Zweitligist HSG Gedern/Nidda hat Heimsieg auf der Wunschliste

GEDERN/NIDDA (flo) – Ein Duell auf Augenhöhe? Das jedenfalls erhoffen sich die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Denn nach zuletzt drei deutlichen Niederlagen gegen Spitzenteams ist heute Abend (18 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) mit der TG Nürtingen eine Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld zu Gast. Der dritte Saisonsieg soll her.

HSG Gedern/Nidda – TG Nürtingen
(Samstag 18 Uhr)

Es ist eine Begegnung, in die der Aufsteiger aus dem Oberhessischen zwar gewiss nicht favorisiert geht, in der Zählbares aber doch nicht illusorisch ist. „An guten Tagen können wir Spiele gegen die Mannschaften aus dem Mittelfeld gewinnen“, weiß Trainer Christian Breiler. Der 26:24-Erfolg bei den Füchsen Berlin ist der beste Beweis dafür. Es war ein Spiel, in dem bei der Spielgemeinschaft ziemlich vieles passte. Genau das wird auch gegen Nürtingen zwingend notwendig sein. „Es wird darauf ankommen, eine gute Abwehr zu spielen, das ist das A und O, sonst haben wir keine Chance“, stellt Breiler klar. Denn: „Ich denke, dass die Mannschaft, die in der Abwehr stärker ist und mehr einfache Tore macht, gewinnen wird.“ Ein Heimsieg wäre nicht nur wohltuend fürs Gemüt und fürs Selbstvertrauen. Er wäre auch bedeutsam, um den Kontakt zum hinteren Mittelfeld nicht abreißen und mit Nürtingen einen potenziellen direkten Konkurrenten nicht davonziehen zu lassen. Drei Spiele sind es noch vor Weihnachten, mindestens zwei Punkte sollen in diesen noch dazukommen. „Wenn wir aus diesen drei Spielen zwei Punkte holen, wäre es eine tolle Sache, holen wir vier Punkte, wäre es überragend“, sagt der HSG-Coach. Nicht gerade förderlich ist dabei, dass die beiden vergangenen Trainingswochen einmal mehr nicht optimal waren. Das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison. In der Vorwoche etwa hatte man nur ein einziges Hallentraining, in dieser Woche fehlten krankheitsbedingt Spielerinnen, auch der Trainer selbst kränkelte.

Personelle Fragezeichen

Für das Nürtingen-Spiel jedenfalls dürfte Rückraumspielerin Johanna Becker ausfallen, die sich seit zwei Wochen mit Fieber herumplagt. Auch Mittelfrau Hannah Niebergall ist grippekrank und deshalb fraglich. „Fortschritt hängt auch vom Training ab. Da hatten wir seit Sommer aber insgesamt zu wenige Einheiten, in denen alle zur Verfügung stunden“, findet Breier. „Unsere Entwicklung“, sagt er, „könnte schon weiter vorangeschritten sein.“ Der Gegner indes hat sich ausgerechnet vor dem Gastspiel bei der HSG aus dem Tief gekämpft, hat mit dem überraschenden 27:26-Erfolg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellendritten TV Beyeröhde-Wuppertal die Trendwende geschafft und reist dementsprechend mit viel Auftrieb an. Blutleer, kraftlos, zu viele einfache Fehler, mangelnde Körpersprache – diese Kritik prasselte auf die TG ein, nachdem sie bei den Pleiten in Waiblingen (26:36) und gegen Bremen (18:24) schwache Auftritte abgeliefert hatte. Die Krise schien sich einzunisten, wurde durch den Coup gegen Beyeröhde aber ratzfatz wieder vertrieben. Logisch, dass die Truppe aus der Region Stuttgart nun nachlegen will. „Der größte Fehler wäre, uns jetzt auszuruhen“, so Trainer Stefan Eidt gegenüber der Nürtinger Zeitung. Der TG-Coach hat zudem eine Rückkehrerin wieder an Bord: Die wurfgewaltige Halblinke Lea Schuhknecht wird nach überstandener Schienbeinkopfverletzung wieder in den Kader zurückkehren, feiert möglicherweise ihr Saisondebüt. „Im Positionsangriff tuen sie sich etwas schwer“, weiß Breiler. Die meiste Gefahr geht von Verena Breidert aus. Die Linkshänderin im rechten Rückraum, einstmals Erstligaspielerin in Göppingen und sowohl 2015/16 als auch 2016/17 Zweitliga-Torschützenkönigin, ist die tragende Säule ihrer Farben. Und das mit 39 Jahren und trotz Vollzeitjob bei der Polizei. „Sie ist eine Ausnahmespielerin und in den entscheidenden Situationen da. So eine Spielerin haben wir nicht. Sicherlich müssen wir sie stoppen“, erklärt Breiler. Aber: „Es wäre der größte Fehler, sich nur auf sie zu konzentrieren.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (01.12.2018)

