Männer und Damen II ganz oben dabei

Zwei Siege, zwei Mal Spitzengruppe: Für die ersten Männer und die zweiten Damen der HSG Gedern/Nidda war es ein erfolgreiches Wochenende. Die ersten Damen hingegen werden versuchen, diesen Spieltag schnell aus dem Gedächtnis zu verdrängen.

Für die ersten Damen war es ein Tag zum Vergessen. Beim Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 kassierte die Mannschaft von Trainer Christian Breiler eine 19:39-Schlappe. Die mit Abstand höchste Niederlage in der bisherigen Zweitliga-Saison. „Wir haben auch in dieser Höhe verdient verloren“, sagte Trainer Breiler. Die klare Marschroute lautet nun: Schnell abhaken und den Fokus auf die nächste schwere Heimaufgabe gegen den Rangzweiten HL Buchholz 08-Rosengarten richten.

Männer springen auf Platz zwei

Einen starken Auftritt zeigten die ersten Männer. Den bisherigen Tabellenführer TV Hüttenberg III, der die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen hatte, besiegte die Mannschaft von Trainer Andreas Nau im Spitzenspiel souverän mit 32:26, führte dabei stellenweise sogar zweistellig. Damit entthronten die HSG-Männer nicht nur den Spitzenreiter, sondern feierten zugleich den dritten Sieg in Folge und rückten auf Tabellenplatz zwei der Bezirksliga A vor.

Sehr weit oben im Klassement finden sich auch die zweiten Damen: Nämlich an der Tabellenspitze der Bezirksliga A. Mit dem 23:20-Auswärtserfolg bei der HSG Grünberg/Mücke erfüllte die Mannschaft von Trainer Thomas Schuster ihre Pflichtaufgabe und feierte den sechsten Sieg im siebten Saisonspiel.

HSG Gedern/Nidda in Mainz

GEDERN/NIDDA (flo). Schon wieder eine Spitzenmannschaft: Nach der deutlichen Heimniederlage gegen die Kurpfalz Bären vor zwei Wochen reisen die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda dieses Mal ins Rheinhessische. Dort ist der Aufsteiger am Samstag (19 Uhr, Sporthalle Gustav-Stresemann-Schule) beim Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

Es ist die mit Abstand kürzeste Strecke in dieser Saison, nur knapp 100 Kilometer sind es bis in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Eine durchaus angenehme Abwechslung angesichts der vielen weiten Reisen. Die Rollen bei diesem Nachbarschaftsduell sind jedoch sehr deutlich verteilt. Platz vier gegen Platz 13, Top-Team gegen Neuling, Aufstiegskandidat gegen Klassenerhaltsanwärter. Eigentlich eine klare Sache. Aber natürlich geht es für die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit der festen Absicht nach Mainz, dort womöglich doch für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Und somit den Stimmungskiller zu spielen. Denn es ist ja kein ganz gewöhnliches Wochenende im Rheinhessischen. Schließlich wird in der Fastnachtshochburg Mainz morgen die närrische Jahreszeit eingeläutet.

Derweil hat es der November für Gedern/Nidda in sich. Zwar bestreitet die HSG in diesem Monat nur zwei Spiele, diese beiden sind aber hammerharte Aufgaben: Erst Mainz, dann nächste die Woche die noch verlustpunktfreien HL Buchholz 08-Rosengarten. „In diesen beiden Spielen wird es sehr schwer, zu punkten“, ahnt Trainer Breiler. „Wenige Minuten können da den Ausschlag in eine Richtung geben. Wenn man fünf Minuten unkonzentriert ist, fliegen einem die Bälle um die Ohren. Das wird von diesen Mannschaften sofort bestraft.“ Wie etwa bei den deutlichen Pleiten gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal oder die Kurpfalz Bären.

Zwei Ausfälle

„Für uns gilt es, unsere Schwächephasen zu verringern und unsere Leistung immer wieder ein bisschen zu verbessern. Da ist jedes Spiel ein Lernprozess“, sagt der HSG-Coach, der für einige Wochen auf Torfrau Sandra Stroh (Lungenentzündung) und Youngster Aimée Mitzkat (Handverletzung) verzichten muss. Ohnehin: In den vergangenen beiden Wochen war aufgrund diverser beruflicher oder krankheitsbedingter Ausfälle an optimale Trainingsbedingungen nicht zu denken.

