Intensive Testphase der HSG Gedern/Nidda mündet in DHB-Pokalrunde

GEDERN/NIDDA – Der Ernstfall rückt zusehends näher. Am übernächsten Wochenende steht für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die erste Runde des DHB-Pokals an, zwei Wochen darauf startet auch der Ligabetrieb. Daran, bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie möglich in Form zu sein, arbeiten die Wetterauerinnen derzeit höchst intensiv, trainieren bis zu sechs Mal pro Woche. Es standen für die Spielgemeinschaft wieder zwei Vorbereitungspartien an. Das Resultat: Ein knapper 26:25 (13:13)-Sieg gegen die Bundesliga-A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach, eine 21:28 (9:11)-Niederlage beim Erstligisten Kurpfalz Bären.

Kurpfalz Bären – HSG Gedern/Nidda 28:21 (11:9). Beim Neu-Erstligisten aus Ketsch, letztes Jahr noch Konkurrent in Liga zwei, schlug sich Gedern/Nidda sehr wacker und schaffte es, die Partie über weite Strecken ausgeglichen zu gestalten. Trotz des Fehlens von Spielgestalterin Hannah Niebergall (grippaler Infekt) sowie der beiden Außen Emely Nau und Alicia Pfaff. Die Basis: Die 6:0-Abwehr mit Leonie Nowak und Jessica Schmeißer im Innenblock funktionierte gut. Zudem kam die Mannschaft von Trainer Christian Breiler im Angriff immer wieder aus dem Rückraum oder über Kreisanspiele erfolgreich zum Abschluss. Zur Pause lagen die Kurpfalz Bären, die allerdings auch nicht in Vollbesetzung antraten, deshalb nur knapp mit 11:9 vorne. Auch im zweiten Abschnitt blieben die Gäste lange dran, ehe sich Ketsch in der Schlussphase über eine Intensitätssteigerung in der Deckung doch noch vom 17:15-Zwischenstand auf das finale 28:21 absetzen konnte. „Das war ein ordentliches Spiel von uns“, zeigte sich Breiler zufrieden.

HSG Gedern/Nidda: Elisath, Heß; Rösner, Schüler (2), Kraft, Thiele (1), Schmeißer, Kaiser (6/1), Becker (2), Nowak (1), Schindler (9/2)

HSG Gedern/Nidda – HSG Bensheim/Auerbach 26:25 (13:13). Nach einer weiteren zweistündigen Trainingseinheit gelang es dem Drittligisten nur schwerlich, richtig in Schwung zu kommen. Vom Start weg fehlte bei allem Engagement in der offensiven Deckungsformation die letzte Konsequenz. Deshalb schaffte man es nicht, die Bundesliga-A-Jugend aus Südhessen um die herausragende Rückraumlinke Rugile Bartaseviciute (13 Tore) auf Abstand zu halten. Positiv jedoch, dass die HSG vielfach über gute Anspiele an den Kreis zum Torerfolg kam. Über 4:4 (8.) und 9:9 (21.) blieb es bis zum Pausen-13:13 eine ausgeglichene Angelegenheit. Nach Wiederbeginn war zusehends erkennbar, dass die Beine der HSG-Ballwerferinnen allmählich müde wurden. Vorne schlichen sich vermehrt Fehler ein und kam der Spielfluss abhanden, auch defensiv war man mehrfach einen Schritt zu spät. Deshalb dominierten zwischenzeitlich sogar die Gäste das Geschehen, erspielten sich eine 24:20-Führung (53.). Doch mit der Umstellung auf eine 6:0-Abwehr schaffte es die Breiler-Sieben, das Spiel doch noch zu wenden. Aimée Mitzkat sorgte schließlich von der linken Außenseite mit dem letzten Treffer für den 26:25-Sieg. „In einem solchen Spiel“, kritisierte Breiler, „müssen wir viel mehr Dominanz über die Abwehr ausstrahlen. Ich würde mir wünschen, dass wir da von der ersten Minute an da sind und Spiele dann auch einfacher gewinnen können.“

HSG Gedern/Nidda: Elisath, Heß; Rösner (2), Schüler (1), Kraft (1), Nau, Thiele (1), Pfaff, Schmeißer (4), Kaiser (4), Becker, Nowak (6), Schindler (4/1), Mitzkat (3).

