Ausblick auf das HSG-Wochenende

Der vergangene Spieltag gehört der Vergangenheit an, trägt aber natürlich dazu bei, dass sich der Ausblick auf das kommende Wochenende positiv gestaltet. Für dieses gilt: Alle Viere! Denn alle vier HSG-Mannschaften sind im Einsatz. Drei Teams stehen vor Auswärtsaufgaben, die zweiten Damen dürfen in eigener Halle ran.

Es geht nach Berlin

Für die ersten Damen geht es in die Hauptstadt. Mit dem ersten Saisonsieg gegen Nord Harrislee (22:14) im Rücken reist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler über 500 Kilometer zu den Füchsen Berlin. Im Stadtteil Charlottenburg steht am Samstag um 19.30 Uhr das sechste Saisonspiel in der 2. Bundesliga auf dem Programm. Die Füchse Berlin sind mit 5:5 Punkten aktuell Tabellenneunter. Zuletzt gab es ein 24:24-Unentschieden bei Werder Bremen. Der Bus in Richtung Berlin fährt um 10 Uhr am Bürgerhaus in Nidda ab.

Eine schwere Auswärtsaufgabe steht den ersten Männern bevor. Die Mannschaft von Trainer Andreas Nau, mit 8:2 Punkten auf Rang drei der Bezirksliga A gelistet, ist am Samstagabend um 20 Uhr bei der SG Rechtenbach zu Gast. Diese hatte einen starken Saisonstart hingelegt, rutschte aufgrund einer 26:26-Remis gegen Aufsteiger Butzbach-Degerfeld und einer 23:28-Niederlage beim TV Hüttenberg III zuletzt aber auf Rang sechs ab. Dementsprechend dürfte das Nau-Team auf einen hochmotivierten Gegner treffen, der zuhause Wiedergutmachung betreiben will.

Damen II zuhause gegen guten Aufsteiger

Zuletzt absolvierten die zweiten Damen zwei Auswärtsspiele, an diesem Wochenende haben sie wieder Heimrecht: Am Sonntag um 17 Uhr empfängt die Mannschaft von Thomas Schuster in der Sporthalle Gedern die TG Friedberg. Die Gäste, letztes Jahr 42:2 Punkten und damit sage und schreibe 17 Zählern Vorsprung auf den Tabellenzweiten Meister der Bezirksliga B, haben als Aufsteiger mit 4:2 Punkten einen guten Start in der Bezirksliga A hingelegt. Das Schuster-Team will derweil seine makellose Bilanz ausbauen und im vierten Spiel den vierten Sieg einfahren.

Nach einmonatiger Pause steht für die zweite Männermannschaft in der Bezirksliga C Süd das dritte Saisonspiel an. Am frühen Samstagabend um 17.30 Uhr ist man bei der HSG Pohlheim III zu Gast. Nach zwei Niederlagen zum Start soll im dritten Anlauf natürlich das erste Erfolgserlebnis her.

Video: Pressekonferenz nach dem Harrislee-Spiel

Die Pressekonferenz nach dem Spiel HSG Gedern/Nidda gegen TSV Nord Harrislee (22:14) mit den beiden Trainern Christian Breiler und Herluf Linde

HSG feiert erlösenden ersten Saisonsieg

Dieser Tag wird in Erinnerung bleiben: Am Samstagabend um kurz vor halb acht war es geschafft. Die HSG Gedern/Nidda hatte nach zuvor vier Niederlagen ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Deutlich mit 22:14 (12:6) besiegte die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den TSV Nord Harrislee.

Für all jene, die es mit der HSG halten, war es zweifelsohne ein besonderer Tag. „Wir haben mit dem ersten Sieg in der 2. Liga Geschichte geschrieben“, ordnete Trainer Breiler die Geschehnisse völlig korrekt ein. Die stehenden Ovationen auf den Rängen sowie die Jubelarie auf dem Spielfeld zeugtenbvon der Besonderheit dieses Moments.

