FSG Ober-Eschbach/Vortaunus stürzt Tabellenführer

BAD HOMBURG (zyk). Souverän: Die Drittliga-Handballerinnen der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus gewannen am letzten Spieltag gegen den seitherigen Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda mit 30:20 (14:9) und machten dessen Titelhoffnungen zunichte. Aber die HSG kann dennoch aufsteigen (siehe weiter unten). Vor der Saisonrekordkulisse von 325 Zuschauern war auch diesmal Juliane Grauer mit elf Toren erfolgreichste Werferin. Die FSG, die als solche ihr letztes Spiel bestritt, belegt in der Abschlusstabelle den fünften Rang.

„Das war eine souveräne Vorstellung“, fasste sich Trainer Marc Langenbach nachher auch kurz. Denn sein Team bestimmte von Beginn an Rhythmus und Tempo der einseitigen Partie. Bei den Gästen hingegen war trotz einer Menge mitgereister Fans von Beginn an Nervosität spürbar. Gederns Coach Christian Breiler war schon nach dem 7:2 der „Pirates“ die Enttäuschung über das Auftreten seines Teams anzusehen. Beim 14:9 zur Pause hielten die Gäste zumindest noch einen Strohhalm in Sachen Aufstieg in der Hand.

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus –HSG Gedern/Nidda 30:20

Der zerbrach dann aber in der zweiten Hälfte, als die Gastgeberinnen sich mit nur neun Spielerinnen im Kader und dabei ohne Verstärkung aus der FSG-A-Jugend zu ihrer stärksten Leistung der Saison aufrafften.

Aleksandra Baranowska im Tor war für Gedern schier unüberwindbar, bot mit 22 Paraden eine klasse Leistung. Und im Angriff drückten Grauer und Linksaußen Lisa Lichtlein dem Spiel ihren Stempel aus. „Pirates“-Coach Langenbach und Manager Gerhard Döll waren sich nachher einig in ihrer Spielbewertung. „Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Spielerinnen. Wir wollten uns mit einer guten, auch kämpferischen Leistung aus der Saison verabschieden und das ist beeindruckend gelungen.“ Gedern/Nidda-Coach Breiler ordnete die Saisonleistung seiner Mannschaft denn auch zufrieden ein: „Wir haben mehr erreicht, als irgendjemand vor der Saison geglaubt hätte.“

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus: Baranowska; Riedel (2), Schwering (2), Lichtlein (6), Zsigmond (3), Gehrke (1/1), Grauer (11), Mertens (2), Orban (3).

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Neef, Heß; Rösner (1), Schüler (6), Niebergall, Kraft, Thiele, Schmeißer, Eisenacher (3), Becker (2), Camdzic (3/2), Nowak (2), Schindler (3/2).

Schiedsrichter: Bargmann/Stein – Siebenmeter: 1/1:7/4 – Zeitstrafen: 10:2-Minuten – Zuschauer: 325.

Quelle: Usinger Anzeiger (23.03.2018)

Ein Wochenende des Wahnsinns

Für beide Damenmannschaften ist die Saison an diesem Wochenende zu Ende gegangen. Zumindest für die ersten Damen wird es eine Wochenende sein, das aufgrund der Ereignisse in Erinnerung bleibt. Derweil sind die ersten Männer zuhause in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Aufstieg möglich

Am Samstag überwog bei den ersten Damen der Frust. Bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus blieb die Mannschaft von Trainer Christian Breiler nach einer schwachen Leistung chancenlos und unterlagen deutlich mit 20:30. Damit war die Meisterschaft in der 3. Liga Ost futsch, da Kleenheim zuhause Markranstädt besiegte und somit auf Platz eins kletterte. Dennoch bedachten die vielen mitgereisten Fans – etwa 150 hatten den Weg nach Ober-Eschbach angetreten – die Mannschaft mit lange anhaltendem Applaus nach einer insgesamt sehr starken Saison.

