Damen begeistern mit Auswärtssieg in Fritzlar

Das war ein Wochenende nach Maß. Alle drei Mannschaften, die im Einsatz waren, punkteten doppelt. Insbesondere die ersten Damen sorgten dabei für mächtig Furore, derweil entschieden die zweiten Damen ein spannendes Spitzenspiel für sich.

Furioser Auswärtsauftritt

Auswärtssiege in Fritzlar? Das gibt’s nicht oft. Für die Drittliga-Damen der HSG gab es das sogar noch nie. Das änderte sich am gestrigen Sonntag. Dank einer vor allem in der Deckung herausragenden Leistung setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Germania Fritzlar deutlich mit 24:16 durch. „Darauf sind wir mächtig stolz“, freute sich der Trainer über den tollen Auftritt seines Teams.

Bereits zur Pause hatte der Gast aus Oberhessen mit 14:6 vorne gelegen. In der zweiten Spielhälfte ließ die Breiler-Mannschaft dann rein gar nichts mehr anbrennen und wahrte zu jeder Zeit einen souveränen Vorsprung. Am Ende stand der vierte Sieg in Serie zu Buche. Am nächsten Samstag steht dann beim SC Markranstädt das nächste Spitzenspiel an.

Erfolgreicher Heimspieltag

Nach dem Ausrutscher in Pohlheim vor Wochenfrist kehrten die ersten Männer auf dem heimischen Parkett wieder in die Erfolgsspur zurück. Gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach erspielte sich das Team von Coach Andreas Nau einen klaren 36:28-Erfolg, der zu keinem Zeitpunkt in Frage stand. Mit 12:4 Punkten belegen die HSG-Männer den dritten Tabellenplatz der Bezirksliga A Gießen.

Jubeln durften auch die zweiten Damen. Nach einem hart umkämpften und nervenaufreibenden Top-Spiel gegen die TSG Leihgestern II setzte sich die Mannschaft von Trainer Manfred Gerum haarscharf mit 26:25 durch. Nach langem Rückstand erzielte Berit Thun 32 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter den goldenen Treffer. Damit lieferten die Bezirksoberliga-Damen im Duell gegen den Tabellenzweiten die passende Antwort auf die erste Saisonniederlage in der Woche zuvor und haben als Aufsteiger weiterhin den Platz an der Sonne inne.

Heimspiel-Doppel und hohe Auswärtshürde

Ein knackiges Programm steht für dieses Wochenende an. Die ersten Damen haben am Sonntag eine schwere Auswärtsaufgabe zu bewältigen, davor steht am Samstag ein Heimspieltag in der Gymnasiumhalle Nidda an.

Der Weg führt die Drittliga-Damen zum Tabellenführer. Am Sonntag um 17 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beim SV Germania Fritzlar zu Gast. Die Nordhessinnen sind nicht nur heimstark, sie sind in dieser Saison obendrein unbesiegt. Sieben Spiele, 13:1 Punkte – eine starke Bilanz. Das Zauberwort lautet also: Leistungsmaximum. Gestützt auf eine gute Abwehrleistung will man es dem Spitzenreiter in dessen Halle so schwer wie möglich machen. Für Selbstvertrauen sorgen jedenfalls drei Siege in Folge.

Männer und Damen II zuhause

Bereits am heutigen Samstag steigt in der Gymnasiumhalle ein Heimspieltag. Dieser wird um 16.30 Uhr durch die ersten Männer eröffnet. Nach der überraschenden 27:28-Niederlage in Pohlheim vor zwei Wochen soll vor heimischen Publikum wieder ein doppelter Punktgewinn her. Der Gegner ist HSG Eibelshausen/Ewersbach. Die Gäste aus dem Lahn-Dill-Kreis sind mit 8:6 Punkten Rangachter der Bezirksliga A, die HSG belegt mit 10:4 Zählern den vierten Platz.

Um 18.30 Uhr sind dann die zweiten Damen an der Reihe. Das Ziel: Die Rückkehr in die Erfolgsspur. In der Vorwoche hatte es bei der HSG Wettertal im sechsten Spiel die erste Niederlage dieser Saison gegeben. An der Tabellenspitze der Bezirksoberliga blieb die Mannschaft von Trainer Manfred Gerum trotzdem. Und trifft heute im absoluten Spitzenspiel auf die TSG Leihgestern II. Der Erste trifft auf den punktgleichen Zweiten – ein vielversprechendes Duell.