Weihnachtsmarktspiel gegen TG Nürtingen

Nach einem spielfreien Wochenende steigt die HSG Gedern/Nidda am heutigen Samstag wieder ins Geschehen der 2. Bundesliga ein. Um 18 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Christian Breiler in der Gymnasiumhalle Nidda die TG Nürtingen. Pünktlich zum Weihnachtsmarkt in Nidda würde man sich selbstverständlich gerne selbst ein vorweihnachtliches Geschenk in Form eines Heimsieges machen.

Das ist gegen den Tabellenelften aus Baden-Württemberg natürlich realistischer als zuvor gegen die Spitzenteams aus Ketsch, Mainz oder Buchholz-Rosengarten. „Es sollte im Bereich des Möglichen liegen, etwas zu holen. Dafür brauchen wir aber eine gute Leistung und müssen die Fehler minimieren“, sagt HSG-Trainer Breiler. Er weiß: „Wenn wir gewinnen, halten wir den Kontakt zum hinteren Mittelfeld.“

Nürtingen kommt mit Ausnahmespielerin Verena Breidert

Doch vor der TG Nürtingen ist seine Mannschaft gleichermaßen gewarnt. Der Tabellenelfte zeigte in der Vorwoche die optimale Antwort auf zuvor zwei schwache Leistungen: Gegen das bis dahin ungeschlagene Top-Team TV Beyeröhde-Wuppertal setzte sich Nürtingen mit 27:26 durch. Eine große Überraschung. „Das ist ein guter Gegner, eine Mannschaft, die im Mittelfeld stehen kann“, findet Breiler. Zu welcher Hochform die TG (6:10 Punkte) auflaufen kann, zeigte sie etwa beim beeindruckenden 33:21-Auswärtssieg in Zwickau.

Eine Spielerin ragt bei Nürtingen aus dem guten Kollektiv heraus: Verena Breidert. Die Rückraumrechte, die lange Jahre in Göppingen in der 1. Liga spielte, wurde 2015/16 und 2016/17 Zweitliga-Torschützenkönigin und sorgt für die Tore aus der zweiten Reihe. „Sie ist eine Ausnahmespielerin“, sagt Breiler.

Ausblick auf das HSG-Wochenende

Ein Wochenende ganz im Sinne der Weihnachtsmärkte und des Handballs. In beiden Heimatstädten der HSG, also in Nidda sowie in Gedern, der Dezember mit Weihnachtsmärkten eingeläutet wird, geht es auch in der Halle heiß her. Der Ausblick auf das anstehende Wochenende.

Das spielfreie Wochenende ist vorüber, für die ersten Damen geht es in der 2. Bundesliga nun in den Endspurt dieses Jahres. Am Samstag um 18 Uhr hat die Mannschaft von Trainer Christian Breiler den Tabellenelften TG Nürtingen in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast. Nach den vergangenen drei Spielen, in denen man stets auf Top-Teams getroffen war, will das Breiler-Team gegen die Baden-Württembergerinnen versuchen, den dritten Saisonsieg einzufahren. Durchaus eine schwierige Aufgabe, wie Nürtingens 27:26-Erfolg gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal in der letzten Woche bewies.

Männer schon um 15.30 Uhr gegen Bieber

Die Erfolgsserie der ersten Männer riss im letzten Spiel. Nach vier Siegen hintereinander musste man sich im Spitzenspiel beim TUS Vollnkirchen ersatzgeschwächt und trotz guter kämpferischer Leistung mit 26:33 geschlagen geben. In der enorm engen Spitzengruppe der Bezirksliga A Gießen hatte dies zur Folge, dass die Mannschaft von Trainer Andreas Nau vom ersten auf den vierten Platz zurückfiel. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Spitzenreiter TV Hüttenberg III gerade mal einen Punkt. Am Samstag um 15.30 Uhr soll nun gegen den Tabellenelften KSG Bieber, der 6:16 Punkte hat und die letzten vier Spiele verlor, der nächste Sieg her.

