Zu viel liegen gelassen

Gerne wäre die HSG Gedern/Nidda mit einem Erfolgserlebnis in das freie Osterwochenende gegangen. Allerdings musste sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler dem TuS Lintfort vor 380 Zuschauern in der Niddaer Gymnasiumhalle mit 23:29 geschlagen geben.

Für Lintfort, das den Klassenerhalt durch diesen Auswärtserfolg unter Dach und Fach brachte, war es ein Start-Ziel-Sieg. Dennoch war es zumindest über weite Strecken der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Begegnung. So verkürzte HSG-Rechtsaußen Kirsten Schindler in der 24. Minute per Siebenmeter auf 8:10. Danach vergaben die Gastgeberinnen aber zu viele Chancen, so dass sich Lintfort bis zur Pausensirene auf 9:14 absetzen konnte.

Frühe Vorentscheidung

Zwei Überzahlsituationen zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nutzte der TuS dann, um die Führung weiter auszubauen. Nach 35 Minuten leuchtete ein 10:18 auf der Anzeigetafel. Somit war die Partie bereits sehr frühzeitig vorentschieden.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit lange offen gestaltet, aber letztlich die eine oder andere Chancen zu viel liegen lassen und in der ersten und zweiten Welle zu viele Bälle weggespielt. Sonst hätten wir das Spiel hinten raus ein bisschen enger gestalten können“, sagte HSG-Trainer Christian Breiler.

Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein meinte: „Das Ganze fußte auf einer sehr guten Abwehr in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel dann über die Zeit gebracht. Da ist kein großes Feuerwerk mehr abgebrannt worden, aber es hat gereicht, um die zwei Punkte mitzunehmen.“

„Zuschauer müssen wissen, dass wir sie brauchen“

Gedern/Nidda (flo). Endlich mal wieder gewinnen – das haben sich die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda auf die Fahnen geschrieben. Sieben Mal hintereinander hat der Aufsteiger verloren, ist mittlerweile ans Tabellenende der 2. Bundesliga abgerutscht. „Das macht sich bemerkbar, es ist nicht die einfachste Phase der Saison“, gesteht Trainer Christian Breiler. Umso mehr will die Spielgemeinschaft ihre Leidenszeit heute Abend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger TuS Lintfort beenden.

Samstag, 18 Uhr
HSG Gedern/Nidda – TuS Lintfort

Von den seit der Winterpause absolvierten 13 Begegnungen hat Gedern/Nidda elf verloren, den einzigen Sieg in diesem Kalenderjahr gab es Anfang Februar beim 25:20 gegen den VfL Waiblingen. Lang ist’s her. Selbstverständlich nagt eine solche Durststrecke am Selbstvertrauen.

Auch und gerade deshalb setzen die Wetterauerinnen auf das Publikum, das bislang erst zwei Heimsiege erleben durfte, aber dennoch die Treue hält. Im Schnitt kommen fast 400 Zuschauer pro Partie. „Wir durchlaufen gerade eine Phase, in der es wichtig ist, dass die Zuschauer wissen, dass wir sie brauchen“, stellt Linksaußen Isabell Schüler klar. „Das Wissen, die Zuschauer hinter uns zu haben und den Zuspruch auch in einer schwierigen Phase nicht zu verlieren, gibt uns Kraft und motiviert uns. Deshalb“, sagt die 25-Jährige, „wollen wir unsere Sache besser machen, als das in der letzten Zeit der Fall war.“

Trainer Breiler hofft jedenfalls, „dass wir einfach mal eine konstantere Leistung abrufen, dass wir unser Niveau mal bis zum Ende halten“. Was etwa bei der jüngsten 22:28-Niederlage bei der TG Nürtingen zum wiederholten Male in dieser Saison nicht klappte. Nur wenn eben das gelingt, wird die HSG noch den einen oder anderen Punkt einfahren. Das wiederum ist zwingend notwendig, um das Ziel, die Spielzeit nicht als Schlusslicht zu beenden, zu erreichen. Die DJK/MJC Trier, die einen Punkt mehr aufweist, wollen die Wetterauerinnen unbedingt noch überholen. Ob dieser vorletzte Platz für den Klassenerhalt reicht, steht in den Sternen.

