Spielplan steht: Heimauftakt gegen Beyeröhde am 15. September

Der Spielplan für die Saison 2018/19 in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen steht. Aufsteiger HSG Gedern/Nidda wird seine erste Spielzeit im Bundesliga-Unterhaus mit einem Auswärtsspiel am 8. September starten, ehe sieben Tage später die erste Partie in der Gymnasiumhalle Nidda ansteht.

Zum Saisonstart geht es gleich zu einem echten Zweitliga-Dino. Der BSV Sachsen Zwickau, der die letzte Saison als Tabellensiebter abschloss, spielt seit 1996 in ein und derselben Spielklasse. Dort, in der viertgrößten Stadt Sachsens, wird das Abenteuer 2. Bundesliga am Samstag, 8. September, um 17 Uhr für die HSG-Damen starten.

Erste Heimspiele gegen Beyeröhde und Bremen

Freuen dürfen sich alle HSG- und Handball-Fans der Region auf den 15. September. An diesem Tag findet um 18 Uhr das erste Heimspiel statt. Gegner ist der bereits aus Drittligazeiten bekannte TV Beyeröhde, die zweite Heimpartie steigt am 29. September (18 Uhr) gegen den SV Werder Bremen.

Derbys wird es in der 2. Liga natürlich bedeutend weniger geben. In der Hinrunde finden beide Partien, die in diese Kategorie einzuordnen sind, auswärts statt. Am 10. November ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beim 1. FSV Mainz 05 zu Gast, kurz nach dem Jahreswechsel dann am 5. Januar bei der SG 09 Kirchhof. Die Hinrunde endet schließlich am 19. Januar mit dem Heimspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg.

Eine Woche darauf erfolgt am 26. Januar zuhause gegen Zwickau der Rückrundenstart. Das 30. und damit letzte Saisonspiel geht am 18. Mai in Herrenberg über die Bühne.

An den Heimspielterminen wird sich nichts ändern. Alle Spiele in der Gymnasiumhalle Nidda finden auch weiterhin samstags um 18 Uhr statt.

Kehrtwende: Becker hängt eine Saison dran

GEDERN/NIDDA – (flo). Still ruht der See? Zumindest vordergründig wirkt das so. Doch dieser Schein trügt. Denn hinter den Kulissen wird bei den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda eifrig gewerkelt, weiterhin läuft die Suche nach Verstärkungen für den Rückraum. Bislang ist es eine Suche ohne erfolgreiches Ergebnis. Zuwachs gibt es für den Zweitliga-Aufsteiger dennoch: Rückraumspielerin Johanna Becker hängt doch noch eine Saison dran.

Das ist durchaus überraschend. Frühzeitig hatte sich Becker im Laufe der letzten Saison entschieden, ihre Karriere mit Ablauf der Spielzeit endgültig zu beenden – aus zeitlichen sowie aus körperlichen Gründen. Nun die Kehrtwende. „Johanna hat es sich nochmal überlegt, das war eine Initiative von ihr selbst“, erklärt HSG-Trainer Christian Breiler. „Ich habe mich umentschieden, da ich gemerkt habe, dass es noch nicht ohne Handball geht“, sagt die 33-Jährige selbst. „Wenn man so lange gespielt hat und die Knochen es so weit noch mitmachen, sollten man den Schritt in die 2. Liga mit einer so überragenden Mannschaft nochmal mitgehen.“ Becker ist neben Kreisläuferin Leonie Nowak die einzige Spielerin im derzeitigen Kader der HSG Gedern/Nidda, die bereits Zweitligaerfahrung gesammelt hat. „Die zweite Vorbereitungsphase“, stellt Breiler angesichts des verspäteten Einstiegs fest, „muss Johanna komplett mitmachen.“

Breiter Kader wichtig

Grundsätzlich sei es wichtig, für die 2. Bundesliga einen breiten Kader zu haben, befindet der Trainer. Vier Neuzugänge, dazu der Becker-Verbleib sorgen bei zwei Abgängen dafür, dass dieses Ansinnen realisiert wurde. Im Training kann Breiler derzeit häufig mit 15, 16 Spielerinnen arbeiten.