Die zweiten Damen grüßen auch weiterhin von der Tabellenspitze der Bezirksliga A Gießen. Die starke Zwischenbilanz: 14:2 Punkte, sieben Siege aus acht Spielen. Am Samstagabend um 19 Uhr ist das Team von Trainer Thomas Schuster nun bei der FSG Klein-/Lützellinden zu Gast. Die Mittelhessinnen sind ein sehr ernstzunehmender Gegner, sind mit 11:5 Punkten als Tabellenvierter in Lauerstellung. Aus den letzten drei Spielen gab es allerdings nur einen Punkt für die FSG.

Ebenfalls auswärts ran müssen die zweiten Männer. Als weiterhin punktloses Schlusslicht der Bezirksliga C Süd ist man am Samstagabend (19.30 Uhr) beim Tabellensechsten MSG Linden III zu Gast.

 

Gegen Buchholz-Rosengarten zeigt Gedern/Nidda anderes Gesicht

NIDDA – Wieder verloren, wieder zweistellig. Und das bereits zum dritten Mal in Serie. Niedergeschlagenheit? Suchte man bei den Zweitliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda dennoch vergebens. Denn: Die 25:36 (13:15)-Heimpleite gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten spiegelte wahrlich nicht die eigentlich gute Leistung der Wetterauerinnen wider.

HSG Gedern/Nidda –
HL Buchholz 08-Rosengarten 25:36

Die Zuschauer in der Gymnasiumhalle bewiesen ein gutes Gespür, spendeten den HSG-Ballwerferinnen lange anhaltenden Applaus. Selbst Dubravko Prelcec, der kroatische Trainer der Gäste, hatte fast ein wenig Mitleid. „Das hat Gedern/Nidda nicht verdient, so hoch zu verlieren“, befand er. Lange war die Spielgemeinschaft auf Schlagdistanz geblieben, hatte dem Top-Team und amtierenden Meister einen packenden Fight geliefert, ehe dieser das Ergebnis in der Schlussphase in die Höhe trieb. Trainer Christian Breiler meinte: „Ich bin mit der Leistung zufrieden. Wir haben wieder ein anderes Gesicht als in Mainz gezeigt, das war mir wichtig.“

Nach diesem Vorwochenauftritt und der schwierigen Trainingswoche hatte man das Schlimmste befürchten müssen. Doch die Wetterauerinnen lieferten von der ersten Minute an einen mutigen und zielstrebigen Auftritt ab. Im Angriff brachte die HSG eine ordentliche Geschwindigkeit ins Spiel, profitierte auch davon, dass Mittelfrau Stefanie Thiele insbesondere in Hälfte eins zum einen umsichtig agierte und zum anderen selbst torgefährlich war. Allein: Obwohl Buchholz nicht am Limit agierte, sich mehr Fehler als gewohnt erlaubte, wurde der Großteil der offensiven Ballverluste umgehend bestraft. Abschütteln jedoch ließ sich Gedern/Nidda nicht, Rückraumspielerin Kristin Amos besorgte in der 18. Minute per Siebenmeter sogar den 8:8-Ausgleich.

Dass Buchholz die Abwehr danach auf eine 5:1-Formation umstellte, sorgte bei den Gastgeberinnen kurzzeitig für Schwierigkeiten. Fünf Minuten lang blieb die HSG torlos, verhielt sich in dieser Phase zudem zu passiv gegen die Kreuzbewegungen des wurfgewaltigen Luchse-Rückraums, der für insgesamt 14 Tore aus der zweiten Reihe sorgte. „Da müssen wir versuchen, die Situationen früher zu erkennen“, erklärte Breiler. Mit einem 5:0-Lauf setzte sich Buchholz auf 13:8 (22.) ab. Doch die HSG kämpfte sich zurück, pirschte sich bis zur Pause wieder auf 13:15 heran.

