Gedern/Nidda stolpert

LEIPZIG – (flo). Fast hätte der Busfahrer das Ziel verfehlt. Die große Arena wollte er anfahren, fand schließlich aber doch den Weg in die kleinere Halle in der Leipziger Brüderstraße. Zu holen war für die Drittligahandballerinnen der HSG Gedern/Nidda dort aber nichts. Dem Rekordmeister HC Leipzig musste sich der Tabellenführer deutlich mit 22:30 (8:14) geschlagen geben. Damit wartet die HSG weiterhin auf den ersten Auswärtssieg in der Rückrunde.

HC Leipzig – HSG Gedern/Nidda 30:22

Dass Leipzig kein typischer Drittligastandort ist, war freilich schnell zu erkennen. 430 Zuschauer, darunter über 40 HSG-Anhänger, die lautstark für Stimmung sorgten und ihre Mannschaft mit einer Choreographie empfingen. „Die jungen Spielerinnen waren vielleicht ein bisschen beeindruckt von der Kulisse“, befand hernach Gedern/Niddas Trainer Christian Breiler: „Aus so einem Spiel müssen die jungen Spielerinnen lernen.“ Die Verunsicherung zeigte sich insbesondere im Angriff. Da lief bei den Wetterauerinnen im ersten Durchgang nur wenig zusammen. Gerade einmal acht Tore sprechen Bände. „Unser Spieltempo hat mir nicht gefallen, wir haben zu langsam nach vorne gespielt, hatten zu wenig Bewegung ohne Ball, sind nicht in die Tiefe gegangen und haben zu wenig den Abschluss aus dem Rückraum gesucht“, analysierte der HSG-Coach, dem die erfahrene Mittelfrau Stefanie Thiele (krank) fehlte. In der Deckung jedoch wehrte sich die Spielgemeinschaft, bearbeitete Leipzig ordentlich und blieb deshalb dran. Rückraumakteurin Sabine Eisenacher verkürzte nach einer Viertelstunde auf 3:5. Doch die Gastgeberinnen bestraften die Fehler der Wetterauerinnen konsequent. Allen voran Lucie-Marie Kretzschmar. Die bärenstarke Rückraumlinke traf neun Mal, nutzte es sofort aus, wenn sie Freiheiten erhielt. Und hatte so maßgeblichen Anteil daran, dass sich Leipzig auf 10:5 (23.) absetzte. Ohnehin: Nicht nur Kretzschmar, auch Julia Weise, ihr fünf Mal erfolgreiches Pendant auf der halbrechten Position, überzeugte mit einer hohen Trefferquote. „Beide haben ihr Potenzial voll abgerufen“, befand Breiler. Zwar fehlte ab und an auch die Aggressivität gegen die beiden Leipziger Rückraumhalben, doch ist deren Qualität insgesamt freilich zu hoch, um sie dauerhaft auszuschalten. Zur Pause führte der HCL mit 14:8.

