Heimspieltag: Zwei Teams, ein Ziel

Ein weiterer Heimspieltag der HSG Gedern/Nidda steht bevor. Am Samstag sind sowohl die ersten Damen als auch die ersten Männer in der Niddaer Gymnasiumhalle zugange. Beide haben das gleiche Ziel: Den Weg in die Erfolgsspur finden.

In die Erfolgsspur: Das möchte beim fünften Spieltag die 1. Damenmannschaft. Gegen Mitaufsteiger die TSV Nord Harrislee- Nordfrauen sollen endlich die ersten zwei Punkte in Liga zwei eingefahren werden. Dazu braucht es nicht nur viel Einsatz auf dem Spielfeld – auch die Fans sind wieder gefragt, die HSG-Damen lautstark von der Tribüne anzufeuern. Anpfiff ist um 18 Uhr.

Zurück in die Erfolgsspur: Nach der bitteren Niederlage vom vergangenen Wochenende ist ein Heimsieg das erklärte Ziel der 1. Männermannschaft gegen die Zweitvertretung der HSG Dilltal. Ab 20 Uhr zählen die Jungs um Trainer Andreas Nau einmal mehr auf die volle Unterstützung von den Rängen.

Video: Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel

Die Pressekonferenz nach dem Spiel HSG Gedern/Nidda gegen Werder Bremen (17:32) mit den beiden Trainern Christian Breiler und Maximilian Busch.

HSG kassiert gegen Bremen eine deutliche Schlappe

Das war eine ebenso deutliche wie schmerzhafte Heimniederlage für die HSG Gedern/Nidda. Dem SV Werder Bremen musste sich der Aufsteiger vor 350 Zuschauern mit 17:32 (10:15) geschlagen geben. Damit wartet die Mannschaft von Trainer Christian Breiler weiterhin auf ihre ersten Punkte in der 2. Bundesliga.

Insbesondere die Art und Weise, wie diese Pleite im zweiten Spielabschnitt zustande kam, sorgte für enttäuschte Mienen. „In der ersten Halbzeit war ich mit meiner Mannschaft einverstanden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gehen lassen. Wie wir da aufgetreten sind, hat mir nicht gefallen“, sagte HSG-Trainer Breiler.

Schwache zweite Halbzeit

Anfangs gelang es der Spielgemeinschaft noch, die Begegnung ausgeglichen zu gestalten. Linksaußen Isabell Schüler verkürzte in der 10. Minute etwa auf 3:4. Doch gegen Werders starke Deckung hatte das Breiler-Team zunehmend Probleme, in gute Wurfpositionen zu kommen, schaffte es nicht mehr, sich klare Chancen zu erspielen. So übernahm die Gästen aus dem Norden mehr und mehr die Kontrolle. Über die Stationen 5:9 (18.) und 8:13 (24.) lag die HSG Gedern/Nidda zur Pause mit 10:15 in Rückstand.

Aus einer Aufholjagd nach Wiederbeginn wurde nichts. Der Start missriet den Gastgeberinnen völlig, die Fehler im Angriffsspiel häuften sich. Bremen zog deshalb zunächst auf 18:11 (34.) davon. In doppelter Unterzahl sorgte Werder dann für die frühe Vorentscheidung: Linksaußen Alina Otto brachte die Gäste mit 22:14 (43.) in Front, dieser Vorsprung wuchs bis auf 25:14 (49.) an. Bei der HSG gelang rein gar nichts mehr, die Köpfe gingen nach unten. „Wir haben dann ganz einfache Tore zugelassen, uns nicht mehr gewehrt, sondern in unser Schicksal ergeben“, sagte Breiler. Für Bremen traf Linksaußen Otto mit 11/6 Toren am häufigsten, beste HSG-Schützin war Rückraumspielerin Kristin Amos mit 5/1 Treffern.

„Bremen hat das Spiel auch in dieser Höhe hochverdient gewonnen“, lautete das Fazit des HSG-Trainers. Werder-Coach Maximilian Busch war nach dem ersten Saisonsieg natürlich erleichtert: „Ich freue mich für meine Mannschaft, dass der Knoten geplatzt ist. Der Schlüssel dazu war unsere Mannschaftsleistung.“

Das nächste Spiel bestreitet die HSG Gedern/Nidda am 13. Oktober in der Gymnasiumhalle Nidda gegen den TSV Nord Harrislee. Der Aufsteiger hat bislang 2:6 Punkte auf dem Konto.