Genau das war eine ausgeprägte Charaktereigenschaft dieser Begegnung. Auch in der zweiten Hälfte schien das Spitzenteam aus dem Norden Niedersachsens mehrfach drauf und dran, den Deckel draufzumachen, schaffte es gegen aufopferungsvoll kämpfende Wetterauerinnen aber letztlich doch nicht, entscheidend davonzuziehen. Etwa in jenen Minuten, in denen die HSG vorne ihre Chancen ausließ, in Gegenstöße lief, deshalb mit 15:20 (37.) in Rückstand geriet und sogar befürchten musste, noch weiter abgehängt zu werden. Stattdessen vertändelte Buchholz im Angriff zwei Mal das Harzleder, vereitelte zudem HSG-Torfrau Anne Heß eine freie Chance. Als dann Johanna Becker aus dem Rückraum zum 19:22 (41.) einwarf, waren die Gastgeberinnen wieder auf Tuchfühlung. „Nach den Videos hatten wir gehofft, dass bei Gedern/Nidda nach der Pause der Einbruch kommt. Aber er kam einfach nicht“, sagte hernach Gästecoach Prelcec.

Doch gleichermaßen, wie Buchholz eine Vorentscheidung verpasste, gelang es der Breiler-Sieben nicht, noch mehr Druck auszuüben, noch näher ranzukommen. In den entscheidenden Momenten mangelte es an Abgezocktheit, spielte der Aufsteiger seine Aktionen nicht präzise genug aus. Hier ein nicht optimal getimtes Anspiel, da ein Offensivfoul. „Es waren kleine Details, die gefehlt haben, um das Spiel noch enger zu gestalten“, sagte Breiler. „Da müssen wir sehen, uns zu verbessern, die nächste Stufe zu erreichen.“ Denn diese Kleinigkeiten führten in ihrer Konsequenz zu Ballverlusten und Fehlwürfen, die sich in der finalen Phase häuften. Deshalb wurde diese Partie nach dem 23:27-Zwischenstand (48.) letztlich doch noch eine klare Angelegenheit. „Ich habe fünf, sechs sehr erfahrene Spielerinnen. Das merkt man in solchen Situationen, sie übernehmen dann Verantwortung“, schilderte Prelcec den vielleicht ausschlaggebenden Unterschied.

Für die HSG Gedern/Nidda steht nun eine einwöchige Pause an, ehe das Heimspiel gegen die TG Nürtingen am 1. Dezember den Startschuss für den Schlussspurt in diesem Kalenderjahr bildet.

Quelle: Kreis-Anzeiger (19.11.2018)

Männer erobern Tabellenführung

In drei Spielen gab es am zurückliegenden Wochenende nur einen Sieg. Dennoch lieferten auch die nicht erfolgreichen Mannschaften sehr ordentliche Leistung ab. Der Rückblick.

Die ersten Damen zeigten eine gute Leistung, waren am Ende aber doch klar unterlegen. Gegen die weiterhin verlustpunktfreien Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten musste sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler in der 2. Bundesliga letztlich mit 25:36 geschlagen geben, obwohl man über 50 Minuten lang in Schlagdistanz geblieben war und dem amtierenden Zweitliga-Meister stark Paroli geboten hatten.

Die ersten Männer (hier Benedikt Becker) sind neuer Tabellenführer der Bezirksliga A.

Pflichtaufgabe souverän gelöst

Die ersten Männer lösten derweil ihre Pflichtaufgabe gegen das neue Schlusslicht HSG Eibelshausen/Ewersbach mehr als souverän. Gegen die Gäste aus dem Lahn-Dill-Kreis setzte sich die Mannschaft von Andreas Nau mit 36:22 durch, schon zur Halbzeitpause war die Begegnung bei einem Zehn-Tore-Vorsprung vorentschieden.

Mit dem vierten Sieg in Serie kletterte das Nau-Team sogar an die Tabellenspitze der Bezirksliga A Gießen. Am nächsten Samstag steht dann das Spitzenspiel beim TUS Vollnkirchen auf dem Programm.

Starker Youngster

Keine Punkte, aber einen Achtungserfolg gab es für die zweiten Männer in der Bezirksliga C Süd. Gegen den Spitzenreiter TV Dornholzhausen schlug man sich in eigener Halle sehr wacker, unterlag letztlich mit 21:27. Besonders erwähnenswert war der starke Auftritt von Youngster Fabian Meier, der 12 Tore, davon drei per Siebenmeter, erzielte.