Mit verändertem Gesicht starteten die Gäste in den zweiten Durchgang. Kirsten Schindler rückte von Rechtsaußen in den Rückraum, Leonie Nowak vom Kreis auf die linke Außenbahn, Eisenacher ging in den linken Rückraum und Christin Kraft übernahm die rechte Außenposition. Und tatsächlich: Das Angriffsspiel der HSG wurde deutlich flüssiger. Man spielte mutiger und entschlossener, fand mehrfach den Weg an den Kreis und war auch über die Außenbahn erfolgreich. Der Rückstand schmolz recht schnell, der vorläufige Höhepunkt: Nowak schnappte sich einen Abpraller und brachte die HSG auf 13:16 (39.) heran. Danach kamen die Gäste erneut in Ballbesitz, hatten die Gelegenheit, den Rückstand auf zwei Treffer zu reduzieren. Stattdessen jedoch verlor man das Spielgerät im Angriff, was Leipzigs Linksaußen Anna Ansorge mit dem Gegenstoß-17:13 (40.) bestrafte. Der Knackpunkt. „Das“, fand auch Breiler, „hat uns das Genick gebrochen.“ Die Gastgeberinnen zogen in der Folge sogar auf 19:13 (42.) davon. Einmal noch kam Gedern/Nidda auf drei Tore heran, verpasste es aber auch in dieser Phase, das Momentum herumzureißen. „Dazu“, sagte der HSG-Trainer, „waren wir nicht stark und nicht clever genug.“ Dass der HCL das Ergebnis in der Schlussphase deutlich in die Höhe trieb, täuschte etwas über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Den auch die Schiedsrichter Daniel Beyer und Mike Höhne mit einigen zweifelhaften Entscheidung gegen die Gäste beeinflussten. „Wenn man in Leipzig spielt, muss man fünf Tore besser sein, um zu gewinnen“, sagte Breiler, legte den Fokus aber auf seine Mannschaft. „Wir hatten gute Aktionen, in denen wir die Abwehr spielerisch gelöst haben. Aber die Konstanz hat gefehlt.“ Das will die HSG Gedern/Nidda am nächsten Samstag gegen die SG Mainz-Bretzenheim wieder besser machen, um in eigener Halle in die Erfolgsspur zurückzukehren.

HC Leipzig – HSG Gedern/Nidda 30:22 (14:8). HC Leipzig: Keller, Kröber; Uhlmann (1), Ansorge (2/1), Weise (5), Kerestely (2), Theilig (1), Plate, Schierbok (1), Guderian (1), Greschner (2), Kretzschmar (9), Röpcke (2), Conrad (4). HSG Gedern/Nidda: Stroh (ab 50.), Heß; Rösner, Schüler, Niebergall (1), Kraft, Schmeißer (2), Eisenacher (5), Becker (1), Nowak (5), Schindler (4), Camdzic (4/4). Schiedsrichter: Beyer/Höhne (Eberswalde/Chorin) – Zuschauer: 430 – Zeitstrafen: 8:4 Minuten (Uhlmann, Theilig, Schierbok, Greschner/Nowak (2)) – Siebenmeter: 2/1:6/4 – Spielfilm: 3:2 (10.), 8:5 (20.), 14:8 (30.), 16:10 (34.), 16:13 (39.), 19:13 (42.), 24:18 (50.), 30:22 (60.).

Quelle: Kreis-Anzeiger (12.03.2018)

In der Fremde nichts zu holen

Manchmal hilft es, Dinge aus einem positiven Blickwinkel zu betrachten. Auch dann, wenn – wie am soeben vergangenen Wochenende geschehen – keine der vier im Einsatz befindlichen Mannschaften punkten konnte. Die bittere Bilanz: Vier Spiele, null Punkte. Bedeutet aber auch, dass es am nächsten Wochenende eigentlich nur besser werden kann.

Für die ersten Damen gab es in der 3. Liga Ost beim HC Leipzig nichts zu holen. Vor einer prächtigen Kulisse von 430 Zuschauern in der pickepackevollen Halle in der Brüderstraße musste man sich dem Ex-Bundesligisten deutlich mit 22:30 geschlagen geben. Klar ist aber auch, dass die Differenz von acht Toren den Verlauf der Partie nicht wirklich widerspiegelte. Denn die Mannschaft von Trainer Christian Breiler zeigte eine alles in allem ordentliche Leistung, kämpfte sich vor den Augen von mehr als 40 mitgereisten HSG-Anhängern mehrfach wieder heran, schaffte es gegen starke Leipzigerinnen aber nicht, das Spiel zu drehen.

Überraschend punkteten auch die ersten Männer nicht. Bei der HSG Grünberg/Mücke, dem Schlusslicht der Bezirksliga A, unterlag das Team von Trainer Thorsten Dietzel aufgrund einer schwachen Angriffsleistung mit 19:21. Das hat zur Folge, dass der Meisterschaftszug sieben Spieltage vor dem Ende der Saison wohl endgültig abgefahren ist. Der Rückstand auf den formstarken Tabellenersten MSG Linden II ist somit nämlich auf sechs Zähler angewachsen.