Gegen Mainz muss sich seine Mannschaft neben dem flotten Umschaltspiel aus der 6:0-Deckung heraus insbesondere auf einen bärenstarken Rückraum einstellen. Etwa mit der erstligaerprobten Larissa Platen (22 Jahre), der in Leverkusen ausgebildeten Elisa Burkholder (21) oder den beiden Jugendnationalspielerinnen Alicia Soffel (19) und Paulina Golla (17).

Die FSV-Aufbaureihe kombiniert Torgefahr von sämtlichen Positionen mit enormer Spielstärke. „Das macht es für die Abwehr umso schwerer. Verhindert man den Wurf aus dem Rückraum, wird der Ball etwa nach Außen gespielt“, erklärt Breiler und fordert deshalb „eine sehr aktive, bewegliche Deckung“.

Sein Pendant Thomas Zeitz, seit Ende 2015 auf der Mainzer Trainerbank, ist überzeugt: „Wir entscheiden mit unserem Auftritt über den Ausgang des Spiels.“ Der 45-Jährige verlangt, „dass wir das Spiel mit der nötigen Ernsthaftigkeit, Konsequenz und hundertprozentigem Einsatz angehen“. Einen Ausrutscher sollte sich Mainz (9:5 Punkte) in diesem Muss-Spiel freilich nicht erlauben, andernfalls nämlich droht der Kontakt zu den Spitzenplätzen etwas abzureißen.

Drei-Jahres-Plan

Der Drei-Jahres-Plan der Mainzer Handballerinnen, der sich in seiner finalen Etappe befindet, hatte schließlich anvisiert, in dieser Saison um den Aufstieg in die Beletage mitzuspielen. „Dieser Plan ist ein Modell, das ohne Probleme noch um das eine oder andere Jahr erweitert werden kann“, relativiert Zeitz. „Wenn man unseren Altersschnitt von knapp über 20 Jahren betrachtet, erklärt sich, dass wir sicher noch nicht um den Titel mitspielen müssen.“ Aber: „Wenn wir gut sind, können wir alle Teams in dieser Liga schlagen. Unser Ziel dieses Jahr ist Konstanz. Da sind wir nach anfänglichen Schwierigkeiten auf einem guten Weg.“ Zu dem eine Heimpleite gegen die HSG Gedern/Nidda so gar nicht passen würde.

Quelle: Kreis-Anzeiger (10.11.2018)

Dynamites-Sieg gegen den Aufsteiger Gedern ist Pflicht

MAINZ – Fünf Tage lang durften die Zweitliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 durchschnaufen, ein erweitertes Wochenende einfach mal die Füße hochlegen und die Seele baumeln lassen, bevor am vergangenen Montag das Training wieder aufgenommen wurde. Möglich machte es die Liga-Pause, die wegen des DHB-Pokals eingelegt wurde. „Mir hat die Pause auch gut getan“, sagt „Dynamites“-Trainer Thomas Zeitz. „Ob sie den Mädels gut getan hat, werden wir am Samstag so gegen 20.30 Uhr sehen.“ Dann wird die Partie gegen Aufsteiger HSG Geddern/Nidda, die um 19 Uhr in der Stresemann-Schule angepfiffen wird, Geschichte sein – und die Dynamites werden wissen, ob sie mit dem dritten Sieg in Serie den vierten Tabellenplatz gefestigt haben. „Bei allem Respekt vor Gedern. Aber ich erwarte schon, dass wir dieses Spiel gewinnen. Das muss nicht glanzvoll sein. Es sollte aber schon eine klare Angelegenheit werden“, unterstreicht Thomas Zeitz.

