Aufholjagd? Später vielleicht

Gedern/Nidda (flo). Hätte sich die HSG Gedern/Nidda im letzten Heimspiel nicht eine gar so hohe Klatsche eingefangen, womöglich wären die heimischen Zweitliga-Handballerinnen in den Genuss einer freien Woche gekommen.“ Nach dem Spiel gegen Mainz wäre das aber nicht das richtige Zeichen gewesen“, erklärt Trainer Christian Breiler. Also wurde weitertrainiert, vornehmlich im individuellen Bereich. Die eine oder andere Spielerin nutzte die Tage dennoch zu einem Kurztrip, immerhin war das vergangene Wochenende spielfrei. „Jetzt“, weiß der HSG-Coach, „müssen wir nochmal zwei Monate Vollgas geben.“ Sieben Spiele stehen noch an, gleich das erste davon hat es in sich: Am Samstag (19 Uhr, Nordheidehalle) muss der Tabellenvorletzte beim Spitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten ran.

Samstag, 19 Uhr, HL Buchholz 08-Rosengarten – HSG Gedern/Nidda

Die Niedersächsinnen, die aus finanziellen Gründen nicht aufsteigen wollen und dementsprechend keinen Lizenzantrag für die Bundesliga eingereicht haben, sind bereits eifrig mit den Planungen für die nächste Saison beschäftigt. Eine der Neuverpflichtungen, die die Luchse bislang getätigt haben: Kim Berndt. Die 28-Jährige wurde im Internat der HSG Blomberg/Lippe ausgebildet, ist auf der mittleren Rückraumposition seit beinahe acht Jahren eine feste Größe in der Bundesliga und steht derzeit noch in Diensten von Bayer Leverkusen. Zudem wird Johanna Heldmann, Top-Torschützin des Zweitliga-Vierten Beyeröhde-Wuppertal, zurückkehren. Diese beiden Verpflichtungen sind aber nicht nur Transfercoups für Buchholz-Rosengarten, sondern in diesem Fall eben auch ein Sinnbild. Dafür, in welchen Sphären sich die HSG Gedern/Nidda in diesem Spieljahr bewegt, mit welchen Gegnern sie sich misst. Mit solchen nämlich, die sich mit Top-Zweitligaspielerinnen oder gestandenen Erstligakräften verstärken. Zum Vergleich: Gedern/Niddas Rückraumspielerin Kristin Amos, mit 147/63 Treffern beste Werferin ihrer Mannschaft, kam vor dieser Saison aus der viertklassigen Oberliga.

„Auf so ein Spiel muss man sich freuen. Dass wir uns mit solchen Spielerinnen messen dürfen, ist schon etwas Außergewöhnliches“, meint HSG-Trainer Breiler. Eine davon: Kim Land. Die bundesligaerfahrene 24-Jährige führt auf der Rückraum-Mitte-Position nicht nur Regie, sondern ist mit 109 Treffern auch die erfolgreichste Schützin des Spitzenreiters. „Sie ist eine Ausnahmespielerin“, sagt Breiler. Ohnehin: „Was Rosengarten spielt, das ist schon hohes Niveau. Sie gehen 60 Minuten lang volles Tempo.“

Will seine Mannschaft eine weitere Abfuhr verhindern, muss sie deutlich mehr Gegenwehr leisten, als das beim 20:38 gegen Mainz 05 insbesondere in der ersten Hälfte der Fall war. Zumal Buchholz-Rosengarten eine echte Heimmacht ist. In seinen elf bisherigen Heimspielen hat der amtierende Zweitligameister gerade einmal einen einzigen Zähler abgegeben – nämlich beim 24:24gegen Mainz. „Wir müssen in der Abwehr von Anfang an hundertprozentig da sein“, fordert Breiler. „Wenn man ihnen einen Zentimeter Raum gibt, wird das sofort ausgenutzt. Wir müssen also an der Gegenspielerin sein und zusammen verteidigen.“

Unterdessen ist die Nachricht, dass es in der 2. Liga aufgrund des Rückzugs von Erstligist TV Nellingen nur zwei Absteiger geben wird, natürlich bei der HSG angekommen. „Wir haben es nebenbei registriert“, so Breiler. Denn: Zwar bringt diese Entwicklung eine neue Resthoffnung mit sich, jedoch müsste man im Endspurt fünf Punkte mehr als der Drittletzte Werder Bremen einsammeln. „Es ist nicht völlig unmöglich“, sagt Breiler, „aber wir haben keine gute Ausgangsposition.“ Klar ist: Sollte Gedern/Nidda tatsächlich noch eine Aufholjagd starten, dann wohl erst nach dem Gastspiel beim übermächtigen Tabellenführer.