Klare Niederlagen für die beiden Zweiten

Eine klare Pleite kassierten die zweiten Damen. Die auch dieses Mal personell arg dezimierte Truppe von Coach Steffen Kraft unterlag bei der HSG Hungen/Lich II mit 22:28. Derweil mussten die zweiten Männer mit dem 17:25 beim Tabellendritten TV Dornholzhausen zwar die vierte Niederlage in Serie einstecken, zeigten dabei aber eine ansprechende Vorstellung.

HC Leipzig überrennt Tabellenführer Gedern/Nidda

Leipzig. Der HC Leipzig hat sein Heimspiel gegen den Tabellenführer der 3. Liga Ost, die HSG Gedern/ Nidda, souverän mit 30:22 (14:8) gewonnen. Nachdem beide Mannschaften, der Tabellenführer aus Hessen und der HC Leipzig als Tabellensiebenter, sich in den ersten Minuten im Angriff schwer taten, waren es die Leipzigerinnen, die nach gut vier Spielminuten das 1:0 erzielen konnten. Lucie-Marie Kretzschmars Tor folgten Treffer durch Anna Ansorge und Julia Weise, ehe Gedern in der 7. Minute erstmals zum Torerfolg kam. Auch in der Folge waren es die Abwehrreihen, die das Spielgeschehen bestimmten. Ab der 13. Minute fand dann auch die Leipziger Offensive in ihren Rhythmus und baute die 4:2-Führung zum 10:5 in der 21. Minute aus. Zur Halbzeit lagen sogar 6 Tore zwischen den Gastgeberinnen und Gedern/ Nidda.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Leipziger Spiel ein. Einige unpräzise Torwürfe und Abspiele der Leipzigerinnen nutzten die Gäste, um bsi zur 39. Minute auf 16:13 zu verkürzen. Die etwa 430 Zuschauer in der Sporthalle Brüderstraße sahen nun ein rasantes Spiel. Der HC Leipzig fing sich und stellte in der 43.Minute beim 20:14 den Sechs-Tore-Abstand wieder her, in den kommenden vier Minuten gelang es Gedern noch einmal, sich auf 21:18 heran zu kämpfen. In der entscheidenden Spielphase blieb das junge Leipziger Team aber cool und brachte das Spiel souverän zu Ende.

“Wir haben aus einer aggressiven Deckung heraus vorn unsere Tore gemacht“, unterstrich die neunfache Torschützin Lucie-Marie Kretzschmar die Bedeutung der Abwehr in diesem Spiel. “Heute hat alles gepasst, auch wieder die Stimmung in der Halle. Es hat richtig Spaß gemacht!“ Dort hatte nicht zuletzt Neuzugang Christin Conrad mit ihrem offensiven Deckungsverhalten gegen den Rückraum der Gäste einen entscheidenden Anteil am Erfolg und auch die Torhüterinnen Helen Keller und Anna Kröber trugen mit guten Aktionen zum deutlichen Heimsieg bei.

Nach dem Sieg gegen die HSG Gedern/ Nidda liegt der HC Leipzig derzeit auf Platz 6 der 3. Liga Ost, 4 Punkte hinter dem Spitzenreiter und 3 Punkte hinter dem Zweitplatzierten, der HSG Kleenheim. Das nächste Punktspiel bestreiten die Leipziger Handballerinnen am 17. März bei der FSG Ober Eschbach, das nächste Heimspiel findet am 25. März um 14:30 Uhr in der Arena Leipzig gegen die TuS Kriftel statt.

Quelle: Leipzig-Seiten.de (11.03.2018)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Wieder mal ein vollgepacktes Wochenende: Drei Mannschaften kämpfen am Samstag auswärts um Zählbares, während für die ersten Damen am Sonntag eine weite Reise an einen traditionsreichen Standort ansteht.

