefährdeten 28:20-Heimsieg. „Ich bin absolut zufrieden“, sagte Trainer Christian Breiler. Mit nun 21:3 Punkten bleibt seine Mannschaft Spitzenreiter der 3. Liga Ost. Am nächsten Sonntag steht dann die Auswärtsaufgabe bei Germania Fritzlar an.

Derweil mussten die ersten Männer nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage die zweite Pleite dieser Saison einstecken. Zum Abschluss der Hinrunde unterlag die Dietzel-Truppe bei der SG Rechtenbach nach einer spannenden Schlussphase denkbar knapp mit 25:26. Am nächsten Samstag startet die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen die HSG Marburg/Cappel.

Einen erfolgreichen Start in die zweite Halbserie legten auch die zweiten Damen hin. Die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft besiegte die HSG Dilltal mit 21:19 und rückte damit auf Platz sechs der Bezirksliga A vor.

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Rückrundenauftakt in der 3. Liga Ost: Damen I empfangen Kriftel / Damen II sonntags in Gedern

Während die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Kroatien um den Einzug ins Halbfinale kämpft, geht es an diesem Wochenende für drei HSG-Mannschaften wieder um Punkte im Ligaalltag.

Beide Damenteams spielen in eigener Halle

Starten die ersten Damen eine neue Erfolgsserie? Das ist die Frage vor dem Rückrundenauftakt gegen die TuS Kriftel am frühen Samstagabend um 18 Uhr in der Gymnasiumhalle Nidda. Die Gäste aus dem Main-Taunus-Kreis nehmen mit 4:18 Punkten den vorletzten Platz der 3. Liga Ost ein, kämpfen dementsprechend um jeden Punkt, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Der Auftakt der ersten Männer verlief schon einmal positiv: Beim TSV Lang-Göns setzte sich das Team von Coach Thorsten Dietzel letztlich mit 25:21 durch. Nun geht es am Samstag darum, im letzten Spiel der Hinrunde nachzulegen. Und zwar am Samstag um 18 Uhr bei der SG Rechtenbach, die derzeit den zehnten Rang der Bezirksliga A einnimmt.

Die zweiten Damen starten am Sonntag zuhause in die Rückrunde der Bezirksliga A. In der Sporthalle Gedern trifft die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft, die als Tabellensiebter überwinterte, auf den Rangsechsten HSG Dilltal. Es ist also ein Duell zweier Tabellennachbarn. Dilltal hat nach zehn Partien 10:10 Punkte, die HSG-Damen weisen 10:12 Punkte auf, könnten mit einem Heimsieg also an Dilltal vorbeiziehen. Im Hinspiel musste sich das Kraft-Team klar mit 19:28 geschlagen geben. Dementsprechend gilt es also, in eigener Halle Wiedergutmachung zu betreiben.

Die zweiten Männer, die in der Bezirksliga C Süd auf dem fünften Tabellenplatz rangieren, legen erst am 11. Februar wieder los

„Es ist eine außergewöhnliche Geschichte“

Gedern/Nidda. Die Hinrunde der Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in der 3. Liga Ost war ebenso mitreißend wie grandios. Selbst kühnste Optimisten hätten den Wetterauerinnen eine solche Halbserie nicht zugetraut. Die HSG überwintert auf dem 1. Tabellenplatz, hat in elf Spielen neunmal gewonnen und nur einmal verloren, kommt deshalb sogar in die unverhoffte Situation, sich Gedanken über die 2. Bundesliga machen zu müssen. Trainer Christian Breiler, einer der Macher des Erfolgs und nun schon über sieben Jahre in Diensten der Spielgemeinschaft, bleibt demütig, macht aber auch keinen Hehl daraus, den erarbeiteten Platz möglichst lange halten zu wollen. Im Interview mit dem Kreis-Anzeiger spricht der 40-Jährige über die Erfolgsgründe, den Geist seiner Mannschaft und die weiteren Ziele.