Ein Sonntag im Zeichen der Damenteams

Draußen wird es merklich kühler, in den Handball-Tempeln hingegen wird es jetzt erst so richtig heiß! Aus gutem Grund: Die ersten Spiele sind vorbei und das Ankommen in der neuen Saison ist gepackt. Nun geht es also in die Vollen!

Für die Drittliga-Damen stehen nun drei Auswärtsspiele am Stück an. Das erste davon am Sonntag um 16 Uhr beim Thüringer HC II. „Das wird eine schwierige Aufgabe“, prognostiziert Trainer Christian Breiler. Selbstverständlich will er diese mit seiner Mannschaft erfolgreich bewältigen und mit zwei Punkten aus Thüringen zurückkehren.

Die THC-Zweite hat nach sechs Spielen 6:6 Punkte auf dem Konto. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber. Das Ziel lautet Klassenerhalt. Denn erst vor einem Jahr stieg die junge Reserve jenes Clubs, der in diesem Jahrzehnt fast jedes Jahr entweder die Meisterschaft oder den Pokal gewann, in die 3. Liga auf. Breiler stuft den Gegner als „junge, gut ausgebildete Mannschaft mit einem starken Rückraum“ ein.

Doppeltes Duell im Wettertal

Die Seriensiegerinnen wollen ihre Serie weiterhin ausbauen! Am Sonntag um 17 Uhr sind die zweiten Damen in der Bezirksoberliga Gießen bei der HSG Wettertal gefordert. Nach fünf Siegen aus fünf Spielen soll in der Sporthalle Münzenberg das halbe Dutzend voll gemacht werden. Gegner Wettertal ist mit 4:4 Punkten Tabellensechster.

Davor sind um 15 Uhr an gleicher Stelle bereits die dritten Damen an der Reihe. Sie treffen auf die Wettertaler Drittvertretung. Neben einem kampflosen Sieg gab es bisher einen Erfolg und eine Pleite. Am Sonntag soll natürlich das nächste Punktepaar her.

Männer II spielen in Gedern

Kein Heimspiel also an diesem Wochenende? Doch! Die zweiten Männer treffen am Samstagabend zur Primetime um 20 Uhr in der Sporthalle Gedern auf die HSG Lumdatal IV. Im fünften Spiel ist der zweite Sieg angepeilt.

Befreiungsschlag mit Belohnungsfaktor

NIDDA – Die Belohnung für das Geleistete ließ nicht lange auf sich warten. Noch in der Kabine übermittelte Christian Breiler seinen Handballerinnen die frohe Kunde: Ein trainingsfreier Montag. Diesen hatten sie sich zuvor redlich verdient. Denn gegen den Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden feierte die HSG Gedern/Nidda einen 33:26 (21:11)-Heimerfolg. Der zweite Sieg in Serie für den heimischen Drittligisten. Und der nächste Schritt auf dem Weg aus dem Tal.

HSG Gedern/Nidda –
HSG Rodgau Nieder-Roden 33:26

Zumindest eine Halbzeit lang zeigten die Wetterauerinnen, was sie zu leisten imstande sind. Da wurde der Neuling mächtig überrollt. Die Zehn-Tore-Führung zur Pause spricht für sich, zwischenzeitlich betrug die Differenz zu Beginn der zweiten Hälfte gar 14 Treffer. Dass sich dieser Vorsprung in der Folge noch massiv reduzierte, war für die Protagonisten nebensächlich. „Dieses Mal“, sagte Trainer Breiler, „ist mir das egal.“

Denn es gilt: Die schwierige Gesamtsituation, für die der Saisonstart gesorgt hat, kann die Spielgemeinschaft nur Schritt für Schritt hinter sich lassen. „Wir haben nicht die leichteste Phase. Mit den letzten beiden Siegen ist die Mannschaft aber auf dem besten Weg, sich da herauszuarbeiten“, analysierte Breiler. Ein maßgeblicher Grund für diese These: Dass seine Mannschaft im Vergleich zum wackligen 18:17-Sieg in Chemnitz dieses Mal noch eine Schippe drauflegte und sich souverän durchsetzte. „Es hat allen mal gut getan, so einen klaren Sieg einzufahren“, befand der HSG-Coach. Ganz ähnlich sah es auch Rückraumspielerin Hanna Rösner. „Es ist ein Befreiungsschlag, dass wir nach diesem Kampfspiel in der letzten Woche nun so ein Spiel gezeigt haben“, freute sich die 22-Jährige.