Eine davon ist Nadin Patz. Die 35-Jährige, die ihre Laufbahn vor einem Jahr beendet hatte, trainiert – abhängig von beruflichen Einschränkungen – wieder regelmäßig mit. „Nadin ist mit im Trainingsprozess und hilft dort, weil sie eine sehr erfahrene Spielerin ist und den jungen Spielerinnen Hilfestellungen gibt“, erklärt Breiler. Gibt’s ein Comeback? Breiler: „Wenn jemand verletzt ausfällt, können wir auf sie zurückgreifen. Nadin geht in keinen Konkurrenzkampf, aber sie ist da, falls wir sie im Notfall bräuchten.“

Neulinge ungewiss

Ob indes noch ein weiterer Neuzugang dazu stoßen wird, steht in den Sternen. Die Spielgemeinschaft hat ein paar Kandidatinnen für den Rückraum auf der Liste, sie hat den einen oder anderen Kontakt aufgenommen, aber bislang liegt noch keine Zusage vor. Die Suche erweist sich insgesamt als schwierig. Einerseits sollte ein weiterer Neuling eine klare Verstärkung darstellen, andererseits muss eine neue Spielerin menschlich und finanziell ins Mannschaftsgefüge passen. „Bei Spielerinnen, die uns den Klassenerhalt garantieren würden, ist es eine finanzielle Frage“, sagt Breiler. „Wir haben eine Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen, wollen versuchen, als Mannschaft auf das nächste Level zu kommen und wollen unser Gefüge nicht kaputt machen.“

Im Falle eines direkten Wiederabstiegs soll die Mannschaft schließlich auch eine Liga tiefer so zusammenbleiben. Ein exaktes Zeitfenster, bis wann eine weitere Neue spätestens da sein müsste, will der HSG-Coach nicht aufmachen. Er sagt: „Das kommt auf die Qualität an. Aber es wäre dann schon gut, wenn jemand im August käme.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (12.07.2018)

News-Splitter: Sportlerehrung, Instagram & Co.

Die Sommerpause ist in vollem Gange. Für einige der HSG-Mannschaften bedeutet dies, dass eifrig trainiert wird, um Stück für Stück in Form für die anstehende Saison zu kommen. Rund um die HSG-Teams gibt es aber auch momentan die eine oder andere Nachricht. Ein Überblick.

Sportlerehrung: Die erste Damenmannschaft wurde von der Stadt Gedern im Rahmen der Sportlerehrung für die hervorragende Leistung in der letzten Saison mit der Vizemeisterschaft in der 3. Liga Ost und dem Aufstieg in die 2. Bundesliga geehrt. „Mit der Sportlerehrung möchte die Stadt Gedern verdiente Aktive würdigen, die mit herausragenden Leistungen unsere Region repräsentierten“, stufte Gederns Bürgermeister Guido Kempel die Wertigkeit der Auszeichnung ein.

Instagram: Seit wenigen Wochen ist die HSG auch mit einem Profil bei Instagram am Start. Mit Fotos, Videos und Storys sollen Fans und Interessierte die Gelegenheit erhalten, noch näher an das Geschehen der HSG-Mannschaften heranzurücken. Nach gut drei Wochen hat der Account bereits über 150 Abonnnenten.

Beachturnier-Sieg: Auch in diesem Jahr waren die ersten Männer beim Mixed-Beachhandball-Turnier im rheinhessischen Bretzenheim dabei. Das Turnier bestritten die Männer gemeinsam mit den zugelosten Drittligadamen der SG Mainz-Bretzenheim. Und das sehr erfolgreich: Schlussendlich stand der Turniersieg zu Buche.

Testspiel: Noch wird nur trainiert, im Juli stehen für die ersten Damen aber auch die ersten Testspiele an. Die erste Vorbereitungspartie bestreitet das Team von Trainer Christian Breiler am 27. Juli auswärts bei der TSG Leihgestern. Die unlängst in die Landesliga aufgestiegenen Mittelhessinnen betten dieses Spiel in ihr 125-jähriges Jubiläum ein.