Ausreden gibt es für den 44-Jährigen keine – auch nicht die neuen personellen Probleme. Nachdem mit der frisch operierten Alexandra Tinti schon die eine Kreisläuferin längerfristig ausfallen wird, kommt auch Janka Bauer aktuell nicht so richtig auf die Füße. Bereits zum dritten Mal in wenigen Wochen schlägt sich die Kapitänin mit einem grippalen Effekt herum. „Wir lassen sie jetzt einfach mal komplett durchleuchten. Und wenn es am Samstag gar nicht geht, dann geht es eben nicht“, will Zeitz bei der 24-Jährigen keinerlei Risiko eingehen. Auch wenn dann am Kreis ein Vakuum entsteht. Eine gelernte Kreisläuferin steht nämlich nicht mehr im Kader.

„Wir haben trotzdem mehrere Optionen“, weiß Zeitz – und zählt auf: „Paulina Golla, Denise Großheim, Alicia Soffel, Larissa Platen und auch Katrin Feldmann können da spielen. Ich denke mal, es wird auf ein Jobsharing hinauslaufen.“ Und zumindest eine der Genannten hätte sogar richtig Bock darauf: „Ich spiele das eigentlich ganz gerne“, sagt die 17-jährige Golla, die als klassische Rückraum-Mitte-Spielerin in ihrer handballerischen Grundausbildung die Kreisposition ebenfalls kennengelernt hat. Und: „Witzigerweise habe ich das ja auch erst vor ein paar Wochen gespielt.“ Mit Zweitspielrecht ist Golla auch im A-Jugend-Bundesliga-Team des Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach aktiv. Und dort hat sie eben das letzte Spiel in vorderster Front bestritten. „In der Zweiten Liga ist der Anspruch natürlich deutlich höher, aber ich traue mir das dennoch zu“, sagt die Abiturientin, die sich – so oder so – auf den Samstag freut. „Wir werden jetzt bis zum 15. Dezember durchbrummen. Aber nach der Pause ist es auch gut so.“

Auch für die U 16-Europameisterin gilt gegen den Neuling aus Hessen: „Wir müssen im Kopf bereit sein, müssen die Konzentration von Anfang an hochhalten. Dieses Spiel wird zu einer Einstellungsfrage“, weiß die Eltvillerin, die nicht an das Duell in der vergangenen Saison mit dem HC Gröbenzell erinnert werden muss. Der war seinerzeit auch Aufsteiger und bis zum Januar sogar noch ohne Pluspunkt, entführte dann aber beim 31:31 sensationell einen Zähler aus der Stresemann-Schule. „Das sollte uns eine Warnung sein“, sagt Thomas Zeitz: „Und wenn wir vorne dran bleiben wollen, dann darf uns das nicht noch einmal passieren.“

Quelle: Allgemeine Zeitung (10.11.2018)

HSG reist zum Nachbarschaftsduell

Mainz steht an diesem Wochenende Kopf. Am Sonntag nämlich ist der 11.11., in der Fastnachtshochburg beginnt also die närrische Zeit. Tags zuvor, am Samstag ab 19 Uhr, gibt die HSG Gedern/Nidda in der 2. Bundesliga ihre Visitenkarte in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ab. Selbstverständlich wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler versuchen, dem klar favorisierten Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 die Feierlaune zu verderben.

Nach einem aufgrund des DHB-Pokals freien Wochenende kann die HSG die kurze Auswärtsreise mit frischen Kräften antreten. Die Aufgabe im Rheinhessischen ist jedoch eine sehr schwierige. „Mainz ist eine richtig starke Mannschaft mit großem Potenzial. Der Rückraum ist sehr stark besetzt, sie verfügen über hohe individuelle Fähigkeiten“, lobt Breiler den Kontrahenten. Seine Mannschaft wird sich daher darauf einstellen müssen, dass der Gegner von allen Positionen torgefährlich ist. Beste FSV-Torschützin ist bislang die Rückraumhalbe Larissa Platen (32/11 Tore), die einst beim TV Hüttenberg groß wurde und vor dieser Saison vom Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach nach Mainz wechselte.