Eine besondere Partie steht für die ersten Damen in der 3. Liga Ost an. Am Sonntagnachmittag um 15 Uhr wartet zum einen eine sehr hohe Hürde auf die Mannschaft von Trainer Christian Breiler. Zum anderen ist man beim deutschen Rekordmeister zu Gast, nämlich beim HC Leipzig. Sicherlich ein Highlight dieser Saison. Im Hinspiel lieferten sich beide Teams ein Duell auf höchstem Niveau, das die HSG-Mädels letztlich mit 27:26 für sich entschieden. Um gegen Leipzig auch im Rückspiel einfach oder doppelt zu punkten, wird ohne Zweifel eine Leistung am obersten Limit erforderlich sein.

Völlig befreit zum Rekordmeister

„Das Heimspiel gegen Leipzig war das absolute Top-Spiel in der Vorrunde, das war ein ganz tolles Handballspiel“, erinnert sich HSG-Coach Breiler an das erste Aufeinandertreffen. „Wir fahren jetzt als Tabellenführer nach Leipzig – hätte das einer vor der Saison gesagt, hätten wir ihn ausgelacht. Wir können da völlig befreit hinfahren und werden schauen, was da geht.“

Bereits am Samstag müssen die zweiten Damen ran. Um 16 Uhr gastiert das Team von Trainer Steffen Kraft bei der HSG Hungen/Lich II. Und das nach dem überzeugenden und deutlichen 32:21-Heimsieg gegen die HSG Grünberg/Mücke mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck. Die anstehende Aufgabe erscheint zumindest lösbar, gleichermaßen aber auch alles andere als einfach: Hungen/Lichs Zweitvertretung hat zwar bislang nur acht Punkte eingefahren, ist damit Drittletzter, kämpft im Rennen um den Klassenerhalt aber natürlich um jeden Zähler.

Ausrutscher weiterhin verboten 

Ebenfalls am Samstag gefordert sind die ersten Männer, die um 19.30 Uhr bei der HSG Grünberg/Mücke zu Gast sind. Zweifelsfrei eine Pflichtaufgabe, schließlich nimmt der Gastgeber den letzten Tabellenplatz der Bezirksliga A ein. Nachdem die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel in den ersten Zügen des Jahres etwas schwächelte, gelang am letzten Wochenende ein souveräner 36:27-Sieg gegen Lumdatal II. Allerdings gilt weiterhin: Will man im Aufstiegskampf dabei bleiben und den Tabellenführer MSG Linden II nochmals attackieren, bleiben Ausrutscher verboten.

Eine sehr schwierige Aufgabe wartet derweil auf die zweiten Männer, die am Samstagabend um 20 Uhr beim TV Dornholzhausen auf dem Prüfstand stehen. Der Gegner ist Tabellendritter, hat zuletzt drei Siege in Folge eingefahren, während es für die HSG-Männer drei Niederlagen hintereinander gab.

Damen bleiben an der Spitze der 3. Liga Ost

Das kann sich sehen lassen: Vier HSG-Mannschaften waren am zurückliegenden Wochenende im Einsatz, drei davon gestalteten ihre Partien erfolgreich.

In einer mit 350 Zuschauern mal wieder bestens gefüllten Niddaer Gymnasiumhalle bezwangen die ersten Damen den SC Markranstädt nach einem großen Kampf mit 28:26. „Wir sind überglücklich über diesen Sieg“, freute sich Trainer Christian Breiler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Dessen Mannschaft legte furios los, erspielte sich früh einen klaren Vorsprung, der dann jedoch zusammenschmolz. In der Endphase legten die HSG-Damen wieder einen Zahn zu, bewiesen Nervenstärke und verbuchten somit letztlich den siebten Heimsieg im achten Heimspiel dieser Saison. Da der Tabellenzweite SG Kleenheim in Fritzlar knapp mit 25:26 unterlag, führt man die Tabelle der 3. Liga Ost nun mit drei Punkten Vorsprung an.