Dabei hatten die ersten Minuten gar nicht einmal darauf hingedeutet. Bis zum 4:4 (9.) war diese Begegnung äußerst ausgeglichen verlaufen. Danach aber legte die HSG Gedern/Nidda in der Defensive die Grundlage für ihren Erfolg. Zum einen gab die gute Torfrau Sandra Elisath ihren Vorderleuten mit zahlreichen Paraden Sicherheit. Zum anderen zog der Zweitliga-Absteiger den Gästen aus dem Offenbacher Landkreis mit einer auf hohen Intensitätslevel vonstatten gehenden Deckungsarbeit den Zahn. Freilich spielten der Breiler-Sieben die Schwächen des Gegners in die Karten. Denn der agierte vorne schlichtweg zu ungenau, leistete sich bei Anspielen an den Kreis oder auf die Außenpositionen immer wieder Ballverluste.

Was zur Folge hatte, dass Gedern/Nidda den Aufsteiger nach allen Regeln der Kunst überrannte. Via zweite Welle stellte die sechs Mal erfolgreiche Linksaußen Isabell Schüler auf 7:4 (12.), Rechtsaußen Kirsten Schindler erhöhte per Siebenmeter auf 10:5 (16.). Nieder-Roden reagierte auf die mangelnde Durchschlagskraft – und versuchte es mit der siebten Feldspielerin. Doch dieser Schuss ging nach hinten los. Ein Ballverlust, ein Fehlwurf – und auf der Gegenseite traf Schindler zwei Mal ins leere Tor und brachte ihre Farben damit mit 12:6 (19.) in Front. Spätestens danach waren alle Knoten gelöst. Mit Selbstvertrauen im Rücken lief es plötzlich wie am Schnürchen, ob im Positionsspiel oder beim schnellen Umschalten. Es war eine Machtdemonstration, die aufzeigte, welche Wucht die Wetterauerinnen entwickeln können. „Wir wurden in Grund und Boden gerannt“, fasste es Nieder-Rodens Trainer Matthias Jünger zusammen. So trieb die Spielgemeinschaft die Führung bis zum 19:8 (27.) kontinuierlich in die Höhe und lag zur Pause mit 21:11 vorne.

Bis zum 26:12 (37.) war nicht absehbar, dass Nieder-Roden letztendlich noch glimpflich davonkommen sollte. Danach aber schlichen sich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Fehler ein, die dafür sorgten, dass der Vorsprung deutlich schrumpfte. In Gefahr geriet dieser Erfolg freilich dennoch nie. Weshalb nach der Schlusssirene allseits große Erleichterung herrschte – und die HSG-Ballwerferinnen heute einen handballfreien Abend genießen dürfen.

HSG Gedern/Nidda: Elisath, Heß (ab 41.); Rösner (4), Schüler (6), Niebergall (1), Kraft, Pfaff (n.e.), Schmeißer, Kaiser (5), Amos (4/2), Nowak (3), Schindler (8/2), Nau, Mitzkat (2).

HSG Rodgau Nieder-Roden: Vogt (15. – 46.), Kretzschmer; Burgard, Bretz (1), Portakal (1), L. Keller, Bulic, Gotta, Koss (1), Magnago (7/2), K. Keller (3), Stöhrer, Göbel (4), Hess (1), Heßler (8).

Schiedsrichterinnen: Kleinhenz/Wenzke (Niederlauer/Bad Kissingen) – Zuschauer: 320 – Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Nowak (2)/Magnago) – Siebenmeter: 4/4:2/2 – Spielfilm: 5:4 (10.), 10:5 (16.), 15:6 (23.), 21:11 (30.), 26:12 (37.), 29:20 (50.), 33:26 (60.).

Quelle: Kreis-Anzeiger (28.10.2019)

Doppelte Freude am Heimspiel-Samstag

So wünscht man sich das! Am gestrigen Samstagabend gab es in der Gymnasiumhalle Nidda gleich zwei Siege zu feiern: Sowohl die ersten Damen als auch die ersten Männer entschieden ihre Heimspiele klar für sich!

Die ersten Damen durften gegen den Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden den dritten Erfolg dieser Saison bejubeln. Am Ende hieß es 33:26. Die Grundlage dafür legte die Mannschaft von Christian Breiler bereits vor der Pause. In der ersten Hälfte nämlich überrannte man den Gegner und führte nach 30 Minuten mit 21:11. Auch wenn dieser Vorsprung im Laufe des zweiten Durchgangs schmolz, geriet der Sieg nie in Gefahr.