HSG beim hochklassigen Lotto-Cup dabei

Der 27. LOTTO-Cup der Handballdamen findet am 25./26. August in Ludwigsburg statt. Erneut haben Top-Teams aus dem In- und Ausland ihre Zusage für das Turnier gegeben. Gastgeber SV Ludwigsburg-Oßweil hat jetzt das Teilnehmerfeld bekanntgegeben. 16 Teams sind dabei, darunter mit V & L Geleen aus den Niederlanden (WM-Dritter), GC Amicitia Zürich (Schweiz), SSV Dornbirn-Schoren (Österreich) und Sokol Pisek (Tschechien) vier internationale Erstligisten.

Die deutsche Bundesliga ist mit Vorjahresfinalist HSG Bad Wildungen, HSG Bensheim-Auerbach, der Neckarsulmer SU und den „Schwaben Hornets“ des TV Nellingen vertreten. Aus der 2. Bundesliga mischen die Waiblinger „Tigers“, die Kurpfalzbären Ketsch, DJK MJC Trier, Sachsen Zwickau und Aufsteiger HSG Gedern-Nidda mit.

Das Feld komplettieren drei Spitzenmannschaften der 3. Liga. Das sind die zweiten Mannschaften des TuS Metzingen (Meister der 3. Liga Süd) und der SG BBM Bietigheim (Vizemeister der 3. Liga Süd) sowie der HCD Gröbenzell.

Mit Nellingen, Neckarsulm, Waiblingen, Ketsch und Zwickau sind fünf ehemalige Gewinner des LOTTO-Cup am Start.

Hier das Teilnehmerfeld im Überblick:
HSG Bad Wildungen, TV Nellingen, Neckarsulmer SU, HSG Bensheim-Auerbach (alle 1. Bundesliga), VfL Waiblingen Tigers, Kurpfalzbären Ketsch, DJK MJC Trier, HSG Gedern-Nidda, BSV Sachsen Zwickau (alle 2. Bundesliga), V & L Geleen (Ehrendivision Niederlande), GC Amicitia Zürich (SPL Schweiz), SSV Dornbirn-Schoren (WHA Österreich), Sokol Pisek (WHIL/MOL Tschechien), HCD Gröbenzell, SG BBM Bietigheim II, TuS Metzingen 2II (alle 3. Liga).

Quelle: Pressemitteilung Veranstalter

Gedern/Niddaer Vorbereitung

GEDERN/NIDDA – (flo). Der Auftakt ist gemacht. Als Trainer Christian Breiler die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda Anfang dieser Woche erstmals nach sechswöchiger Pause wieder zum Training bat, floss der Schweiß freilich in Strömen. Es wird wieder geschuftet bei der Spielgemeinschaft. Wenn man so will, ist der Vorbereitungsauftakt für die neue Saison gleichbedeutend mit dem Startschuss für das Abenteuer 2. Bundesliga.

Breiler mit Zertifikat

Während einige Spielerinnen in der letzten Woche noch die letzten trainingsfreien Tage genossen, war Breiler bereits wieder in Sachen Handball unterwegs, absolvierte in Magdeburg das Zertifikat Nachwuchstrainer-Leistungssport. In einem durchaus erlesenen Kreis. Denn auch Bennet Wiegert, Trainer des Bundesligisten SC Magdeburg, Yves Grafenhorst, Co-Trainer und Nachwuchskoordinator des SCM, oder Steffen Birkner, neuer Trainer des Frauen-Erstligisten HSG Blomberg-Lippe, besuchten die Weiterbildung. „Es war eine sehr interessante Woche“, erzählt Breiler. Thematisiert wurden etwa Kleingruppenspiel, Individualtraining oder Videoanalyse, dazu gab es umfangreiche Einblicke in das Nachwuchskonzept des SC Magdeburg. „Da“, betont der HSG-Trainer, „kann man immer etwas mitnehmen.“