Treffen der sieglosen Zweitbundesligisten in Nidda

Gedern/Nidda (flo). Es ist die große Frage bei dieser Premieren-Saison in der 2. Bundesliga: Wie viele Anläufe werden die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda nehmen müssen, um das erste Erfolgserlebnis zu feiern? Die bisherigen drei Spiele gingen verloren. Am Samstagabend (18 Uhr) gastiert nun der ebenfalls noch punktlose SV Werder Bremen in der Niddaer Gymnasiumhalle.

Samstag, 18 Uhr
HSG Gedern/Nidda – Werder Bremen

Läuft alles nach Plan, müsste die HSG am Ende der Saison drei Mannschaften hinter sich lassen, um den Klassenerhalt zu realisieren. Der Inhaber des Sicherheit gebenden viertletzten Platzes überschritt in den vergangenen drei Jahren stets die 20-Punkte-Marke. Das ist eine ganze Menge. Allein: In den letzten drei Jahren reichte letztlich stets auch der drittletzte Rang, um nicht abzusteigen. In derart weite Ferne blickt der Aufsteiger aus der Wetterau selbstverständlich längst noch nicht. Zuallererst einmal geht es darum, die eigene Leistung auf ein höheres Niveau zu hieven und dann irgendwann die ersten Punkte in dieser elitären Spielklasse einzufahren.

Unmöglich war das jüngst bei der 22:28-Niederlage beim VfL Waiblingen freilich nicht, vor allem die Art und Weise, wie diese Pleite zustande kam, sorgte für Enttäuschung. „Wir haben dort stärker als in Zwickau gespielt, aber sicher bei gewissen Dingen noch zu viel falsch gemacht“, bemüht sich Trainer Christian Breiler um eine Einordnung. Immerhin: In zwei der drei bisherigen Spiele agierte seine Mannschaft lange Zeit auf Augenhöhe. Im Angriff wird die HSG allerdings noch mehr die Struktur wahren müssen, benötigt zudem mehr richtige Entscheidungen. Das ist letztlich eben auch eine Qualitätsfrage – und in dieser Hinsicht sind nahezu alle Gegner überlegen. „Es ist klar, dass alles passen muss, wenn wir punkten wollen“, sagt Breiler, der um den Einsatz von Spielmacherin Stefanie Thiele (Erkältung) bangt. „Für uns gilt es, daran zu arbeiten, dass wir ein Spiel länger offen halten und es nicht in so kurzer Zeit hergeben.“ Um so gegen Bremen zu überraschen? Der HSG-Coach sagt: „Ich denke, an einem guten Tag haben wir zuhause gegen Gegner aus dem Mittelfeld immer eine Chance.“

Der Vorjahreselfte Werder reist mit Respekt ins Oberhessische. „Wir rechnen mit einem sehr schweren Auswärtsspiel“, stellt Maximilian Busch, seit Sommer hauptamtlicher Trainer der Grün-Weißen, klar und lobt die bisherigen Auftritte der HSG. Seine Truppe verlor zuletzt zuhause gegen Aufsteiger Nord Harrislee mit 23:26. Eine überraschende Niederlage, schließlich hatte Werder zuvor gegen die Top-Teams Kirchhof (29:33) und Rödertal (28:30) an Punkten geschnuppert. „Da haben sie richtig gute Leistungen gezeigt“, findet Breiler, „deshalb lassen wir uns von der Niederlage gegen Harrislee nicht blenden.“

Druck verspürt Busch angesichts des 0:6-Punkte-Starts nicht. „Das wäre nach einer vermeidbaren Heimniederlage doch ein bisschen viel. Wir wissen, was wir verbessern müssen“, sagt der Werder-Coach, der sich auf einen starken Rückraum um die herausragende Halblinke Merle Heidergott verlassen kann. Die 22-Jährige, einst bei Erstligist Oldenburg unter Vertrag, traf letztes Jahr 198/22 Mal, hat in den bisherigen drei Spielen 19/8 Tore erzielt. Die Hanseatinnen auf ihre Torjägerin zu reduzieren, würde aber zu kurz greifen. Dafür ist die Qualität insgesamt zu hoch.