Herr Breiler, haben Sie es über die Feiertage und zwischen den Jahren geschafft, die Hinrunde sacken zu lassen und zu realisieren?

Die Weihnachtszeit ist dann auch etwas stressig. Natürlich sind wir mal nicht in der Halle, müssen uns auf kein Spiel vorbereiten. Klar, man hat es sich dann mal durch den Kopf gehen lassen. Unsere Vorrunde war sensationell, es ist eine außergewöhnliche Geschichte.

Im Laufe der Hinrunde wurde viel über die Gründe für den Erfolg geredet. Manche setzen im mentalen Bereich an, andere bei der Vorbereitung, wieder andere bei der Abwehr. Mit etwas Abstand: Warum lief die Hinrunde aus Ihrer Sicht so, wie sie lief?

Man kann es nicht an einem Faktor festmachen, das wäre zu einfach. Es sind verschiedene Faktoren. Grundstock ist mit Sicherheit die Abwehr in Zusammenarbeit mit Anne Heß im Tor, die eine richtig gute Vorrunde gespielt hat. Dass der neue Mittelblock sich so gut einspielt, damit war nicht zu rechnen. Aber das bezieht alle in der Abwehr mit ein. Bis auf das Spiel gegen Ober-Eschbach haben wir kaum Gegenstoßtore kassiert und aus einer stabilen Abwehr heraus jeder Mannschaft das Leben im Positionsangriff schwer gemacht. Dazu kam der Überraschungssieg gegen Fritzlar am 1. Spieltag, der Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben hat. Das hat man dann auch in den anderen Spielen, wenn es mal eng war, gemerkt. Wir sind in einen Lauf reingekommen, wo manches von alleine ging.

Nicht alle Spiele waren perfekt, aber die Mannschaft, so scheint es, hat sich eine gewisse mentale Robustheit zu eigen gemacht.

Ja klar, das ist der normale Lauf der Dinge. Wenn du vorne stehst, anstatt gegen den Abstieg zu kämpfen, hast du positiven Druck. Das Selbstvertrauen und der Glaube an die eigene Stärke steigen. Dann gewinnt man auch Spiele wie gegen Leipzig, die fast schon verloren sind. Man wächst mit dem Wissen, dass trotz einer eventuellen Niederlage nichts passiert und man selbst dann immer noch Tabellenführer wäre, in der einen oder anderen Situation über sich hinaus, damit kann man Berge versetzen. Damit hat so ja keiner gerechnet.

Woran wollen Sie mit Ihrer Mannschaft noch schwerpunktmäßig arbeiten?

Wir müssen erstmal sehen, dass die Verletzten ohne Rückschläge zurückkommen und eingebaut werden können. Dann wollen wir natürlich daran arbeiten, dass wir verschiedene Abwehrsysteme spielen können und vielleicht auch mal in Unterzahl das Thema sechster Feldspieler forcieren, eventuell sogar den siebten Feldspieler angehen.

Die Menschen in der Region honorieren die Leistung, strömen in die Halle.

Das macht natürlich Spaß. Man wird häufiger angesprochen – auch von Leuten, die nicht in die Halle kommen oder das erste Mal da waren. Das ist aber normal. Wenn man Erfolg hat, ist das Interesse deutlich größer, als wenn man nur gegen den Abstieg spielt. Es waren natürlich auch begeisternde Spiele. Gegen Fritzlar oder gegen Leipzig – das war gigantisch. Die Mädels präsentieren guten Sport.