Quelle: Kreis-Anzeiger (20.08.2019)

Gedern/Nidda im Testmodus

GEDERN/NIDDA – Die Resultate, die die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in den bisherigen Vorbereitungsspielen zustande gebracht haben, kommen eher durchwachsen daher. Zwei Siege hat der heimische Drittligist bislang eingefahren, allerdings gegen den Ligakonkurrenten TSG Eddersheim auch eine klare Klatsche erhalten und gegen Drittliga-Neuling HSG Rodgau Nieder-Roden lediglich unentschieden gespielt. Jedoch: „Die Ergebnisse sind in den Testspielen zweitrangig, wir wollen einfach bestimmte Sachen ausprobieren“, stellt Trainer Christian Breiler klar.Daran ändert sich freilich auch an diesem Wochenende nichts. Heute geht es für die Spielgemeinschaft nach einem vormittäglichen Training ins Baden-Württembergische. Dort testet man um 16.30 beim Erstligaaufsteiger Kurpfalz Bären, gegen den man im Vorjahr noch im Bundesliga-Unterhaus angetreten war. Am Sonntag trifft die Breiler-Truppe dann um 13 Uhr in der Gymnasiumhalle Nidda auf die weibliche Bundesliga-A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach.

Quelle: Kreis-Anzeiger (17.08.2019)

Neue Abwehr auf Prüfstand

Gedern/Nidda (flo). Die Belohnung für die intensive Arbeit der vorherigen Tage war ein trainingsfreier Sonntag. Vielmehr ging es für die Handballerinnen des Drittligisten HSG Gedern/Nidda nach Gedern zum gemeinsamen Adventuregolf. Zuvor hatten die Wetterauerinnen im Rahmen ihres Trainingslagers nicht nur mehrfach trainiert, sondern auch zwei Testspiele absolviert: Das erste dieser beiden gegen Drittliganeuling HSG Rodgau Nieder-Roden endete 32:32, im zweiten setzte sich die Spielgemeinschaft deutlich mit 42:27 gegen den West-Drittligisten TVE Netphen durch.

Der Auftritt gegen Aufsteiger Nieder-Roden geriet eher durchwachsen, zur Pause lag Gedern/Nidda sogar mit 12:16 in Rückstand, weil die Abwehr nicht die gewünschte Stabilität auf die Platte brachte. Zwar gelang es der Mannschaft von Christian Breiler, die Partie im zweiten Abschnitt auch dank eines stellenweise guten Tempospiels umzubiegen. Doch aufgrund der suboptimalen Chancenverwertung glich der Kontrahent aus dem Offenbacher Raum schlussendlich noch zum 32:32-Endstand aus.

Im zweiten Testspiel des Wochenendes zeigte sich die HSG dann verbessert, der ersatzgeschwächte Gast aus Netphen wurde bisweilen förmlich überrollt. Das galt allen voran für das erste der drei jeweils 30 Minuten langen Drittel. Nach diesem nämlich führten die Wetterauerinnen bereits mit 15:4. „Da haben wir eine richtig gute Deckung gespielt und waren auch im Angriff sehr konzentriert“, lobt Breiler, dessen Ensemble über den 28:19-Zwischenstand nach dem zweiten Drittel schließlich deutlich mit 42:27 die Oberhand behielt.

In beiden Partien verteidigte der heimische Drittligist – wie bereits in der Vorwoche – in einer 5:1-Formation, die in taktischer Hinsicht eine Mischform zwischen einer 6:0- und einer 3:2:1-Variante darstellt. Das bedeutet freilich nicht, dass diese derzeit so intensiv getestete Abwehrsystematik die neue Hauptformation werden soll. Es ist vielmehr eine Trainingsform, in der sich jede Spielerin defensiv weiterentwickeln soll, um diese Fähigkeiten dann auch in anderen Systemen zur Geltung zu bringen. HSG-Coach Breiler erläutert: „In der 6:0 bügelt ein guter Mittelblock viele Fehler aus. Bei der 5:1 sind alle Positionen viel mehr gefordert, alle müssen aktiv mitarbeiten.“