Ans Limit kommen

Klar ist: „Um das Spiel offen zu halten, müssen wir am Limit spielen und Mainz auf dem falschen Fuß erwischen“, sagt HSG-Trainer Breiler. Grundlage dafür, Mainz Paroli zu bieten, ist selbstredend die Defensive: „Für uns gilt es, in der Abwehr an die letzten Leistungen anzuknüpfen.“

Mainz will nach Platz zehn in der letzten Saison in diesem Jahr im Kampf um den Aufstieg mitmischen. Der Start in die Saison war trotz einiger schwieriger Aufgaben ordentlich. Das Team von Trainer Thomas Zeitz hat bislang 9:5 Punkte eingesammelt, kam zuletzt immer besser in Fahrt, besiegte zuhause den HC Rödertal (26:19) und gewann bei Aufsteiger TSV Nord Harrislee (30:23).

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Zwei Mal auswärts, einmal zuhause: Während beide Damenteams in fremden Hallen um Punkte kämpfen, sind die ersten Männer zum ungewohnten Sonntagstermin in der Gymnasiumhalle gefordert.

Für die ersten Damen steht die kürzeste Auswärtsfahrt dieser Saison in der 2. Bundesliga an. Am Samstag geht es nach Rheinhessen zum 1. FSV Mainz 05. Dort wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler ab 19 Uhr alles in die Waagschale werfen, um eine Überraschung zu schaffen. Klar favorisiert ist aber natürlich der Tabellenvierte aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

Ungewohnter Sonntagstermin für Männer

Die ersten Männer haben dieses Mal ein Heimspiel zu einem vollkommen ungewohnten Termin: Am Sonntagabend um 18 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Andreas Nau in der Gymnasiumhalle Nidda auf den TV Hüttenberg III. Es ist das absolute Topspiel der Bezirksliga A Gießen an diesem Spieltag. Hüttenbergs Dritte ist nämlich mit 13:3 Punkten Tabellenführer, die HSG-Männer nehmen nach zuletzt zwei Siegen mit 12:4 Zählern den dritten Rang ein.

Nachdem die zweiten Damen am letzten Wochenende die Tabellenführung in der Bezirksliga A zurückerobert haben, geht es am Samstag (17.30 Uhr) zur HSG Grünberg/Mücke. Für die Mannschaft von Trainer Schuster ist dies eine Pflichtaufgabe. Schließlich steht Grünberg/Mücke mit lediglich einem Sieg (26:23 beim Schlusslicht FSG Kirchhain/Neustadt) und 2:8 Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Mit dem Bus nach Mainz!

Oberhessen goes Rheinhessen. So lautet das Motto für den nächsten Samstag (10. November). Dann nämlich sind die ersten Damen der HSG um 19 Uhr zum Zweitliga-Nachbarschaftsduell beim 1. FSV Mainz 05 zu Gast. Zwischen den beiden Hallen sind es nur etwa 100 Kilometer Entfernung, es ist die kürzeste Auswärtsreise der Saison. Dementsprechend hofft die Mannschaft auf zahlreiche Unterstützung in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

Zu diesem Spiel wird zusätzlich ein Fanbus eingesetzt. Für nur 10 Euro besteht die Möglichkeit, mit nach Mainz zu fahren. Abfahrt in Nidda wird am Samstag um 15.30 Uhr sein. Um Anmeldungen wird gebeten unter bus@hsg-gn.de.

Im Schnitt fast 400 Zuschauer in der Gymnasiumhalle

In dieser Woche steht der DHB-Pokal bei den Frauen im Fokus, Zeit für einen kurzen Blick auf die bisherigen Zuschauerzahlen. Für die HSG Gedern/Nidda gestaltet sich dieser sehr erfreulich: 1590 Zuschauern und somit im Durchschnitt 397 Fans pro Partie pilgerten in den bisherigen vier Heimspielen in die Niddaer Gymnasiumhalle.

Mehr Zuschauer als zwei Erstligisten

Damit ist die HSG nicht nur über dem Ligaschnitt, sondern landet als Aufsteiger im Ranking der 2. Bundesliga sogar auf dem sechsten von 16 Plätzen. Und übertrumpft in Sachen Zuschauerschnitt zum jetzigen Zeitpunkt sogar die beiden Erstligisten Borussia Dortmund und TV Nellingen.