Mit dem Zug werden die Wetterauerinnen am Samstag nach Buchholz reisen, ehe es am Sonntagmorgen wieder in die Heimat geht. Fraglich ist, ob Rückraumkraft Amos die Reise mitantreten wird. Die HSG-Torjägerin ist bereits seit letzter Woche krank und konnte seitdem nicht trainieren.

Quelle: Kreis-Anzeiger (30.03.2019)

Es geht zum Tabellenführer

Nach einem spielfreien Wochenende steht nun der 24. Spieltag in der 2. Bundesliga an. Für die HSG Gedern/Nidda geht es dabei am Samstag (19 Uhr) in die Metropolregion Hamburg zum Tabellenführer und amtierenden Meister HL Buchholz 08-Rosengarten. Der Gastgeber streamt das Spiel live auf seiner Facebookseite.

Für die HSG ist es der Abschluss der Spiele gegen die Spitzenteams der Liga. Zunächst ging es zu den Kurpfalz Bären nach Ketsch, dort gab es eine 25:34-Niederlage, anschließend kam Mainz 05, dem man mit 20:38 unterlag. Nun also der Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten, der sich gegen einen möglichen Aufstieg entschieden hat. „In Ketsch haben wir uns gut aus der Affäre gezogen. Gegen Mainz war die erste Halbzeit nicht so gut, die zweite Hälfte war dann in Ordnung“, blickt Trainer Christian Breiler zurück.

„Das ist etwas Außergewöhnliches“

Seine Mannschaft wird sich in Buchholz mächtig ins Zeug legen müssen, um den Gegner nicht ins Rollen kommen zu lassen. Insbesondere das Tempospiel der Luchse ist gefürchtet, dazu verfügen sie mit Mittelfrau Kim Land (109 Tore) über eine Ausnahmespielerin. Dementsprechend wird in der Deckung eine Leistung am Limit nötig sein.

Das gelang im Hinspiel über weite Strecken, „da haben wir bis zur 50. Minute ein richtig gutes Spiel gemacht“, erinnert sich Breiler. Am Ende – und dies verdeutlicht die Klasse des Gegners – stand dennoch eine 25:36-Niederlage zu Buche. „Das ist schon hohes Niveau, was Rosengarten spielt“, sagt der HSG-Trainer. „Dass wir uns mit solchen Spielerinnen messen dürfen“, so Breiler, „ist schon etwas Außergewöhnliches.“

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Es geht so langsam in den Saisonendspurt! Für die ersten Damen im Zweitligaabstiegskampf, für zwei andere Mannschaften im Aufstiegsrennen. Der Ausblick auf ein Wochenende, an dem alle vier Teams auswärts im Einsatz sind.

Für die ersten Damen geht es in Richtung Norden – mal wieder. Am Samstag um 19 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Christian Breiler in der Nordheidehalle bei den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten. Diese führen nach 23 von 30 Spieltagen die Tabelle der 2. Bundesliga mit einem Punkt Vorsprung auf die Kurpfalz Bären an, haben sich aber bereits gegen einen möglichen Aufstieg entschieden. Die Tatsache, dass die Luchse zuhause erst einen Punkt abgegeben haben, veranschaulicht die Schwere der Aufgabe für die HSG-Damen.

Männer I und Damen II im spannende Aufstiegskampf

Es geht hoch her im Aufstiegskampf der Bezirksliga A. Alle Trümpfe in der Hand hat die SG Rechtenbach, die vor den verbleibenden vier Begegnungen drei Zähler Vorsprung auf den zweiten Platz hat und sich somit auf dem Meisterschaftskurs befindet. Dahinter kämpft ein Trio um den zweiten Tabellenplatz: Vollnkirchen (34:10 Punkte), die HSG-Männer (34:10) und der TV Hüttenberg III (33:11). Ausrutscher sind also verboten. Dementsprechend ist das Team von Trainer Andreas Nau in der Pflicht, am Samstag (20 Uhr) beim Drittletzten HSG Eibelshausen/Ewersbach doppelt zu punkten.