Mit dem Trainingslager war Gedern/Niddas Übungsleiter jedenfalls zufrieden. „Die Mädels haben gut gearbeitet und ich denke, dass wir im Hinblick auf die Saison wieder einen Schritt weiter sind, auch wenn natürlich noch nicht alles hundertprozentig klappt“, so der 42-Jährige, der mit seiner Mannschaft in den nächsten Wochen den Fokus vermehrt auf spieltaktische und angriffsspezifische Inhalte legen wird. Am kommenden Wochenende stehen dann erneut zwei Vorbereitungspartien an: Am Samstag (16.30 Uhr) beim Neu-Erstligisten Kurpfalz Bären, am Sonntag (14 Uhr) zuhause gegen die A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach.

Mulch pausiert

Definitiv nicht an Bord sein wird dabei Carmelina Mulch. Die 21-jährige Außenspielerin, die in einem Reisebüro tätig ist, hat sich aufgrund beruflicher Veränderungen entschlossen, eine Handballpause einzulegen und wird der HSG somit nicht mehr zur Verfügung stehen. Dagegen hat die zwischenzeitlich aufgrund einer Kehlkopfverletzung ausgefallene Rückraumspielerin Johanna Becker wieder mit Laufeinheiten begonnen und soll in den nächsten Tagen auch ins Training zurückkehren. Wann selbiges bei Kristin Amos (nach Mandel-OP) der Fall sein wird, steht indes weiter in den Sternen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (12.08.2019)

HSG Gedern/Nidda bereitet sich mit Traininglager in eigener Halle auf Drittliga-Saison vor

Gedern/Nidda (flo). Trainieren, spielen, trainieren, spielen, trainieren: So lässt sich das Programm zusammenfassen, das den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda an diesem Wochenende im Rahmen der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit in der 3. Liga Mitte bevorsteht. Von Freitag an bestreiten die Wetterauerinnen nämlich ein dreitägiges Trainingslager in der eigenen Halle – und absolvieren in diesem Zuge auch die nächsten beiden Testspiele.

Dabei empfängt die Mannschaft von Trainer Christian Breiler am Freitag (19 Uhr) den Aufsteiger und zukünftigen Ligakonkurrenten HSG Rodgau Nieder-Roden in der Niddaer Gymnasiumhalle. Zuvor stehen bereits zwei Trainingseinheiten an. Ganz ähnlich sieht es auch am Samstag aus. Dann duelliert man sich, ebenfalls in der heimischen Spielstätte, mit dem West-Drittligisten TVE Netphen. Eigentlich war für Samstag ein zweiter Test vorgesehen, jedoch sagte Süd-Drittligist ESV 1927 Regensburg aufgrund personeller Probleme ab. „Das ist aber kein Problem. Wir haben ohnehin Trainingslager, so dass wir dann einfach eine Einheit mehr machen“, sieht Gedern/Niddas Trainer die Absage gelassen.

Einige Ausfälle

Die eine oder andere Akteurin wird das Intensiv-Wochenende allerdings verpassen. Torfrau Sandra Elisath weilt studienbedingt weiterhin auf einer Exkursion. Ob Linksaußen Carmelina Mulch (umgeknickt) und Rückraumspielerin Kristin Amos (nach Mandel-OP) mittun können, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Bei Johanna Becker, die sich in der Vorwoche beim Testspiel in Eddersheim am Kehlkopf verletzt hatte, ist ein Mitwirken unwahrscheinlich.

Quelle: Kreis-Anzeiger (09.08.2019)

HSG Gedern/Nidda will offensiv decken

GEDERN/NIDDA – Das Pensum ist beachtlich – wie eigentlich jedes Jahr. Seit drei Wochen befinden sich die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in der Vorbereitung auf die anstehende Saison in der 3. Liga Mitte. Bislang haben sich dabei 13 Einheiten summiert. An diesem Wochenende stehen nun auch die ersten beiden Testspiele an.

Beide Male tritt die Spielgemeinschaft auswärts an, beide Male gegen solche Mannschaften, die ebenfalls drittklassig unterwegs sind. Nach einem vormittäglichen Training wird das Ensemble von Trainer Christian Breiler am Samstag um 14.30 Uhr zunächst beim langjährigen und auch zukünftigen Ligakonkurrenten TSG Eddersheim gefordert sein.