Die Defensive als Erfolgsbasis

Den Heimsieg verdiente sich die HSG Gedern/Nidda in der Defensive. Die 6:0-Abwehr zeigte eine gute Leistung, agierte sehr zweikampfstark. Und dahinter war Torfrau Sandra Elisath bestens in Form. Nach einem völlig ausgeglichenen Beginn war eben diese defensive Stabilität ausschlaggebend, dass die HSG nach dem 5:6-Rückstand (17.) das Kommando übernahm. Dazu kam der Umstand, dass Nord Harrislee im Angriff rein gar nichts mehr gelingen wollte. Die HSG nutzte die Fehler der Gäste, spielte sich in einen kleinen Rausch und legte einen 7:0-Lauf hin, der eine komfortable 12:6-Pausenführung bedeutete.

In der insgesamt recht fehlerbehafteten zweiten Hälfte stellte Gedern/Nidda schnell auf 14:6 (35.), doch danach begann auch bei den Gastgeberinnen der Angriffsmotor zu stottern. Zwischendurch blieb die Breiler-Mannschaft elf Minuten lang torlos, während Nord Harrislee halbzeitübergreifend sogar 18 Minuten ohne Treffer geblieben war. Die Gäste aus dem hohen Norden waren im Angriff jedoch zu harmlos, um die HSG-Schwächephase zu nutzen, kamen lediglich auf 12:16 (44.) heran. Erst in der Schlussphase fand sich die Breiler-Mannschaft im Angriff wieder besser zurecht und zog deshalb von 18:13 (56.) auf das 22:14-Endergebnis davon.

„Einfach wichtig, dass die Null weg ist“

Harrislees Trainer Herluf Linde sagte nach der Partie: „Bei mir sind etliche Leistungsträgerinnen unter Form gewesen, wir müssen noch an einigen Stellschrauben drehen. Heute war mit Abstand das schwächste Spiel von uns, es war ein in der Höhe verdienter Sieg.“

„Wir haben in der Abwehr die richtige Reaktion gezeigt“, fand HSG-Trainer Breiler. „In der zweiten Halbzeit haben wir es versäumt, den Deckel früher draufzumachen, haben uns vorne schwergetan und hatten dann hinten das nötige Glück. Für uns ist jetzt einfach mal wichtig, dass die Null weg ist.“

Riesenjubel bei HSG Gedern/Nidda: Erster Sieg in 2. Bundesliga

NIDDA – Der Bann ist gebrochen! Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda haben im fünften Anlauf ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Den Mitaufsteiger TSV Nord Harrislee besiegten die Wetterauerinnen vor 450 Zuschauern deutlich mit 22:14 (12:6).

HSG Gedern/Nidda – TSV Nord Harrislee 22:14

Die Freude und der Jube waren grenzenlos, minutenlang hüpften, feierten und jubelten die Protagonistinnen nach ihrem ersten Saisonerfolg, Kreisläuferin Leonie Nowak zündete gar eine Konfettikanone. „Wir sind überglücklich, dass wir jetzt einen Sieg errungen haben“, freute sich HSG-Trainer Christian Breiler. „Das ist ein besonderer Moment, wir haben mit dem ersten Sieg in der 2. Liga Geschichte geschrieben.“ Und die im Abwehr-Innenblock bärenstark aufspielende Hanna Rösner sprach aus, was viele dachten: „Es ist einfach eine große Erlösung. Das tut gut und belohnt für den Kampf und die Arbeit.“