Solche Gedanken muss sich der TuS Lintfort, der in fünf der letzten sieben Spiele ungeschlagen blieb, nicht machen. Die Klosterstädterinnen aus dem Westen des Ruhrgebiets haben als Rang-13. neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, lediglich rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht fix. Ein Grund dafür: Die Importe aus den Niederlanden. In Lintfort, nur einen Steinwurf von der Grenze zum Nachbarland entfernt, kommen fast schon traditionell einige Leistungsträgerinnen aus dem Beneluxstaat. Insbesondere Loes Vandewal füllt diese Rolle optimal aus. Mit 203/77 Treffern ist die 25-jährige Rückraumlinke, die einst bereits mit 15 Jahren in der niederländischen Eredivisie ihre Erstligapremiere feierte, auf Platz zwei der Torschützenliste. Auch mit den Leistungen von Vandewal hängt es zusammen, dass der TuS den langfristigen Ausfall von Leistungsträgerin Naina Klein (Kreuzbandriss) kompensiert hat.

„Das ist eine junge Mannschaft, die einen schnellen Ball spielt und einen guten Rückraum hat“, sagt HSG-Coach Breiler. Neuland ist die 2. Liga für Lintfort nicht, 2016/17 musste man nach dem Aufstieg direkt wieder nach unten, auch diese Erfahrung hilft der Mannschaft nun. „Sie sind uns in allen Bereichen ein, zwei Schritte voraus, haben auch in der Breite mehr Qualität“, sagt Breiler, der weiter auf Rückraumspielerin Johanna Becker (Muskelfaserriss) und womöglich auch auf Torfrau Anne Heß (nach Zahn-OP) verzichten muss. Im Hinspiel setzte sich Gedern/Nidda mit 24:21 durch.

Quelle: Kreis-Anzeiger (13.04.2019)

Endlich wieder Heimspiel!

In der 2. Bundesliga steht der 26. Spieltag an, die Saison neigt sich also spürbar dem Ende zu. Die HSG Gedern/Nidda darf sich dabei freuen, nach gut einem Monat endlich wieder ein Heimspiel zu absolvieren. Am Samstagabend um 18 Uhr ist nämlich der TuS Lintfort in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast.

Allzu gerne würde die HSG dann ihre Serie von sieben Niederlagen hintereinander beenden. Klar ist, dass die Saison keinesfalls austrudeln soll, sondern die verbleibenden Partien mit maximaler Einsatzbereitschaft angegangen werden, um noch möglichst viele Punkte zu holen. Was in dieser Spielklasse aber Woche für Woche eine große Herausforderung ist. Gerade dem treuen Anhang würde die Mannschaft von Trainer Christian Breiler gerne noch den einen oder anderen Heimsieg schenken. Immerhin drei Heimspiele sind noch zu bestreiten.

Das erste davon gegen den TuS Lintfort, den man im Hinspiel mit 24:21 bezwang. „Das ist eine junge Mannschaft, die schnellen Handball spielt“, sagt Breiler. Nach einer erfolgreichen Serie von 9:3 Punkten kassierte Lintfort am vergangenen Wochenende eine in der Höhe überraschende 26:35-Niederlage gegen Harrislee. Mit 19:31 Punkten steht der TuS auf dem 13. Tabellenplatz und muss sich mit dem Abstieg nicht mehr ernsthaft befassen. Top-Torschützin der Nordrhein-Westfälinnen ist die Niederländerin Loes Vandewal mit 203/77 Treffern.

 

TuS Lintfort will Klassenerhalt sichern

Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben vergangenes Wochenende schwach gespielt, wirkten bei ihrem Auftritt müde und ausgelaugt. Eine klare Heimniederlage gegen den TSV Nord Harrislee war die logische Konsequenz – nichts wurde es mit dem verfrühten Klassenerhalt. Nun gibt es den zweiten Matchball. Die TuS-Spielerinnen treten bei der HSG Gedern/Nidda, nahe Frankfurt, an und wollen es diesmal unbedingt besser machen. Ein Sieg, und der Klassenerhalt wäre in trockenen Tüchern. Die Partie findet Samstag, um 18 Uhr statt.