Ganz anders lief es bei den ersten Männern, die sich gegen den TV Hüttenberg III mit 29:18 behaupteten. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drehte die Truppe von Coach Andreas Nau nach der Pause mächtig auf und setzte sich so Tor um Tor ab. Der Lohn dieser bärenstarken zweiten Spielhälfte war letztendlich der fünfte Sieg im sechsten Saisonspielen.

Am Sonntag geht es nahtlos weiter mit HSG-Handball: In der Sporthalle Gedern stehen Heimspiele der zweiten Männer (14 Uhr), dritten Damen (16 Uhr) und zweiten Damen (18 Uhr) an!

Endlich Taten folgen lassen

GEDERN/NIDDA – Drei Spiele, zwei Niederlagen – das passt nicht zum Anspruch, den die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda an sich stellen. Der Zweitligaabsteiger ist in dieser Saison noch nicht in Tritt gekommen, darf sich aber eigentlich keinen weiteren Ausrutscher leisten. Wenn der heimische Drittligist am Sonntag (16.30 Uhr, Sachsenhalle) beim HV Chemnitz gastiert, besteht dementsprechend Zugzwang.

HV Chemnitz – HSG Gedern/Nidda
Sonntag 16.30 Uhr

Wie es zu dieser katastrophalen Leistung und der 20:22-Heimpleite gegen die TSG Ober-Eschbach kommen konnte, dürften sich die Protagonisten in Gedern und Nidda dieser Tage häufiger gefragt haben. Aufgearbeitet jedenfalls wurde die Partie. Ein Muss angesichts der massiven Defizite, die die Wetterauerinnen offenbarten. „So ein Spiel schüttelt man nicht so einfach ab. Wir bekommen es momentan nicht auf die Platte, der Rolle als Favorit gerecht zu werden“, bewertet Trainer Christian Breiler die Problematik als Kopfsache. Die selbst gesteckten – und im Grunde auch völlig angemessenen – Erwartungen, in der Spitzengruppe mitzuspielen, blockieren die Mannschaft bislang wohl eher. Diese Rolle ist man eben nicht gewohnt.

Die Vorstellung, wie die Spielgemeinschaft agieren soll, lässt sich recht klar skizzieren: Eine aktive, aggressive Deckung soll die Basis sein, um über Ballgewinne blitzschnell umzuschalten und zu einfachen Toren zu kommen. Diesen Spielstil will die Breiler-Sieben ihren Gegnern eigentlich aufzwingen, sie damit überrumpeln, ja überrennen. Allein: Von diesem dynamischen Power-Handball ist bisher wenig zu sehen. Im Gegenteil: Es knirscht und knarzt an allen Ecken. Die Intensität des Verteidigens stimmt nur gelegentlich, beim Umschalten gehen noch zu viele Bälle verloren, im Positionsangriff fehlen sowohl Passsicherheit als auch Spielfluss. Das Resultat waren die überraschenden Niederlagen bei Ketsch II (23:25) und gegen Ober-Eschbach.

„Es gibt Phasen, in denen alles funktioniert, und solche, in denen das Gegenteil der Fall ist“, sagt Breiler. Aus dieser Situation muss sich seine Mannschaft nun so schnell als möglich befreien. „Wir müssen einen Weg finden, uns da rauszuarbeiten“, verdeutlicht Breiler. Eine Herangehensweise bestand darin, an den offenbarten Schwächen zu arbeiten, allem voran an der mangelnden Bereitschaft zum Führen von körperlich intensiven Zweikämpfen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Diese Grundelemente sollen in Chemnitz wieder auf die Platte gebracht werden. „Es geht nur über Kampf, Arbeiten und unbedingten Willen“, stellt Breiler klar. „Wir müssen alles reinlegen. Nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten auf dem Spielfeld.“

Denn absehbar ist, dass es im Sächsischen keine Schönheitspreise zu gewinnen gibt, sondern ein Kampfspiel wartet. Denn der HVC – gestartet mit einem 19:12-Erfolg in Ober-Eschbach sowie einer 17:24-Heimniederlage gegen Markranstädt – hat bislang spielerisch auch nicht gerade überzeugt, sucht nach einer alles andere als optimalen Vorbereitung sein Glück vor allem über die kompakte 6:0-Deckung. Mit dem Unterschied, dass es für Chemnitz, das im dritten Jahr drittklassig ist, in allererster Linie um den Klassenerhalt geht.