Was dann am Sonntag passierte, war zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht abzusehen. Die Ergebnisse und tabellarischen Verschiebungen in der Süd-Staffel sorgten dafür, dass die HSG-Damen auch als Tabellenzweiter aufsteigen. Eine verrückte Konstellation, mit der in dieser Art nicht zu rechnen war. Eine Entscheidung darüber, ob man diesen Weg geht, wird in dieser Woche fallen.

Wohltuender Heimerfolg

Während es auswärts derzeit nicht so recht klappt, sind die ersten Männer in der eigenen Halle weiterhin sehr erfolgreich unterwegs. Den TSV Lang-Göns II besiegte die Mannschaft von Trainer Thorsten Dietzel mit 28:24. Damit verteidigte man fürs Erste den vierten Tabellenplatz in der Bezirksliga A Gießen, hat jedoch weiterhin den TV Hüttenberg III im Nacken.

Völlig chancenlos blieben bei ihrem letzten Saisonspiel hingegen die zweiten Damen. Beim Vizemeister TSG Leihgestern II unterlag das Team von Trainer Steffen Kraft mehr als deutlich mit 11:31. Damit beendet die Mannschaft die Saison mit 18:24 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Bezirksliga A Gießen.

Aufstieg trotz Pleite?

NIDDA – (flo) Am Sonntagabend stand es plötzlich fest: Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda dürfen doch noch in die 2. Bundesliga aufsteigen. Weil andernorts fleißig Schützenhilfe geleistet wurde. Ambivalenter könnte sich die Gefühlslage nach der verpassten Meisterschaft am Samstag nicht darstellen. Noch ist unklar, ob der Verein den Aufstieg annehmen wird.

In der 3. Liga Süd patzte am Sonntag der bisherige Tabellenführer TSV Haunstetten, unterlag in Freiburg mit 18:26. Weil die beiden Verfolger TuS Metzingen II und SG BBM Bietigheim II ihre Hausaufgaben erledigten, rutschte Haunstetten auf Tabellenplatz drei ab. Metzingen und Bietigheim sind als Zweitvertretungen beide nicht aufstiegsberechtigt. Weil zudem Ost-Meister Kleenheim nicht aufsteigen will, sind zwei der drei Aufstiegsplätze an den TuS Lintfort im Westen und den TSV Nord Harrislee im Norden vergeben. Außer der HSG Gedern/Nidda hatte keine weitere Mannschaft für eine mögliche Aufstiegsrelegation als Zweitplatzierter gemeldet. Das bedeutet: Der dritte Aufstiegsplatz steht den Wetterauerinnen zu.

Quelle: Kreis-Anzeiger (22.04.2018)

Aus der Traum vom Titel

NIDDA/OBER-ESCHBACH (flo). Aus der Traum vom Titel in der 3. Liga Ost. Zum Ende der Saison ging den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Puste aus. Nach der 19:23-Niederlage gegen die SG Kleenheim folgte im letzten Saisonspiel ein wahres Debakel. Bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus setzte es eine auch in der Höhe verdiente 20:30 (9:14)-Klatsche.

Es war ein Spiegelbild der Vorwoche: Im Angriffsspiel der Wetterauerinnen ging kaum etwas zusammen. Nach 18 Minuten hatte das Team von Trainer Christian Breiler ganze zwei Treffer erzielt, lag deshalb mit 2:7 hinten. Besser wurde es kaum. Einmal verkürzte man auf 6:8 (24.), geriet bis zur Pause aber wieder mit 9:14 ins Hintertreffen. An eine Aufholjagd im zweiten Durchgang war nicht zu denken, stattdessen zog Ober-Eschbach/Vortaunus weiter davon.

Weil die SG Kleenheim zuhause den SC Markranstädt mit 27:22 besiegte, zogen die Mittelhessinnen am letzten Spieltag an Gedern/Nidda vorbei und kürten sich zum Meister. Ob die HSG dennoch in die Relegation um den Aufstieg kommt, entscheidet sich am Sonntag anhand der Ergebnisse in der Süd-Staffel.