Wie schon in der Vorwoche, kommt es erneut zu einem Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger. Nur diesmal gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied: Der TuS Lintfort (19:31 Punkte) wird bei den restlichen fünf noch ausstehenden Spieltagen die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga um ein weiteres Jahr verlängern. Das Tabellenschlusslicht aus Gedern/Nidda (9:41) wird mit großer Wahrscheinlichkeit den bitteren Rückzug in Liga drei antreten müssen.

Lintfort ist seinem Kontrahenten in vielerlei Hinsicht überlegen, profitiert aber in erster Linie von der größeren und qualitativ besseren Kaderbreite. Und so verwundert es dann auch nicht, dass die TuS-Spielerinnen gerade in der stressigen und kräftezehrenden Meisterschaftsendphase mehr zuzusetzen haben. Lintfort hat in den vergangenen Wochen eine tolle Entwicklung genommen, eben nur mit dem Ausrutscher jüngst gegen Harrislee.

Die HSG Gedern/Nidda ist von ihren technisch/taktischen Mittel recht eingeengt, kann nur punktuell an guten Tagen wenn so ziemlich alles optimal zusammenläuft Ausrufezeichen setzen.

Und genau so einen „Feiertag“ gab es beim überraschenden 24:21-Auswärtserfolg beim TuS Lintfort, als die Gedern-Spielerinnen sehr fokussiert, konzentriert und diszipliniert in Erscheinung traten und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den TuS Lintfort knallhart aus allen Träumen rissen. Die HSG leistet stets in der ziemlich defensiv ausgerichteten Deckung gute Arbeit. Gerade in diesem Mannschaftsteil wird der nötige Teamgeist ausgepackt. Die Angriffe werden geduldig abgespult. Kristin Amos im linken Rückraum ist die überragende Torschützin. „Wir spielen natürlich auf Sieg. Aber bei der ausgeglichen Liga kann immer viel passieren“, weiß TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir werden nicht den Fehler begehen und die HSG Gedern/Nidda unterschätzen. Für uns ist wichtig, schnellstmöglich den Rhythmus zu finden, mit der nötigen Sachlichkeit und Konzentration.“

Der TuS Lintfort braucht am Samstag in Gedern/Nidda zunächst einmal eine übergeordnet, stabile und kampfstarke Defensivabteilung. Aber genau in diesem Mannschaftsteil muss bei der Zusammenstellung wahrscheinlich erneut improvisiert werden. Sollte Eva Legermann wegen ihrer Fußverletzung ausfallen, so gilt es neben Vanessa Dings eine weitere Spielerin zu finden, die im Zentrum „aufräumt“ und für Ruhe sorgt.

Quelle: Rheinische Post (11.04.2019)

HSG Gedern/Nidda rutscht ans Tabellenende der 2. Bundesliga

Nidda/Nürtingen (flo). Dieser Samstagabend war für die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in doppelter Hinsicht bitter. Nicht nur, dass sie selbst trotz 40 guter Minuten am Ende mal wieder mit leeren Händen dastanden und sich der TG Nürtingen mit 22:28 (13:12) geschlagen geben mussten. Obendrein gelang nämlich der DJK/MJC Trier der erste Sieg seit drei Monaten. In Summe beförderte das die Wetterauerinnen wieder auf den letzten Tabellenplatz.

TG Nürtingen –
HSG Gedern/Nidda 28:22

Christian Breiler, der Trainer des neuen Schlusslichts, etikettierte die Niederlage, mittlerweile bereits die siebte hintereinander, als „ärgerlich“. Nachvollziehbarerweise, denn seine Mannschaft hatte ihre Sache wieder mal über einen doch beträchtlichen Zeitraum sehr ordentlich gemacht. Sie war den Baden-Württembergerinnen, die den Klassenerhalt dank des Heimsieges nun auch rechnerisch fixiert haben, im ersten Durchgang nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen.