Beim Unterfangen, auch im Angriffsspiel wieder ein anderes Gesicht zu zeigen, wird Gedern/Nidda auf die Wurfstärke von Kristin Amos verzichten müssen. Die Rückraumlinke fehlt aus beruflichen Gründen, ist aber angesichts ihrer Handverletzung ohnehin noch nicht voll einsatzfähig. Ein Besuch bei einem Spezialisten in Heidelberg im Laufe der nächsten Woche soll Klarheit über den weiteren Weg bringen. In Chemnitz müssen also andere den Karren aus dem Dreck ziehen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (19.10.2019)

Männer dürfen zuhause ran

Gleich drei Teams kämpfen am Wochenende im Ligabetrieb um Punkte! Drei davon, nämlich alle drei Damenmannschaften, sind auswärts gefordert. Das einzige Heimspiel bestreiten die ersten Männer.

Denn am Sonntagnachmittag um 17 Uhr trifft die Truppe von Trainer Andreas Nau in der Gymnasiumhalle Nidda auf die HSG Lumdatal II. Angesichts von vier Siegen aus vier Spielen und der aktuellen Platzierung als Tabellenerster der Bezirksliga A können die HSG-Männer dieses Heimspiel mit viel Selbstvertrauen angehen. Klar ist aber ebenso: Auch gegen Lumdatals Zweite geht es nur mit voller Kraft und maximaler Konzentration. Denn Lumdatal ist mit 6:2 Punkten ebenfalls stark in die Runde gestartet.

Damen in Chemnitz gefordert

Derweil geht es für die ersten Damen in den Osten der Republik. Am Sonntag um 16.30 ist die Mannschaft von Christian Breiler beim HV Chemnitz gefordert. Dort will und muss das Drittligateam wieder ein anderes Gesicht als bei der Heimniederlage gegen Ober-Eschbach zeigen. Das Ziel: Gut spielen, doppelt Punkten. Sicherlich kein Selbstläufer gegen den mit einem Sieg und einer Niederlage gestarteten Gastgeber aus Chemnitz.

Eine längere Pause haben die zweiten Damen hinter sich. Drei Wochenenden hintereinander ruhte der Spielbetrieb in der Bezirksoberliga Gießen, nun geht es weiter: Für die Mannschaft von Coach Manfred Gerum am Samstag (18 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei der HSG Mörlen. 4:0 Punkte nach zwei Spielen bedeuten einen optimalen Start für die HSG-Zweite, die noch dazu Aufsteiger ist. So soll es natürlich weitergehen. Mörlen hat derweil bislang einen Sieg und eine Niederlage verbucht.

Erstes Spiel für dritte Mannschaft 

Saisonstart ist für die neue dritte Damenmannschaft. Nachdem das erste Spiel kampflos gewonnen wurde, geht es nun erstmals auf der Platte um Punkte. Dabei gastieren die Mädels am Samstag um 16 Uhr in der Bezirksliga C Süd bei der HSG Mörlen II.

Video: Pressekonferenz nach Ober-Eschbach

Die Pressekonferenz nach dem Spiel HSG Gedern/Nidda gegen TSG Ober-Eschbach (20:22) mit den beiden Trainern Christian Breiler und Christian Grzelachowski.

Gemischte Gefühle am Heimspieltag

Zwei Spiele, ein Sieg: Ein gelungener Heimspieltag war es nur für die ersten Männer. Die ersten Damen hingegen kassierten vor heimischer Kulisse eine Niederlage.

Das war nichts! Die HSG-Damen lieferten in eigener Halle eine überraschend schwache Vorstellung ab. Die bittere Folge war eine 20:22-Heimpleite im Hessenderby gegen die TSG Ober-Eschbach trotz einer 5:2-Führung zum Start und eines 14:11-Vorsprungs in der zweiten Hälfte. Damit stehen nach drei Spielen schon zwei Niederlagen zu Buche. Sicher kein Saisonstart, wie ihn sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler vorgestellt hatte.

Ganz anders ist die Lage bei den ersten Männern. Im Spitzenspieler der Bezirksliga A gegen den TUS Vollnkirchen setzte sich das Team von Coach Andreas Nau souverän mit 35:30 durch. Es war ein zu keiner Zeit gefährdeter Erfolg. Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel führen die HSG-Männer die Tabelle mit nun 8:0 Punkten an.