Faustpfand Zuschauer

„Wir werden alles daran setzen, ein enges Spiel zu liefern“, sagt HSG-Trainer Breiler. Und appelliert ans Publikums: „Die Zuschauer und die Stimmung sind unser Faustpfand, das ist ein ganz wichtiger Faktor für die Mannschaft. Ich hoffe, die Zuschauer unterstützen uns genauso wie beim ersten Heimspiel. Das war sensationell und hat Riesenspaß gemacht.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (29.09.2018)

„Die Zuschauer und die Stimmung sind unser Faustpfand“

Das zweite Heimspiel steht an! Am vierten Spieltag der 2. Bundesliga empfängt die HSG Gedern/Nidda in der Gymnasiumhalle Nidda den SV Werder Bremen. Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr.

Die HSG ist trotz – zu erwartender – drei Niederlagen ordentlich im Bundesliga-Unterhaus angekommen. Insbesondere bei den Auswärtsspielen beim BSV Sachsen Zwickau (28:33) sowie beim VfL Waiblingen (22:28) hielt die Mannschaft von Trainer Christian Breiler über weite Teile der Begegnungen gut mit. Eine Schwächephase mit zu vielen Fehlern und einfachen Gegentoren ebnete jedoch beide Male den Weg für eine Niederlage. Diese Fehler wird die Mannschaft abstellen und sich weiter an das deutlich höhere Niveau gewöhnen müssen.

HSG setzt auf den Heimvorteil

Beim Heimspiel hofft die HSG natürlich auf den Heimvorteil und das Publikum. „Die Zuschauer und die Stimmung sind unser Faustpfand. Gerade auch dann, wenn es mal schwer wird. Das Publikum ist ein wichtiger Faktor für die Mannschaft. Wir brauchen die Unterstützung, um in dieser Liga bestehen zu können“, sagt HSG-Trainer Breiler. „Ich hoffen, dass die Zuschauer die Mannschaft genauso unterstützen wie beim ersten Heimspiel. Das war sensationell und hat Riesenspaß gemacht.“

Werder Bremen hat bislang ebenfalls drei Niederlagen kassiert. Gegen die Spitzenmannschaften SG 09 Kirchhof und HC Rödertal zeigte der SVW zwar starke Leistungen, verpasste die Überraschung aber letztlich in beiden Partien. In der letzten Woche verlor die Mannschaft des neuen Trainers Maximilian Busch, der zuvor in Rödertal tätig war, gegen den Aufsteiger TSV Nord Harrislee trotz langer Führung mit 23:26. Die Mannschaft von der Weser stieg 2015 auf und ist somit mittlerweile eine gestandene Zweitligamannschaft. Letztes Jahr wurde Bremen Tabellenelfter.

Der Oktoberfest-Heimspieltag steht an!

Der nächste Heimspieltag steht an! Dieses Mal mitsamt Oktoberfest!

Am 4. Spieltag der 2. Bundesliga steht für unsere Damen das zweite Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast in der Niddaer Gymnasiumhalle ist der ebenfalls noch punktlose SV Werder Bremen. Unser Mädels wollen unbedingt die ersten Punkte einfahren und setzen dabei auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen! Los geht’s um 18 Uhr.

Danach haben um 20 Uhr die ersten Männer die HSG Lumdatal II zu Gast. Nach dem perfekten Saisonstart mit zwei Siegen aus zwei Spielen wollen die Jungs vor heimischen Publikum selbstverständlich nachlegen!

Vor, während und nach den beiden Spielen steigt rund um die Niddaer Gymnasiumhalle zudem das HSG-Oktoberfest!

Zwei Mal gewonnen, zwei Mal verloren

Ein Wochenende mit gemischten Gefühlen liegt hinter der HSG Gedern/Nidda. Zwei Mannschaften konnten ihre Spiele gewinnen, zwei Teams mussten sich geschlagen geben. Der Rückblick.

Die ersten Damen müssen weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga warten. Beim VfL Waiblingen unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit 22:28. Entscheidend für die Niederlage war eine Schwächephase in der zweiten Hälfte. Der daraus resultierende Rückstand war in der Folge nicht mehr aufzuholen.

Männer und Damen II bewahren weiße Weste

Mit einem Auswärtssieg im Gepäck traten hingegen die ersten Männer die Heimreise an. Die Aufgabe bei den TSF Heuchelheim wurde zu einer klaren Angelegenheit, letztlich gab es einen völlig ungefährdeten 28:13-Erfolg für das Team von Trainer Andreas Nau. Es war der zweite Sieg im zweiten Spiel der Bezirksliga A. Bester Torschütze war Rückraumspieler und Kapitän Johannes Eckhardt mit 12/4 Toren.