Apropos Aufstiegskampf: Mittendrin statt nur dabei sind in diesem auch die zweiten Damen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster führt die Tabelle der Bezirksliga A derzeit mit drei Punkten Vorsprung auf den Zweiten HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach an. Allein: Nach der Saison werden aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls drei Punkte abgezogen. Weil die Schuster-Truppe den direkten Vergleich gewonnen hat, hätte sie bei Punktgleichheit die Nase vorne. Doch aufgrund der Gemengelage gilt es, weiterhin fleißig Punkte einzufahren. In diesem Kalenderjahr wurden alle bisherigen sieben Spiele gewonnen. Diese Serie soll am Samstagnachmittag (16 Uhr) im Auswärtsspiel beim Tabellenneunten HSG Hungen/Lich II natürlich fortgesetzt werden.

Saisonende für Männer II

Für die zweiten Männer endet derweil am Sonntag die Saison. Der Abstieg aus der Bezirksliga C Süd steht bekanntermaßen längst fest. Wenn man also am Sonntag um 13.30 Uhr beim Tabellenvorletzten TSF Heuchelheim III zu Gast ist, geht es um nicht mehr allzu viel. Es ist allerdings die letzte Chance für die ersten Punkte der Saison.

Video: Pressekonferenz nach Mainz-Spiel

Die Pressekonferenz nach dem Spiel HSG Gedern/Nidda gegen den 1. FSV Mainz 05 (20:38) mit den beiden Trainern Christian Breiler und Thomas Zeitz.

HSG Gedern/Nidda haushoch unterlegen

NIDDA – Die Reihen in der Gymnasiumhalle waren dieses Mal verhältnismäßig gelichtet. Diejenigen, die zuhause geblieben waren, hatten nichts verpasst. Die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda bekamen nämlich mächtig eins übergebraten. Deutlich mit 20:38 (8:21) wurde der designierte Absteiger vom Aufstiegskandidaten 1. FSV Mainz 05 in die Schranken verwiesen.

HSG Gedern/Nidda –
1. FSV Mainz 05 20:38

Thomas Zeitz, der Trainer des Tabellendritten, ist es mittlerweile gewohnt, warme Worte für den Verlierer zu finden. Elf Mal hintereinander hat seine Mannschaft nicht verloren, zehn Spiele davon sogar gewonnen. Auch die Dienstreise ins Oberhessische avancierte zu einer lockerleichten Angelegenheit. Ohne dass die Rheinhessinnen über die volle Spieldauer an ihre Grenzen gehen mussten, schossen sie den Kontrahenten aus dessen Halle. Dennoch war Zeitz daran gelegen, eine Lanze für den unterlegenen Vorletzten zu brechen. „Ob das Spiel 38:20 oder 35:25 ausgeht, ist doch völlig uninteressant. Für Gedern/Nidda geht es doch darum, die Punkte gegen jemand anders zu holen“, sagte der 05-Coach. „Dass sie zu diesem Zeitpunkt noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben, davor muss man den Hut ziehen. Sie haben ihren Job in dieser Saison bisher hervorragend gemacht.“

Im Nachbarschaftsduell gelang das – wie schon bei der 19:39-Klatsche im Hinspiel – freilich nicht. Die Spielgemeinschaft war über weite Strecken der ersten Hälfte von der Rolle, sie wirkte, als hätte sie diese Begegnung bereits vor deren Beginn abgehakt. Eine gute Viertelstunde lang präsentierten sich die Gastgeberinnen völlig leb- und wehrlos, ließen die Demontage apathisch über sich ergehen. „In der ersten Halbzeit“, kritisierte Trainer Christian Breiler, „hat mir unsere Körpersprache nicht gefallen.“