Die bislang 41 Partien in der 1. Bundesliga wurden von 32.722 Zuschauern verfolgt, ein Schnitt von 799 Besuchern pro Partie. Vier Teams aus der höchsten Spielklasse weisen dabei einen vierstelligen Zuschauerschnitt auf. An der Spitze des Zuschauerrankings steht nach drei Heimspielen der Buxtehuder SV. Die Norddeutschen liegen mit einem Schnitt von 1.103 Besuchern pro Partie knapp vor dem VfL Oldenburg sowie der HSG Bensheim/Auerbach und der TuS Metzingen, die ebenfalls den vierstelligen Bereich erreichen.

In der 2. Liga sind es 19.413 Zuschauer nach 53 Spielen und ein Schnitt von 366 Besuchern pro Begegnung. Mit den Kurpfalz Bären der TSG Ketsch und der SG 09 Kirchhof kommen zwei Clubs auf einen Schnitt von mehr als 500 Zuschauern pro Partie, mit diesen Werten würden sie die die beiden letztplatzierten Teams des Rankings der 1. Bundesliga verdrängen und sich in einer ligenübergreifenden Übersicht auf den Plätzen 13 und 14 einreihen.

Zuschauer 1. Handball-Bundesliga Frauen:

Pl. Team Gesamt Schn. HS
1. Buxtehuder SV 3310 1.103 3
2. VfL Oldenburg 3080 1.026 3
3. HSG Bensheim/Auerbach 3040 1.013 3
4. TuS Metzingen 3000 1.000 3
5. Thüringer HC 2907 969 3
6. Neckarsulmer SU 1836 918 2
7. Frisch Auf Göppingen 2673 891 3
8. HSG Blomberg-Lippe 2431 810 3
9. SV Union Halle-Neustadt 2160 720 3
10. SG BBM Bietigheim 2145 715 3
11. Bad Wildungen Vipers 2080 693 3
12. Bayer 04 Leverkusen 2000 666 3
13. Borussia Dortmund 1170 390 3
14. TV Nellingen 940 313 3
Gesamt 32772 799 41

Zuschauer 2. Handball-Bundesliga Frauen:

Pl. Team Gesamt Schn. HS
1. Kurpfalz Bären 2.650 662 4
2. SG 09 Kirchhof 2.304 576 4
3. SG H2Ku Herrenberg 1.880 470 4
4. BSV Sachsen Zwickau 1.349 449 3
5. HC Rödertal 1.257 419 3
6. HSG Gedern/Nidda 1.590 397 4
7. DJK/MJC Trier 735 367 2
8. TSV Nord Harrislee 1.010 336 3
9. VfL Waiblingen 925 308 3
10. SV Werder Bremen 1.185 296 4
11. TG Nürtingen 275 275 1
12. Buchholz 08-Rosengarten 809 269 3
13. Füchse Berlin 723 241 3
14. 1. FSV Mainz 05 945 236 4
15. TuS Lintfort 926 231 4
16. TV Beyeröhde-Wuppertal 850 212 4
Gesamt 19.413 366 53

Quelle: HSG/HBF

Video: Pressekonferenz nach Kurpfalz-Bären-Spiel

Die Pressekonferenz nach dem Spiel HSG Gedern/Nidda gegen die Kurpfalz Bären (23:36) mit den beiden Trainern Christian Breiler und Katrin Schneider.

Wehe, wenn man sie loslässt

In gerade einmal elf Spielminuten hat der Handball-Zweitligist aus Ketsch alles klar gemacht: Die Kurpfalzbären feierten einen 36:23-Auswärtssieg beim Aufsteiger HSG Gedern/Nidda. Aus einem 9:9-Gleichstand in der 22. Minute gelang den in dieser Phase wie entfesselt aufspielenden Damen der Kurpfalz-Bären bis zur 33. Minute eine 19:12-Führung. Damit war die Partie in Nidda bereits entschieden.