Auch die zweiten Damen bewahrten ihre weiße Weste, fuhren ebenfalls im zweiten Spiel der Bezirksliga A den zweiten Saisonsieg ein. In einer umkämpften Begegnung setzte sich die Truppe von Trainer Thomas Schuster bei der FSG Kirchhain/Neustadt knapp mit 27:25 durch und entführte somit beide Zähler. Für fast die Hälfte der Treffer sorgte dabei die zwölf Mal erfolgreiche Claudia Pfaff.

Nichts zu holen war indes für die zweiten Männer. In der Sporthalle Gedern musste man sich dem TSV Griedel III mit 19:24 geschlagen geben. Damit warten die HSG-Männer nach zwei Spieltagen der Bezirksliga C Süd noch auf die ersten Punkte.

Zehnminütiger Aussetzer bringt HSG Gedern/Nidda um besseres Ergebnis

Nidda/Waiblingen (flo). Waiblingen, so heißt es, ist eine der schönsten Fachwerkstädte Süddeutschlands. Für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda war die nur wenige Kilometer von Stuttgart entfernte Stadt allerdings keine Reise wert. Denn auch im dritten Anlauf gelang es dem Aufsteiger nicht, seine ersten Punkte in der 2. Bundesliga zu holen. Dem VfL Waiblingen unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit 22:28 (9:10).

VfL Waiblingen – HSG Gedern/Nidda 28:22

Ein bisschen angeknackst wirkte der 41-Jährige am Tag danach schon. Das hatte vor allem mit der Art und Weise, wie diese dritte Saisonniederlage zustanden kam, zu tun, es war eine Kopie des Zwickau-Spiels. Wieder leisteten sich die Wetterauerinnen in der zweiten Hälfte einen mehrminütigen Blackout, wieder brachten sie sich mit viel zu vielen Fehlern im Angriff um jede Chance auf ein Erfolgserlebnis. Das veranlasste HSG-Coach Breiler, eine klare Botschaft zu formulieren: „Wir müssen sehen, dass wir das schleunigst abstellen. Denn wenn wir so weitermachen, werden wir keinen Punkt holen.“ Das Bundesliga-Unterhaus, so scheint es, bringt beim Neuling erste Katererscheinungen mit sich.

Dabei lief es in der ersten Hälfte und insgesamt in der Deckung recht ordentlich. Von einem 0:4-Start (7.) ließen sich die Gäste nicht beirren, gestalteten das vor der Pause recht torarme Spiel in der Folge völlig ausgeglichen. Das war insbesondere der Defensive zu verdanken: Die 6:0-Formation arbeitete im Zusammenspiel mit der diesmal von Beginn an eingesetzten Torfrau Sandra Elisath gut, hatte Waiblingens starken Rückraum weitgehend im Griff. Und wäre da nicht die miserable Chancenverwertung gewesen, hätte Gedern/Nidda zur Pause eigentlich führen müssen, statt knapp mit 9:10 zurückzuliegen.

Auch Durchgang zwei begann vielversprechend. Die Rückraumlinke Kristin Amos besorgte in der 33. Minute den 11:11-Ausgleich. Die Spielgemeinschaft war also in der Spur. Und verließ diese aus unerfindlichen Gründen von einer Minute auf die andere. Im Angriff beraubte sich die Breiler-Sieben selbst aller Möglichkeiten. Plötzlich wollte man mit schnellen, völlig überhasteten und unvorbereiteten Abschlüssen Torerfolge erzwingen, bugsierte den Ball zudem aus Hilflosigkeit immer wieder erfolglos an den Kreis. Die Strafe war ein ums andere Waiblinger Gegenstoßtor, so dass der VfL mit einem 6:0-Lauf erst auf 17:11 (41.) und dann sogar auf 19:12 (44.) davonzog. Zwischendurch hatte Breiler bereits versucht, mit einer Auszeit gegenzusteuern – ohne Erfolg. „Da hat sich ein Fehler an den anderen gereiht, wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen und hatten vorne keinen Rhythmuswechsel drin“, ärgerte sich der HSG-Trainer, dass seine Mannschaft trotz der vielen Gegenstoßtreffer immer wieder in Tempo und Hektik verfiel, statt Ruhe und Struktur in die Angriffsbemühungen zu bringen. „Da fehlt uns auf dem Spielfeld jemand, der den Hut aufhat und das Spiel lenkt“, analysierte Breiler.