Im Angriff agierte Gedern/Nidda statisch, schenkte obendrein das Harzleder einige Male leichtfertig her. Deshalb kam Mainz mehrfach zu einfachen Gegenstoßtoren, hatte aber mangels Gegenwehr und dank der eigenen spielerischen Klasse auch im Positionsspiel keinerlei Schwierigkeiten. Wie etwa die wurfgewaltige Mittelfrau Larissa Platen einen Hüftwurf zum 1:9 (11.) in die Maschen hämmerte, war aller Ehren wert. Als die Gäste in der 14. Minute per Tempogegenstoß auf 1:12 stellten, war Breiler gezwungen, früh eine zweite Auszeit zu nehmen. „Da musste man befürchten, dass es in Dimensionen geht, in die wir nicht wollten“, so der 41-Jährige.

„Wir haben es in den ersten 15 Minuten so konsequent“, freute sich FSV-Trainer Zeitz, „dass wir der HSG viel Luft genommen haben. Das ist eine Qualität, die meine Mannschaft dieses Jahr entwickelt hat.“ Nämlich auch einen heillos unterlegenen Gegner mit maximaler Geradlinigkeit zu überrollen. 20 Minuten dauerte es, ehe Gedern/Nidda nach zuvor vier Siebenmetertreffern zum ersten Feldtor kam. Nach einer Spielhälfte zum Vergessen leuchtete letztlich ein 8:21-Pausenrückstand auf der Anzeigetafel.

Immerhin: Obwohl die Partie selbstverständlich lentschieden war, versuchte die Breiler-Sieben im zweiten Durchgang, das Beste aus der Situation zu machen. Leonie Nowak und die eingewechselte Hanna Rösner sorgten im Innenblock dafür, dass etwas Leben in die Defensivarbeit kam. „Mir hat gefallen“, suchte der HSG-Trainer anschließend nach positiven Ansätzen, „dass die Mannschaft nach der Pause in der Abwehr von der Körpersprache her besser aufgetreten ist und ein etwas anderes Gesicht gezeigt hat.“ Dies sowie der Umstand, dass Mainz den Fuß ein wenig vom Gaspedal nahm, sorgten dafür, dass die zweite Hälfte etwas ausgeglichener verlief.

Ein Wochenende spielfrei

„Das war ein Zwei-Klassen-Unterschied, so eine Niederlage gehört auch mal dazu. Wenn das in der gesamten Runde immer so gewesen wäre, hätten wir uns sicherlich gefragt, ob es richtig war, in die 2. Liga zu gehen. Zum Glück war das aber nicht so“, sagte Breiler. „Ich hoffe, dass uns das in den nächsten Spielen nicht mehr passiert. Für uns heißt es jetzt: Mund abputzen, dann geht’s weiter.“ Und zwar mit dem nächsten Spitzenteam: Nach einer spielfreien Woche ist man am 30. März bei Tabellenführer HL Buchholz 08-Rosengarten zu Gast.

Quelle: Kreis-Anzeiger (18.03.2019)

Dynamites-Handballerinnen siegen weiter souverän

GEDERN – (rh). „Früher“, gibt Thomas Zeitz zu, „hätte so eine solche Situation schon dafür gesorgt, dass du ein wenig ins Grübeln gerätst.“ Besagte Situation – beim Frauenhandball-Zweitligisten FSV Mainz 05 war mit Vanessa Gerken kurzfristig auch die dritte Torhüterin der ersten Mannschaft ausgefallen – bremste die „Dynamites“ beim Aufsteiger HSG Gedern-Nidda freilich nicht. Im Gegenteil: Beim 38:20 (21:8)-Erfolg der Gäste gab es zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran, dass der Tabellendritte aus Mainz seine Serie auf nunmehr 21:1 Punkte ausbauen würde.

