Der Drittliga-Gipfel: HSG Gedern/Nidda gegen SG Kleenheim

GEDERN/NIDDA (flo). Gelingt der ganz große Wurf? Die Meisterschaft in der 3. Liga Ost ist für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda zum Greifen nah. Es fehlt alleine noch der letzte und entscheidende Schritt. Falls die Wetterauerinnen am Samstagabend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) im ultimativen Topspiel gegen den Tabellenzweiten SG Kleenheim mindestens einen Zähler einfahren, wäre der Titelgewinn bereits am vorletzten Spieltag dieser Saison perfekt. Ein wahrer Showdown.

Christian Breiler, der Trainer der Spielgemeinschaft, hat bereits ein paar Meisterschaften errungen. Als Übungsleiter, aber ebenso als Spieler. Gut möglich, dass er mit seiner Mannschaft über derlei Momente und Erfolge gesprochen hat. „Ich werde den Mädels nicht irgendeinen Druck auferlegen, dass wir diese Chance unbedingt nutzen müssen“, betont Breiler. „Dass wir sie nutzen wollen, ist ganz klar. Wir wollen es jetzt zu machen. Aber wir sind so demütig, um zu wissen, dass wir in dieser Saison bereits etwas Unglaubliches vollbracht haben.“

Der Titel wäre die Krönung einer in dieser Art und Weise nicht für möglich gehaltenen Spielzeit. Und ganz nebenbei der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Für den Fall der Fälle wird auch Gunter Eckart, Präsident des Hessischen Handball-Verbandes, in der Halle sein, um möglicherweise die Meisterschaftsehrung vorzunehmen.

An der Vorbereitung wird sich freilich nichts ändern. Die Wetterauerinnen werden dieses Spiel genauso angehen wie alle anderen zuvor auch. Wohlwissend, dass es eine alles andere als gewöhnliche Partie ist. Dass der letzte Schritt auf dem Weg zum Triumph manchmal der schwierigste sein kann, ist klar. „Die Mannschaft soll einfach versuchen, alles abzurufen, im Kopf klar zu bleiben, sich nicht verrückt zu machen und es ein Stück weit zu genießen“, sagt deshalb HSG-Coach Breiler. „An solchen Spielen“, weiß der 40-Jährige, „lernt man, das wird die jungen Spielerinnen in Sachen Erfahrung wieder nach vorne bringen.

Wie schwierig diese Aufgabe werden wird, liegt auf der Hand. Kleenheim, aufgrund der jüngsten 25:27-Niederlage in Eddersheim nun drei Punkte hinter Gedern/Nidda, ist Rangzweiter, hat die nach Gegentoren zweitbeste Defensive der Liga, ist brandgefährlich im Gegenstoß, verfügt über massig Qualität im Angriff und hat einige höherklassig erfahrene Akteurinnen in seinen Reihen. Etwa die bundesligaerprobte Spielmacherin Nina Hess oder die Ex-Zweitligaspielerinnen Tamara Heinzelmann (79/1 Tore) im linken Rückraum und Katharina Wagner (92) am Kreis. Fehlen wird indes weiterhin die am Knie verletzte Rückraumrechte Sina Rühl.

Obwohl die Mittelhessinnen im Falle einer Meisterschaft nicht aufsteigen würden, erwartet Kleenheims Trainer Julian Reusch kein gewöhnliches Spiel. „Das trübt es vielleicht ein bisschen, aber die Mannschaft ist schon sehr heiß darauf“, sagt er. „Für uns ist es das Derby, einige Spielerinnen haben Kontakt und es hat sich in den letzten Jahren eine gesunde Rivalität entwickelt.“ Reusch selbst hat heute zwei Termine: Um 20 Uhr spielt er mit dem Männer-Oberligateam zuhause in Oberkleen, will aber auch in Nidda zunächst vor Ort sein. „Es ist eine kleine, enge Halle, die brechend voll sein wird“, mutmaßt Reusch. „Es wird entscheidend sein, ob wir das positiv annehmen oder ob wir uns von der Stimmung und der emotionalen Spielweise von Gedern/Nidda einschüchtern lassen.“

Quelle Text & Foto: Kreis-Anzeiger

Letzte Chance auf Titelgewinn für SG Kleenheim

OBERKLEEN – (vk). Am vorletzten Spieltag in der 3. Liga Ost im Frauenhandball ist die Entscheidung um die Meisterschaft noch nicht gefallen. Am Samstag um 18 Uhr kann es in Nidda im Spitzenspiel zwischen Tabellenführer HSG Gedern/Nidda (32:8 Punkte) und dem Zweiten SG Kleenheim (29:11) zur Entscheidung kommen. Nur wenn Kleenheim gewinnt in der Gymnasium-Sporthalle von Nidda, dann haben die Gäste noch eine Chance. Gedern/Nidda reicht schon ein Unentschieden zum Titelgewinn.