All diese Erkenntnisse können gewiss nur von Vorteil sein. Nicht zuletzt, weil Breiler vor der großen Herausforderung steht, seine junge und fast gänzlich zweitligaunerfahrene Mannschaft fit zu machen für das Haifischbecken im Bundesliga-Unterhaus. Die Wetterauerinnen sind dort selbstverständlich einer der kleinsten, vermutlich sogar der kleinste Fisch. „Meine Aufgabe wird es sein, dass wir in der Entwicklung alle wieder einen Schritt nach vorne machen, die neuen jungen Spielerinnen einbauen und den Gegnern auf den Keks gehen, sie ärgern. Dafür müssen wir hart arbeiten“, befindet Breiler. Diese Entwicklung will der 40-Jährige ausdrücklich nicht an Ergebnissen oder Tabellenständen festmachen. Bei der Spielgemeinschaft sind sie alle realistisch genug, um zu wissen, dass eine knüppelharte Saison mit vielen übermächtigen Gegnern ansteht. „Wir müssen uns da erst einmal heranarbeiten und lernen, in jedem Spiel so gut wie möglich an die Leistungsgrenze zu kommen“, sagt Breiler.

Um sich an das Niveau, das die HSG in der 2. Bundesliga erwarten wird, zu gewöhnen, wurden bewusst viele starke Testspielkontrahenten ausgewählt. Darunter die Zweitligakonkurrenten TSG Ketsch alias Kurpfalz-Bären, zuletzt Tabellendritter, und SG 09 Kirchhof, die die Saison als Fünfter beendete. Zudem wird man am 11./12. August ein kleines Turnier in eigener Halle austragen sowie am traditionell hochkarätig und international besetzten Lotto-Cup in Ludwigsburg (25./26. August) teilnehmen. Sämtliche Testspiele stehen allerdings erst in der zweiten Vorbereitungsphase an.

Die erste, fünf Wochen dauernde Phase geht bis zum 6. Juli und begann mit diversen Ausdauer- und Athletiktests. In dieser Phase wird die HSG vier Mal pro Woche trainieren, die Wochenenden sind trainingsfrei, allerdings spielen die Wetterauerinnen bei Feld- oder Beach-Turnieren mit. Im Vordergrund des laufenden Vorbereitungsabschnitts steht die Athletik, die Spielerinnen arbeiten dieses Mal erstmals mit Langhanteln, um sich athletisch zu verbessern. „Wir steigern das Athletiktraining, haben da letztes Jahr schon spezieller trainiert“, erklärt Breiler. Fitnesstrainerin Nicole Giese war bereits in der Vorsaison regelmäßig dabei, soll in der Vorbereitung nun zwei Mal wöchentlich mit der Mannschaft arbeiten. Mit dem Start der zweiten Vorbereitungsphase am 23. Juli wird schließlich die heiße Phase eingeläutet. Mindestens fünf, häufig auch sechs Mal pro Woche wird die HSG dann trainieren und/oder testen.

Ehe dann 8. September das erste Zweitligaspiel beim letztjährigen Rangsiebten BSV Sachsen Zwickau ansteht. Das erste Heimspiel bestreitet die HSG Gedern/Nidda am 15. September gegen den Vorjahressechsten TV Beyeröhde.

Bleibt die Frage, ob und wann weitere Verstärkungen hinzukommen. Zwei Zugänge für den Rückraum sind angedacht. Entsprechende Kandidatinnen sind offenbar auserkoren, allerdings haben diese dem Vernehmen nach noch keine Zusagen erteilt. „Klar hätten wir im Rückraum gerne noch jemanden dazu, das ist unstrittig. Man muss abwarten, ob es gelingt oder nicht“, sagt Breiler, macht aber zugleich klar: „Ich beschäftige mich nicht mit irgendwelchen Wunschgedanken, sondern mit den Spielerinnen, die da sind.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (06.06.2018)

Gedern/Nidda legt Saison wie im Rausch hin

Die Wetterau hat ab der nächsten Saison einen Zweitligisten: Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda schafften einen Aufstieg mit Hindernissen – und hegen den Teamgedanken.