Genau diese beiden Aspekte waren denn auch mitentscheidende Faktoren auf dem Weg zum Heimerfolg. Ein spielerisches Feuerwerk war es über weite Strecken gewiss nicht, das hatte man auch nicht erwarten dürfen. Es war ein Sieg der Leidenschaft, der Einsatzbereitschaft, des Willens. Die Abwehr der Wetterauerinnen spielte von der ersten bis zur letzten Minute mit höchster Intensität, suchte und gewann die Zweikämpfe, unterband die Spielzüge Nord Harrislees immer wieder mit Stoppfouls. Der Innenblock um Nowak und Rösner warf sich den Gegenspielerinnen förmlich entgegen, packte regelmäßig beherzt zu. Breiler lobte: „Wir haben in der Abwehr die richtige Reaktion gezeigt und sehr gut gearbeitet.“ Und dann war da natürlich noch Torfrau Sandra Elisath, die zur Hochform auflief und mit 13 Paraden eine famose Leistung zeigte. „Wie Sandra uns Sicherheit gegeben hat, war mega gut“, sagte Rösner.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, umkämpftes, aber nicht hochklassiges Spiel. Die HSG versuchte, ihre Angriffe ruhig und diszipliniert zu spielen, um einfache Fehler zu vermeiden, betrieb für ihre Tore viel Aufwand. Dass längst nicht alles klappte, wurde durch die exzellente Defensivarbeit kompensiert. Dennoch benötigte die Breiler-Sieben viele Anläufe, um erstmals in Führung zu gehen. Als die Rückraumrechte Johanna Becker in der 22. Minute mit einem Hüftwurf zum 7:6 traf, wirkte das wie eine kleine Erlösung. Danach nämlich spielte sich die HSG förmlich in einen Rausch, die gute Defensive und die erste Führung sorgten für Selbstvertrauen. Derweil war Nord Harrislee im Angriff völlig von der Rolle, brachte kein Bein mehr auf den Boden, leistete sich massig Ballverluste. Gedern/Nidda nutzte dies, kam über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren, zog deshalb bis zur Pause auf 12:6 davon.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich zusehends eine zähe Partie. Bei der HSG schlichen sich Ballverluste und überhastete Abschlüsse ins Angriffsspiel ein. Was jedoch weitgehend unbestraft blieb, da die Gäste aus dem hohen Norden auch weiterhin völlig indisponiert agierten und zwischenzeitlich 19 Minuten lang keinen Treffer erzielten. „Das war das mit Abstand schwächste Spiel von uns, es waren etliche Leistungsträgerinnen außer Form“, sagte hernach Harrislee-Coach Herluf Linde, dem zudem Torjägerin Franziska Peters nicht zur Verfügung gestanden hatte.

„Wir haben es versäumt, den Deckel früher draufzumachen“, meinte Breiler. „Aber“, so Rösner, „im Gegensatz zu den letzten Spielen sind wir ruhig geblieben.“ Nicht zuletzt, weil Torfrau Elisath wichtige Impulse setzte, etwa einen Siebenmeter und mehrere freie Würfe entschärfte. Die Führung hatte deshalb lange Bestand, ehe sich die Wetterauerinnen in den letzten Minuten endgültig freischwammen. Den vielleicht besten Beweis dafür lieferte Rechtsaußen Kirsten Schindler, die sich einen Wurf aus nahezu unmöglichem Winkel nahm und diesen zum 20:13 (58.) unter den Querbalken nagelte. Spätestens da hielt es in der Gymnasiumhalle niemanden mehr auf den Sitzen.

„Wir haben von Anfang bis Ende gekämpft, jede wollte den Sieg. Wir haben vorne mit Kopf und hinten mit Herz gespielt“, formulierte Rösner. HSG-Trainer Breiler resümierte: „Zwischendurch war es zwar etwas wacklig, aber wir sind nicht gefallen. Es ist ein toller Erfolg, in dieser Klarheit gewonnen zu haben und wichtig, dass die Null jetzt weg ist.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (15.10.2018)

Harrislee verliert Kellerduell bei Gedern/Nidda

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben beim bisherigen Zweitligaschlusslicht HSG Gedern/Nidda eine klare 14:22 (6:12) Pleite hinnehmen müssen. „Wir haben überhaupt keine Power auf die Platte bekommen. Mit nur 14 Toren, gewinnt man in keiner Liga ein Spiel“, so die treffende Analyse von Gästecoach Shorty Linde.

Dabei war sein Team gut in die Partie gekommen und hatte eine 5:3-Führung nach zehn Minuten vorgelegt. Doch danach gelang den Nordfrauen, die sich zahlreiche technische Fehler leisteten und beste Chancen ungenutzt ließen, bis zur Pause nur noch ein Siebenmetertreffer. So hieß es zur Halbzeit 6:12 aus Sicht der Norddeutschen.

Nach zwei weiteren Gegentoren, wuchs der Rückstand auf 6:14 an. Danach folgte die beste Harrisleer Phase im zweiten Durchgang. Das Team von der dänischen Grenze kämpfte sich auf 12:16 heran und eine Wende im Spiel schien möglich. „Da habe ich fest dran geglaubt“, so Linde. Doch in den verbleibenden 17 Minuten gelangen nur noch zwei mickrige Treffer und dies, obwohl sich der Tabellenletzte selbst eine fast elfminütige „Torauszeit“ leistete.