Anschließend geht es ins Rheinhessische, dort steht um 17.30 Uhr die Partie beim West-Drittligisten 1. FSV Mainz 05 II auf dem Programm. Nicht dabei sein werden Spielgestalterin Hannah Niebergall (Urlaub) sowie Kristin Amos. Die Rückraumlinke fehlt aufgrund der Nachwirkungen einer Mandeloperation, hat noch nicht trainiert. „Wir müssen abwarten, wann sie ins Training einsteigen kann“, erklärt Breiler.

Amos‘ Ausfall ist jedoch die einzige Schwierigkeit der bisherigen Vorbereitung. Ansonsten nämlich gilt: „Bisher ist so weit alles gut. Die Mädels sind in einem guten, teilweise sogar sehr guten Zustand aus der Pause gekommen. Jetzt geht es für uns in den handballerisch intensiven Teil“, sagt der HSG-Coach.

Tempospiel aufziehen

In den Tests gegen Eddersheim sowie die Mainzer Erstligareserve wird man aller Voraussicht nach insbesondere auf die im Training erarbeiteten offensiven Deckungsvarianten zurückgreifen. „Eine aktive Abwehr spielen, den gegnerischen Angriff unter Druck setzen und daraus ein Tempospiel nach vorne aufziehen“, skizziert Breiler. „In der 2. Liga war es letztes Jahr schwierig, unsere offensive Deckung tatsächlich in der Runde anzuwenden.“ Eine Klasse tiefer könnte das freilich wieder anders aussehen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (02.08.2019)

Teamevents in Winnerod und im Vogelsberg bereichern die Vorbereitung

Seit eineinhalb Wochen befindet sich die erste Damenmannschaft der HSG Gedern/Nidda nach einer wohlverdienten Sommerpause in der Vorbereitung auf die kommende Saison in der 3. Liga Mitte. In der Gymnasiumhalle Nidda wird dementsprechend fleißig trainiert. Um Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen, gibt es jedoch ebenso Teamaktivitäten außerhalb der Halle. Am vergangenen Wochenende etwa standen gleich zwei Ausflüge auf dem Programm.

Am Freitag war die Mannschaft von Trainer Christian Breiler zu Besuch im Golf-Park Winnerod. Dort tauschten die Damen den Handball gegen den Golfschläger. In einem lehrreichen Schnupperkurs mit Head Pro Uwe Wagener und Spielführer Dr. Marco Danisch erlernten die Mädels samt Trainer und Vereinspräsident theoretisch und praktisch, welche Techniken grundlegend für das Golfspiel benötigt werden. Dazu konnten sich die harzgewöhnten Handballerinnen an Abschlägen auf der Driving-Range und an Putts auf den Übungsgrüns ausprobieren.

Lehrreicher Golf-Schnupperkurs in Winnerod

Anschließend erfolgte ein kleines Kräftemessen auf dem öffentlichen 9-Loch Kurzplatz des Golfparks. Im Turniermodus „Alt gegen Jung“ starteten drei Flights, die intern gegeneinander spielten. Nach der Auszählung der Scorekarten ergab sich ein klarer Sieg von „Team Alt“ mit 3:0 gegen „Team Jung“.

Außerdem konnten sich als bestes „Team Jung“ Anne Heß und Alicia Pfaff, und im Pendant dazu, „Team Alt“ Johanna Becker, Leonie Nowak sowie Christian Breiler auszeichnen. Die wenigsten Schläge an einem Loch benötigten Kirsten Schindler und Hanna Rösner. Alle Sieger wurden mit Präsenten des Golfparks Winnerod ausgezeichnet und konnten den Abend bei einem Kaltgetränk auf der Terrasse ausklingen lassen.

Ein Tag im Vogelsberg

Tags darauf ging es dann in den Vogelsberg. Auf Einladung von Michael Heeg traf sich die Mannschaft am Teich in Sichenhausen. Von dort aus wurde die Gegend erkundet. Mithilfe einer abfotografierten Gruppe sollten die Mädels in drei Gruppen zum Hoherodskopf laufen. Was allerdings nicht bei allen Gruppen reibungslos klappte.