Insbesondere weil die Deckung stark aufspielte. Mit Innenblockerin Leonie Nowak, die in der vorangegangen Woche krankheitsbedingt nur ein einziges Mal trainiert hatte und in Nürtingen dennoch nahezu durchspielte, und mit Jessica Schmeißer, die im Zuge des Spezialistenwechsels die Abwehr auf der halbrechten Position stabilisierte. Den so wurfgewaltigen TG-Rückraum um Verena Breidert und Lea Schuhknecht hatte man deshalb gut im Griff. Das einzige Manko: Die Chancenverwertung. Nach dem 4:4-Ausgleich (10.) geriet Gedern/Nidda zwar vor der Pause nie in Rückstand, schaffte es aber auch nicht, seine Vorteile in Zählbares umzumünzen, weil zu viele Chancen ungenutzt blieben. Die knappe 13:12-Führung zur Pause war deshalb eigentlich zu wenig.

Doch die HSG blieb auch nach Wiederbeginn widerspenstig, baute ihren Vorsprung dann sogar aus. Bis zur von der wiedergenesenen Rückraumlinken Kristin Amos erzielten 18:15-Führung in der 38. Minute herrschte eitel Sonnenschein. Doch dann kam einigermaßen aus dem Nichts ein Umschwung. Urplötzlich zogen dunkle Wolken über dem Abstiegskandidaten auf. Weniger metaphorisch ausgedrückt: Es folgte – wie so häufig in dieser Saison – der Einbruch. Der einmal mehr folgenschwer war.

Erst vergab Rechtsaußen Kirsten Schindler in Überzahl einen Siebenmeter und somit die mögliche erneute Drei-Tore-Führung. Dann häuften sich die einfachen Ballverluste und Fehlwürfe. Insbesondere von den beiden Außenpositionen wollte gar nichts mehr funktionieren, vielmehr summierte sich eine zweistellige Anzahl an vergebenen Gelegenheiten. „Wenn wir aber von den Außenpositionen nicht treffen“, konstatierte Breiler, „wird es für uns schwer, ein Spiel zu gewinnen.“

Dass die HSG in der Folge zu einer Dominoreihe avancierte, durchkreuzte alle Hoffnungen. Teil für Teil fiel das Spiel in sich zusammen. Erst passte die Chancenverwertung nicht, dann kam in den Angriffsaktionen der Mut abhanden und es wurde primär quergespielt, ehe letztlich auch die Deckung Schwächen offenbarte. Dementsprechend stellten dann auch Nürtingens Shooterinnen Breidert (10/2 Tore) und Schuhknecht (4) ihre Qualität unter Beweis. Die TG drehte die Begegnung, zog erst auf 21:18 (45.) und dann auf 25:19 (51.) davon. In Summe legten die Gastgeberinnen also einen 10:1-Lauf hin, von dem sich die Breiler-Sieben, die in den letzten 22 Minuten nur noch vier Mal traf, selbstverständlich nicht mehr erholte.

Dass mit Amos und Nowak zwei Leistungsträgerinnen nach ihren krankheitsbedingten Ausfällen an Grenzen gerieten und mit Johanna Becker eine Rückraum-Alternative fehlte, ist nicht außer Acht zu lassen. „Wir sind momentan nicht in der Lage, eine solche Leistung über 60 Minuten abzurufen“, analysierte Breiler. Wohlwissend, dass diese Einbrüche auch mit voller Kraft regelmäßig vorkommen. „Es gelingt uns nicht“, sagt der HSG-Trainer, „ein gewisses Niveau beizubehalten.“ Es ist das Kardinalproblem dieser Spielzeit.

Die Mission für die letzten fünf Spiele dieser Saison ist klar: Die Rote Laterne wieder loswerden und die auf den vorletzten Rang gekletterten Trierer Miezen überholen. Drei Heimspiele hat der Neuling noch. Am nächsten Samstag gegen Mitaufsteiger TuS Lintfort, im Mai gegen die SG 09 Kirchhof und eben Trier. Durchaus Gegner, gegen die sich die Breiler-Mannschaft etwas ausrechnet.

Im Stenogramm

TG Nürtingen: Hesel, Lukau; Kunicke, Fischer (1), Wieder (3/1), Cleve, Schuhknecht (4), Breidert (10/2), Siller (2), Quattlender (4), Bauer (1), Treusch (3).

HSG Gedern/Nidda: Elisath, Heß; Rösner (1), Schüler, Niebergall (3), Kraft, Mulch (2), Thiele (1), Schmeißer, Eisenacher (2), Amos (7/4), Nowak (4), Schindler (2/1), Mitzkat.