Am Ende stand eine deprimierende 14:22-Niederlage der Gäste, die den Trainer nachdenklich, aber auch kämpferisch machte. „Das war ein sogenannter gebrauchter Tag und mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Das war nicht das Leistungsnivau des TSV Nord Harrislee. Aber ich weiß, dass die Mannschaft es besser kann.

„Wir sind überglücklich. Die Freude ist riesengroß, dass wir den ersten Sieg errungen haben“, sagte HSG-Coach Breiler auf der Website und ergänzt: „Damit haben wir Geschichte geschrieben. Das ist ein besonderer Moment.“

Quelle: handball-world.news (15.10.2018)

Ein perfektes Wochenende

Hinter der HSG Gedern/Nidda liegt ein rundum perfektes Wochenende. Die ersten Damen feierten den ersten Sieg in der 2. Bundesliga, auch die ersten Männer und zweiten Damen waren erfolgreich. Der Rückblick auf das Wochenende.

Am Samstagabend um kurz vor halb acht kannte der Jubel in der Gymnasiumhalle keine Grenzen. Die ersten Damen der HSG hatten soeben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen den TSV Nord Harrislee, ebenfalls Aufsteiger aus der 3. Liga, behielt die Mannschaft von Trainer Christian Breiler klar mit 22:14 die Oberhand. Die erste Sieg in der 2. Bundesliga!

Gute Platzierungen für Männer und zweite Damen

Die erste Männer sind derweil nach der Auswärtsniederlage in Lang-Göns zuhause in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen die HSG Dilltal II feierte das Nau-Team trotz Pausen-Rückstand einen letztlich deutlichen 24:17-Erfolg. Damit sind die HSG-Männer Tabellendritter der Bezirksliga A und nach Punkten gleichauf mit den besser platzierten Teams TUS Vollnkirchen und TSV Södel.

Knapper war es bei den zweiten Damen. Die Mannschaft von Thomas Schuster behielt auswärts bei der HSG Pohlheim mit 25:23 die Oberhand. Für die HSG-Zweite war dies der dritte Sieg im dritten Spiel. Der Lohn dafür ist Tabellenplatz zwei in der Bezirksliga A.

Geschichte geschrieben

Der erste Sieg in der 2. Bundesliga ist unter Dach und Fach: Im Heimspiel gegen den TSV Nord Harrislee holten die Damen der HSG Gedern/Nidda die ersten beiden Punkte im Bundesliga-Unterhaus. Die Mannschaft von Trainer Christian Breiler setzte sich gegen die Nordlichter klar und verdient mit 22:14 (12:6) durch.

„Wir sind überglücklich. Die Freude ist riesengroß, dass wir den ersten Sieg errungen haben“, sagte HSG-Coach Breiler. Und weiter: „Damit haben wir Geschichte geschrieben. Das ist ein besonderer Moment.“

Starke Abwehr bringt Führung

Die Partie verlief zunächst ausgeglichen, ehe die HSG in der Defensive immer stärker wurde und es dann auch im Angriff besser lief. Aus einem 5:6 (17.) wurde bis zur Pause deshalb eine 12:6-Führung.

Im zweiten Abschnitt schwächelte das Breiler-Team im Angriff zwar stellenweise, doch Nord Harrislee wusste dies nicht zu nutzen. Deshalb wurde es nie wirklich eng. In der Schlussphase schraubte die HSG den Vorsprung bis auf 22:14 in die Höhe – und feierte den Premieren-Sieg in Liga zwei anschließend ausgelassen.

Duell der Aufsteiger in der 2. Bundesliga

GEDERN/NIDDA (flo). Die ersten Punkte in der 2. Bundesliga? Darüber will Christian Breiler, Trainer der HSG Gedern/Nidda, gar nicht nachdenken. Seine Vorgabe ist eine andere, aber dennoch unmissverständlich. „Ich will von der Mannschaft eine Reaktion sehen“, fordert der 41-Jährige, dessen Handballerinnen am Samstag (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) den TSV Nord Harrislee zum Aufsteigerduell zu Gast haben.