HSG Gedern/Nidda – SG Kleenheim
Samstag, 18 Uhr

Nicht nur für Kleenheims wieder genesenen Coach Julian Reusch ist es „das Spiel des Jahres“, wenn der Erste den Zweiten erwartet. Sina Rühl, die unter der Woche das Training leitete, sagte: „Ich habe viel Abwehr trainieren lassen, weil die Abwehr hat beim Spiel gegen Eddersheim nicht gut gestanden. Wir können befreit aufspielen und wollen auf jeden Fall gewinnen.“

„Die Niederlage bei der TSG Eddersheim (25:27, Anm. d. Red.) hat schon wehgetan“, meinte Reusch. „Gedern ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten“, erläutert der Trainer. Top-Werferin aus dem Rückraum ist Sabine Eisenacher. Mit Johanna Becker (rechter Rückraum) und Kreisläuferin Leonie Nowak sind beim Gastgeber zwei Spielerinnen dabei, die schon das Kleenheimer Trikot trugen. Mit Linkshänderin Kirsten Schindler und Isabell Schüler zeigten zwei junge Spielerinnen zuletzt Torjäger-Qualitäten. Im Team von Trainer Christian Breiter spielt auch die ehemalige Dutenhofenerin Jasmina Camdzic zumeist auf der Mitte-Position einen starken Part. Beim 23:23-Remis im Hinspiel in Oberkleen trumpfte auch die junge Torhüterin Anne Heß stark auf.

Kleenheim wird nicht nur wieder mit Trainer Reusch in Nidda antreten, sondern kann auch wieder auf die torgefährliche Kreisläuferin Katharina Wagner, die gegen die TSG Eddersheim aus beruflichen Gründen fehlte, zurückgreifen.

Quelle: Gießener Anzeiger (13.04.2018)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Natürlich, daran besteht keinerlei Zweifel, ist es kein gewöhnliches Wochenende. Die ersten Damen stehen vor dem absoluten Topspiel der 3. Liga Ost, haben den Zweiten SG Kleenheim zu Gast. Und sonst? Eingebettet ist diese Partie in einen Heimspieltag in der Gymnasiumhalle.

Meisterschaft ist möglich

Am Samstag um 18 Uhr dürfte es spannend werden in der Gymnasiumhalle: Im Spitzenspiel haben die ersten Damen die SG Kleenheim zu Gast. Die Mittelhessinnen haben nach der 25:27-Niederlage in Eddersheim drei Zähler weniger auf dem Konto, sind als Tabellenzweiter aber weiterhin der erste Verfolger. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Christian Breiler dieses Spiel oder holt einen Zähler, wäre sie Meister der 3. Liga Ost. Das an Spannung und Dramatik bereits kaum zu überbietende Hinspiel endete im November mit 23:23.

Auch dieses Mal ist das Derby ein echtes Highlight, bei dem die HSG-Damen natürlich auch auf den Heimvorteil in Form der lautstarken Unterstützung von den Rängen setzen. Für all diejenigen, die keinen Platz mehr in der Gymnasiumhalle finden sollten, wird die Partie übrigens live auf einem Bildschirm in die Hautnah-Lounge übertragen.

Die letzten Heimspiele

Den Startschuss zum Heimspieltag am Samstag liefern die zweiten Männer. Diese treffen um 14 Uhr auf die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen IV. Eine sehr schwierige Aufgabe, immerhin belegen die Gäste den zweiten Platz der Bezirksliga C Süd. Für die zweiten Männer der HSG ist dies übrigens das letzte Saisonspiel.

Anschließend bestreiten um 15.45 Uhr die zweiten Damen ihr letztes Heimspiel und zugleich das vorletzte Saisonspiel. Zu Gast ist die HSG Pohlheim, die auf dem vorletzten Platz der Bezirksliga A rangiert und für die es im Abstiegskampf noch um wichtige Zähler geht. Derweil wird die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft versuchen, die 22:41-Schlappe bei der FSG Klein-/Lützellinden am Donnerstag abzuhaken und zuhause in die Erfolgsspur zurückzukehren, um sich mit einem Sieg von den eigenen Zuschauern zu verabschieden.