„Ich bin manchmal selbst überrascht über meine Mannschaft“, berichtete Zeitz nicht ohne Stolz: „Die Defensivleistung war von Beginn an überragend. Die Mädels waren so was von fokussiert.“ 12:1 führten die Dynamites nach 13 Minuten, beim 5:15 in der 20. Minute erzielte der wackere, aber hoffnungslos unterlegene Neuling sein erstes Feldtor. Leonie Moormann vom Drittliga-Team der 05er hatte so im Tor leichtes Spiel. „Leo hat mir in der Pause gesagt, dass ja auch nichts aufs Tor gekommen sei. Das sagt schon alles“, so Zeitz, der entspannt verfolgen konnte, wie seine Mannschaft nach den Ballgewinnen in der Abwehr immer wieder zu einfachen Toren kam. „Ich habe nach zwölf Minuten angefangen, munter durchzuwechseln. Das Personal, aber auch die Formation. Und die Mädels haben einfach weiter gemacht“, war der Dynamites-Coach voll des Lobes.

In Abschnitt zwei, in dem mit Alicia Simonelli auch die zweite Torfrau der 05-Zweiten zu ihrem Zweitliga-Debüt kam, ließen die Gäste kaum nach. „Ich bin super zufrieden“, so Zeitz, der am kommenden Freitag – die Dynamites haben in Liga zwei spielfrei – mit seinem Team ein Freundschaftsspiel beim SV Bad Camberg absolviert.

Quelle: Allgemeine Zeitung (18.03.2019)

HSG Gedern/Nidda hat gegen FSV Mainz 05 nichts zu verlieren

Gedern/Nidda (flo). Viermal in Folge haben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda verloren. Schwierigkeiten, Spaß ins Training zu bringen, hat Christian Breiler dennoch nicht. „Das ist unverändert“, sagt der Trainer, für dessen Mannschaft nun die nächste hammerharte Aufgabe ansteht. Der oberhessische Zweitligist hat am Samstag (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) den Tabellendritten 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

Samstag, 18 Uhr
HSG Gedern/Nidda – FSV Mainz 05

Wenn Gedern/Niddas Trainer über den kommenden Gegner spricht, schwingt in seinen Worten viel Begeisterung mit. „Das ist eine junge, hochtalentierte Mannschaft“, lobt Breiler. Zwei Spielerinnen der Mainzerinnen hat der 41-Jährige dabei ganz besonders im Auge: Alicia Soffel und Paulina Golla. „Das sind absolute Top-Talente. Wenn sie verletzungsfrei bleiben, bin ich überzeugt, dass sie irgendwann einmal an die Tür zur A-Nationalmannschaft klopfen“, sagt der HSG-Coach.

Soffel, 20 Jahre alt, ist mit 111/14 Toren die beste Werferin der 05erinnen. Kein Wunder also, dass die wurfgewaltige Rückraumlinke ein Angebot des Erstligisten VfL Oldenburg vorliegen hatte, dieses aber ablehnte. Selbst Bundestrainer Henk Groener wurde bereits auf Soffel aufmerksam, lud sie zweimal zu Regionallehrgängen des Nationalteams ein. Die 18-jährige Golla, die alle Rückraumpositionen bekleiden kann, steht derweil im Aufgebot der deutschen U19. Die Schwester von Johannes Golla, Kreisläufer bei der SG Flensburg-Handewitt, feierte bereits mit 15 Jahren ihr Zweitligadebüt. „Das ist eine Mannschaft mit ganz hoher Qualität“, schlussfolgert Breiler. „Da können sich unsere Zuschauer freuen, dass wir in einem Punktspiel auf so einen Gegner treffen.“

Welche Wucht die Mainzerinnen zu entwickeln imstande sind, bekam Gedern/Nidda im Hinspiel schmerzhaft zu spüren. Mit 19:39 wurden die Wetterauerinnen seinerzeit aus der Halle geschossen, zeigten eine der mit Abstand schwächsten Saisonleistungen. „Da haben wir uns ein Stück weit aufgegeben und es über uns ergehen lassen“, erinnert sich Breiler. Das soll und darf sich vor dem eigenen Publikum in dieser Form nicht wiederholen. „Wir wollen wie letzte Woche in Ketsch bis zum Schluss Gegenwehr zeigen und an unsere Stärken glauben“, fordert der HSG-Trainer. Klar ist, dass seine Mannschaft diese Aufgabe völlig befreit angehen kann, „wir können in so einem Spiel eigentlich nur positiv überraschen“.