Die zunehmende Kommerzialisierung des Mannschaftssports mit einhergehendem Traditionsverlust und einer Zunahme der Söldnermentalität verstimmt zunehmend die Fans und sorgt für Diskussionsstoff. Umso erfreulicher, wenn es immer mal wieder kleinen Vereinen gelingt, die Phalanx der Großen zu durchbrechen. Im mittelhessischen Raum nimmt der TV Hüttenberg eine solche Rolle ein. Verein der Stunde in der Region ist jedoch die HSG Gedern/Nidda aus der östlichen Wetterau. Die Handballfrauen der HSG haben in der abgelaufenen Saison in der 3. Liga für Furore gesorgt und sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

In einer Region, in der Frauenhandball seit jeher eine große Tradition hat, ist in der abgelaufenen Saison und nun mit dem Aufstieg eine regelrechte Handballeuphorie ausgebrochen. Andere Vereine haben vielleicht bessere Einzelspielerinnen, die HSG Gedern/Nidda kommt über das Kollektiv. Dass alte Werte wie Vereinstreue nicht auf der Strecke bleiben, ist für den Klub genauso wichtig wie der sportliche Erfolg.

Der Weg – In der Spielzeit 2010/2011 wurde die Meisterschaft in der Landesliga errungen. In der darauf folgenden Spielzeit gelang ein Durchmarsch in der Oberliga Hessen und der Aufstieg in die 3. Liga, die nach regionalen Gesichtspunkten in vier Staffeln unterteilt war. Fünf Jahre spielte die HSG in der West-Staffel, ehe im letzten Jahr die Umgruppierung in den Osten erfolgte. Dort gelang der große Wurf. Ab dem 3. Spieltag stand Gedern/Nidda an der Tabellenspitze, verspielte die Tabellenführung am letzten Spieltag noch und stieg am Ende trotzdem in die 2. Bundesliga auf.

Die Dramaturgie der letzten Wochen – 10. April: Tabellenführer Gedern/Nidda hat drei Punkte Vorsprung vor Kleenheim; 14. April: Kleenheim gewinnt mit 23:19 in Nidda; 21. April: Gedern/Nidda verliert 20:30 in Obereschbach und wird Vizemeister. Der Aufstieg scheint verpasst; 22. April: In der Südstaffel verliert Tabellenführer Haunstetten das letzte Spiel und wird nur Dritter. Die beiden Erstplatzierten sind nicht aufstiegsberechtigt. In der Oststaffel will Meister Kleenheim nicht aufsteigen und macht den Weg frei für Gedern/Nidda.

Die Erfolgsgaranten – Unzählige Menschen engagierten sich für ihre HSG, der Kopf des Projekts ist Martin Schindler. Als Spieler, Trainer und Schiedsrichter ist er das derzeit wohl bekannteste Gesicht der HSG. Er leitet gekonnt die Geschicke der Spielgemeinschaft und investiert täglich vier bis fünf Stunden seiner Zeit für den Handball und den Verein. Im sportlichen Bereich hat der 40-jährige Christian Breiler das Sagen. Seit dem der A-Lizenzinhaber 2010 die HSG in der Landesliga übernahm, ging es stetig nach oben. Unterstützt wird er von Stefanie Thiele als spielende Co-Trainerin, Sabine Otto als Torwart-Trainerin und von Fitness-Trainerin Nicole Giese, die mit ihrer Arbeit die Mannschaft auf einen anderen Level gehoben hat.

Drei Talente kommen

Die Mannschaft – Mit Johanna Becker, Nikolett Nagy, Barbara Thum und Jasmin Camdzic gibt es vier Abgänge. Demgegenüber stehen mit Kristin Amos (Bruchköbel), Aimee Mitzkat und Carmelina Mulch (beide Hungen/Lich) drei junge Spielerinnen als Neuzugänge bereits fest, die für den Rückraum eingeplant sind. Mit Sandra Elisath (Lumdatal) kommt noch eine Torfrau. Der herausragende Mittelblock mit Hannah Rösner und Leonie Nowak bleibt erhalten. Damit steht das Abwehrgerüst. Die Planungen sehen vor, jede Position doppelt zu besetzen.

Erwartungen – Vom ersten Spieltag an wird es gegen den Abstieg gehen. Mutmacher sind Resultate der abgelaufenen Saison. Von den vier Aufsteigern belegten drei Mittelfeldplätze in der Tabelle und nur einer stieg ab. Große Hoffnung setzt man auf die Heimspiele. Die HSG hat eine treue Fangemeinde, die Spiele sind durchgehend ausverkauft und auch bei weiten Auswärtsfahrten sind zahlreiche Zuschauer dabei.