Der Aufsteiger bäumte sich jedoch auf, zeigte eine Reaktion. Als es kurzzeitig gelang, die Fehler im Offensivspiel abzustellen, fand man in die Partie zurück. Linksaußen Isabell Schüler vollendete einen 4:0-Lauf zum 17:20-Anschluss (48.). Zwei weitere Male kam die HSG auf drei Treffer heran, letztmals durch Rechtsaußen Kirsten Schindler beim 19:22 (53.). Dann stellten sich wieder die altbekannten Ballverluste ein, vielleicht war es in dieser Phase und nach der Aufholjagd auch eine Frage der Kraft. Mit Gegenstößen enteilte Waiblingen jedenfalls auf 27:20 (57.) und tütete so den Heimsieg ein.

Kellerduell mit Bremen

„Wir haben das Spiel im Prinzip innerhalb von zehn Minuten verloren. Und das nicht, weil der Gegner auf einmal überragend gespielt hat, sondern wir sind selbst schuld daran, es so schnell und so einfach aus der Hand gegeben zu haben. Das ist schon ärgerlich“, konstatierte Breiler. „Wir müssen lernen, den Ball nicht so schnell herzugeben, und es schaffen, das Spiel mal in die Crunchtime zu bekommen.“ Die nächste Gelegenheit dazu besteht bereits am nächsten Samstag (18 Uhr), wenn Werder Bremen in der Gymnasiumhalle zu Gast sein wird.

Quelle: Kreis-Anzeiger (24.09.2018)

Mitten im Akklimatisierungsprozess

GEDERN – / (flo). Nein, Missmut herrscht gewiss nicht bei den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Die beiden Niederlagen zum Start in der 2. Bundesliga waren einkalkuliert, alles andere wäre eine faustdicke Sensation gewesen. Optimal ist die Lage dennoch nicht: Durch die schwierige Personalsituation gerät die Weiterentwicklung kurzfristig etwas ins Stocken. Am Samstag (18.15 Uhr, Staufer Sporthalle) ist der Aufsteiger beim VfL Waiblingen gefordert.

Samstag, 18.15 Uhr VfL Waiblingen – HSG Gedern/Nidda

„Kämpferisch gibt es nichts zu meckern, aber handballerisch müssen wir uns steigern, um irgendwann auch mal Punkte zu holen“, macht Trainer Christian Breiler vor dem dritten Saisonspiel unmissverständlich klar. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die drastische Minimierung der technischen Fehler, in Zwickau und gegen Beyeröhde verloren die Wetterauerinnen viel zu viele Bälle und rannten deshalb in Gegenstöße. Das ist aktuell eine der größten Problemzonen der HSG. Vor allem ist es eine, die gleich doppelt schmerzt. Zum einen: Durch derlei simple Treffer erhöht sich die Anzahl der Gegentore deutlich. Zum anderen: Gegenstöße implizieren, dass die Breiler-Truppe den Gegner nicht in den Positionsangriff zwingt. Genau das wäre aber die Grundvoraussetzung, um über Ballgewinne selbst zu einfachen Toren über die erste und zweite Welle zu kommen. Tore, die Gedern/Nidda aufgrund der individuellen Unterlegenheit zwingend benötigt.

HSG-Coach Breiler verlangt von seiner Mannschaft eine verbesserte Entscheidungsqualität und mehr Struktur im Angriff. Letztere ging zuletzt gegen Beyeröhde in der zweiten Hälfte völlig flöten. „Wir müssen uns wieder mehr ans Konzept halten“, fordert der 41-Jährige. „Der Aufbau zum Abschluss muss besser werden, wir müssen die gegnerische Abwehr in Bewegung bringen und längere Angriffe spielen, damit wir eine vernünftige Wurfposition bekommen.“ Was gerade dann zur Herausforderung wird, wenn es mal nicht rund läuft.