Quelle: Kreis-Anzeiger Online (21.04.2018)

Letzter Akt im Meisterschafts-Drama

3. LIGA Fernduell zwischen Gedern/Nidda und Kleenheim entscheidet sich am letzten Spieltag

GEDERN – / (flo). Nächste Chance, letzte Chance: Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda haben es immer noch in der eigenen Hand, das Meisterstück in der 3. Liga Ost zu vollbringen. Dazu muss am Samstag (17 Uhr, Albin-Göhring-Halle) am letzten Spieltag ein Sieg beim Tabellenfünften FSG Ober-Eschbach/Vortaunus her. „Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung, um etwas Außergewöhnliches zu schaffen“, formuliert Trainer Christian Breiler.

Samstag, 17 Uhr, FSG Ober-Eschbach/Vortaunus – HSG Gedern/Nidda

Die Konstellation im brisanten Fernduell um die Meisterschaft zwischen den Wetterauerinnen und der SG Kleenheim ist eindeutig. Gewinnt Gedern/Nidda in Ober-Eschbach, ist der Titelgewinn unter Dach und Fach. Andernfalls ist man auf Schützenhilfe angewiesen. Ein Unentschieden würde im Falle eines Kleenheimer Sieges deshalb nicht reichen, weil Kleenheim den direkten Vergleich gewonnen hat und somit bei Punktgleichheit besser platziert wäre. Aber: Kleenheims Aufgabe gegen den formstarken Rangdritten SC Markranstädt ist gewiss kein Selbstläufer. Dennoch sagt Breiler: „Da brauchen wir nicht hingucken, wir müssen uns mit uns selbst beschäftigen.“ Am letzten Spieltag werden alle Partien gleichzeitig ausgetragen.

Ob es für die HSG ein Alles-oder-Nichts-Spiel sei? Da kann Breiler nur den Kopf schütteln. „Wir haben eigentlich nichts zu verlieren“, befindet er, „wir haben alle intern gesteckten Ziele erreicht. Wenn wir es nicht schaffen, geht bei uns keine Welt unter.“ Der Trainer der Spielgemeinschaft absolviert derzeit eine Gratwanderung, er muss einen gar nicht mal so einfachen Spagat bewältigen. Auf der einen Seite will er den Druck herausnehmen, einordnen und sensibilisieren für das, was seine Mannschaft erreicht hat. Auf der anderen Seite will man natürlich den letzten Schritt gehen, sich für eine famose Saison belohnen und nicht auf den letzten Drücker von der Tabellenspitze verdrängen lassen. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, um es zu schaffen“, macht Breiler klar.

Im Training haben die Wetterauerinnen an den Defiziten der Heimniederlage gegen Kleenheim gearbeitet. Der Schwerpunkt lag also auf dem Angriffsspiel, auf Zweikämpfen, auf dem Tempo. „Ich hoffe, dass wir im Angriff nicht wieder so eine schwache Leistung abliefern und erwarte eine Reaktion von der Mannschaft“, sagt der HSG-Coach. Konkret: Weniger ängstlich agieren, weniger Fehler machen, mehr Spielfreude und Mut zeigen, mehr Risiko eingehen. „Wir dürfen nicht abwartend und zurückhaltend spielen, wir müssen die Flucht nach vorne ergreifen und ins Tempo gehen“, fordert Breiler. Wohlwissend, dass es auch und gerade darauf ankommen wird, wie seine Truppe mit der Nervosität und nervlichen Belastung zurechtkommt. „Ich bin selbst gespannt, wie wir uns präsentieren“, sagt der Trainer.

Kurzum: Die HSG muss in allen Belangen eine Top-Leistung bringen. Genau das gelang gegen Kleenheim nicht. Aber: „Wir haben in dieser Saison nach schwächeren Spielen immer wieder eine Antwort gefunden.“ Und auf eine Niederlage bislang immer einen Sieg folgen lassen. Allerdings hat sich Gedern/Nidda auswärts gerade in der Rückrunde etwas schwerer getan: Vier Spiele, drei Punkte, der einzige Sieg gelang in Birkenau. Was nichts daran ändert, dass die Wetterauerinnen nach Minuspunkten immer noch das beste Auswärtsteam der Liga sind.