Quelle: Kreis-Anzeiger (03.01.2018)

Im Durchschnitt 320 Zuschauer

Insgesamt 1.570 Zuschauer bei den fünf Heimspielen / Zweithöchste Zuschauerzahl der 3. Liga Ost

Die Hinrunde der 3. Liga Ost lief für die erste Damenmannschaft außergewöhnlich erfolgreich. Die sportlichen Erfolge spiegeln sich auch in einer noch höheren Zuschauerresonanz bei den Heimspielen in der Niddaer Gymnasiumhalle wider: Die fünf Partien in eigener Halle sahen durchschnittlich 320 Zuschauer. Bei den Spielen gegen den HC Leipzig, den TSV Birkenau und die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus war die Halle mit je 350 Zuschauern stets bestens gefüllt. Insgesamt waren in der Vorrunde 1.570 Besucher zu verzeichnen. Eine tolle und verdiente Auszeichnung für die Leistungen der Mannschaft von Trainer Christian Breiler.

Einer statischen Erhebung des Porthals handball-world.news zufolge bedeutetet die durchschnittliche Zuschauerzahl von 320 den zweithöchsten Wert der 3. Liga Ost. Lediglich der Aufsteiger HV Chemnitz hat mit 360 Zuschauern pro Spiel einen noch besseren Wert. Der Durchschnitt in der Ost-Staffel liegt bei 239 Besuchern pro Partie.

Das ist übrigens der mit Abstand beste Wert alle vier Staffeln: Im Westen kommen im Schnitt 180 Zuschauern, im Süden 171 und im Norden 170. Betrachtet man alle 48 Clubs der vier Staffeln der 3. Liga, dann landet die HSG Gedern/Nidda im Zuschauerranking auf dem fünften Platz.

HSG Gedern/Nidda zur Winterpause Tabellenführer der 3. Liga Ost

NIDDA – „Wir sehen uns nicht als Meisterschaftsfavorit“, betont Christian Breiler, Trainer der HSG Gedern/Nidda, die nach der Hälfte der Saison völlig überraschend die Tabelle der 3. Liga Ost anführt. Für diese Hinrunde gebührt den Wetterauer Handballerinnen eine glatte Eins mit Sternchen.

Dass die famose Serie am letzten Spieltag vor der Winterpause riss, ist ärgerlich. Neun Siege und ein Remis standen zuvor zu Buche, nun setzte es eine 24:25-Heimpleite gegen die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus. An der Bewertung der Hinserie ändert diese Niederlage wenig: „Was die Mädels geleistet haben, ist überragend“, befindet ihr Trainer.

Die HSG hat sich in den vergangenen Monaten gewandelt. Sie ist keine Mannschaft mehr, die mit dem Abstiegskampf in Verbindung gebracht wird, sondern eine, die momentan ernsthaft um die Meisterschaft mitspielt. Das wiederum stellt die Verantwortlichen vor die Aufgabe, sich Gedanken darüber zu machen, ob und wie die 2. Bundesliga zu realisieren sein könnte.

Nun ist es nicht so, als sei Gedern/Nidda der Konkurrenz schon meilenweit enteilt. Der Vorsprung auf Rang zwei beträgt lediglich drei Punkte. Um sich an der Tabellenspitze zu halten, werden die Wetterauerinnen auch eine nahezu perfekte Rückrunde spielen müssen. Noch dazu geht die Meisterschaft seit dieser Saison nicht mehr mit dem direkten Aufstieg einher: In einer Relegation spielen die Meister der vier Drittligastaffeln drei Aufsteiger aus.

Dass die Region begeisterungsfähig ist, zeigen die Zuschauerzahlen. Offiziell kamen im Schnitt 320 Zuschauer in die Gymnasiumhalle, die tatsächliche Zahl dürfte etwas höher liegen. Erfolg macht sexy – das hat auch die HSG Gedern/Nidda in dieser exzellenten Hinrunde erfahren.

Was den anhaltenden Erfolg umso bemerkenswerter macht, ist die nicht optimale Personalsituation. Jessica Schmeißer, die erste Alternative zu Leonie Nowak am Kreis, fiel seit August aus, stand am vergangenen Samstag gegen die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus erstmals wieder auf der Platte. Linksaußen Isabell Schüler, eine unumstrittene Leistungsträgerin und eine der Top-Torschützinnen, fehlt seit Ende Oktober. In den letzten beiden Partien stand zudem die auf Reisen befindliche Nieber-gall nicht zur Verfügung. Gegen Ober-Eschbach fiel auch noch Rückraumspielerin Sabine Eisenacher aufgrund eines Muskelfaserrisses da.