Zwei Mal eine klare Angelegenheit

Davon, die Tabelle anzuführen, sind die ersten Männer derzeit noch ein großes Stück entfernt. Vor eigenem Publikum gelang jedoch zumindest die Rückkehr in die Erfolgsspur. Das Spiel gegen den Drittletzten HSG Lumdatal II avancierte zu einer letztlich sehr klaren Angelegenheit, die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel setzte sich völlig ungefährdet mit 36:27 durch. Damit bleibt man als Tabellenvierter in der Spitzengruppe der Bezirksliga A.

Ebenfalls einen klaren Heimsieg landeten die zweiten Damen. Gegen den Tabellennachbarn HSG Grünberg/Mücke gab es für das Team von Trainer Steffen Kraft einen 32:21-Erfolg. Damit verbuchte man die Punkte 15 und 16. Das bedeutet auch: Mit dem Abstiegskampf muss sich die HSG-Zweite nicht mehr wirklich auseinandersetzen, da man fünf Spiele vor Schluss neun Punkte Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz der Bezirksliga A hat.

Die einzige Niederlage mussten die zweiten Männer einstecken. Der TSG Reiskirchen unterlag man in eigener Halle deutlich mit 20:32, lag dabei schon zur Pause einigermaßen aussichtslos mit 9:18 im Hintertreffen. Für Erste bleiben die zweiten Männer dennoch auf dem drittletzten Platz der Bezirksliga C Süd.

Video: Pressekonferenz nach dem Markranstädt-Spiel

3. Liga: HSG Gedern/Nidda kämpft SC Markranstädt nieder

NIDDA (flo). Zuhause bleiben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda eine Macht: Im achten Heimspiel dieser Saison fuhren die Wetterauerinnen den bereits siebten Sieg ein. Der hart erkämpfte 28:26 (13:8)-Erfolg gegen den SC Markranstädt sorgte denn auch sichtlich für Erleichterung beim Tabellenführer der 3. Liga Ost.

Die erste Viertelstunde war eine Leistung am absoluten Optimum – sei es in der Abwehr, im Tempospiel oder im Positionsangriff. Wundersam war danach jedoch, dass die Spielgemeinschaft in der Offensive in massive Schwierigkeiten geriet. Umso beachtlicher, dass sich die Mannschaft von Christian Breiler aus dieser gewiss nicht einfachen Lage wieder befreite. Was im Grunde wie die Faust aufs Auge zur Gesamtsituation passt: Die HSG Gedern/Nidda ist gewissermaßen resistent, sie lässt sich nicht so einfach von der Tabellenspitze verdrängen. Der Trainer war jedenfalls bemüht, die positiven Aspekte zu betonen. „Ich bin hochzufrieden mit der Leistung der Mannschaft“, konstatierte Breiler. Markranstädts Übungsleiter Löther erklärte: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat hervorragend gekämpft. Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die weniger Fehler gemacht hat und effektiver war.“ (Den vollständigen Bericht sowie ein Interview mit Stefanie Thiele lesen Sie in der Montag-Ausgabe des Kreis-Anzeigers)

Quelle: Kreis-Anzeiger (04.03.2018)

HSG Gedern/Nidda in 3. Liga gegen SC Markranstädt gefordert

GEDERN/NIDDA (flo). Die 3. Liga Ost biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Sieben Spiele stehen noch aus. Die große Frage: Können die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Tabellenführung behaupten? Das Heimspiel gegen den Tabellenfünften SC Markranstädt am Samstagabend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) wird in dieser Hinsicht Erkenntnisse liefern.