Motivations-Gründe

Für Ober-Eschbach/Vortaunus um Rückraum-Torjägerin Juliane Grauer (125/6 Treffer) geht es im Grunde um nichts mehr. An Motivation wird es jedoch wohl kaum mangeln, dafür dürfte allein Trainer Marc Langenbach sorgen. Dessen Ehefrau Janina Langenbach, letztes Jahr noch in Ober-Eschbacher Diensten, spielt in Kleenheim. Und will selbst noch Meister werden. „Wir sind Sportler genug, um uns bei unserem Publikum mit einem Sieg verabschieden zu wollen. Außerdem wäre dann auch der Haussegen gewahrt“, sagte Langenbach der Taunus-Zeitung. Breiler meint: „Ober-Eschbach wird auch mal viele Zuschauer in der Halle haben, das kommt nicht oft vor. Sie werden motiviert sein, uns nicht feiern zu sehen, vielleicht gibt es dort noch eine Sonderprämie.“ Bühne frei für ein spannendes Saisonfinale.

Quelle: Kreis-Anzeiger (21.04.2018)

FSG Ober-Eschbach als Zünglein an der Waage

HOCHTAUNUS – (zyk). Showdown I: Die Meisterschaft in der 3. Liga, Staffel Ost, der Handballerinnen wird am Samstagnachmittag auch in der Bad Homburger Albin-Göhring-Halle entschieden. Die gastgebende FSG Ober-Eschbach/Vortaunus erwartet ab 17 Uhr den Tabellenführer HSG Gedern/Nidda.

Samstag, 17 Uhr FSG O.Eschb./V. – HSG Gedern/Nidda

Das Team aus der Wetterau führt das Klassement mit einem Punkt Vorsprung vor der SG Kleenheim an, die bereits den Verzicht auf den Aufstieg für den Fall des Staffelsiegs angekündig hatte und zur selben Zeit den Tabellendritten SC Markranstädt empfängt. Die Sachsen liegen derzeit zwei Punkte hinter Kleenheim.

„Meine Mädels wollen sich am Samstag für eine tolle Saison belohnen. Dass wir jetzt dort stehen, hatte vor der Saison niemand auf der Rechnung. Deswegen werden wir auch das letzte Spiel konzentriert und ohne Erwartungsdruck angehen“, sagt HSG-Trainer Christian Breiler mit Blick auf das Saisonfinale. Unterstützt wird der Ligakrösus dabei von seinen Fans. „Die Halle wird sicher voll werden“, vermutet der Gästecoach, der seine achte Saison bei der HSG bestreitet und dabei vor dem größten Erfolg steht.

„Pirates“-Teamchef Gerhard Döll wird der Zuschauerzuspruch aus der Wetterau freuen. Und er setzt auf die eigenen Fans. „Wir wollen unsere Serie der ungeschlagenen Heimspiele gegen die Spitzenteams fortsetzen“, so die Marschroute der „Pirates“. Anschließend steigt die große Saisonabschlussfeier in Ober-Eschbach. „Die Mädels haben sich nach den Höhen und Tiefen der Saison einen schönen Abschluss verdient“, sagt Döll. Personell gibt es bei beiden Teams keine Ausfälle zu verzeichnen. Beste Vorsätze also für ein sportlich interessantes Saisonfinale.

Es ist zugleich das letzte Spiel in der Konstallation Ober-Eschbach/Vortaunus, da sich die Spielgemeinschaftspartner nach dieser Saison wieder trennen.

Quelle: Usinger Anzeiger (20.04.2018)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Zwischen Titelkampf und Niemandsland: Für die beiden Damenmannschaften steht an diesem Wochenende jeweils der letzte Spieltag an. Beide müssen auswärts ran. Im Gegensatz zu den ersten Männer, die in der eigenen Halle Zählbares einfahren wollen.