Bis zum Rückrundenstart am 20. Januar gegen die TuS Kriftel sollen dann alle wieder an Bord sein. Die Winterpause kommt der HSG Gedern/Nidda also durchaus gelegen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (19.12.2017)

„Ein Sieg der Leidenschaft“

3. LIGA FRAUEN Stark aufspielendes Hochtaunus-Team bringt Spitzenreiter erste Saisonniederlage bei

HOCHTAUNUS – (zyk). Auswärtscoup: Die Drittliga-Handballerinnen der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus bescherten am Samstagabend dem Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda mit 25:24 (14:17) die erste Saisonniederlage. Für den Ligasechsten trafen am letzten Spieltag der Hinrunde vor 350 Zuschauern in der Gymnasium-Sporthalle Katarzyna Skoczynska und Lisa Lichtlein mit je sieben Toren am häufigsten.

„Das war ein Sieg der Leidenschaft und ein Sieg des gesamten Teams einschließlich Auswechselbank“, freute sich Coach Holger Hölzinger nachher. Sein Matchplan ging zumindest in der zweiten Hälfte auf. „Die Mannschaft hat das bravourös umgesetzt, blieb geduldig und bewies im entscheidenden Moment Klarheit“, lobte der Trainer.

Dabei fanden die Gäste schwer ins Spiel. Mit dem Publikum im Rücken bestimmte der Tabellenführer zunächst den Rhythmus. „Kompliment an meine Mannschaft. Sie lieferte einen Superfight ab“, sagte denn auch der Gastgeber-Coach Christian Breiler nachher. Das 5:3 (8.) durch Kirsten Schindler glichen die Gäste jedoch rasch wieder aus – 5:5 (10.) durch Skoczynska. Mitte der ersten Hälfte, die von Tempo und insgesamt 31 Toren geprägt war, roch es zum ersten Mal nach einer Überraschung. Regisseurin Andrea Mertens brachte die FSG erstmals in Führung – 11:10 (21.). Gedern/Nidda bog das Ergebnis in einem sehenswerten Spiel jedoch bis zum Halbzeitpfiff in eine 17:14-Führung um.

HSG Gedern/Nidda – FSG Ober-Eschbach/Vortaunus 24:25

„Ober-Eschbach war für mich Favorit in diesem Spiel“, bekannte Gedern-Trainer Breiler später. Seine Erklärung dafür: „Wir hatten wegen Krankheit große personelle Probleme. Viele Spielerinnen waren nicht fit. So fiel auch Sabine Eisenacher, unsere beste Torschützin, erstmals aus seit ich hier Trainer bin.“ Der Kräfteverschleiß wurde bei den Gastgeberinnen nach der intensiven ersten Hälfte dann in Durchgang zwei deutlich. Denn die HSG traf zwischen der 36. und 51. Minute nicht mehr ins Ober-Eschbacher Tor. Aus einem 16:20-Rückstand erkämpften sich die Gäste stattdessen eine 21:10-Führung.

In der Schlussphase lag eine Menge Spannung in der Luft. Beide Teams sündigten bei der Chancenverwertung. Johanna Becker, früher selbst in Ober-Eschbach aktiv, drehte das Resultat wieder auf 23:22 für die Gastgeberinnen (58.). Zwei Tore von Juliane Grauer und Lichtlein innerhalb einer Minute brachten Ober-Eschbach wieder in Führung 24:23. Schindler glich das für Gedern/Nidda wieder aus. 14 Sekunden vor dem Ende nahm Hölzinger noch eine Auszeit, um den letzten Angriff anzusagen. Mit Erfolg: Torjägerin Grauer traf fünf Sekunden vor dem Ende aus acht Metern nach Zuspiel von Mertens zum 25:24-Sieg.