Mit viel Respekt waren die Kurpfalz-Bären nach Hessen gereist, da die Gastgeberinnen nach dem überraschenden Auswärtssieg in Berlin großes Selbstvertrauen getankt hatten. Und vor mehr als 400 Zuschauern konnte sich das Team von Christian Breiler fast eine Halbzeit lang auch Hoffnung auf den nächsten Coup machen. Die Bären hatten anfangs erhebliche Schwierigkeiten, da die offensiv ausgerichtete Abwehr vor allem mit Kreisläuferin Leonie Nowak nicht zurechtkam. „Erst als wir die Deckung auf 6:0 umstellten, klappte es besser. Und wir konnten dann auch noch einige Bälle erobern und in den Gegenstoß starten“, so Bären-Trainerin Katrin Schneider. Dennoch blieben die Gastgeberinnen bis zur Pause in Reichweite; aber nach dem Seitenwechsel genügten der Mannschaft aus Ketsch ganze drei Minuten, um sich entscheidend abzusetzen.

Nachwuchs zeigt Klasse

Bären-Trainerin Schneider ließ Carmen Moser und Saskia Fackel zunächst auf der Bank und gab der jungen Verena Oßwald die Startchance, die diese mit Bravour nutzte. Als Leonie Nowak nach einem anfänglichen Kopf-an-Kopf-Rennen das 9:9 für die Gastgeberinnen erzielte, sah es ganz und gar nicht nach einem Durchmarsch für die Bären aus. Doch dann kam Carmen Moser und sorgte mit für sie typischen Aktionen für den ersten Drei-Tore-Vorsprung. Das muntere Wechselspiel auf Ketscher Seite blieb bis zum Schlusspfiff bestehen, ohne dass dies dem Ergebnis abträglich war. So konnten sich elf Bären-Ladies als Torschützinnen auszeichnen.

In der Halbzeitansprache schien Katrin Schneider die richtigen Worte gefunden zu haben: Wie die Feuerwehr starteten die Bären-Ladies in die zweite Hälfte. Lea Marmodee, Rebecca Engelhardt, Carmen Moser sowie Saskia Fackel sorgten mit dem 19:12 dafür, dass Trainer Breiler den Sturmlauf der Bären mit einer Auszeit unterbrechen musste. Aber das Spiel war entschieden, denn der Tabellenführer ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Nach 40 Spielminuten hieß es 16:24 und auch den optimistischsten Fans des tapferen Aufsteigers war klar, dass es gegen diesen kompakt auftretenden Gegner nichts mehr zu holen geben würde. Verlass war wie immer auf Sabine Stockhorst im Tor, die in den letzten zehn Minuten von der erst 16-jährigen Johanna Wiethoff abgelöst wurde, die sofort ihr großes Talent beweisen konnte.

Bären-Trainerin Schneider lobte nach dem Spiel vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung und insbesondere, dass auch nach hohem Vorsprung die Mannschaft konzentriert zu Ende spielte.

Quelle: Mannheimer Morgen (29.10.2018)

Tabellenführer Ketsch in Nidda bärenstark

Gedern/Nidda (flo). Völlig gedankenverloren stand Leonie Nowak auf dem Spielfeld. Die Hände auf die Knie gestützt, den Blick ins Nichts gerichtet. Erst nach ein paar guten Worten von Mitspielerin Stefanie Thiele erhellten sich Nowaks Gesichtszüge wieder. „Wir waren am Spitzenreiter dran, kommen dann aus der Kabine und geben das Spiel in vier Minuten ab. Das war so ärgerlich“, haderte die Kreisläuferin des Handball-Zweitligisten HSG Gedern/Nidda. Nach einer guten ersten Hälfte handelte sich der Aufsteiger gegen die weiterhin verlustpunktfreien Kurpfalz Bären deshalb letztlich eine deutliche 23:36 (12:15)-Niederlage ein.