Für eine tolle Saison belohnen

Die ersten Damen sind am Samstag um 17 Uhr in der Albin-Göhring-Halle bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus zu Gast. Für die Spielgemeinschaft, die sich mit Ablauf dieser Saison aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen nach gerade mal einem Jahr der Zusammenarbeit wieder auflösen wird, ist es das letzte Spiel in der aktuellen Konstellation. Vor dem letzten Spieltag belegt Ober-Eschbach/Vortaunus den fünften Platz der 3. Liga Ost.

HSG-Trainer Christian Breiler sagte im Usinger Anzeiger: „Meine Mädels wollen sich am Samstag für eine tolle Saison belohnen. Dass wir jetzt dort stehen, hatte vor der Saison niemand auf der Rechnung. Deswegen werden wir auch das letzte Spiel konzentriert und ohne Erwartungsdruck angehen.“ Mit einem Auswärtssieg könnte man die Meisterschaft im zweiten Anlauf perfekt machen. Ein Faustpfand dabei: Die Unterstützung zahlreicher Fans, die den Weg in den Bad Homburger Stadtteil antreten werden. Was sorgt außerdem für Zuversicht? Noch nie in dieser Saison gab es zwei Niederlagen in Folge, zudem ist das Breiler-Team mit bislang sechs Auswärtsminuspunkten die beste Auswärtsmannschaft der Liga.

Die Gastgeber haben aufgrund des erhöhten Zuschauerandrangs zusätzliche Parkmöglichkeiten organisiert. Für Autofahrer steht der etwa 200 Meter von der Halle entfernte Parkplatz der Firma Scheller zur Verfügung.

Auswärtsschwäche zuhause kein Thema

Bei den ersten Männern läuft zurzeit kaum etwas zusammen. „Schade ist, dass wir uns mit den letzten Spielen eine eigentlich recht gut verlaufene Saison versauen“, bedauerte Trainer Thorsten Dietzel die aktuelle Lage seines Teams im Kreis-Anzeiger. Gerade auswärts läuft es in der Rückrunde überhaupt nicht: Sechs Spiele, fünf Niederlagen. Darunter auch die abgesetzte Partie bei der MSG Linden II. Umso besser also, dass am Samstag um 19 Uhr ein Heimspiel in der Gymnasiumhalle Nidda ansteht: Zu Gast ist der TSV Lang-Göns II, der in der Bezirksliga A den zehnten Tabellenplatz einnimmt. Natürlich soll in eigener Halle ein Sieg herausspringen.

Saisonfinale beim Zweiten

Ihr Saisonfinale bestreiten die Damen II, die die Spielzeit gewissermaßen im Niemandsland der Bezirksliga A beenden werden. Weit entfernt vom Abstiegskampf, weit entfernt vom Aufstiegskampf. Am Samstag um 20 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft bei der TSG Leihgestern II. Eine schwierige Aufgabe zum Abschluss: Schließlich ist Leihgestern II mit 32:10 Punkten Tabellenzweiter.

Titelentscheidung vertagt

Die SG Kleenheim gewann in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen das Spitzenspiel beim Tabellenführer HSG Gedern/Nidda mit 23:19 (9:7) und rückte damit bis auf einen Punkt an Gedern/Nidda heran. Somit fällt die Entscheidung um die Meisterschaft doch am kommenden Wochenende, wenn alle sechs Begegnungen am Samstag um 17 Uhr angepfiffen werden. Die SG Kleenheim erwartet dann den SC Markranstädt, die HSG Gedern/Nidda ist bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus zu Gast. Kleenheim hat zwar bereits den Verzicht auf den Aufstieg erklärt, dennoch ist die Meisterschaft noch ein Saisonziel.