Samstag, 18 Uhr
HSG Gedern/Nidda – Nord Harrislee

Die Zauberworte in diesen Tagen lauten: Dranbleiben, sich nicht entmutigen lassen. Die HSG-Ballwerferinnen werden einen Weg finden müssen, die vielen und teils deutlichen Niederlagen dergestalt zu kanalisieren, dass sie daraus lernen und daran wachsen. Leichter gesagt als getan. Aber zwingend notwendig, um mental und moralisch nicht in eine Negativspirale zu geraten. „Wir müssen sehen, den Kopf auch nach einem Spiel wie gegen Bremen nicht in den Sand zu stecken, sondern mit Mut und Willen an die Aufgaben heranzugehen und es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen“, sagt Breiler. Er weiß: „Für die gesamte Stimmungslage wäre eine gute Leistung wichtig.“

Andernfalls dürfte der Kopf eine immer größere Rolle spielen. Ohnehin: Spielerinnen, die vorangehen, werden derzeit händeringend gesucht. Die Diskussion um Führungskräfte bei den Wetterauerinnen ist nicht ganz neu. Sportlich verfügt das Breiler-Team durchaus über Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen. Doch es mangelt an Charakteren, die in schwierigen Phasen positive Energie ausstrahlen, die eine Mannschaft mitreißen und wachrütteln können. Kurzum: Mentalitätsmonster gibt es beim Aufsteiger nur wenige. Im Grunde ist Kreisläuferin Leonie Nowak die einzige, die in diese Kategorie einzuordnen ist. „Wir sind nicht mit Persönlichkeiten, die eine Mannschaft in allen Situationen in die richtige Richtung führen, gesegnet“, meint Breiler. Ein Grund dafür: „Wir haben viele junge Spielerinnen, die in diesen Bereichen völlig unerfahren sind.“

Ein Rückschlag ist, dass die wurfstarke Rückraumspielerin Kristin Amos aufgrund einer Magen-Darm-Infektion gegen Nord Harrislee auszufallen droht. Definitiv fehlen wird Linksaußen-Backup Carmelina Mulch (Grippe). Immerhin ist Abwehrchefin Nowak nach der langwierigen Halswirbelsäulenverletzung wieder auf dem Wege der Besserung. Auch Linksaußen Isabell Schüler, die in der vergangenen Woche aufgrund von Oberschenkelproblemen pausiert hatte, trainierte zuletzt wieder voll mit.

Klar ist, dass sich die HSG Gedern/Nidda in sämtlichen Bereichen, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, steigern muss. „Mir ist wichtig“, stellt Breiler klar, „dass wir von der ersten bis zur letzten Minute eine gescheite Leistung abrufen.“ Ohne große Schwankungen, ohne unnötige Fehler, ohne fatale Schwächeperioden. Stattdessen mal ein Spiel bis in die Schlussphase hinein offenhalten.

Nach den bisherigen Eindrücken dieser Saison gehen die Wetterauerinnen nicht unbedingt favorisiert ins Duell gegen den Aufsteiger aus dem hohen Norden. „Nord Harrislee ist einfach schon ein Stück weiter als wir“, findet Breiler. Die Schleswig-Holsteinerinnen, die bereits einmal gewonnen haben (26:23 in Bremen), stellen eine kompakte Deckung mit einem starken Mittelblock, spielen vorne diszipliniert, verfügen zudem mit Mittelfrau Merle Carstensen (25 Tore) und der Rückraumlinken Franziska Peters (22/2 Tore) über zwei sehr wurfstarke Akteurinnen. Letztere wird lokalen Medien zufolge jedoch ebenso wie Torfrau Nane Sibbersen fehlen – was Harrislee-Trainer Herluf Linde auf Nachfrage weder bestätigen noch verneinen wollte.

623 Kilometer einfache Strecke wird Nord Harrislee zurücklegen müssen, fuhr deswegen bereits gestern los und übernachtete in Kassel. „Die Mädchen trainieren fleißig und ehrgeizig, aber wir haben noch einige Entwicklungsschritte vor uns“, erklärt Linde. Seine Marschroute: „Wir schauen sehr viel auf uns und versuchen, unsere Leistung abzurufen.“ Ein Ansinnen, das beide Mannschaften eint.

Quelle: Kreis-Anzeiger (13.10.2018)

Mit Mut und Willen ins Aufsteigerduell

Das Aufsteigerduell steht an: Im dritten Heimspiel in der 2. Bundesliga hat die HSG Gedern/Nidda am Samstag (18 Uhr) den TSV Nord Harrislee in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast. Für die Mannschaft von Trainer Christian Breiler steht dabei im Vordergrund, ein stark verbessertes Gesicht zu zeigen.