Als trotz dieser Irrungen letztlich alle auf dem Hoherodskopf angekommen waren, gab es als Belohnung einige Fahrten auf der Rodelbahn. Zurück am Teich in Sichenhausen kam es dann zur Fortsetzung von „Alt gegen Jung“ im Sprint-TicTacToe und Fußballtennis. Anschließend klang der Abend dann bei Flammkuchen, Bier und Gegrilltem aus.

Die Mannschaft bedankt sich sowohl bei Uwe Wagener als auch bei Michael Heeg für die beiden tollen Teamevents am vergangenen Wochenende.

Im DHB-Pokal zum TB Wülfrath

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Handball Bundesliga Frauen (HBF) in Köln wurden am Wochenende die Begegnungen der ersten Runde des DHB-Pokals ausgelost. Losfee Anna Loerper, Beisitzerin für die 1. Bundesliga im Vorstand der HBF, bescherte der HSG Gedern/Nidda in diesem Zuge eine Reise nach Nordrhein-Westfalen. Am 31.08./01.09. wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beim Viertligisten TB Wülfrath zu Gast sein.

Der Auslosungsmodus sah insgesamt 18 Mannschaften aus den beiden Bundesligen sowie 22 Teams aus den Landesverbänden vor – verteilt auf vier regional geordnete Lostöpfe mit je 8 bis 13 Teams. Da sowohl im „Lostopf West“ (9 Teams) als auch im „Lostopf Süd“ (13 Teams) eine ungerade Anzahl an Mannschaften vorlag, wurde in diesen beiden Staffeln jeweils ein Freilos gezogen, das die direkte Teilnahme an der zweiten Pokalrunde möglich macht. Diese Freilose fielen auf den Zweitligisten TuS Lintfort (West) und den BSV Phönix Sinzheim aus der Südbadenliga (Süd).

Ausgespielt wird Runde 1 am Wochenende um den 31. August/1. September 2019. Die Sieger der ersten Duelle erreichen die zweite Runde, wo sie dann auf die weiteren Mannschaften der 1. Bundesliga treffen – unter ihnen auch der Titelverteidiger Thüringer HC. Das OLYMP Final4 2020 ist für den 23. und 24. Mai angesetzt.

Spieltermine im Überblick:

Runde 1: 31. August/1. September 2019
Runde 2: 5./6. Oktober 2019
Achtelfinale: 2./3. November 2019
Viertelfinale: 11./12. Januar 2020
OLYMP Final4: 23. und 24. Mai 2019, Porsche-Arena Stuttgart

Drittliga-Mitte liegt in Hessen

Gedern/Nidda (flo). Noch befinden sich die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in der wohlverdienten Sommerpause. Ab Mitte Juli wird sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler auf die neue Saison vorbereiten. Jene, die der Zweitliga-Absteiger in der Mitte-Staffel der 3. Liga absolvieren wird. Dies vermeldete der für diese Spielklasse zuständige Deutsche Handballbund.

Die Mitte-Staffel ist im Grunde der Nachfolger der Ost-Staffel. Dass der Name angepasst wurde, hängt mit der Zusammensetzung der Liga zusammen. Klarer Schwerpunkt der 3. Liga Mitte ist nämlich nicht der Osten, sondern Hessen. Auf gleich fünf Gegner aus dem heimischen Bundesland wird die HSG Gedern/Nidda in der Saison 2019/20 treffen: Die TSG Ober-Eschbach, TSG 1888 Eddersheim, HSG Kleenheim-Langgöns, den Aufsteiger HSG Rodgau Nieder-Roden und den SV Germania Fritzlar.

Dazu kommen mit Neuling SV Union Halle-Neustadt II, dem Thüringer HC II, dem SC Markranstädt und dem HV Chemnitz vier Ost-Clubs. Komplettiert wird die Mitte-Staffel durch die fränkische TS Herzogenaurach, als Stadt vor allem bekannt durch die ansässigen Sportartikelhersteller, sowie die TSG Ketsch II aus Baden-Württemberg.