Ober-Eschbachs Linkshänderin Saskia Schwering, die in der Abwehr und als Anspielerin überzeugte, atmete durch: „Beide Teams wollten die Punkte. Wir hatten uns einiges vorgenommen, um das Wunder zu vollbringen. Jetzt sind wir einfach nur glücklich, dem Tabellenführer zwei Punkte geklaut zu haben.“ Gedern/Niddas Trainer Breiler trauerte der Niederlage nur kurz nach: „Ein Punkt wäre verdient gewesen. Aber die Niederlage wirft uns nicht um.“ Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel als Verantwortlicher wischte sich Hölzinger den Schweiß von der Stirn. „Der größere Wille siegte am Schluss.“ Sprach’s und lächelte seine Mädels an: „Am Montag gebe ich dann auf dem Weihnachtsmarkt zwei Runden Glühwein aus.“

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Neef; Heß, Rösner, Schüler, Kraft (2), Thiele (3), Schmeißer, Becker (5), Nowak (1), Schindler (7/1), Nagy (4), Camdzic (2/2).

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus: Naß, Baranowska; Schwering (2), Bucher, Lichtlein (7), Skoczynska (7), Zsigmond, Özer, Grauer (3), Pfeil, Mertens (2), Orban (1), Leidner (2), König (1).

Schiedsrichter: Hanker/Klimmesch (Wiesbaden) – Siebenmeter: 3/3:1/0 – Zeitstrafen: 8:10-Minuten – Zuschauer: 350.

Quelle: Usinger Anzeiger (18.10.2017)

Zwei Mal Herbstmeister

Der letzte Spieltag dieses Kalenderjahres ist vergangen. Für die ersten Damen setzte es die erste Niederlage. Dennoch fällt das Fazit durchweg positiv aus: Sowohl die erste Damenmannschaft als auch die erste Männermannschaft überwintern in ihren Ligen auf dem ersten Tabellenplatz, sind also Herbstmeister.

Damen und Männer überwintern als Tabellenerster

Ausgerechnet zum Jahresabschluss mussten sich die ersten Damen erstmals geschlagen geben. Nach zehn Partien ohne Niederlage unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Breiler der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus nach einer umkämpften Partie vor 350 Zuschauern ganz knapp mit 24:25. Angesichts des ersten Tabellenplatzes in der 3. Liga Ost und 19:3 Punkten sagt der Trainer dennoch: „Was wir in der Vorrunde geleistet haben, ist überragend.“ Am 20. Januar startet dann die Rückrunde mit einem Heimspiel gegen die TuS Kriftel.

Ebenfalls als Rangerster in die Winterpause gehen die ersten Männer. Die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel fuhr im letzten Heimspiel dieses Jahres den neunten Sieg ein. Die starke Bilanz in der Bezirksliga A bislang: Neun Siege, ein Remis, nur eine Niederlage. Gegen die TSF Heuchelheim II gab es einen klaren 28:21-Erfolg. Mit dem Nachholspiel beim TSV Lang-Göns II am 15. Januar beginnt dann das neue Jahr.

Beide Zweiten gewinnen zum Jahresabschluss

Einen nicht unbedingt zu erwartenen Sieg landeten die zweiten Damen. Den Tabellenzweiten TSG Leihgestern II bezwang das Team von Coach Steffen Kraft knapp mit 20:19. Zur Saisonhalbzeit bedeutet das Tabellenplatz sieben in der Bezirksliga A Gießen. Die Rückrunde beginnt am 21. Januar mit einem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HSG Dilltal.

Auch die zweiten Männer bereiteten sich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Im C-Klasse-Kellerduell gelang ein 33:27-Auswärtserfolg bei der TSG Reiskirchen. Damit sind die zweiten Männer bei einer Ligastärke von acht Mannschaften derzeit auf dem fünften Platz.