Trainer fordert: „Wieder vernünftig Handball spielen“

„Die letzten 20 Minuten gegen Bremen waren alles andere als gut“, verweist der Trainer auf die jüngste 17:32-Heimpleite. „Daher müssen wir erstmal gucken, wieder vernünftig Handball zu spielen. Wir müssen wieder näher an unser Leistungspotenzial kommen, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff.“ Der klare Anspruch: Gegen Nord Harrislee eine deutlich bessere Leistung zeigen. „Wir müssen die einfachen Fehler abstellen“, sagt Breiler und wünscht sich, dass „wir mit Mut und Willen an die Aufgaben herangehen“.

Der TSV Nord Harrislee war viele Jahre eine feste Zweitligagröße. Nach dem Lizenzverzicht spielten die Nordlichter dann ab der Saison 2014/15 in der 3. Liga Nord, ehe man als Lohn einer bärenstarken Saison mit Meisterschaft und Pokalsieg wieder ins Bundesliga-Unterhaus zurückkehrte.

Nord Harrislee bislang mit guter Performance

Dort hat sich die Mannschaft von der deutsch-dänischen Grenze bislang sehr ordentlich präsentiert. Beim Top-Team Beyeröhde-Wuppertal unterlag man lediglich mit 19:25. Am dritten Spieltag wurden mit dem 26:23 bei Werder Bremen die ersten beiden Punkte verbucht, zuletzt verlor man gegen die Füchse Berlin unglücklich und erst in der Schlussphase mit 20:24. In der Vorwoche musste sich Nord Harrislee im DHB-Pokal dem Erstligisten Bayer Leverkusen mit 23:41 geschlagen geben.

„Sie haben bisher gute Ergebnisse geliefert“, sagt Breiler über den Gegner, der über 600 Kilometer bis nach Nidda zurücklegen muss. „Die Stärke ist ganz klar der Rückraum, da sind sie sehr wurfgewaltig.“ Insbesondere mit Spielmacherin Merle Carstensen sowie Neuzugang Franziska Peters im linken Rückraum. Daher erklärt der HSG-Trainer: „Wir müssen aktiv Abwehr spielen, um den Rückraum in schwierige Wurfpositionen zu bekommen.“

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Nach dem ausgedünnten Programm der letzten Wochen geht es an diesem Wochenende wieder in die Vollen! Immerhin sind drei der vier HSG-Teams im Einsatz, dazu steht in der Gymnasiumhalle ein Heimspieltag an. Der Ausblick auf das anstehende Wochenende.

Für die ersten Damen steht in der 2. Bundesliga das Aufsteigerduell an. Am Samstag um 18 Uhr hat die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den TSV Nord Harrislee, letztes Jahr Meister der 3. Liga Nord, in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast. Die Gäste aus dem hohen Norden, die für dieses Auswärtsspiel über 600 Kilometer einfache Strecke zurücklegen müssen, hatten bereits ihr erstes Erfolgserlebnis in der 2. Liga. Bei Werder Bremen gewann Nord Harrislee am dritten Spieltag mit 26:23. Derweil wird die HSG alles in die Waagschale werfen, um in fünften Anlauf den ersten Sieg einzufahren.

In die Erfolgsspur zurückkehren

Die weiße Weste der ersten Männermannschaft ist durch die erste Niederlage dahin. In Lang-Göns musste man sich letzte Woche mit 26:32 geschlagen geben. Zuhause will die Mannschaft von Trainer Andreas Nau am Samstag (20 Uhr) nun in die Erfolgsspur zurückkehren. Und steht dabei vor einer Pflichtaufgabe. Denn Gegner HSG Dilltal II hat alle seine vier bisherigen Spiele verloren, steht mit 0:8 Punkten da. Dass Dilltal beim Spitzenreiter SG Rechtenbach nur mit 23:27 unterlag, zeigt jedoch, dass diese Aufgabe kein Selbstläufer ist.

Die zweiten Damen gehen als Tabellenführer in den dritten Spieltag der Bezirksliga A Gießen. Die 4:0-Punkte-Bilanz soll nach zuletzt zwei spielfreien Wochenenden natürlich ausgebaut werden. Dabei wird die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster am Samstag um 17.15 Uhr auswärts bei der HSG Pohlheim gefordert sein. Die Mittelhessinnen sind mit einem Sieg und einem Unentschieden in die Runde gestartet.