„Im Prinzip haben wir mit dieser Einteilung gerechnet, sportlich ist es für uns ganz gut gelaufen“, befindet Gedern/Niddas Vorsitzender Martin Schindler. Drei Zweitvertretungen sind freilich keine Wunschkonstellation, dafür gibt es allerdings massig hessische Duelle. Und gewiss auch einige Hochkaräter: Fritzlar als amtierender Vizemeister des Westens, Markranstädt und Kleenheim-Langgöns als Tabellenzweiter respektive -dritter der Ost-Staffel. „Die Staffeleinteilung berücksichtigt die Bedürfnisse der Vereine, optimiert Fahrstrecken und ermöglicht eine Vielzahl attraktiver Lokalderbys“, erklärt Horst Keppler, Vorsitzender der Spielkommission und zugleich Spielleiter der Frauen.

Aus den vier Staffeln steigen letztlich drei Staffelsieger in die 2. Bundesliga auf. Absteigen müssen aus jeder Staffel die drei Letztplatzierten. Der Start in die neue Drittligasaison erfolgt am 14./15. September.

Die 3. Liga Mitte im Überblick: TS Herzogenaurach, TSG Ober-Eschbach, SV Union Halle-Neustadt II, TSG Ketsch II, TSG 1888 Eddersheim, Thüringer HC II, SC Markranstädt, HSG Gedern/Nidda, HSG Rodgau Nieder-Roden, HSG Kleenheim-Langgöns, SV Germania Fritzlar, HV Chemnitz.

Quelle: Kreis-Anzeiger (17.06.2019)

HSG verabschiedet sich mit Auswärtssieg

Raus mit Applaus. Nach einem Jahr verabschiedet sich die HSG Gedern/Nidda zwar wieder aus der 2. Bundesliga. Doch es bleibt die Erkenntnis, mit der eigenen Philosophie auch in diesen Sphären mithalten zu können. Das zeigte nicht zuletzt der 28:27-Auswärtserfolg bei der SG H2Ku Herrenberg zum Saisonabschluss.

„Das war ein schöner Schlusspunkt der Saison. Wie wir uns präsentiert haben, war schon gut“, freute sich Trainer Christian Breiler über den doch etwas überraschenden Auswärtserfolg in Herrenberg. Lediglich in der Anfangsphase lief die Spielgemeinschaft dem Geschehen etwas hinterher. Die Gastgeberinnen zeigten, dass sie vor über 600 Zuschauern in der stimmungsvollen Markweghalle zum Abschluss und gewiss auch anlässlich der Verabschiedung einiger Spielerinnen unbedingt noch einmal gewinnen wollten. Also legte die SG stürmisch los, führte erst mit 4:2 (9.), dann sogar mit 8:4 (14.).

Spiel gedreht

Doch Gedern/Nidda, ohne die fehlende Torjägerin Kristin Amos nach Baden-Württemberg gereist, fand zunehmend besser ins Spiel, legte in der Deckung zu, kam so zu einfachen Toren, ließ den Ball aber auch im Positionsangriff gut laufen und kam so regelmäßig zu guten Abschlusssituationen. Rückraumspielerin Sabine Eisenacher besorgte schließlich in der 25. Minute den 11:11-Ausgleich, ehe beim 13:13-Pausenstand die Seiten gewechselt wurden.

Die Breiler-Mannschaft knüpfte im zweiten Durchgang nahtlos an das Ende des ersten Abschnitts an. Die logische Folge: Kreisläuferin Leonie Nowak stellte auf 16:15 (34.) und brachte ihre Farben damit erstmals in Führung. Diese wuchs anschließend sogar auf 20:17 (41.) an, ehe Herrenberg mit einem 3:0-Lauf auf 20:20 (45.) gleichzog und die Begegnung danach ein Kopf-an-Kopf-Rennen blieb. Und das sogar bis zum 26:26 (58.). Rechtsaußen Kirsten Schindler brachte die HSG dann zunächst mit 27:26 in Front, ehe man sich in der Abwehr den Ball erkämpfte und Eigengewächs Alicia Pfaff von der linken Außenposition auf 28:26 erhöhte. Als die Schlusssirene beim 28:27-Endstand ertönte, durfte mit den zahlreich mitgereisten Anhängern gejubelt werden.