Das für Samstag angesetzte Auswärtsspiel der ersten Männer beim Tabellenführer MSG Linden II wurde hingegen abgesagt.

Neuzugang Kristin Amos ist Polizei-Europameisterin

Natürlich war es ein Highlight, natürlich war die Vorfreude groß – und am Ende stand sogar der große Triumph. Nämlich die Goldmedaille. Kristin Amos (im Bild links), die ab der nächsten Saison für die HSG Gedern/Nidda spielen wird, hat sich mit der deutschen Auswahl im März den Titel bei der Europäischen Handball-Polizei-Europameisterschaft in Göppingen gesichert.

Wechsel von Bruchköbel zur HSG

Kristin Amos (dritte von rechts) bejubelt mit der Polizeinationalmannschaft den EM-Titel.

Im Endspiel gab es für das Team um Kristin Amos, die ein duales Studium bei der Polizei absolviert, einen deutlichen Erfolg gegen den Mitfavoriten Frankreich. 33:25 siegte die deutsche Mannschaft letztlich. Zuvor war das deutsche Team, in dem einige Spielerinnen aus der ersten und zweiten Bundesliga vertreten sind, mit drei Spielen aus drei Siegen souverän durch die Vorrunde marschiert, im Halbfinale gab es einen ungefährdeten 28:19-Sieg gegen Norwegen. Ehe dann im Finale die Krönung folgte. Davor hatte sich die Polizeinationalmannschaft letztmals 2010 zum Europameister gekürt. Insgesamt gewann Deutschland den Titel bei der fünften Auflage zum bereits dritten Mal.

Zurzeit spielt Kristin Amos, 19 Jahre alt, noch für den Oberligisten SG Bruchköbel. Ab der kommenden Saison verstärkt die Rückraumspielerin dann die Mannschaft von Trainer Christian Breiler.

Fotoquelle: Deutsches Polizeisportkuratorium

HSG Gedern/Nidda baut Drittliga-Spitzenposition aus

NIDDA – (flo). Durchwachsene Leistung, ungefährdeter Sieg. Die Pflichtaufgabe haben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda erfüllt. Mit 30:20 (15:12) besiegte der Tabellenführer der 3. Liga Ost die bereits abgestiegene HSG Plesse-Hardenberg. Für das anstehende Spitzenspiel gegen die SG Kleenheim wird allerdings eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein.

HSG Gedern/Nidda – HSG Plesse-Hardenberg 30:20

Wenn es so etwas wie einen Stimmungsaufheller, einen Wachmacher für das angesichts der Deutlichkeit der Schlussphase etwas träge Publikum benötigte, dann wurde dieser drei Minuten vor dem Ertönen der finalen Sirene geliefert. Ein weiter Pass von Rückraumspielerin Johanna Becker auf die linke Außenposition, dann war die große Chance da. Youngster Alicia Pfaff, kurz zuvor eingewechselt, suchte ohne jede Scheu den Weg Richtung Tor, nahm sich den Wurf von der Außenbahn – und bugsierte das Harzleder zum 29:19 in die Maschen. Die Halle tobte. „Ein besonderer Moment“, freute sich Trainer Christian Breiler. Und auch jener Moment, der von dieser Partie am ehesten in Erinnerung bleiben wird. Für Eigengewächs Pfaff, 16 Jahre jung, war es schließlich das erste Drittligator. Kaum verwunderlich, dass sie das Grinsen danach kaum aus dem Gesicht bekam.

Höhepunkt durch Pfaff

Dieser Treffer war unzweifelhaft das Highlight einer Partie, in der die HSG gewiss nicht an ihre Leistungsgrenze kam. Sicherlich auch, weil es schlichtweg nicht nötig war. „Das war nicht alles tip-top, da waren ein paar Durchhänger drin“, konstatierte Breiler. „Aber größtenteils war es in Ordnung, es war eine solide Leistung.“ Und es reichte, um einen nie gefährdeten und letztlich deutlichen Erfolg einzufahren.