SR: Friedel/Herrmann (Aue) – Z: 200 – Zeitstrafen: 8:4 Min. (Wieder, Schuhknecht, Bauer, Treusch/Schmeißer, Nowak) – 7m: 5/3:7/5 – Spielfilm: 4:4 (10.), 8:9 (20.), 12:13 (30.), 15:18 (38.), 20:18 (44.), 23:19 (50.), 25:19 (52.), 28:22 (60.).

Quelle: Kreis-Anzeiger (08.04.2019)

Nächster Schritt im Aufstiegskampf für zweite Damen

Die Gesamtbilanz des Wochenendes fällt negativ aus: Zwei Mal verloren, einmal gewonnen. Vor dem Endspurt gelang es ausschließlich den zweiten Damen, ihre Position zu halten. Der Rückblick.

Die ersten Damen kassierten auswärts eine ärgerliche Niederlage. Bei der TG Nürtingen zeigte die Mannschaft von Trainer Christian Breiler lange Zeit eine gute Leistung, konnte dieses Niveau in der Endphase aber nicht mehr halten und musste sich deshalb mit 22:28 geschlagen geben. Weil zudem die Miezen aus Trier erfolgreich waren, fielen die HSG-Damen am 25. Spieltag auf den letzten Platz der 2. Bundesliga zurück.

Einen Rückschlag im Aufstiegskampf gab es derweil für die ersten Männer. Das so richtungsweisende Heimspiel gegen den TUS Vollnkirchen verlor die Mannschaft von Coach Andreas Nau mit 28:30 und fiel damit auf Platz drei der Bezirksliga A zurück. Dementsprechend hat man es nun vor den letzten beiden Saisonspielen nicht mehr in der eigenen Hand, den Aufstiegsrelegationsplatz einzunehmen.

Damen II bleiben auf Kurs

Für das einzige Erfolgserlebnis zeichneten die zweiten Damen verantwortlich. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster besiegte die FSG Klein-/Lützellinden zuhause mit 25:23. Mit dem neunten Sieg in Folge bleibt man Spitzenreiter der Bezirksliga A und segelt weiterhin auf Meisterschaftskurs.

Gerüchteküche brodeln lassen

Gedern/Nidda (flo). Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Jahr für Jahr greift der identische Mechanismus: Umso näher das Saisonende rückt, desto intensiver wird das Gerede. Und es betrifft dieses Mal natürlich auch die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Sollte in der 2. Bundesliga überraschenderweise noch ein zweiter Platz frei werden, wären aktuell die Wetterauerinnen der Profiteur. Akute Anzeichen dafür gibt es keine, doch die Gerüchte halten sich hartnäckig. „Momentan“, betont HSG-Trainer Christian Breiler, „interessiert mich das gar nicht.“ Der Fokus liegt stattdessen auf der Auswärtsaufgabe am Samstagabend (19.30 Uhr, Theodor-Eisenlohr Sporthalle) beim Rangelften TG Nürtingen.

Samstag, 19.30 Uhr
TG Nürtingen – HSG Gedern/Nidda

Daran, in den verbleibenden sechs Partien noch eine Aufholjagd zu starten und den Drittletzten Werder Bremen unter Druck zu setzen, glaubt keiner mehr. Zu groß ist der Rückstand auf die Grün-Weißen, die seit dem vergangenen Spieltag und dem 25:24-Heimerfolg gegen Nürtingen sechs Punkte mehr und das deutlich bessere Torverhältnis als Gedern/Nidda haben. „Für uns“, gibt Breiler das Ziel für den Endspurt vor, „geht es vordergründig darum, den Abstand auf Trier auszubauen und den vorletzten Platz zu halten.“ Zum einen schlicht deshalb, um eben nicht als Schlusslicht abzusteigen. Zum anderen, um zur Stelle zu sein, sollte tatsächlich ein zweiter Verein seinen Rückzug verkünden. Auch im Abstiegsfall will sich der Aufsteiger mit einem guten Gefühl verabschieden. „Wir wollen noch ein paar Punkte holen, der eine oder andere Sieg soll noch dazukommen“, sagt Breiler.