„Wahnsinniges geleistet“

Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen hat die HSG Gedern/Nidda nun ordentliche 15 Punkte auf dem Konto, schließt die Saison somit als Vorletzter ab. Ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen geht damit zu Ende. HSG-Trainer Breiler resümiert: „Für unsere Möglichkeiten haben wir Wahnsinniges geleistet.“

Foto: Tobias Baur

Emotionale Höhepunkte bei den Kuties zum Abschluss

HERRENBERG. Nichts war’s mit dem perfekten Saisonfinale in der Markweghalle. Zum Abschluss der Saison 2018/2019 mussten sich die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg gegen Absteiger HSG Gedern/Nidda mit 27:28 geschlagen geben. Emotional erlebten die rund 600 Zuschauer dennoch einige Höhepunkte, als nach der Partie sieben Spielerinnen verabschiedet wurden. „Natürlich hätten wir uns sehr gerne mit einem Punkt belohnt“, zog Trainer Mike Leibssle einen Schlussstrich unter das letzte Spiel, „aber das wird an so einem Abend ein bisschen zur Nebensache.“

Zunächst ging es gut los für die Kuties, als Top-Torschützin Lea Neubrander die 3:1-Führung nach knapp sechs Minuten markierte. Doch Gedern/Nidda zeigte von Anfang an eine couragierte Einstellung und ließ sich nicht abschütteln. Zwar setzte sich das Gäu-Team zunächst auf 8:4 durch Lisa Gebhard ab (14.), konnte diese Führung zum Leidwesen der Fans allerdings nicht verwalten. Abwehrchefin Katrin Schröder konnte aufgrund eines Nasenbeinbruchs nicht aktiv mitwirken. Zum Karriereende durfte sie jedoch zum Siebenmeterversuch nochmals auf die Platte, ein Tor erzielte sie nicht. „Aber vor allem in der Abwehr hat uns ihr Ausfall sehr wehgetan“, erklärte Leibssle. Doch auch im Angriff stockte es zunehmend. Zur Halbzeit hatten die Gäste dann zum 13:13 ausgeglichen. Überhaupt merkte man dem Absteiger an, dass er sich mit einem Ausrufezeichen aus der Liga verabschieden wollte. So sah der zahlreich mitgereiste Anhang, wie die Mannschaft von Gäste-Trainer Christian Breiler durch einen Treffer von Leonie Isabel Nowak erstmals in Führung ging (34.). Fortan liefen die Hausherrinnen ihrerseits einem Rückstand hinterher. Mike Leibssle reagierte mit einer Auszeit und brachte neues Personal aufs Feld. Die Umstellungen fruchteten: Zweimal Katrin Friedrich und einmal Saskia Putzke egalisierten den Spielstand zum 20:20 (45.).

Beim 26:26 läuft alles auf ein Herzschlagfinale hinaus

Alles lief auf ein Herzschlagfinale hinaus, als Lea Neubrander drei Minuten vor Schluss zum 26:26 traf. In der letzten Minute kamen die Kuties nochmals auf 27:28 durch Rechtsaußen Lisa Gebhard heran, doch es sollte der letzte Treffer der SG H2Ku in dieser Saison bleiben. Die HSG ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und übergab die Rote Laterne an Trier.

Die Herrenbergerinnen beenden die Runde nach dieser Niederlage auf Rang acht. Ein beachtliches Ergebnis, wenn man diese verletzungsgebeutelte Saison noch einmal Revue passieren lässt. „Einfach sensationell, was diese Mannschaft geleistet hat“, zeigte sich auch der sportliche Leiter Ingo Janoch bei der anschließenden Verabschiedung beeindruckt. Für insgesamt sieben Spielerinnen war es das letzte Spiel im SG-Trikot.

Mit minutenlangen Ovationen bedankten sich die Fans vor allem bei Katrin Schröder, Monika Lide, Saskia Putzke und Lisa Gebhard. Die vier Leistungsträgerinnen beendeten ihre beeindruckenden Karrieren. „Da verlassen uns ganz besondere Spielerinnen, die große Fußstapfen hinterlassen“, so Mike Leibssle. Bis Ende Juni haben seine restlichen Schützlinge nun frei, ehe es in die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 geht. „Bis dahin sollen sich alle nach diesen emotionalen Wochen sowohl körperlich als auch mental erholen.“ Verdient haben sich das die Kuties allemal.

Quelle: Kreiszeitung Böblinger Bote (20.05.2019)