Vor vollem Haus merkte man den Wetterauerinnen schon in den ersten Minuten an, dass es keine Gala werden würde. Die Breiler-Sieben tat sich schwer, agierte in der Deckung zu passiv und hatte vorne Probleme mit der Chancenverwertung. Das Paradebeispiel: Die Rückraumlinke Sabine Eisenacher, mit acht Treffern beste Schützin, hatte nach den ersten zehn Minuten bereits fünf Fehlwürfe zu Buche stehen. Während es bei der Spielgemeinschaft also nicht rund lief, spielte das Schlusslicht Plesse-Hardenberg mutig und befreit auf, führte in der 10. Minute sogar mit 5:4. Direkt danach zeigten die Niedersächsinnen aber, weshalb sie absteigen werden: Auf gute Phasen folgen solche, in denen sich Ballverluste und Fehlwürfe häufen. Mit Gegenstoßtoren und Konsequenz im Abschluss wendete Gedern/Nidda das Blatt, Rechtsaußen Kirsten Schindler vollendete den 6:0-Lauf mit dem 11:5 (16.). So ging es allerdings nicht weiter. Weil die Gastgeberinnen erneut viele Chancen, darunter einige freie Gelegenheiten und zwei Siebenmeter, ausließen und in der Abwehr nicht jenen Zugriff entwickelten, den sie zu leisten imstande sind, arbeitete sich Plesse wieder heran. In der 22. Minute führte Gedern/Nidda nur noch mit 13:11, ging dann mit einem 15:12-Vorsprung in die Pause.

Auch die Performance im zweiten Durchgang hatte ihre Höhen und Tiefen. Immerhin schaffte man es, sich schnell zu distanzieren. Als Mittelfrau Stefanie Thiele schön zu Kreisläuferin Leonie Nowak durchsteckte, führte der Spitzenreiter mit 18:13 (36.). Obgleich der Spielfluss teilweise etwas stockte, klappte das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis insgesamt gut. Sechs Tore und vier Siebenmeter resultierten aus Kreisanspielen. Plesses gute Spielmacherin Alena Breiding, die zur nächsten Saison zum Zweitligisten Kirchhof wechselt, brachte ihre Farben noch einmal auf 19:23 (50.) heran, ehe die Gegenwehr etwas flöten ging und Gedern/Nidda den Vorsprung in die Höhe trieb.

Mindestens Zweiter

Damit ist auch klar: Die HSG Gedern/Nidda wird diese Saison – unabhängig vom Ausgang der verbleibenden beiden Spiele – mindestens auf dem zweiten Tabellenplatz beenden. „Das“, findet Breiler, „ist sensationell. Es ist einfach genial, was wir geleistet haben.“ Nun steht das Gipfeltreffen an: Am nächsten Samstag (18 Uhr) ist der Tabellenzweite Kleenheim zu Gast. Spannender könnte es kaum sein.

Quelle: Kreis-Anzeiger (09.04.2018)

HSG Plesse-Hardenberg verliert gegen Spitzenreiter

Der Spitzenreiter der 3. Liga war für die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg eine Nummer zu groß. Die Mannschaft von Tim Becker verlor am Rande des Vogelsberges gegen die HSG Gedern/Nidda mit 20:30 (12:15).

Über weite Strecken der Partie war das Schlusslicht aus Südniedersachsen den favorisierten Gastgeberinnen ebenbürtig. Bis zum 5:4 (10.) lag das Burgenteam in Front, musste den Tabellenführer dann zunächst auf 10:5 (16.) ziehen lassen, hatte sich bis zur Pause aber wieder auf drei Tore herangespielt (15:12). Bis weit in die zweite Halbzeit hinein blieben die Gäste auf Tuchfühlung, auch weil Nele Röhrs im Plesse-Tor mit insgesamt 18 gehaltenen Bällen einen guten Tag erwischt hatte. Sie stand die kompletten 60 Minuten zwischen den Pfosten, weil Carolin Menn krankheitsbedingt fehlte.

Plesse-Team hält 50 Minuten mit

Beim 23:19 (50.) sah alles danach aus, als ob die Plesse-Spielerinnen die Vorgaben ihres Trainers umsetzen könnten: „Mindestens 20 Tore im Angriff erzielen und weniger als 30 Treffer kassieren“, lautete Beckers Ansage. Die Erwartungshaltung im Angriff konnte sein Team erfüllen. Dass es am Ende dann doch noch 30 Gegentore wurden, lag daran, dass „uns ein wenig die Puste ausgegangen ist“. „Wir haben eben einen kleinen Kader, uns hat einfach die Kraft gefehlt. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Leistung. Die Stimmung ist gut, wir haben zuletzt gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir konstant und konzentriert spielen“, sagte der HSG-Coach.
Quelle: Göttinger Tageblatt (09.04.2018)

Damen festigen Tabellenführung

Während die ersten Damen vor eigenem Publikum den nächsten Heimsieg einfuhren, mussten sich die ersten Männer auswärts geschlagen geben. Der Rückblick auf das vergangene Wochenende.