Top-Team-Wochen gehen in dritte Runde

GEDERN/NIDDA (flo). Als David gegen den Goliath – das steht für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ohnehin auf der Tagesordnung. Derzeit allerdings in ganz besonderem Maße. Denn

Samstag, 18 Uhr, HSG Gedern/Nidda – HL Buchholz 08-Rosengarten

die Top-Team-Wochen gehen für die Wetterauerinnen in die dritte Runde. Nach den deutlichen Pleiten gegen Spitzenreiter Ketsch und den Rangvierten Mainz gibt am heutigen Samstag (18 Uhr) mit den HL Buchholz 08-Rosengarten der amtierende Meister und aktuelle Tabellenzweite seine Visitenkarte in der Gymnasiumhalle Nidda ab.

Ein Highlight? Oder doch eher eine Belastung? „Für uns ist eigentlich jedes Spiel in dieser Liga ein Highlight“, findet Trainer Christian Breiler. „Dass wir diese Teams jetzt direkt hintereinander haben, ist aus meiner Sicht egal. Irgendwann müssen wir so oder so gegen sie spielen.“ Dennoch dürfte man bei der Spielgemeinschaft froh sein, wenn man sich nach dieser Begegnung mal wieder mit Gegnern misst, die sich tabellarisch auf Augenhöhe bewegen. Etwa mit der TG Nürtingen (1. Dezember) oder dem TuS Lintfort (9. Dezember).

Die Marschroute für das Duell mit den Nordniedersächsinnen liegt auf der Hand: Sich deutlich besser präsentieren als vor sieben Tagen bei der 19:39-Abfuhr in Mainz, bloß nicht direkt wieder derart massiv unter die Räder geraten. Als Ansatzpunkt sollte die insbesondere im ersten Durchgang sehr gute Leistung bei der Heimniederlage gegen Ketsch dienen. „Ich hoffe“, sagt HSG-Coach Breiler, „dass wir zuhause richtig Gegenwehr zeigen.“

Problematisch ist, dass der Aufsteiger extreme Ausschläge in seinen Darbietungen hat – von mitreißendem Tempohandball bis zu Totalausfällen. Stabilität fehlt bislang. „Wir sind noch nicht fähig, ein gewisses Grundniveau zu halten“, analysiert Breiler. Und weiß, dass genau das eine der Hauptaufgaben dieser Saison ist. Die Crux: Dazu benötigt die HSG einen kontinuierlichen Trainingsbetrieb auf hohem Niveau. „Wir kommen übers Kollektiv, müssen dafür viel trainieren“, sagt der Trainer. Daran ist momentan aber nicht zu denken, Verletzungen, Krankheiten und berufsbedingte Fehlzeiten verkomplizieren den Fortschritt.

Für Samstagabend sind gleich vier Spielerinnen fraglich. Rückraumspielerin Sabine Eisenacher (Erkältung) kann höchstens gesundheitlich lädiert mittun. Bei der Halblinken Kristin Amos (angeschlagen), Kreisläuferin Jessica Schmeißer (Virusinfektion) und Linksaußen Carmelina Mulch (Entzündung) entscheidet sich ein Einsatz erst kurzfristig, alle drei mussten den Großteil der Trainingswoche aussetzen.

„Es war schlichtweg nicht möglich, an mehr Konstanz im Rückraum zu arbeiten“, hadert Breiler. Denn gerade in der Schaltzentrale muss das Zusammenspiel verbessert werden, müssen Auslösehandlungen verfeinert werden. Um kompakte Abwehrreihen in Bewegung zu bringen. Um mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. „Wir müssen aus der zweiten Reihe und von verschiedenen Positionen torgefährlich werden“, betont der HSG-Coach. Der Blick richtet sich deshalb insbesondere auf die eigene Performance.

Zumal der Gegner – realistisch betrachtet – ohnehin außer Reichweite ist. Für diese Feststellung genügt ein Blick auf die Zahlen: In den letzten vier Jahren landeten die Handball-Luchse zweimal auf Platz eins (2017/18, 2014/15), wurden 2016/17 Vizemeister und spielten 2015/16 in der 1. Liga. Keine Frage: Buchholz-Rosengarten zählt zur Creme de la Creme des Bundesliga-Unterhauses, zur absoluten Elite dieser Spielklasse. Dass der amtierende Meister dieses Jahr nicht in der Beletage spielt, hängt mit der wirtschaftlichen Situation zusammen. Ein Erstligaetat ließ sich schlichtweg nicht stemmen.