Wünsche – In erster Linie der Klassenerhalt. Dazu kommt es darauf an, dem Umfeld die neuen, gestiegenen Anforderungen bewusst zu machen, damit nach Niederlagen nicht alles in Frage gestellt wird. Zuwachs an neuen Sponsoren und Werbepartnern wird ebenso angestrebt, wie neue engagierte Mitarbeiter mit Ideen und Mut zu deren Umsetzung zu gewinnen.

Quelle: Wetterauer Zeitung (26.05.2018)

HSG Gedern/Nidda holt Elisath und Mulch

GEDERN/NIDDA (flo). Die Personalplanungen bei den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda schreiten voran. Gut eineinhalb Wochen vor dem Start in die Vorbereitung hat der Zweitligaaufsteiger zwei weitere Neuzugänge unter Dach und Fach gebracht. Zum einen wechselt Torhüterin Sandra Elisath zu den Wetterauerinnen, zum anderen kommt Linksaußen Carmelina Mulch.

Mulch war bereits im vergangenen Jahr eine ernsthafte Kandidatin, hatte auch schon bei der Spielgemeinschaft mittrainiert, ging dann jedoch für ein Jahr ins Ausland. Im zweiten Anlauf wechselt die 20-Jährige nun ins Oberhessische. Und trifft dort auf zahlreiche bekannte Gesichter: Mit Kirsten Schindler, Hannah Niebergall und Hanna Rösner errang sie bereits in der Jugend der HSG Hungen/Lich einige Titel. Zählt man noch Aimeé Mitzkat, die per Doppelspielrecht aus Hungen/Lich nach Gedern/Nidda wechselt, hinzu, stehen nun bereits fünf in Mittelhessen geformte Spielerinnen in HSG-Diensten.

In Hungen/Lichs A-Jugend war Mulch stets Leistungsträgerin, half zudem stellenweise bei den damals noch in der Landesliga spielenden Damen aus. „Carmelina ist schnell und verfügt über einen sehr guten Wurf“, sagt HSG-Trainer Christian Breiler. Die groß gewachsene Spielerin hat zudem Stärken im Tempogegenstoßspiel. „Nach einem Jahr in Australien müssen wir sie aber natürlich zunächst einmal wieder auf ihr Leistungsniveau zurückbringen.“ Mit Stammkraft Isabell Schüler sowie Mulch ist diese Position somit wieder doppelt besetzt.

Derweil wechselt Sandra Elisath vom Landesligisten HSG Lumdatal zum künftigen Zweitligisten. Dort sowie bei ihrer vorherigen Station HSG Eibelshausen/Ewersbach sammelte die 22-jährige Torfrau Oberligaerfahrung, spielte zudem als Jugendliche in der Hessenauswahl.

Eigentlich wollte die Sportstudentin zu ihrem mittlerweile in die Landesliga abgestiegenen Ex-Club Eibelshausen/ Ewersbach zurückkehren, entschied sich dann jedoch für die Offerte des heimischen Zweitligisten. Gemeinsam mit Anne Heß und Sandra Stroh wird die 1,76 Meter große Elisath das Torhütergespann bilden.

Vier Neuzugänge stehen nun also fest, beendet sind die Kaderplanungen damit allerdings noch nicht. Zwei Spielerinnen sollen dem HSG-Vorsitzenden Martin Schindler zufolge noch kommen, beide für den Rückraum. Abzuwarten bleibt, ob diese bereits zum Trainingsauftakt an Bord sein werden. Am 4. Juni startet die HSG Gedern/Nidda mit der Vorbereitung auf das Zweitligaabenteuer.

Quelle: Kreis-Anzeiger (24.05.2018)

Aufstiegsparty im Vulkangarten

Die HSG Gedern/Nidda in der 2. Bundesliga – was vor wenigen Monaten noch undenkbar erschien, ist mittlerweile Realität. Die erste Damenmannschaft wird in der Saison 2018/19 in der eingleisigen 2. Liga spielen. Ein großer Erfolg für die HSG und die Mannschaft von Trainer Christian Breiler. Und natürlich ein Anlass, den es gebührend zu feiern galt.