Klarer Heimsieg

Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison in der 3. Liga Ost führen die ersten Damen weiterhin die Tabelle an. Auch und gerade aufgrund der Heimstärke: Der 30:20-Erfolg gegen das Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg bedeutete den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel der Rückrunde. Dabei war das Resultat letztlich etwas höher, als sich das Spiel über weite Strecken dargestellt hatte. Am Heimerfolg der Mannschaft von Trainer Christian Breiler bestanden vor einer tollen Kulisse in der Niddaer Gymnasiumhalle zwar zu keinem Zeitpunkt Zweifel, dennoch bot Plesse-Hardenberg in einigen Phasen ordentlich Paroli. In der Schlussphase wuchs der Vorsprung dann bis auf zehn Tore an.

Am nächsten Samstag um 18 Uhr steht nun das Spitzenspiel in der Gymnasiumhalle an. Zu Gast sein wird dann der Tabellenzweite SG Kleenheim.

Männer ohne Chance

Bei den ersten Männern scheint es derzeit hingegen so, als ob die Saison mehr oder weniger austrudelt. Bei der HSG Großen-Buseck/Beuern, dem Rangzweiten der Bezirksliga A, war jedenfalls nichts zu holen. Deutlich mit 20:32 musste sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel geschlagen geben. Der Aufstiegskampf ist mittlerweile kein Thema mehr. Mit nun 29:15 Punkten nehmen die HSG-Männer derzeit den vierten Tabellenplatz ein.

HSG Gedern/Nidda hat Schlusslicht zu Gast

GEDERN – / (flo). Es wird heiß, der Endspurt steht an. Seit dem dritten Spieltag führen die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Tabelle der 3. Liga Ost an. Diese Position wollen sie nicht mehr hergeben. Dazu muss die Spielgemeinschaft am Samstag (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) im drittletzten Saisonspiel zunächst die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten HSG Plesse-Hardenberg lösen.

Samstag, 18 Uhr, HSG Gedern/Nidda – HSG Plesse-Hardenberg

Wenn der Erste auf das bereits abgestiegene Schlusslicht trifft, sind die Rollen klar verteilt. Die größte Gefahr besteht für die HSG Gedern/Nidda darin, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Trainer Christian Breiler macht sich da allerdings keine Sorgen: „Ich vertraue meiner Mannschaft, da ist keiner abgedreht.“ Dass die eine oder andere Spielerin mit dem Kopf bereits beim Spitzenspiel gegen die SG Kleenheim in der Woche darauf ist, befürchtet der 40-Jährige nicht. „Diesen Fehler“, betont er, „haben wir noch nie gemacht.“ Von einem Selbstläufer gehen die Wetterauerinnen ohnehin nicht aus. „Plesse“, sagt Breiler, „hat meiner Meinung nach mehr Potenzial, als es die Punkte aussagen. Auch dieses Spiel müssen wir uns erst wieder erarbeiten.“ Beim 27:21-Hinspielsieg tat sich der Spitzenreiter lange schwer, dieses Mal wäre alles andere als ein klarer Sieg eine faustdicke Überraschung.

Zumal die HSG vor der Osterpause durch den 30:24-Erfolg in Birkenau weiter Selbstvertrauen sammelte. Immerhin war es der erste Auswärtssieg in der Rückrunde, das sollte zusätzlichen Auftrieb geben. Obgleich zu relativieren ist: Dass nur ein Punkt aus den vorherigen Auswärtspartien in Fritzlar, Eddersheim und Leipzig als Schwäche ausgelegt worden war, ist vor allem ein Indiz der mit dem kometenhaften Aufstieg einhergehenden gestiegenen Erwartungshaltung.