Die Euphoriewelle, die die Wetterauerinnen durch Teile der ersten Halbserie getragen hat, ist zumindest vorerst verebbt. Fünf Punkte aus den bisherigen vier Rückrundenspielen sind das, was man in normalen Zeiten von der Spielgemeinschaft erwarten darf – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Der Vorsprung auf die Verfolger ist deswegen fast komplett zusammengeschmolzen, der Atem der nur noch einen Zähler entfernten SG Kleenheim ist spürbar. Ob ein Stück weit die Leichtigkeit verloren gegangen sei? Das verneint Gedern/Niddas Trainer Christian Breiler. Weil eben auch in der Hinrunde längst nicht alles, was glänzte, Gold war, weil man manchmal schlichtweg das nötige Quäntchen Glück hatte. „So wie es in der Vorrunde war“, betont der HSG-Coach, „kann es nicht immer laufen.“ Die Vermutung, dass seine Mannschaft in dieser Phase der Saison aus Partien wie jenen in Fritzlar (21:24) oder Eddersheim (23:23) mehr mitgenommen hätte, liegt auf der Hand. „Das hat einfach mit dem Trainingsprozess zu tun“, begründet Breiler, weshalb eben das in der Rückrunde nicht gelang. „Wir haben den ganzen Dezember nicht richtig trainiert, dadurch fehlt uns die Power. Das müssen wir uns erst wieder erarbeiten.“ Der zerstückelte Spielplan war nicht hilfreich, wieder in den Rhythmus zu finden. Immerhin: Im März stehen keine Pausen an. „Ich denke, wenn wir jetzt durchgängig spielen, kommen wir auch wieder deutlich besser zurecht“, meint Breiler.

Gegen Markranstädt wird die erkrankte Johanna Becker nicht mitspielen. „Das tut uns natürlich weh“, sagt Breiler, „aber man kann es ja nicht ändern.“ Mit dem SC Markranstädt wird eine harte Nuss zu knacken sein. Trotz des Umbruchs sowie einiger Turbulenzen – sowohl Präsident Daniel Riegert als auch Sportdirektor Michael Zita traten im Laufe der Saison zurück, zudem gab es Unruhen im Jugendbereich – haben sich die Sächsinnen im Mittelfeld stabilisiert, sind aufgrund von sieben Siegen aus den letzten acht Spielen (darunter die beiden zugesprochenen Punkte aus dem Derby gegen Leipzig) mittlerweile sogar auf Tuchfühlung mit dem Aufstiegskampf.

Quelle: Kreis-Anzeiger (03.03.2018)

Piranhas wollen Außenseiterchance beim Spitzenreiter nutzen

„Die Rollen sind klar verteilt, es ist eine lohnenswerte Aufgabe, sich mit dem Tabellenführer zu messen. Abgerechnet wird bekanntlich am Ende.“ So schildert Markranstädts Trainer Torsten Löther die Chancen beim nächsten Spiel. Der SC Markranstädt tritt am Samstag, den 3. März um 18 Uhr bei der HSG Gedern/Nidda an und versucht geschlossen mit Leidenschaft, Freude und entsprechendem Kampfgeist ins Auswärtsspiel zu gehen.
Nidda ist wie der SCM eine sehr heimstarke Mannschaft (jeweils nur eine Heimniederlage), sodass die Piranhas gewarnt sind. „Nidda will den Platz an der Sonne mit aller Macht verteidigen und um den Aufstieg kämpfen,“ ist sich Löther sicher. „Sie zeigen ein gutes Angriffsspiel und stellen eine kompakte Abwehr. Als Mannschaft machen sie wenig Fehler und sind gnadenlos effektiv.“ Sieht man die Gesamtleistung über die Saison hat Nidda den stabilsten Eindruck hinterlassen und steht daher verdient auf Platz Eins.

Den Schwung der letzten drei Siege will der SCM auch ins Auswärtsspiel nehmen und einen ähnlich starken Fight zeigen wie im Hinspiel, als sie über 50 Minuten ebenbürtig waren und in den letzten Minuten die Punkte verspielten. „Es ist eine Hammeraufgabe und der sportliche Ehrgeiz in uns ruft nach Revanche,“ meint Löther.