Dafür ist auch mehr Führungsqualität unabdingbar. „Unsere Mittelleute müssen mehr Initiative ergreifen, um das Spiel an sich zu reißen und zu lenken. Gerade in Phasen, wo wir uns schwer tun“, sagt Breiler. Gute Entscheidungen zu treffen, wenn bestimmte Spielzüge nicht funktionieren, die Systeme exakt auf den Punkt zu spielen – das ist ein Entwicklungsprozess, den Gedern/Nidda noch längst nicht vollendet hat.

Es gibt also – das war nach dem Sprung in die 2. Liga ohnehin klar – einiges, an dem zu arbeiten wäre. „Wir müssen uns“, sagt Breiler, „im Training gegenseitig auf ein höheres Niveau bringen.“ Das ist derzeit alles andere als einfach. Seit vier Wochen hat die HSG nicht mehr in voller Besetzung trainiert, auch in dieser Woche fehlten wieder einige Spielerinnen.

Rückraumspielerin Kristin Amos (berufliche Gründe) und Kreisläuferin Leonie Nowak, die weiterhin mit den Nachwirkungen ihrer Halswirbelsäulenzerrung und -verstauchung zu kämpfen hat, konnten in dieser Woche nur stellenweise trainieren. Zudem lag Rechtsaußen Kirsten Schindler mit einer Grippe flach, ist auch für das heutige Spiel fraglich. Rückraumkraft Johanna Becker wird erst zum Spiel aus dem Urlaub zurückkehren „Auf diesem Niveau ist das dann schwierig. Wir können im Training nicht das machen, was ich gerne machen würde“, erklärt der Trainer. Gruppentaktische Übungen sind kaum möglich.

Um im Baden-Württembergischen gut auszusehen, wird die HSG insbesondere die starke Rückraumreihe um die Halblinke Monika Odrowska und die Halbrechte Lea Gruber in den Griff bekommen müssen. Breiler sagt: „Wir müssen den Fokus auf uns richten und gucken, dass wir unser Niveau peu á peu steigern.“ Um so beim Vorjahresachten, der mit einer 26:36-Pleite gegen Rödertal und einem 29:23-Auswärtserfolg beim Aufsteiger Nord Harrislee in die Saison gestartet ist, womöglich einen Überraschungscoup zu landen.

Quelle: Kreis-Anzeiger (22.09.2018)

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Erneut sind alle HSG-Mannschaften im Einsatz! An diesem Wochenende heißt es: Drei mal auswärts, einmal zuhause. Unser Ausblick auf das Wochenende.

Die ersten Damen reisen am dritten Zweitliga-Spieltag nach Baden-Württemberg zum VfL Waiblingen. Natürlich als Außenseiter. Mit einer möglichst guten Leistung will die Mannschaft von Trainer Christian Breiler am Samstag (18.15 Uhr) dennoch alles versuchen, um das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten. Waiblingen hat bislang eine Niederlage (26:36 gegen Rödertal) und einen Sieg (29:23 in Nord Harrislee) in der Bilanz stehen.

Männer und Damen II wollen nachlegen 

Die ersten Männer stehen am Sonntagnachmittag auswärts in der Pflicht: Um 15.30 Uhr ist die Truppe von Trainer Andreas Nau in der Bezirksliga A bei den TSF Heuchelheim II zu Gast. Nach der guten Leistung beim 29:26-Auftaktsieg gegen Södel soll nun im Mittelhessischen nachgelegt werden. Die Favoritenrolle liegt beim Nau-Team. Heuchelheim verlor zum Saisonstart deutlich mit 20:31 beim TV Hüttenberg III.

Nachlegen wollen auch die zweiten Damen. Letzte Woche gab es zum Start der Bezirksliga A einen eindrucksvollen 29:14-Sieg gegen Dilltal. Am Sonntag um 16 Uhr ist das Team von Coach Thomas Schuster bei der FSG Kirchhain/Neustadt, letztes Jahr Tabellensechster, gefordert. Der Gegner musste sich letzte Woche der HSG Pohlheim mit 23:31 geschlagen geben.

Männer II spielen in Gedern

Das einzige Heimspiel bestreiten an diesem Wochenende die zweiten Männer. Am frühen Samstagabend um 18 Uhr hat man in der Sporthalle Gedern den TSV Griedel III zu Gast. Beide sind mit einer klaren Pleite in die neue Runde der Bezirksliga C Süd gestartet: Die HSG-Zweite verlor in Dornholzhausen mit 13:26, Griedel musste sich Södel III mit 16:29 geschlagen geben.