Zuletzt war seine Mannschaft freilich regelmäßig weit von Erfolgserlebnissen entfernt. Die bittere Bilanz in diesem Kalenderjahr: Zwölf Spiele, zehn Niederlagen, nur drei Punkte. Sechs Pleiten in Folge stehen mittlerweile zu Buche, davon drei in zweistelliger Höhe. Ob in Anbetracht dessen derzeit eine erhöhte Frustrationstoleranz nötig sei? „Nein, das würde ich nicht sagen“, bescheidet der HSG-Trainer. „Natürlich sind wir mit Niederlagen wie gegen Mainz oder Rosengarten nicht zufrieden. Aber uns war vor der Saison bewusst, dass so etwas in der Konstellation, in der wir die 2. Liga angegangen sind, mal passieren kann.“

Mit ein Grund für die Pleitenserie sind die anhaltenden Personalprobleme, die sich wie ein roter Faden durch die Rückrunde ziehen. Kaum eine Woche vergeht ohne Hiobsbotschaften, der Trainingsbetrieb kann nahezu nie am Optimum erfolgen. Die Halbrechte Johanna Becker, die sich vor Wochenfrist in Buchholz einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, wird erst einmal ausfallen. Dazu steht hinter Kreisläuferin Leonie Nowak, die sich einen Virus eingefangen hat, ein Fragezeichen. Fällt die 28-Jährige aus, wird wohl Nadin Patz in den Kader rücken. Torjägerin Kristin Amos soll zwar wieder dabei sein, fehlte krankheitsbedingt aber rund zweieinhalb Wochen im Training.

Verhältnismäßig entspannt stellt sich derweil die sportliche Lage bei der TG Nürtingen dar. Der Club aus der Region Stuttgart hat mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun, hätte den Klassenerhalt bereits mit einem Unentschieden gegen Gedern/Nidda auch rechnerisch in der Tasche. Viel zu tun gibt es also vor allem hinter den Kulissen: Trainer Stefan Eidt, der die Mannschaft seit Januar 2013 trainiert und sie 2015 erstmals überhaupt in die 2. Liga führte, soll demnächst verlängern. Die Verhandlungen darüber avancierten wie schon im Vorjahr zu einer Hängepartie, der 38-Jährige wünscht sich mehr Professionalität im Verein. Um das zu realisieren, hat sich die TG mit Timo Schön, ehemals Geschäftsführer des Männer-Bundesligisten Bietigheim, einen Berater ins Boot geholt, der die Strukturen verbessern soll.

Auch die Kaderplanungen laufen auf Hochtouren. Einen schmerzhaften Abgang wird Nürtingen verkraften müssen: Verena Breidert, 39 Jahre alt und seit Jahren Torjägerin vom Dienst, wird ihre Karriere nach dieser Saison beenden. Insbesondere die wurfgewaltige Rückraum-Linkshänderin, derzeit mit 148/30 Treffen die viertbeste Werferin der Liga, wird die HSG Gedern/Nidda in den Griff bekommen müssen, um die Turngemeinde in Schwierigkeiten zu bringen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (06.04.2019)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Da waren es nur noch drei. Während die zweiten Männer ihre Spielzeit bereits beendet haben, geht es spätestens jetzt für alle anderen Mannschaften in die heiße Phase der Saison. Das anstehende Wochenende verspricht auf jeden Fall viel Spannung. Auch aufgrund des Heimspieltages in der Niddaer Gymnasiumhalle.

Für die ersten Damen geht es am Samstag (19.30 Uhr) in der 2. Bundesliga zur TG Nürtingen. Im Hinspiel musste man sich diesem Gegner mit 26:31 geschlagen geben. Nach sechs Niederlagen hintereinander, davon fünf gegen die Top Drei der Liga, wird man in Baden-Württemberg einen neuen Anlauf nehmen, die Punkteanzahl in den zweistelligen Bereich zu erhöhen. Die TG Nürtingen belegt mit 19:29 Zählern den elften Tabellenplatz.