Zuversichtlich und angriffslustig

GEDERN/NIDDA – 25:25, 26:30, 25:28, 24:25, 20:30: Es ist eine Ergebnisreihe, die sich wie eine Schreckensbilanz liest. Seit fünf Spielen haben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda nicht mehr gegen die TSG Ober-Eschbach gewonnen, die letzten vier Duelle sogar allesamt verloren. „Eigentlich interessiert mich das gar nicht“, sagt Christian Breiler, der Trainer des heimischen Drittligisten. Dennoch: Wenn Ober-Eschbach heute Abend (18 Uhr) in der Gymnasiumhalle Nidda vorstellig wird, soll diese Serie natürlich endlich reißen.

HSG Gedern/Nidda –
TSG Ober-Eschbach, Samstag 18 Uhr

Zumindest eine dieser fünf Begegnungen weckt ohnehin Revanchegelüste. Nämlich die 20:30-Klatsche aus dem April 2018, mit der Gedern/Nidda die Meisterschaft verspielte, letztlich über Umwege aber doch in die 2. Bundesliga aufstieg. Trotzdem: „Wir wissen schon noch, was damals passiert ist. Natürlich brennen wir darauf, das auszumerzen“, versichert HSG-Coach Breiler.

Ohnehin herrschen bei den Wetterauerinnen Zuversicht und Angriffslust. Nicht zuletzt dank des bärenstarken Auftritts bei der haarscharfen 25:26-Niederlage im DHB-Pokalspiel beim Erstligisten Ketsch. Auf den in Betracht gezogenen Einspruch verzichtete die Spielgemeinschaft, Kraft kann sie aus dieser Partie aber allemal schöpfen. „Die Mannschaft hat gegen Ketsch gezeigt, wozu sie fähig ist. Das sollte uns Mut und Selbstvertrauen für die Saison geben“, sagt Breiler. „Wir müssen lernen, diese Intensität auch in Spielen gegen gleichstarke oder schwächere Teams reinzuwerfen. Wenn uns das so wie in Ketsch gelingt, dann wird es für jede Mannschaft in der 3. Liga schwer, uns zu schlagen.“

Die HSG, das wird klar, will ihre Zuschauer mit Power-Handball begeistern. Mit einer aggressiven Deckung und schnellem Umschalten nach vorne und ohne nachzulassen, weil ausreichend Wechselmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Halblinke Kristin Amos, in Ketsch nicht eingesetzt, ist wieder an Bord – wenn auch weiterhin gehandicapt. Auch die beiden Rückraumspielerinnen Hanna Rösner und Johanna Becker kehren ins Team zurück. Das einzige Fragezeichen steht hinter Youngster Aimée Mitzkat, die unter der Woche krank war.

Wohl nie zuvor ging Gedern/Nidda derart favorisiert in ein Spiel gegen Ober-Eschbach, doch dank ihrer sukzessiven Weiterentwicklung hat die Spielgemeinschaft die Bad Homburgerinnen, die letztmals 2013/14 in der 2. Liga dabei waren, mittlerweile deutlich überholt. Nur mit Ach und Krach gelang Ober-Eschbach via Relegation in der letzten Saison der Klassenerhalt, der auch für dieses Spieljahr das Ziel ist. Der Auftakt der TSG verlief mit Niederlagen gegen Chemnitz (12:19) und bei Aufsteiger Nieder-Roden (18:21) holprig, der jüngste 26:21-Erfolg gegen den Thüringer HC II war ein kleiner Befreiungsschlag.

Angesichts der vielen Neuzugänge kam der Stotterstart nicht völlig überraschend. „Der Weg des Zusammenfindens im Team ist lang, aber erste Schritte sind langsam erkennbar. Wir brauchen Zeit“, wirbt der neue Trainer Christian Grzelachowski, bereits der dritte Übungsleiter in diesem Kalenderjahr, um Geduld. Trotzdem reist der Wetzlarer nicht ohne Hoffnungen nach Nidda: „Außenseiter zu sein, macht uns brandgefährlich. Wir sind schwerer auszurechnen, da wir uns von Spiel zu Spiel entwickeln.“

Will die HSG Gedern/Nidda ihre Ziele – das obere Tabellendrittel – erreichen, muss gegen Ober-Eschbach jedoch ohne Wenn und Aber ein Heimsieg her. „Unser Anspruch“, sagt Trainer Breiler, „muss es sein, nach den nächsten drei Spielen 8:2 Punkte zu haben.“ Nach Ober-Eschbach heißen die Gegner Chemnitz und Nieder-Roden. „Die Mannschaft“, fordert der 42-Jährige, „muss brennen und heiß darauf sein, alles in die Waagschale zu werfen. Feuer frei!“

Quelle: Kreis-Anzeiger (12.10.2019)