»Es war kämpferisch eine überragende Leistung der Mannschaft, wir haben eine sehr gute Deckungsleistung geboten«, lobte Kleenheims Trainer Julian Reusch nach den 60 Minuten in Nidda in der ausverkauften Gymnasium-Sporthalle. »Leider konnten wir uns für die sehr gute Deckungsleistung durch technische Fehler zunächst nicht belohnen, wir haben vor der Pause in der zweiten Welle fünf, sechs Bälle weggeworfen«, erläuterte Reusch, »wir haben uns in der Halbzeitpause geärgert, das es nicht deutlicher für uns steht.«

Die Kleenheimerinnen erzielten durch Linkshänderin Lisa Marie Kiethe die Führung (2.), ehe nach dem Ausgleich von Jasmina Camdzic per Siebenmeter Janina Langenbach zum 3:1 (8.) für Kleenheim traf. Die Gastgeberinnen wirkten verkrampft und Kleenheim diktierte das Spielgeschehen. Heinzelmann baute die Gästeführung auf 5:2 (17.) und Katharina Wagner gar auf 7:3 (20.) aus. Nina Hess sorgte beim 9:4 (27.) für den deutlichsten Vorsprung der Kleenheimerinnen, die nach Zeitstrafen kurz hintereinander gegen Wagner und Schorradt durch zwei Treffer von Isabell Schüler aber das 7:9 bis zur Pause hinnehmen mussten.

Nach dem Wechsel kam der Tabellenführer besser ins Spiel und ging beim 13:12 (40.) durch Isabell Schüler erstmals in diesem Spiel überhaupt in Führung. Beim 17:14 (43.) durch Kirsten Schindler war Gedern/Nidda sogar auf drei Treffer davon gezogen und Kleenheim schein auf die Verliererstraße zu geraten.

Die Kleenheimer 6:0-Deckung steigerte sich deann aber wieder und ließ rund 16 Minuten keinen Gegentreffer (!) zu, wobei auch Torhüterin Anne Mack daran ihren Anteil hatte. Kleenheims 8:0-Tore-Lauf in dieser Zeitspanne zum 22:17 (59.) durch Kim Winkes bedeutete den spielentscheidenden Vorsprung. Erst Leonie Nowaks Tor zum 18:22 (60.) stoppte den Negativ-Lauf des Tabellenführers.

»Die Abwehr hat über 50 Minuten herausragend gearbeitet, Torhüterin Anne Mack hat gut gehalten und Lisa Marie Kiethe eine starke Partie gespielt«, sagte Reusch. Kiethe glänzte nicht nur durch ihre Tore, sondern »sie hat vor so vielen Zuschauern wichtige Bälle genommen und auch sehr gute Anspiele gemacht«, war der Kleenheimer Trainer mit der jungen Linkshänderin sehr zufrieden.

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Heß; Rösner, Schüler (3), Niebergall (1),Kraft, Thiele (1), Pfaff, Schmeißer, Eisenacher (3), Becker, Nowak (4), Schindler (5), Camdzic (2/1).

SG Kleenheim: Mack, Jetishi, Buhlmann (n.e.); Hess (2), Schuch, Schorradt (5/3), Heinzelmann (1), vom Hagen, Fischer, Kiethe (4), Wagner (3), Langenbach (4/1), Nau, Winkes (4).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Beyer/Jakob (Bad Blankenburg/Goldbach). – Zuschauer: 450. – Zeitstrafen: Niebergall, Eisenacher, Becker, Nowak (2, alle Gedern/Nidda); Schorradt (3, Disqualifikation, 59.), vom Hagen, Wagner (alle Kleenheim). – Siebenmeter: 2/1:4/4.

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung (16.04.2018)

Die ganze Bandbreite

Es war ein Wochenende mit der ganzen Bandbreite: Drei Heimspiele – ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage. Logisch, dass das Spitzenspiel der ersten Damen das Highlight des Wochenendes war. Der Rückblick.