HSG Gedern/Nidda – Kurpfalz Bären 23:36

„Das ist kein Beinbruch“, ordnete Trainer Christian Breiler die keineswegs überraschende Heimpleite ein. „Ein paar Gegentore weniger, dann wäre ich zufrieden gewesen. So ist es etwas ärgerlich und ein bisschen zu hoch, weil es die Leistung aus der ersten Halbzeit schmälert.“

In dieser lieferte die HSG einen sehr couragierten und stellenweise begeisternden Auftritt ab, spielte bis auf wenige Kleinigkeiten sehr konzentriert und schaffte es so, dem Tabellenführer aus Ketsch Paroli zu bieten. Insbesondere auch deshalb, weil die Wetterauerinnen im Angriff mit einer disziplinierten, aber gleichermaßen zielstrebigen und variablen Spielanlage immer wieder gute Lösungen gegen die 5:1-Abwehr der Kurpfalz Bären fanden und somit deren gefürchtetes Gegenstoßspiel bereits im Keim erstickten. „Die Abwehr hat gestanden und wir haben vorne unsere Sachen runtergespielt“, fand Nowak. Als Rechtsaußen Kirsten Schindler nach mustergültigem Abräumen per Heber auf 5:4 (11.) stellte, lag das Breiler-Team sogar erstmals vorne. Die Spielgemeinschaft ließ sich auch nicht beirren, als der Spitzenreiter auf eine 6:0-Formation umstellte, agierte vielmehr bis zum 9:9 (22.) auf Augenhöhe. Als danach jedoch zwei Angriffe in Ballverlusten mündeten, erspielten sich die Bären eine 12:9-Führung (24.) und lagen zur Pause schließlich mit 15:12 vorne.

Was dann folgte, war gewissermaßen eine Machtdemonstration des Aufstiegskandidaten. Die Baden-Württembergerinnen schalteten mindestens einen, vielleicht auch zwei Gänge hoch, nutzten die Fehler des Gegners für Gegenstöße und schraubten den Vorsprung mit höllischem Tempo und maximaler Konsequenz in kürzester Zeit in die Höhe. Als Rückraumspielerin Saskia Fackel in der zweiten Welle auf 12:19 (34.) stellte, war die Begegnung im Grunde entschieden. Binnen drei Minuten hatte Ketsch eine offene Partie in eine glasklare Angelegenheit verwandelt, den Kontrahenten förmlich überrollt.

Gnadenlose Gäste

Und die Gäste blieben gnadenlos, schalteten nach Ballgewinnen in atemberaubender Geschwindigkeit um, feuerten ihre Würfe aus allen Lagen ab. Kurzum: Sie spielten Handball in Perfektion. Die HSG war hoffnungslos unterlegen, bekam defensiv die Räume gegen das druckvolle und rasante Angriffsspiel nicht mehr verdichtet, verlor auch vorne ihre Linie und scheiterte zuhauf an der starken Torfrau Sabine Stockhorst (14 Paraden). Es war nun schlichtweg ein Klassenunterschied zu erkennen. Doch nicht nur für die Breiler-Sieben, sondern offenbar auch für die Sekretäre ging nun vieles zu schnell. Diese schrieben nämlich den Gästen einen HSG-Treffer gut und korrigierten diesen Fehler in der Folge nicht mehr. Tatsächlich hatten die Wetterauerinnen nicht mit 13, sondern nur mit elf Toren verloren. Angesichts der Deutlichkeit des Resultats ist dies allerdings nicht mehr als eine Randnotiz. Den Schlusspunkt setzten die Bären dann im Stile eines Top-Teams: Mit einem schönen Kempa-Tor besorgte Linksaußen Elena Fabritz den 23:36-Endstand.

„Wir haben zu einfache Fehler gemacht, die in dieser Liga sofort bestraft werden. Aber wir müssen lernen, auch in einem solchen Spiel und bei einem hohen Rückstand unseren Stiefel weiterzuspielen. Da lassen wir uns manchmal so ein bisschen hängen, da fehlt etwas die Körpersprache“, konstatierte HSG-Coach Breiler. Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass die erste Halbzeit viele positive Ansatzpunkte bot. „Es gibt andere Gegner, gegen die wir hoffentlich wieder punkten“, sagte Breiler. Die nächste Chance dazu besteht nach einem spielfreien Wochenende am 10. November beim FSV Mainz 05.

Quelle: Kreis-Anzeiger (29.10.2018)