Die Personallage hat sich mittlerweile wieder etwas entspannt, der optimale Zustand ist jedoch noch nicht erreicht. Mittelblockerin Hanna Rösner fehlte in der ersten Wochenhälfte krankheitsbedingt, dürfte im Gegensatz zur Auswärtspartie bei den Kurpfalz Bären aber wieder zur Verfügung stehen. Offen ist derweil das Mitwirken von Rechtsaußen Kirsten Schindler, die noch immer krank ist. „Wir müssen uns jetzt wieder fangen, sagt Breiler, „damit wir wieder komplett trainieren.“

Aufstiegsmotivation

Wie hoch die Hürde für die HSG ist, zeigt diese Statistik: Keines der letzten zehn Spiele hat Mainz verloren, sogar neun davon gewonnen, dazu kommt ein Remis beim Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten. Ausrutscher wie in der Hinrunde leisten sich die Rheinland-Pfälzerinnen längst nicht mehr, agieren vielmehr sehr konstant und überzeugend. „Wir haben mittlerweile ein gewisses Selbstverständnis“, so Trainer Thomas Zeitz gegenüber der Allgemeine Zeitung. Und obendrein haben sie eine zusätzliche Motivationsquelle: Der Gesamtverein unterstützt einen möglichen Aufstieg, der entsprechende Lizenzantrag wurde eingereicht. Einzige Bedingung: Die 05-Fußballer dürfen nicht aus der Bundesliga absteigen. Das ist ohnehin unwahrscheinlich. Also lebt der Mainzer Traum von der Bundesliga. Weil Buchholz-Rosengarten nicht aufsteigen wird, genügt dem Karnevalsverein sogar der aktuelle dritte Platz für den Weg in die Beletage.

Quelle: Kreis-Anzeiger (16.03.2019)

Dynamites wollen weiter punkten – egal wie

MAINZ – (rh). Zehnmal in Folge haben die Zweitliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 jetzt nicht verloren. 19 Punkte in diesen zehn Spielen sorgen dafür, dass der Traum vom Bundesliga-Aufstieg immer deutlichere Konturen annimmt. Aktuell stehen die „Dynamites“ auf Rang drei, der – Stand jetzt – das Team von Trainer Thomas Zeitz ins Oberhaus befördern würde. Die Messlatte liegt also hoch – und darin besteht die Gefahr. „Natürlich steigen die Ansprüche“, sagt Zeitz, „aber für uns ist es erst einmal nur wichtig, immer das nächste Spiel zu gewinnen.“

Besagtes nächstes Spiel steht für die Mainzerinnen am Samstag (18 Uhr) beim Aufsteiger und designierten Absteiger HSG Gedern/Nidda auf dem Programm. Eine Partie, bei der der Dritte aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt eigentlich nur verlieren kann. „Das ist ein absolut schwieriges Spiel. Gedern hat rein gar nichts zu verlieren und hat zuletzt beim 25:24 gegen Waiblingen gezeigt, dass es durchaus Berechtigung hat, in dieser Liga mitzuspielen“, spricht Thomas Zeitz mit großem Respekt vom Neuling: „Die können durchaus Handballspielen“.
Freilich wolle und werde seine Mannschaft gar nicht so sehr auf den Gegner schauen. „Die Spannung, die sich allein aus der Tabellenkonstellation ergibt, reicht aus, dass der Gegner nicht die ganz große Relevanz hat“, formuliert es der Dynamites-Trainer etwas kryptisch. Soll heißen: Die Mainzerinnen müssen eh am besten jedes Spiel gewinnen, um den Aufstieg auch perfekt zu machen.

Cipaian und Großheim wieder dabei

Den vergleichsweise kurzen Trip nach Gedern werden Simona Cipaian und Denise Großheim auch als aktive Spielerinnen wieder mitmachen können. Torfrau Kristin Schäfer sitzt auch im Bus, soll aber nach Möglichkeit noch einmal geschont werden. Leonie Moormann und Alicia Simonelli von der zweiten Mannschaft reisen deshalb ebenfalls mit. Thomas Zeitz: „Oberste Priorität haben die zwei Punkte. Wenn es dann auch noch ein schönes Spiel wird – umso besser.“

Quelle: Allgemeine Zeitung (16.03.2019)