Niederlage trotz großem Kampf

Es sollte nicht sein. Die ersten Damen haben eine vorzeitige Entscheidung im Titelkampf der 3. Liga Ost verpasst, mussten sich dem Tabellenzweiten SG Kleenheim mit 19:23 geschlagen geben. „Kleenheim hat verdient gewonnen“, sagte Trainer Christian Breiler nach dem Spiel. Seine Mannschaft kämpfte hervorragend, spielte allerdings in weiten Teilen sehr nervös. Dennoch schien zwischenzeitlich ein Sieg drin, man lag mit drei Toren vorne. Doch in der Schlussphase drehte Kleenheim das Spiel zu seinen Gunsten.

„Es ist für uns ein Highlight, dass wir ein solches Spiel bestreiten dürfen“, machte Breiler klar. Man musste ihm zustimmen: Die Zuschauer in der pickepackevollen Gymnasiumhalle Nidda sorgten für eine prächtige Stimmung, trieben die Mannschaft unermüdlich an. Auch für die Spielerinnen war es gewiss ein Gänsehautmoment, als sich mehrere hundert Zuschauer bereits beim Einlaufen von ihren Plätzen erhoben.

Am nächsten Samstag (17 Uhr) sind die HSG-Damen dann bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus zu Gast.

Punkte für die Zweiten

Erfolgreicher waren die zweiten Damen. Im letzten Heimspiel dieser Saison verabschiedete sich die Mannschaft von Trainer Steffen Kraft mit einem Erfolg vom eigenen Publikum. In einer umkämpften Partie sicherte man sich gegen die abstiegsbedrohte HSG Pohlheim einen knappen 25:22-Sieg und geht damit als Tabellenachter der Bezirksliga A Gießen in den letzten Spieltag.

Eine Überraschung landeten derweil im Saisonfinale die zweiten Männer. Gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen IV erkämpfte man sich ein 23:23-Unentschieden. Ein beachtliches Ergebnis, schließlich sind die Wetzlarer immerhin Tabellenzweiter der Bezirksliga C Süd. In diese war die HSG-Zweite vor dieser Saison aufgestiegen, verhinderte aufgrund des Punktgewinns das Abrutschen auf den letzten Platz und sicherte sich trotz personeller Rückschläge damit auf den allerletzten Drücker den Klassenerhalt! Eine echte Punktlandung also. Als Vorletzter beendet man die Runde mit 6:22 Punkten.

HSG Gedern/Nidda unterliegt Kleenheim

NIDDA – (mh). Es hat (noch) nicht sollen sein: Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda wären am vorletzten Spieltag der Saison gerne vor eigenem Publikum Meister der 3. Liga Ost geworden. Alles war bereitet: Die Niddaer Gymnasiumhalle war wie erwartet ausverkauft und bot den stimmungsvollen Rahmen für ein packendes Spitzenspiel. Am Ende jedoch jubelten die Gäste: Sie gewannen das Derby mit 23:19 (9:7) und bildeten nach Schlusspfiff einen Jubel-Kreis und skandierten: „Auswärtssieg!“

Die HSG Gedern/Nidda bleibt mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer der Staffel Ost und hat nun nächste Woche am letzten Spieltag bei der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus noch die Chance, aus eigener Kraft Meister zu werden und damit die Chance zu wahren, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Die SG Kleenheim hatte vor dem Spitzenspiel ihren Aufstiegsverzicht im Falle des Titelgewinns erklärt.

Bei der HSG Gedern/Nidda war im Gipfeltreffen von Anfang an viel Sand im Getriebe. Es dauerte über zehn Minuten, bis die Gastgeberinnen ihr erstes Feldtor erzielten. Beide Abwehrreihen agierten teilweise bärenstark, den Offensivreihen unterliefen jedoch hüben wie drüben auch viele technische Fehler.

Als der Tabellenführer kurz vor der Pause von 5:9 auf 7:9 verkürzte, leitete er damit die zwischenzeitliche Wende ein, denn nach dem Seitenwechsel spielte zunächst nur die HSG Gedern/Nidda, ging erstmals in Führung und verwandelte die brechend volle Halle beim 14:12 und 17:14 in ein Tollhaus. Doch die SG Kleenheim brachte im Endspurt das Momentum wieder auf ihre Seite und wendete das Blatt.