Also gehen die Luchse weiterhin in Liga zwei auf Beutezug – und das überaus erfolgreich. Sechs Spiele, sechs Siege, 12:0 Punkte, Platz zwei. Schwachpunkte gibt’s bei den Niedersächsinnen im Grunde nicht. Breiler erklärt: „Sie spielen eine aggressive und offensive 6:0- oder 5:1-Abwehr, sind im Rückraum von jeder Position sehr torgefährlich und wurfstark und spielen 60 Minuten lang Tempo.“ Ein wahrer Goliath also, der da auf die HSG Gedern/Nidda zukommt.

Quelle: Kreis-Anzeiger (17.11.2018)

Der nächste Top-Gegner

Kurpfalz Bären, Mainz 05, HL Buchholz 08-Rosengarten. Es ist ein hammerhartes Programm, das die HSG Gedern/Nidda derzeit in der 2. Bundesliga zu absolvieren hat. Ein Spitzenteam jagt das nächste. Am Samstag um 18 Uhr also ist der Vorjahresmeister und aktuelle Tabellenzweite Buchholz 08-Rosengarten in der Gymnasiumhalle Nidda zu Gast.

Den Top-Teams der Liga musste sich die HSG bislang stets klar geschlagen geben, zeigte aber etwa gegen die Kurpfalz Bären eine über weite Strecken gute Leistung. Nach der 19:39-Pleite in Mainz letzte Woche sagt Trainer Christian Breiler: „Wir wollen unseren Zuschauern einfach ein wesentlich besseres Spiel als in Mainz präsentieren und müssen uns gerade im Angriff steigern. Wir wollen verhindern, dass wir so unter die Räder kommen wie gegen Mainz.“

Höchste Qualität bei den Luchsen

Dass der Gegner die Reise ins Oberhessische als amtierender Zweitliga-Meister und mit 12:0 Punkten antritt, zeigt, welches Kaliber die HSG erwartet. Zuletzt besiegte Buchholz-Rosengarten den Aufsteiger TSV Nord Harrislee klar mit 32:21. Die Luchse aus Niedersachsen überzeugen mit einer aggressiven Abwehr, einem starken Tempospiel, schnellen Außen und einem Rückraum höchster Qualität. „Sie sind von jeder Rückraumposition torgefährlich und wurfstark“, sagt HSG-Trainer Breiler.

Ausblick auf das HSG-Wochenende

An diesem Wochenende heißt es wieder: Heimspieltag bei der HSG Gedern/Nidda. Am Samstag nämlich haben beide ersten Mannschaften Heimrecht in der Gymnasiumhalle Nidda. Einmal als klarer Außenseiter, einmal als deutlicher Favorit. Der Ausblick.

Nach der deutlichen Auswärtsniederlage in Mainz empfangen die ersten Damen am Samstag um 18 Uhr das nächste Top-Team: Dann nämlich sind die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten in der Gymnasiumhalle zu Gast. Der amtierende Zweitliga-Meister aus Niedersachsen reist mit der Empfehlung von sechs Siegen aus sechs Spielen an. Eine große Herausforderung für die Mannschaft von Trainer Christian Breiler, die sich zuhause deutlich besser als zuletzt in Mainz präsentieren will.

Pflichtaufgabe für Männer

In der Favoritenrolle sind hingegen die ersten Männer. Mit drei Siegen hintereinander und insbesondere dem jüngsten 32:26-Erfolg im Spitzenspiel gegen Hüttenberg II geht die Mannschaft von Trainer Andreas Nau am Samstag ins Heimspiel gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach. Der klare Auftrag: Nachlegen und damit den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga A verteidigen. Gegen die Gäste aus dem Lahn-Dill-Kreis, die mit 3:15 Punkten den vorletzten Rang einnehmen, ist dies eine Pflichtaufgabe.

Während die zweiten Damen spielfrei sind, müssen die zweiten Männer in der Bezirksliga C Süd am Sonntagnachmittag um 17 Uhr ran. In der Gymnasiumhalle hat man dann den TV Dornholzhausen zu Gast. Ein Spiel mit klar verteilten Rollen: Die HSG-Männer sind mit 0:10 Punkten Tabellenletzter sind, führen die Gäste die Rangliste mit 10:2 Punkten an.