Nachbarschaftsduell gegen Mainz 05

Das Schöne an der 2. Bundesliga: Sie liefert Woche für Woche sehr reizvolle Begegnungen. Auf die HSG Gedern/Nidda kommt nun das nächste Top-Team zu. Im Nachbarschaftsduell hat die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den Zweitliga-Tabellendritten 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

„Das ist eine junge, hochtalentierte Mannschaft mit großer Qualität“, sagt Gedern/Niddas Coach über den Gegner aus Rheinhessen. Dieser ist seit zehn Spielen ungeschlagen, hat in dieser Phase zehn Siege eingefahren. Zuletzt besiegte Mainz den TSV Nord Harrislee klar mit 34:27. „Sie sind variabel im Angriffsspiel, von jeder Rückraumposition torgefährlich und sehr stark in der zweiten Welle“, weiß Breiler um die Stärken der 05erinnen. Beste Torschützin des Teams von Trainer Thomas Zeitz ist Rückraumspielerin Alicia Soffel, die bereits 111/14 Treffer erzielt hat. Als Tabellendritter ist Mainz mittendrin im Aufstiegskampf, hat seinen Willen bekundet, nächstes Jahr in der 1. Liga zu spielen.

Mehr Gegenwehr zeigen

„Wir wollen uns deutlich besser präsentieren als im Hinspiel“, gibt Breiler die Marschroute vor. Damals musste sich seine Mannschaft in Mainz mit 19:39 geschlagen geben. Dieses Mal möchte man deutlich mehr Gegenwehr auf das Parkett bringen – klare Außenseiterrolle hin oder her. Der HSG-Trainer freut sich jedenfalls aufs Nachbarschaftsduell: „Unsere Zuschauer können sich freuen, dass wir in einem Punktspiel auf so eine Mannschaft treffen.“

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Ein ebenso vollgepacktes wie interessantes Wochenende liegt vor der HSG Gedern/Nidda. Nicht nur, dass alle vier Mannschaften im Einsatz sind. Vielmehr stehen auch spannende Begegnungen auf dem Programm.

Die ersten Damen bekommen es wie schon bei der 25:34-Niederlage bei den Kurpfalz Bären erneut mit einem echten Schwergewicht der 2. Bundesliga zu tun. Am Samstag um 18 Uhr ist nämlich der Tabellendritte 1. FSV Mainz 05 zum Nachbarschaftsduell in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast. Eine Mannschaft, die nicht nur mit zahlreichen Top-Talenten, sondern auch mit Aufstiegsambitionen bestückt ist. Seit zehn Spielen sind die Rheinhessinnen ungeschlagen, haben neun dieser zehn Partien gewonnen. Zahlen, die für sich sprechen.

Der Heimspieltag wird abgerundet von den ersten Männern. Diese treffen um 20 Uhr auf den Rangneunten HSV Butzbach-Degerfeld. Dabei ist die Mannschaft von Trainer Andreas Nau, die sich vergangenen Woche mit 32:26 bei Wettenberg III durchsetzte, klar in der Favoritenrolle. Um in der enorm dichten Spitzengruppe der Bezirksliga A Schritt zu halten, ist ein Heimsieg Pflicht.

Gipfeltreffen für zweite Damen

Wie man Spitzenspiele gewinnt, haben die zweiten Damen bereits gezeigt. Etwa letzte Woche beim 29:19-Heimerfolg gegen die KSG Bieber. Am Samstag um 18 Uhr steht nun aber das Spiel der Spiele an: Dann muss die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster als Spitzenreiter beim Tabellenzweiten HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach ran. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Im Hinspiel behielt die HSG-Zweite klar mit 32:23 die Oberhand. Mit einem Erfolg im Gipfeltreffen der Bezirksliga A würde man den Gegner auf drei Punkte distanzieren. Weil das Schuster-Team nach der Saison noch drei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommt, wäre somit der Aufstiegskampf auf Augenhöhe eröffnet.

Bleiben als vierter im Bunde die zweiten Männer. 13 Spiele in der Bezirksliga C Süd sind gespielt, alle wurden verloren. Am Sonntag (17 Uhr) hat man nun in der Sporthalle Gedern den Tabellenführer TSV Södel II zu Gast.