Für die Protagonisten indes war dies kein Thema, man arbeitete konzentriert und gelassen weiter. Auch jetzt, da es in die entscheidende Phase geht, will HSG-Coach Breiler nichts von Druck oder Anspannung wissen. Vielmehr vermittelt er Vorfreude – auf Spiele, in denen es um einiges geht, in denen sich seine Mannschaft vor vollem Haus beweisen darf. „Die Mannschaft“, sagt Breiler, „muss das einfach genießen und mit Freude, Elan und Motivation an die Sache herangehen. Diese Spiele sind einfach etwas Tolles, es sind Ereignisse, die im Gedächtnis bleiben.“ Dafür werde der ganze Aufwand betrieben, „dafür gehen die Mädels drei bis vier Mal pro Woche ins Training.“ Ohnehin: „Dass wir noch um die Meisterschaft spielen, ist eine riesige Geschichte.“ Da kann man Gedern/Niddas Trainer nicht widersprechen. Die Euphorie im Umfeld ist groß, die HSG ist in aller Munde. Sollte das Team den Pflichtsieg gegen Plesse-Hardenberg einfahren, wäre übrigens mindestens der zweite Platz sicher. Breiler ist zuversichtlich: „Wenn wir an die Leistungen der letzten Heimspiele anknüpfen, bin ich sicher, dass wir das Spiel gewinnen.“ Immerhin hat man alle vier bisherigen Rückrundenheimspiele erfolgreich gestaltet.

Von solchen Statistiken kann die HSG Plesse-Hardenberg in dieser Saison nur träumen. Nur zwei Zähler hat der niedersächsische Aufsteiger verbucht, seit dem 22:14-Sieg gegen Kriftel Mitte Dezember wartet man auf weitere Punkte. Das Hauptproblem ist der Angriff, im Schnitt trifft Plesse nur 20 Mal. Was auch mit verletzungsbedingten Ausfällen auf neuralgischen Positionen zusammenhängt. „Dadurch“, schildert der scheidende Trainer Tim Becker, „mussten andere Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen, was jedoch nicht von heute auf morgen geklappt hat.“ Ein Entwicklungsprozess seiner Mannschaft ist unverkennbar, gegen Leipzig (25:26) unterlag man nur knapp, in Kleenheim hielt man eine Halbzeit lang mit. „Insgesamt sind unsere Leistungen jedoch zu inkonstant“, sagt Becker. Deshalb geht es für den Club zurück in die Oberliga.

Quelle: Kreis-Anzeiger (07.04.2018)

HSG Plesse-Hardenberg tritt beim Tabellenführer an

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Jetzt geht‘s in den Schlussspurt! Die Saison biegt in sämtlichen Ligen auf die Zielgerade ein, die Spannung steigt. Nach der Osterpause greifen am kommenden Wochenende sowohl die ersten Damen als auch die ersten Männer wieder ins Geschehen ein.

Heimserie soll bestehen bleiben

Den ersten Damen steht dabei eine Pflichtaufgabe bevor. Am Samstag um 18 Uhr gastiert die HSG Plesse-Hardenberg in der Niddaer Gymnasiumhalle. Der Aufsteiger aus Niedersachsen ist mit 2:36 Punkten abgeschlagener Tabellenletzter der 3. Liga Ost, wird wieder in die Oberliga zurückkehren. Doch auch wenn ein Sieg Pflicht ist, wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den Gegner keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Alleine schon deshalb, weil das Hinspiel zwar 27:21 gewonnen wurde, jedoch alles andere als ein Selbstläufer war. Man ist also gewarnt, wird mit voller Konzentration an die Sache herangehen.

Auch die Serie soll halten: Vor eigenem Publikum haben die HSG-Damen in der Rückrunde noch keinen einzigen Punkt abgegeben – das soll natürlich so bleiben. Im Rahmen dieses Spiels wird es zudem einen Vorverkauf für die Partie gegen die SG Kleenheim am nächsten Wochenende geben.

Ohne Druck zum Tabellenzweiten

Bei den ersten Männern ist derweil in diesem Jahr der Wurm drin, man kommt einfach nicht nachhaltig ins Rollen. Die jüngste 29:33-Niederlage beim TV Hüttenberg III war ein weiterer Rückschlag und sorgt dafür, dass die Chancen, im Aufstiegskampf der Bezirksliga A Gießen noch ein Wörtchen mitzureden, auf ein Minimum gesunken sind. Immerhin sind es nun bereits 13 Minuspunkte, wovon acht aus der laufenden Rückrunde resultieren.

Die Losung für die verbleibenden fünf Spiele: „Wir wollen jetzt die Runde vernünftig zu Ende spielen, vielleicht ist es ja von Vorteil, wenn der Druck jetzt nicht mehr vorhanden ist“, sagte Trainer Thorsten Dietzel dem Kreis-Anzeiger. Am Sonntag um 18 Uhr gastiert seine Truppe als Außenseiter beim ambitionierten Tabellenzweiten HSG Großen-Buseck/Beuern, der zehn seiner letzten elf Partien gewann und alles daran setzen wird, den Relegationsplatz weiter zu festigen.

Foto: Armin Etzel