Bei FSV Mainz kassiert HSG Gedern/Nidda derbe Schlappe

MAINZ/NIDDA (flo). Autsch! Das war eine bitterböse Lektion für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Im Zweitliga-Nachbarschaftsduell beim Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 handelte sich der Aufsteiger mit einer schwachen Leistung eine haushohe 19:39 (7:13)-Klatsche ein.

FSV Mainz 05 –
HSG Gedern/Nidda 39:19

Nein, die Duelle mit den Top-Teams dieser Spielklasse sind für die Wetterauerinnen bislang wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Beyeröhde, Kurpfalz Bären, nun Mainz – gegen all diese Teams setzte es Pleiten mit zweistelliger Differenz. Überraschend ist dies freilich nicht. Gegen solche Gegner, die von ihrem sportlichen Potenzial her an der Beletage kratzen, ist die HSG mit ihren Möglichkeiten meilenweit unterlegen. Da werden klare Grenzen aufgezeigt und offenbaren sich schlichtweg Klassenunterschiede. Dennoch: Dass Gedern/Nidda im Rheinhessischen derart sang- und klanglos untergehen würde, damit war nicht unbedingt zu rechnen.

Wütende Kritik des Trainers? Blieb vollständig aus. Trotz der 20-Tore-Fracht war Christian Breiler spürbar darauf bedacht, sich an diesem rabenschwarzen Tag vor seine Mannschaft zu stellen. „Die 2. Liga ist für uns ein riesiges Abenteuer“, bemühte sich der 41-Jährige um eine sachliche Einordnung. „Eine solche Niederlage kann uns in dieser Saison noch das eine oder andere Mal passieren. Damit müssen wir umgehen und dürfen uns nicht unterkriegen lassen.“ Rückraumspielerin Sabine Eisenacher befand lakonisch: „Da war einfach nichts drin, wir haben einfach schlecht gespielt. Wir müssen das abhaken und weitermachen, nicht groß enttäuscht sein oder rumheulen.“

Obwohl sich der Rückstand zur Pause noch im Rahmen hielt, war es bereits im ersten Durchgang kein guter Auftritt der Gäste. Die anfangs versuchte 5:1-Abwehr arbeitete ordentlich, gab dem Mainzer Rückraum aber häufig zu viel Raum, seine enorme Qualität auszuspielen. „Egal wer, das wären bei uns alle unumstrittene Stammspielerinnen“, stellte Breiler mit Blick auf die FSV-Aufbaureihe klar. Wirklich problematisch aber war das Angriffsspiel: Zu langsam, zu statisch, zu individuell. Die HSG fand überhaupt keinen Spielrhythmus, strahlte aus dem Rückraum keinerlei Torgefahr aus, kam aber auch nicht in die Nahtstellen, weil sie den körperlich überlegenen 6:0-Abwehrriegel des Gastgebers nicht in Bewegung brachte.

Drei Tore nach 20 Minuten und deren sieben nach einer halben Stunde sprachen Bände. Weil Mainz nach der 9:3-Führung (17.) ein gutes Stück nachließ, veränderte sich der Abstand bis zum Pausen-13:7 nicht mehr.

Nach Wiederbeginn brachen dann alsbald alle Dämme. Erst wuchs der Rückstand, weil Gedern/Nidda gute Möglichkeiten zum Verkürzen ungenutzt ließ. Dann fiel das Breiler-Team völlig auseinander, agierte hinten zu passiv und war vorne völlig von der Rolle. Mainz hingegen spielte mit viel Tempo und Konsequenz, verdoppelte den Vorsprung binnen zehn Minuten und lag nach zwei Treffern in doppelter Unterzahl mit 24:11 (40.) vorne. Dass sich FSV-Coach Thomas Zeitz während des Spiels im lockeren Plausch mit Zuschauern über das Spiel der Bayern in Dortmund erkundigte, war das vielleicht beste Indiz für die Einseitigkeit dieses Duells.