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Volles Programm bei der HSG Gedern/Nidda am letzten Spieltag dieses Jahres. Alle vier Mannschaften sind im Einsatz, drei davon im Rahmen des Heimspieltages in der Niddaer Gymnasiumhalle am Samstag.

Damen wollen Serie fortsetzen, Männer wollen oben bleiben

Die erste Damenmannschaft empfängt am Samstag um 18 Uhr in der Gymnasiumhalle die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus zum Hessenderby. „Wir werden alles daran setzen, unsere Serie fortzusetzen, wissen aber, dass es eine schwierige Aufgabe wird“, sagt HSG-Trainer Christian Breiler. Ober-Eschbach belegt mit 11:7 Punkten den sechsten Tabellenplatz der 3. Liga Ost, gewann aber vier der letzten fünf Partien. Unabhängig davon möchte die Breiler-Mannschaft die Vorrunde erfolgreich abschließen.

Um 20 Uhr hat dann die erste Männermannschaft die TSF Heuchelheim II zu Gast. Dabei ist die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel in der Favoritenrolle. Mit einem Heimsieg würde man an der Tabellenspitze der Bezirksliga A Gießen überwintern. Bislang 17 von möglichen 20 Punkten rechtfertigen Rang eins. Heuchelheims Zweitvertretung, die nur eins der letzten sieben Spiele gewann, befindet sich derweil mit 10:12 Punkten als Tabellenachter im Mittelfeld.

Was geht gegen den Zweiten?

Den Startschuss des Heimspieltags besorgen übrigens die zweiten Damen. Das Team von Steffen Kraft trifft am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr in der Gymnasiumhalle auf die TSG Leihgestern II. Eine hohe Hürde: Immerhin nehmen die Gäste mit 15:5 Zählern den zweiten Platz der Bezirksliga A ein und weisen eine Serie von sechs Siegen in Folge auf. Selbstredend würden sich die HSG-Damen jedoch gerne mit Zählbarem in die Winterpause verabschieden und damit den Abstand auf die hinteren Ränge weiter ausbauen.

Ein Alleinstellungsmerkmal haben die zweiten Männer: Als einzige Mannschaft sind sie an diesem Wochenende auswärts gefordert. Am Samstagmittag um 14.30 Uhr gastiert man bei der TSG Reiskirchen. Es ist ein Kellerduell zweier punktgleicher Teams. Die HSG ist Drittletzter, Reiskirchen Vorletzter der Bezirksliga C Süd. Beide haben 3:9 Punkte.

Damen I sind Herbstmeister

Vier Spiele, keine Niederlage: Hinter der HSG Gedern/Nidda liegt ein erfolgreiches und furioses Wochenende. Die beiden ersten Mannschaften punkteten einfach, die beiden zweiten Mannschaften doppelt.

Die ersten Damen sicherten sich an diesem Spieltag im vorletzten Spiel der Hinrunde vorzeitig die Herbstmeisterschaft der 3. Liga Ost! Das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SG Kleenheim wurde seinem Namen gerecht, bot Spannung, Dramatik und Emotionen. Letztlich stand ein durchaus gerechtes 23:23-Remis auf der Anzeigetafel der mit 680 Zuschauern gefüllten Oberkleener Weidig-Halle. In Richtung der etwa 200 HSG-Anhänger sagte Trainer Christian Breiler: „Ein Riesendank an die Fans, das war eine tolle Unterstützung für die Mannschaft!“

Auch die ersten Männer erkämpften sich einen Punkt. Im Spitzenspiel der Bezirksliga A gegen die MSG Linden II sicherte sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel auf den letzten Drücker ein 30:30-Unentschieden. Damit bleibt man Tabellenführer.

Die zweiten Damen feierten den ersten Heimsieg dieser Saison: Nach bisher drei Heimniederlagen gelang gegen die FSG Klein-/Lützellinden der erste Erfolg vor heimischem Publikum. Letztlich hieß es 30:27. Mit dem zweiten Sieg in Folge gelang dem Team von Trainer Steffen Kraft der Sprung auf Platz neun der Bezirksliga A.