Heimspieltag im Zeichen des Aufstiegskampfs

Derweil geht am Samstag in der Gymnasiumhalle Nidda ein Heimspieltag über die Bühne. Dieser steht ganz im Zeichen des Aufstiegskampfs. Um 17 Uhr treffen die zweiten Damen in der Bezirksliga A auf die FSG Klein-/Lützellinden. Um auf Aufstiegskurs zu bleiben, muss gegen den Tabellenfünften ein Sieg her. Dass jedoch kein Gegner zu unterschätzen ist, bewies letzte Woche der nur knappe 25:24-Erfolg bei der HSG Hungen/Lich II. Dementsprechend ist die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster gefordert, mit voller Konzentration zu Werke zu gehen.

Fast schon vorentscheidenden Charakter hat das Spiel der ersten Männer. Im absoluten Topspiel der Bezirksliga A treffen diese um 19 Uhr auf den TUS Vollnkirchen. Es ist das Duell des Zweiten gegen den Dritten, nur ein Punkt trennt beide Mannschaften. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Andreas Nau das drittletzte Saisonspiel, hat sie exzellente Chancen, in die Aufstiegsrelegation zu gehen. Selbiges gilt im umgekehrten Fall für Vollnkirchen. Es steht also einiges auf dem Spiel am Samstagabend.

Männer und Damen II gewinnen auswärts

Zwei Mal gewonnen, zwei Mal verloren. So lässt sich das vergangene Wochenende der HSG Gedern/Nidda in aller Kürze darstellen. Während die ersten Damen beim Tabellenführer unterlagen und die zweiten Männer auch im letzten Spiel der Runde punktelos blieben, fuhren die ersten Männer sowie die zweiten Damen auswärts doppelte Punktgewinne ein.

Nichts zu machen beim Spitzenreiter

Die ersten Damen mussten die Heimreise erwartungsgemäß mit einer Niederlage im Gepäck antreten. Beim Zweitliga-Tabellenführer HL Buchholz 08-Rosengarten mühte sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler zwar redlich, blieb aber dennoch ohne Chance. Mit 20:35 musste man sich letztlich geschlagen geben.

Die ersten Männer haben derweil ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach gab es einen 30:26-Sieg. Damit rückte die Mannschaft von Trainer Andreas Nau in der Bezirksliga A auf Relegationsplatz zwei vor. Am nächsten Samstag kommt es dann in der Gymnasiumhalle Nidda zum Kracher gegen den Tabellendritten TUS Vollnkirchen.

Gerade so durchgesetzt

Knapp, aber erfolgreich: Die zweiten Damen haben in der Bezirksliga A Gießen ihren achten Sieg in Serie eingefahren. Dieser geriet allerdings zu einer überraschend mühsamen Angelegenheit. Bei der HSG Hungen/Lich II setzte sich das Team von Trainer Thomas Schuster nur haarscharf mit 24:25 durch.

Für die zweiten Männer gab es derweil auch im letzten Saisonspiel keine Punkte. Bei den TSF Heuchelheim III unterlag man deutlich mit 21:38 und beendet die Spielzeit somit mit 0:32 Zählern und als Schlusslicht der Bezirksliga C Süd.

Erst verloren, dann gefeiert

Buchholz/Nidda (flo). Natürlich waren diese Spiele auf gewisse Weise einfach. Zu verlieren hatte die HSG Gedern/Nidda nämlich rein gar nichts. Dennoch werden die Handballerinnen des heimischen Zweitligisten vermutlich froh sein, die Duelle mit den Spitzenteams der Liga nun hinter sich zu haben. Zumal es auch beim Tabellenführer eine deutliche Klatsche gab. Mit 20:35 (9:15) musste sich der Aufsteiger bei den HL Buchholz 08-Rosengarten geschlagen geben. Die Kurzfassung: Die HSG war stets bemüht – und doch gänzlich chancenlos.

HL Buchholz 08-Rosengarten –
HSG Gedern/Nidda 35:20

Der angekündigte Rückzug des TV Nellingen aus der 1. Bundesliga und die damit einhergehende Reduzierung auf zwei Absteiger aus der 2. Liga hatte einen Restfunken Hoffnung aufkommen lassen, dass Gedern/Nidda doch noch einmal ein Wörtchen um den Klassenerhalt mitreden würde können. Dieser Funke dürfte nun erloschen sein. Nicht etwa wegen der eigenen Niederlage in Buchholz, diese war selbstverständlich einkalkuliert. Jedoch setzte sich gut einhundert Kilometer entfernt Werder Bremen mit 25:24 gegen die TG Nürtingen durch.