Dass bei der HSG Gedern/Nidda rein gar nichts funktionierte, war das eine. Dass sie sich nach der Pause stellenweise apathisch und ohne Gegenwehr abschießen ließ, das andere. „Ich will der Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, dass wir uns aufgegeben hätten“, nahm Breiler sein spielendes Personal in Schutz. „Wir müssen halt einfach lernen, dass wir in einer Phase, in der wir mit zehn Toren hinten liegen, nicht aufhören, Handball zu spielen. Das machen wir noch zu sehr.“ Angesichts von fast einhundert mitgereisten Anhängern sagte der HSG-Coach: „Es ist ein bisschen schade, dass wir unseren Zuschauern so ein Spiel präsentiert haben, das hat mir leidgetan.“

Klar ist, dass die Wetterauerinnen dieses Katastrophenspiel ganz schnell aus den Köpfen verdrängen müssen. Denn einfacher wird es nicht: Am nächsten Samstag kommt der verlustpunktfreie Vorjahresmeister HL Buchholz 08-Rosengarten in die Gymnasiumhalle.

Quelle: Kreis-Anzeiger (12.11.2018)

Dynamites feiern Kantersieg

MAINZ – Als Katrin Feldmann und Carina Gangel in der 40. Minute die Treffer zum 23:11 und 24:11 erzielten, war die Begegnung schon längst entschieden. Diese beiden Tore, die in doppelter Unterzahl erzielt wurden, hatten dem Gegner aber irgendwie gänzlich den Stecker gezogen. Die Frage war jetzt nur noch, ob die 40 vorne fällt, die 20 hinten eben nicht. Das eine Ziel haben die Zweitliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 erreicht, das andere knapp nicht. Am Ende stand gegen den hoffnungslos überforderten Aufsteiger HSG Gedern-Nidda ein 39:19 (13:7) zu Buche. Ein Ergebnis, das unterm Strich höher hätte ausfallen können. Das aber „Dynamites“-Trainer Thomas Zeitz zufrieden stellte. „Ich habe ja selbst lange genug auf der Platte gestanden und weiß, wie schwierig solche Spiele sind. Deshalb: Ja, ich bin zufrieden.“

In der ersten Halbzeit hatte noch ein wenig das Tempo gefehlt, was freilich auch am Gegner lag, der nach einer Viertelstunde gerade einmal ein Feldtor erzielt hatte. „Wir haben das sehr ernsthaft gespielt, hätten es aber sicherlich noch höher gestalten können“, gab Dynamites-Rückraumspielerin Simona Cipaian zu. Allein sechs Aluminium-Treffer verhinderten einen klareren Sieg der Mainzerinnen.

„Egal“, sagte Janka Bauer, die Kreisläuferin, die aufgrund eines grippalen Effektes nicht mittun konnte. „Da macht auch das Zuschauen richtig Spaß“. Zumal, weil die Position gänzlich verwaist war. Alexandra Tinti, die zweite Kreisläuferin im Kader, ist frisch operiert – es durften sich Larissa Platen, Paulina Golla und Katrin Feldmann am Kreis versuchen. Alle drei trugen sich auch von dort aus in die Torschützenliste ein.

Die Spannung, das Tempo hochhalten, war in der Schlussphase die Devise. „Wir haben am Ende auch in dieser Höhe völlig verdient verloren“, musste Gederns Trainer Christian Breiler zugeben. „Gegen solche Mannschaften muss man auswärts allerdings auch nicht gewinnen.“

Beide Torfrauen können Selbstvertrauen tanken

Der dritte Sieg in Folge für die Dynamites sollte auch richtig eingeordnet werden. „Wir haben zwei Punkte geholt – und mehr als zwei Punkte gibt es nicht“, betonte Thomas Zeitz, der sich vor allem freute, dass er kräftig durchwechseln konnte, dass sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen durften, dass Torfrau Kristin Schäfer einige Glanzparaden zeigen konnte und das auch ihre Stellvertreterin Vanessa Gerken mit einem gehaltenen Siebenmeter Selbstvertrauen tanken durfte. „Du musst so ein Spiel genau so angehen. Dann kannst du auch über den einen oder anderen Fehler hinwegsehen“, bilanzierte Zeitz. Und Simona Cipaian ergänzte: „Das uns allen Spaß gemacht. Und jetzt freuen wir uns aufs nächste Spiel.“ Das führt die Dynamites am kommenden Sonntag zum Tabellenneunten SG Herrenberg, einem ganz anderen Kaliber. Die Woche darauf geht es dann zum Spitzenreiter Kurpfalz Bären, der noch gar keinen Punkt abgegeben hat. „Dann wissen wir, wo wir stehen“, weiß auch Simona Cipaian, dass sich die Dynamites in den kommenden Wochen wohl nicht so richtig austoben dürfen.

Quelle: Allgemeine Zeitung (12.11.2018)