Grund zum Feiern: Leonie Nowak, Kirsten Schindler und Johanna Becker in Jubelpose.

Deswegen hatte die HSG in der vergangenen Woche bei traumhaftem Wetter zur Aufstiegsfeier in den Vulkangarten des Landgasthofes Kupferschmiede in Rainrod eingeladen. Viele Fans, Sympathisanten, Sponsoren und natürlich die Aktiven waren der Einladung gefolgt und feierten in einer tollen Atmosphäre und wunderbaren Location bis in die Nacht hinein.

Auch die Bürgermeister Hans-Peter Seum aus Nidda und Guido Kempel aus Gedern waren gekommen und überreichten im Rahmen ihrer Gratulationen Geschenke. Ebenso waren Herbert Weber, Erster Stadtrat Gederns und zugleich Fördervereinsvorsitzender der HSG, und Reimund Becker, Niddas Erster Stadtrat, vor Ort. Auch der frühere HR- und ARD-Sportreporter Werner Damm, der bereits im Vorfeld der kürzlich beendeten Saison den Handballabend der HSG Gedern/Nidda moderiert hatte, ließ es sich nicht nehmen, zur Aufstiegsfeier vorbeizukommen und der Mannschaft seine Glückwünsche zum Aufstieg zu übermitteln.

„Die ganze Region steht hinter euch“

Heimische Politprominenz: Auch die Bürgermeister Hans-Peter Seum (Nidda; links im Bild) und Guido Kempel (Gedern; rechts im Bild) waren vor Ort.

„Ihr habt eine tolle Leistung für die Region gebracht. Die Spiele, die ich gesehen habe, haben mich begeistert. Ihr habt alles gegeben und es hat Spaß gemacht, euch zuzuschauen“, sagte Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum in Richtung der versammelten Mannschaft. „Wir werden euch da, wo wir können, unterstützen.“

Gederns Bürgermeister Guido Kempel, früher selbst Handballer, sagte: „Ihr habt euch mit dem Aufstieg für eine tolle Saison belohnt. Ich denke, die ganze Region steht hinter euch. Das sieht man an der vollen Halle bei den Heimspielen. Ich freue mich für euch, dass ihr nächstes Jahr durch ganz Deutschland kommt und die Region repräsentiert.“

Martin Schindler, Vorsitzender der HSG Gedern/Nidda, bedankte sich: „Vielen Dank an alle, die hinter der HSG Gedern/Nidda stehen. Für einen so kleinen Verein wie uns ist es nicht einfach, den Spagat zwischen 2. Bundesliga und den Minimannschaften zu schaffen.“

Verabschiedungen

Wie das eben so ist, wenn eine Saison zu Ende geht, wurden im Rahmen der Aufstiegsfeier zudem Verabschiedungen vorgenommen. Johanna Becker und Nikolett Nagy waren bereits beim letzten Heimspiel der Saison verabschiedet worden. In Rainrod wurden nun zudem Bärbel Thun und Jasmina Camdzic verabschiedet.

HSG erhält Lizenz für die 2. Bundesliga

Der Lizenzierungsausschuss der Handball Bundesliga Frauen hat die Entscheidungen zur Erteilung der Lizenzen für die 1. und 2. Handball Bundesliga bekanntgegeben. Alle Antragsteller erhalten eine Spielberechtigung für die Saison 2018/19.

Der Lizenzierungsausschuss der Handball Bundesliga Frauen, bestehend aus der Rechtsanwältin Dr. Anja Matthies, dem diplomierten Kaufmann und amerikanischen Wirtschaftsprüfer Axel Pick sowie HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt konnte allen Antragstellern eine Lizenz für die Spielzeit 2018/19 erteilen, welche in wenigen Ausnahmefällen mit einer Auflage versehen wurde.