Die Grün-Weißen, aktuell Drittletzter, haben nun sechs Punkte mehr und noch dazu das deutlich bessere Torverhältnis. Das dürfte in den verbleibenden sechs Saisonspielen nicht mehr aufzuholen sein. „Es wäre utopisch zu sagen, dass wir Bremen noch einholen würden“, meinte auch HSG-Coach Breiler. „Wir müssen jetzt einfach sehen, noch das eine oder andere Spiel zu gewinnen.“

Daran war in Buchholz natürlich nicht zu denken. Dass mit Rückraumspielerin Kristin Amos die beste Torschützin des Vorletzten krankheitsbedingt fehlte, kam erschwerend hinzu. Dementsprechend teilten sich Sabine Eisenacher, Hanna Rösner und Johanna Becker die Aufgaben auf den beiden Halbpositionen. Trotz des Fehlens der Torjägerin schlug sich die Spielgemeinschaft über weite Strecken der Begegnung sehr ordentlich, ließ sich zu keiner Zeit hängen. Gerade in der Positionsabwehr machte die Breiler-Sieben ihre Sache gut.

Das Problem aber war die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. „In dieser Konstellation konnten wir im Angriff nicht die Gegenwehr leisten, die nötig gewesen wäre, um es spannender zu machen“, analysierte Breiler. Aus der zweiten Reihe mangelte es an Treffsicherheit, die Wege in die Tiefe der Deckung fand man gegen den körperlich haushoch überlegenen Gegner kaum einmal. Vor allem aber schmerzten die vielen ganz simplen und deshalb unnötigen Ballverluste – hier ein Pass ins Seitenaus ohne gegnerische Bedrängnis, dort ein Anspiel in die Arme des Kontrahenten. Insgesamt zehn Gegenstoßtreffer erzielten die Luchse deshalb, weitere Konter führten zu Siebenmetern.

Aufgrund seines starken Umschaltspiels nach Ballverlusten oder Fehlwürfen setzte sich Buchholz nach einer torarmen Anfangsphase Stück für Stück ab. Rückraumspielerin Lisa Borutta netzte per Gegenstoß zum 11:6 (24.) ein, Mittelfrau Lynn Schneider erhöhte auf identische Weise auf 15:7 (29.), ehe Gedern/Niddas gute Linksaußen Isabell Schüler (sechs Tore) mit zwei Treffern für den 15:9-Pausenstand sorgte.

Nach Wiederbeginn hielt die HSG den Rückstand bis zum 14:20 in der 39. Minute im Rahmen. „Es gab aber nicht das Gefühl, dass wir das Spiel eng machen könnten“, sagte Breiler. „Rosengarten hat einfach diese Klasse und hat uns auf Abstand gehalten.“ Der dann zunehmend anwuchs. Einfache Gegenstoßtore sowie die individuelle Klasse des Luchse-Rückraums ließen den Gastgeber über 25:14 (47.) und 29:16 (53.) auf das finale 35:20 davonziehen.

Becker verletzt

Bitter: Viereinhalb Minuten vor Schluss verletzte sich Rückraumakteurin Becker ohne gegnerische Einwirkung, zog sich einen Muskelfaserriss zu. „Johanna“, ahnte Trainer Breiler, „wird somit länger ausfallen.“

Die Laune ließ sich die oberhessische Reisegruppe von der hohen Niederlage aber nicht verderben. Nach dem Spiel ging es nach St. Pauli auf die Reeperbahn. Das Besondere: Dorthin wurde man von Fans des Gastgebers befördert.

Auf die Reeperbahn

Mit sechs Autos fuhren Luchse-Anhänger den Gegner etwa 40 Kilometer zu Hamburgs Partymeile. „Das“, betonte Breiler, „war eine ganz tolle Geste.“ Bis in die frühen Morgenstunden ließ es die HSG-Crew dort krachen. Manch einer soll in den Zug in Richtung Heimat eingestiegen sein, ohne zuvor ein Auge zugedrückt zu haben.

Quelle: Kreis-Anzeiger (01.04.2019)