Auch die zweiten Männer waren erfolgreich. Gegen die MSG Linden III gelang ein knapper 27:26-Erfolg und damit der erste Sieg in dieser Saison.

23:21-Führung reicht nicht

Das Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Ost der Frauen hatte Spannung, Emotionen – und am Ende keinen Sieger. Vor der Rekordkulisse von 650 Zuschauern in Oberkleen lagen die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen nach einem Doppelschlag von Tamara Heinzelmann gut fünf Minuten vor Feierabend mit 23:21 (55.) vorn, mussten aber dann durch einen verwandelten Siebenmeter von Jasmina Camdzic (57.) und einen Treffer von Nikolett Nagy 59 Sekunden vor dem Ende noch den 23:23-Endstand hinnehmen. Ein mögliches Siegtor von Heinzelmann 20 Sekunden vor Ende wurde von den Schiedsrichtern nicht gegeben, weil der Ball die Torlinie nicht in vollem Umfang überschritten hatte. So blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Der Tabellenführer aus Gedern/Nidda kassierte zwar den ersten Verlustpunkt im zehnten Spiel, feierte das Remis aber wie einen Sieg und führt weiter mit drei Zählern Vorsprung vor Kleenheim die Tabelle an, darf sich vor dem letzten Vorrundenspieltag also schon Halbzeitmeister nennen.

In der abwechslungsreichen Partie lagen die Gäste mit 4:2 (10.) durch die Ex-Kleenheimerin Johanna Becker (ehemals Schmidt) vorn. Beim 6:5 (19.) brachte die A-Jugendliche Emely Nau, die ein Riesenspiel mit vier Toren machte, Kleenheim erstmals in Führung. Nau gelang auch das 8:7 (25.), ehe Sina Rühl per Siebenmeter zum 9:9 (26.) egalisierte. Der Tabellenführer ging bis zur Pause aber mit 11:9 in Front. Nach dem Wechsel absolvierte Kleenheims Spielgestalterin Nina Hess wieder einen überragenden Part und per Siebenmeter gelang ihr die 13:12-Führung (37.). Kleenheim geriet in der packenden Auseinandersetzung wieder mit 14:15 (40.) durch Johanna Becker in Rückstand, ehe nach vier Toren in Folge sich das Blatt gewendet hatte und die abwehrstarke Kreisläuferin Katharina Wagner Kleenheim mit 18:15 (44.) nach vorn brachte. Hess gelang auch das 20:16 (46.), ehe Gedern/Nidda wieder stärker wurde, sodass Sabine Eisenacher beim 21:21 (53.) egalisierte. Der Rest ist bekannt: Die Kleenheim konnte die 23:21-Führung nicht ins Ziel bringen.

»Von der Deckung her war das von beiden Mannschaften eine sehr gute Leistung, von uns aber leider keine gute Leistung im Angriff«, analysierte Kleenheims Trainer Julian Reusch. »Wir machen zu viele technische Fehler, werfen die Bälle leichtfertig weg und müssen einfach mehr Sicherheit bekommen«, sagte Reusch.

Kleenheim: Mack, Jetishi, Buhlmann; Fink, Hess (8/6), Heinzelmann (3), Rühl (3/3), vom Hagen, Fischer, Wagner (2), Langenbach (3), Nau (4), Eisenhardt.

Gedern/Nidda: Heß, Stroh; Rösner, Kraft, Thiele (2), Eisenacher (5), Becker (5), Nowak (1), Schindler (1), Nagy (4/1), Camdzic (5/4).

Im Stenogramm: SR: Kamper/Kamper (Wickrath). – Zu.: 650. – Zeitstrafen: 4:10 Min. (vom Hagen, Wagner – Rösner, Kraft, Nowak, Schindler/2). – Siebenm: 11/9:6/5.

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung (27.11.2017)