Lizenzentscheidungen 1. Bundesliga

Folgenden Vereinen wird, vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation, die Lizenz für die 1. Bundesliga zur Saison 2018/19 erteilt:
HSG Bad Wildungen Vipers, HSG Bensheim/Auerbach, SG BBM Bietigheim, HSG Blomberg-Lippe, Buxtehuder SV, Borussia Dortmund, Frisch Auf Göppingen, SV Union Halle-Neustadt, TSV Bayer 04 Leverkusen, TuS Metzingen, Neckarsulmer Sport-Union, TV Nellingen, VfL Oldenburg, HC Rödertal, Thüringer HC

Lizenzentscheidungen 2. Bundesliga

Folgenden Vereinen wird, vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation, die Lizenz für die 2. Bundesliga zur Saison 2018/19 erteilt:
TV Beyeröhde, Füchse Berlin, SV Werder Bremen, HSG Gedern/Nidda (Aufsteiger), HCD Gröbenzell, SV Union Halle-Neustadt, SG H2Ku Herrenberg, Kurpfalz Bären, SG 09 Kirchhof, TuS Lintfort 45/87 (Aufsteiger), 1. FSV Mainz 05, TSV Nord Harrislee (Aufsteiger), TG Nürtingen, HC Rödertal, HL Rosengarten 08-Buchholz, DJK/MJC Trier, VfL Waiblingen, BSV Sachsen Zwickau

Die aktuell auf einem Abstiegsplatz der 2. Bundesliga stehende HSG Hannover-Badenstedt hat ihren Lizenzantrag für die 2. Bundesliga zurückgenommen und gilt somit nach der SVG Celle als zweiter Absteiger in die 3. Liga.

Quelle: Pressemitteilung HBF (08.05.2018)

HSG Gedern/Nidda steigt in 2. Bundesliga auf

NIDDA – (flo). Ja, sie wollen! Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda steigen als Vizemeister der 3. Liga Ost in die 2. Bundesliga auf. Ein großer Schritt für einen kleinen Verein. „Für uns ist es ein sensationeller Erfolg, unter den 30 besten Mannschaften in Deutschland zu sein“, sagt Vorsitzender Martin Schindler.

Den Weg zum Aufstieg hatten die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Monaten längst bereitet, die Entscheidung, ob man den trotz der verspielten Meisterschaft und nur aufgrund der Schützenhilfe aus der Süd-Staffel doch noch möglichen Aufstieg wahrnehmen will, lag letztlich bei der Mannschaft. Zwei Anläufe benötigte es, dann stand der Entschluss fest. „Wir haben alles offen und ehrlich diskutiert, dann hat die Mannschaft eine Nacht über das Für und Wider geschlafen“, erzählt Schindler. Tags darauf ging’s ganz schnell: „Nach einer Minute hatten wir eine – und das war uns besonders wichtig – einstimmige Entscheidung“, sagt Schindler. Der Lizenzantrag wurde bereits zur Geschäftsstelle der Handball Bundesliga Frauen in Dortmund versandt, wird in der Folge vom dreiköpfigen Lizenzierungsausschuss geprüft.

„Wir haben bis zum letzten Spieltag auf dem ersten Platz gestanden, über die Saison hinweg hat sich die Mannschaft das also verdient“, meint Trainer Christian Breiler. „Von den letzten beiden Spielen“, sieht Schindler die Sache genauso, „darf man sich nicht beeindrucken lassen. Insgesamt ist es verdient.“ Gedern/Niddas Vorsitzender betont: „Sportlich und organisatorisch ist die 2. Bundesliga eine riesige Herausforderung.“ Es ist in sämtlichen Bereichen ein Quantensprung. „Für den Verein und die Spielerinnen ist das ein ganz neues und spannendes Feld. Keiner weiß so richtig, was auf einen zukommt“, sagt Breiler.

Eine der dringlichsten Aufgaben wird nun darin bestehen, Verstärkungen an Land zu ziehen. Allzu viel Zeit darf sich die Spielgemeinschaft dabei freilich nicht lassen, sie ist aufgrund der späten Planungssicherheit spät dran. „Für die 2. Liga“, sagt Schindler, „muss man andere Spielerinnen ansprechen als für die 3. Liga.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (25.04.2018)