Wie aktuell überall macht die Erkältungswelle auch an den Piranhas nicht halt. Einige Spielerinnen plagen sich mit Grippesymptomen herum. Löther hofft, dass sich viele bis zum Spiel auskuriert haben und ein voller Kader die Reise nach Hessen antreten kann. „Es würde uns freuen, wenn der eine oder andere Fan uns im Bus begleitet und vor Ort unterstützt.“

Quelle: handball-world.news

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Doppelter Heimspieltag: Beide Ersten samstags in Nidda, beide Zweiten am Sonntag in Gedern / Damen wollen Heimbilanz gegen Markranstädt ausbauen

Das unerfolgreiche vergangene Wochenende ist abgehakt, die Blicke richten sich auf die kommenden Aufgaben. Gleich zwei Heimspieltage stehen an diesem Wochenende an! Beim Heimspieltag in der Niddaer Gymnasiumhalle wollen am Samstag beide ersten Mannschaften punkten, die beiden Zweitvertretungen sind dann tags darauf beim Heimspieltag in Gedern gefordert.

Den Startschuss liefern die ersten Damen, die am Samstag um 18 Uhr den SC Markranstädt in der Gymnasiumhalle empfangen. Dabei soll die positive Heimbilanz natürlich ausgebaut werden: In der Rückrunde gewann die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beide Partien vor heimischer Kulisse, besiegte erst Kriftel (28:20) und danach Chemnitz (31:25). Ohnehin liest sich die Heimbilanz sehr ansprechend. Sieben der acht Heimspiele wurden gewonnen. Das soll auch gegen den Tabellenfünften Markranstädt so bleiben. Allerdings sind die Sächsinnen in guter Form, gewannen zuletzt drei Mal in Folge.

Männer noch nicht ins Rollen gekommen

Anschließend sind um 20 Uhr die ersten Männer gefordert. Der klare Anspruch: Gegen den Tabellenzwölften HSG Lumdatal II muss zuhause ein doppelter Punktgewinn her. Andernfalls würde man den Spitzenreiter MSG Linden II mehr und mehr aus den Augen verlieren, der Abstand ist ohnehin bereits auf vier Punkte angewachsen. In diesem Kalenderjahr ist die Truppe von Trainer Thorsten Dietzel noch nicht so recht ins Rollen gekommen, musste bereits drei Niederlagen einstecken. Dennoch gilt: Es verbleiben noch neun Saisonspiele, so dass weiterhin alles möglich ist. Zumal einige Duelle gegen die direkten Konkurrenten erst noch anstehen.

Den Heimspieltag in Gedern am Sonntag eröffnen dann um 15 Uhr die zweiten Männer, die auf die TSG Reiskirchen treffen. Ein gutes Omen: Im Hinspiel gewann man in Reiskirchen mit 33:27. Es war einer von bislang nur zwei Siegen in neun Partien in der erwartet schwierigen Saison nach dem Aufstieg in die Bezirksliga C Süd. Mit 5:13 Punkten rangieren die HSG-Männer an sechster Stelle, Reiskirchen belegt derweil den achten und damit letzten Tabellenplatz. Die Saison befindet sich übrigens bereits auf der Zielgeraden, denn für die HSG-Zweite stehen nur noch fünf Spiele an.

Ohne Sorgen in den Endspurt

Um 17 Uhr, ebenfalls am Sonntag in Gedern, stehen die zweiten Damen auf dem Prüfstand. Nachdem die Partie gegen Wettertal am vergangenen Wochenende aufgrund von Personalmangel abgesagt werden musste, hat man dieses Mal den Tabellenneunten HSG Grünberg/Mücke zu Gast. Die Gäste befinden sich noch in Abstiegsgefahr. Derweil steht die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft als Rangachter zwar nur einen Platz besser da, muss sich in Sachen Abstieg aber keine Sorgen mehr machen. Sechs Spiele vor Saisonende hat man sieben Punkte Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz. Unabhängig davon peilt die HSG-Truppe eine möglichst gute Punkteausbeute an.